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BeitragVerfasst: Do 29 März, 2012 2:31 pm  Titel:  USA: Richtlinie empfiehlt ARt für alle HIV-Positiven Antworten mit ZitatNach untenNach oben

USA: Richtlinie empfiehlt antiretrovirale Therapie für alle HIV-Positiven

Die Leitlinien zur Behandlung der HIV-Infektion wurden in den USA aktualisiert. Empfohlen wird nun eine antiretrovirale Behandlung aller HIV-Positiven.

Mit der Aktualisierung werde u.a. den Feststellungen Rechnung getragen, dass fortdauernde HIV-Vermehrung schädliche Folgen habe; zudem solle dem positiven Effekt der antiretroviralen Therapie auf eine Verhinderung der HIV-Übertragung entsprochen werden.

Zentraler Satz: antiretrovirale Therapie werde allen HIV-Positiven empfohlen – “ART is recommended for all HIV-infected individuals.” Die Stärke dieser Empfehlung variiere abhängig von der CD4-Zellzahl.


29.3.2012
http://www.ondamaris.de/?p=31047

Kommentar

Die amerikanischen Empfehlungen sind m.E. völlig überzogen. Man kann nur hoffen, daß die Deutsch-Österreichischen Richtlinien ihre bisherigen Empfehlungen beibehalten.


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BeitragVerfasst: So 09 Sep, 2012 11:11 am  Titel:  US-Leitlinie fordert Therapie für alle HIV-Infizierten Antworten mit ZitatNach untenNach oben

US-Leitlinie fordert Therapie für alle HIV-Infizierten

Die International Antiviral Society-USA empfiehlt alle Erwachsenen mit HIV-Infektion so früh wie möglich antiretroviral zu behandeln. Begründet wird dies mit dem Fehlen eines Schwellenwerts für die CD-Zellzahl, ab dem eine HIV-Therapie noch ohne Nutzen ist. Hinzu kommen epidemiologische Überlegungen, nach denen die Therapie möglichst vieler Infizierter das Übertragungsrisiko in der Bevölkerung senken kann.

Deutsches Ärzteblatt vom 27. Juli 2012
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50999


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BeitragVerfasst: Fr 01 März, 2013 2:00 am  Titel:  Frühe Therapie stärkt Immunsystem besser Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Frühe Therapie stärkt Immunsystem besser

Forscher aus den USA haben ein weiteres Argument gefunden, warum eine Behandlung nach einer HIV-Infektion frühzeitig beginnen sollte: Das Immunsystem lässt sich dadurch offenbar besser stärken.

Von Peter Leiner

ANTONIO. Bereits Mitte der 1990er-Jahre plädierten viele HIV-Therapeuten für einen frühen Behandlungsbeginn nach dem Motto "Hit hard, hit early". Doch bisher war nicht klar, wie sich ein früher oder ein später Zeitpunkt des Therapiebeginns jeweils auf das Immunsystem der Patienten auswirkt. Um das zu prüfen, wurde in einer prospektiven US-Studie zwischen 1996 und 2010 bei HIV-Infizierten die antiretrovirale Therapie innerhalb von vier Monaten nach der vermuteten Infektion oder aber später begonnen (N Engl J Med 2013; 368: 218-30).

Dieser Zeitraum wurde gewählt, weil sich in einer Subgruppe der Studie mit fast 500 Teilnehmern bestätigt hatte, dass sich ohne Therapie die Zahl der CD4-positiven T-Lymphozyten zunächst bis zu vier Monate nach der Infektion vermehrt - eine spontane Restauration des Immunsystems - und danach kontinuierlich bis zum Ende des Therapiezeitraums nach 48 Monaten sinkt. Im Median stieg die Zellzahl von etwa 500 auf 760 pro Mikroliter Blut.

CD4-Wert von mindestens 900 pro Mikroliter Blut

Als primären Endpunkt wählten die HIV-Therapeuten um Dr. Tuan Le vom Veterans Affairs Center for AIDS and HIV-1 Infection in San Antonio einen CD4-Wert von mindestens 900 pro Mikroliter Blut.

Diese Zellzahl kristallisierte sich nach Angaben der Wissenschaftler aus der Blutanalyse bei mehr als 16.000 HIV-negativen Teilnehmern in 25 Studien als Mittelwert und als Surrogatmarker für ein starkes Immunsystem heraus.

Durch die frühe Therapie erreichten signifikant mehr Patienten innerhalb der vier Jahre den primären Endpunkt, nämlich 64% der Patienten, dagegen nur 34% in der Patienten, deren HIV-Therapie frühestens vier Monate nach Infektion begonnen hatte.

Unabhängig vom Zeitpunkt des Therapiebeginns war die Chance, den primären Endpunkt zu erreichen, bei jenen HIV-Infizierten drastisch verringert, deren CD4-Wert beim Therapiestart mit weniger als 500 pro Mikroliter Blut schon sehr niedrig war.

Fast alle Studienteilnehmer waren Männer

Einschränkend weisen die Wissenschaftler darauf hin, dass sie keine Aussagen über den Einfluss des frühen oder späten Therapiebeginns auf die klinische Progression machen können.

Zudem sei eine Verallgemeinerung des Studienergebnisses unter anderem deswegen nicht möglich, weil mit einem Anteil von 97% die meisten Studienteilnehmer Männer waren.

Trotz der Einschränkungen liefert die Untersuchung gemeinsam mit der SPARTAC-Studie (The Short Pulse Anti-Retroviral Therapy at Seroconversion) starke Hinweise auf den Nutzen des frühen Therapiebeginns, wie Dr. Bruce D. Walker vom Ragon-Institut und Dr. Martin S. Hirsch vom Massachusetts General Hospital in Boston in einem Kommentar zu beiden Studien schreiben (NEJM 2013; 368: 279-281).

Sie halten es für möglich, dass sich in künftigen Studien ein noch stärkerer Nutzen bei einem noch früheren Therapiebeginn zeigt.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/article/831212/hiv-fruehe-therapie-staerkt-immunsystem-besser.html

Kommentar

Es ist erschreckend wie hier erneut einseitig der frühe Einsatz der ART propagiert wird ohne jegliche Differenzierung und ohne die Argumente, die gegen einen früheren Therapiebeginn sprechen, überhaupt zu erwähnen. Dies kann man nur noch als reine "Marketing-Strategie" bezeichnen, die offensichtlich von der HIV-Pharma entsprechend gesponsert und vorangetrieben wird.

Bleibt zu hoffen, dass es noch einige HIV-Positive gibt, die einen klaren Kopf behalten und selbst entscheiden, wann eine ARt wirklich notwendig ist.


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BeitragVerfasst: Fr 01 März, 2013 2:02 am  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV - Surrogatmarker adé?

Kommentar

Von Peter Leiner

Noch gilt ein frühzeitiger Beginn der HIV-Therapie den bis Ende 2014 gültigen deutsch-österreichischen Leitlinien zufolge als "Kann-Bestimmung": Sie ist vertretbar, wenn die Viren bei Asymptomatischen die T-Zellen noch nicht unter 500 pro Mikroliter Blut dezimiert haben, aber zusätzliche Risiken, etwa andere Infektionen, die Patienten gefährden.

Doch es deutet sich immer mehr ein deutlicher Wandel an. So gehen die Empfehlungen in den USA von 2012 bereits schon weiter: Jedem HIV-Infizierten sollte unabhängig von der Zahl der CD4-positiven T-Zellen eine antiretrovirale Therapie angeboten werden, um frühzeitig die Virusvermehrung zu stoppen. Erstmals orientieren sich die Empfehlungen bei Erwachsenen also dort nicht mehr an dem Surrogatmarker.

So geht nicht mehr wertvolle Zeit verloren, auch wenn auch solche HIV-Infizierten behandelt werden, die zwar HIV in sich tragen, aber deren Immunsystem das Virus erfolgreich in Schach halten. Denn es ist davon auszugehen, dass jede HIV-Infektion organschädigend ist.

Die frühzeitige Therapie hat zudem einen weiteren positiven Effekt: Sie führt dazu, dass ein Großteil der Infizierten nicht infektiös ist. Zwei überzeugende Gründe, über die Anpassung der deutschen Leitlinien 2014 nachzudenken.


http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/article/831234/hiv-surrogatmarker-ad.html


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BeitragVerfasst: Fr 01 März, 2013 2:21 am  Titel:  Argumente für eine frühere und eine spätere Einleitung einer Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Argumente für eine frühere oder eine spätere Einleitung einer ART

in: HIV/Aids: Das erfolgreichste lebensverlängernde Therapiekonzept der Medizin hat den klinischen Alltag verändert

2/2013

Von Prof. Dr. med. Matthias Stoll

Argumente für eine frühere Einleitung einer ART

1. Prävention der sexuellen Transmission

2. Prävention der perinatalen Transmission

3. Bessere Verträglichkeit bei asymptomatischer HIV-Infektion

4. Vorbeugung des Immundefekts und bessere Immunrekonstitution im jungen Alter

5. Vorbeugung von Immunrekonstitutions-Syndromen

6. Reduktion der Risiken einer chronischen Immunstimulation, insbesondere bei Koinfektionen und Begleiterkrankungen

7. Senkung des Risikos für HIV-assoziierte Lymphome

8. Reduktion der Schäden am ZNS und peripheren Nervensystem durch HIV

9. Einsparung von Mortalitätskosten


Argumente für eine spätere Einleitung einer ART

1. Verminderte Lebensqualität durch Nebenwirkungen unter früherer und kumulativ längerer ART

2. Mehr Langzeit-Toxizität unter der längeren Therapiedauer

3. Geringere Motivation zur Therapie und potentiell geringere Therapieadhärenz bei fehlenden Krankheitszeichen

4. Kumulativ höheres Risiko für Resistenz-Entwicklung unter längerer ART

5. Höhere Therapiekosten

6. Erhöhte gesundheitliche Risiken im Falle von Therapieunterbrechungen (SMART-Studie) sind kumulativ wahrscheinlicher bei längerer Therapiedauer

7. Gefahr der Stigmatisierung von Therapieverweigerung z.B. potenzielle (zivil)- und rechtliche Implikationen im Falle einer HIV-Transmission oder einer Krankheitsprogression von HIV

http://www.journalmed.de/schwerpunktview.php?id=734


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BeitragVerfasst: Mi 06 März, 2013 1:15 am  Titel:  Sehr frühe Behandlung limitiert Reservoir Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Sehr frühe Behandlung limitiert Reservoir

Atlanta, 4. 3. 2013

Die Therapie der akuten HIV-Infektion noch vor Serokonversion könnte die Etablierung des Reservoirs latent infizierter Zellen limitieren.

Die HIV-Diagnose der Studienteilnehmer wurde am Red Cross HIV-Testzentrum in Bangkok innerhalb von drei Tagen mittels HIV-PCR und einem HIV-Test der dritten Generation (inkl p24 Ag) gestellt.

Vorgestellt wurden die Daten von 68 Patienten (90% MSM), die innerhalb von rund 15 Tagen nach HIV-Exposition und innerhalb von 5 Tagen nach Diagnose eine Raltegravir-beinhaltende Therapie erhielten.


Bei 37% der Patienten waren p24-Antigen und Antikörper noch negativ (Stadium Feibig 1). Bei 92% dieser Patienten war noch keine integrierte HIV-DNA im peripheren Blut nachweisbar, bei 88% auch nicht im Sigmoid.

Bei Patienten im Stadium Feibig 2 (p24Ag+) und Feibig 3 (p24Ag+, ELISA+, Western Blot neg) fiel die HIV-DNA in den PBMC im peripheren Blut ab und war nach 24 Wochen nicht mehr nachweisbar. Bei 7 von 10 Patienten (3 Feibig 1 und 4 Feibig 3,4) mit initial nachweisbarer HIV-DNA in der Darmbiopsie war die erneute Untersuchung nach 24 Wochen ebenfalls negativ.

Die zentralen CD4-Gedächtniszellen, die das wichtigste HIV-Reservoir darstellen, waren im Vergleich zu den CD4-Effektorzellen selten infiziert. Dies könnte diese Patienten zu guten Kandidaten für eine spätere funktionelle Heilung oder Eradikation zu machen.

Kommentar Dr. Ramona Pauli, München

Diese Studie ist kein Beweis, sondern ein Hinweis darauf, dass die sehr frühe Behandlung der HIV-Infektion, wenn der Western Blot noch negativ ist, die Etablierung des latenten Reservoirs möglicherweise liminiert. Angesichts der Bedeutung des Reservoirs als Hindernis für jegliche Art von Heilung, macht die frühzeitige Testung und Behandlung Sinn.

4.3.2013
http://www.hivandmore.de/kongresse/croi2013/sehr-fruehe-behandlung-limitiert-reservoir.shtml


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BeitragVerfasst: So 10 März, 2013 2:54 pm  Titel:  Bessere Erholung der CD4-Zellzahl bei früherer Behandlung Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Bessere Erholung der CD4-Zellzahl bei früherer Behandlung

in: Projekt Information 1/2013

„Nach wie vor ist der optimale Zeitpunkt für den Beginn einer antiretroviralen Therapie (ART) unklar. Erst die Ergebnisse der START-Studie, die in einigen Jahren erwartet werden, werden hoffentlich etwas mehr Klarheit bringen. Aber auch der Zusammenhang zwischen Zeitpunkt des Therapiebeginns und Anstieg der Helferzellzahl wurde noch nicht systematisch untersucht.

In einer prospektiven Kohortenstudie wurden Menschen mit einer akuten oder frühen HIV-1-Infektion untersucht. Über 48 Monate wurde der Verlauf der CD4-Zellzahlen in Abhängigkeit vom Therapiebeginn aufgezeichnet. 384 Teilnehmer erhielten zunächst keine ART, 213 Patienten erhielten eine ART bei Studienbeginn oder kurz danach.
Nach der primären HIV-Infektion erholten sich die CD4-Zellzahlen auch bei den Patienten, die keine ART erhielten, spontan: Von 495 Zellen/µl (Median zu Studienbeginn) auf 763/µl vier Monate nach dem geschätzen Infektionszeitpunkt.

Einen Anstieg der Helferzellzahl auf über 900 Zellen/µl (dieser Wert gilt als „normale“ CD4-Zellzahl bei Menschen ohne HIV-Infektion) sah man bei 64% der Teilnehmer, die mit der Therapie innerhalb von vier Monaten nach der Infektion begannen,aber nur bei 34 %, die später behandelt wurden. Bei späterem Therapiebeginn verlief die Erholung der CD4-Zellzahl auch um etwa die hälfte langsamer als bei den früh therapierten Patienten.

Es sieht so aus als gäbe es in den ersten vier Monaten einer HIV-Infektion ein “therapeutisches Fenster“. Möglicherweise sind in dieser frühen Phase die Schäden am Immunsysem noch so gering, dass sich die Helferzellzahl unter einer ART relativ schnell normalisiert. Begint man mit der Therapie erst später, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer kompletten Erholung mit der Zeit, die sich das Virus ungehindert vermehren und damit das Immunsystem schädigen kann".


Quelle: Tguan Le et al.L „Enhanced CD4+ T-Cell Recovery with Earlier HIV-1-Antiretroviral Therapy”,, N Engl J Med 368;3 pp 218-230

Kommentar

1. Interessant ist, dass hier gezeigt werden konnte, dass sich die Helferzellen nach einigen Monaten von selbst erholen. Dies dürfte aber auch abhängig sein von der Höhe der Viruslast und von weiteren begleitenden Faktoren. Wenn ein HIV-Positiver bereits ein stark geschwächtes Immunsystem vor Beginn der HIV-Infektion hatte oder durch die HIV-Infektion oder unabhängig von der HIV-Infektion anderweitige immunschwächende Faktoren vorliegen, dürfte sich nicht eine solche Erholung einstellen.

2. Bei Studien dieser Art sollte man bedenken, dass es sich um HIV-Positive handelt, bei denen nicht die begleitenden Faktoren behandelt werden bzw. wurden wie z.B. Immunaktivierung/Inflammation, Liponsäure, Selen, Glutathion, B-Vitamine, Vitamin D, Darm, Oxidativer Streß, Nitrosativer Streß, Neurostreß usw. Insofern ist auch ein Anstieg der Helferzellen ohne ART möglich, wenn frühzeitig die begleitenden Faktoren mit biologischer Therapie und Präparaten behandelt werden.

3. Nach meiner Beobachtung nehmen immer wieder HIV-Positive die Kombi, obwohl sie eine sehr niedrige und unbedeutende Viruslast haben, die das Immunsystem bei entsprechender Unterstützung durch eine kompetente biologische Immuntherapie eliminieren oder zumindest stark reduzieren könnte. Sekundär steigen dann auch die Helferzellen wieder ausreichend an. Allerdings braucht eine biologische Therapie mehr Zeit als eine allopathische antiretovirale Therapie.




Zuletzt bearbeitet von administrator am Di 19 März, 2013 4:17 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst: Di 19 März, 2013 1:18 am  Titel:  Früherkennung und sofortige HIV Therapie sind der Schlüssel? Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Früherkennung und sofortige HIV Therapie sind der Schlüssel?

Seit einiger Zeit schon gibt es Hinweise und Modelle haben es berechnet: die unmittelbare Behandlung der HIV-Primoinfektion für einige Zeit kann zur vollständigen definitiven Viruskontrolle durch das Immunsystem führen. Doch wie geht das?

14 sogenannte Post Treatment Controllers (PCTs) in Frankreich
Auf diese Daten haben wir gewartet und erfahren es jetzt zuerst aus der NZZ! Wissenschaftler aus Frankreich zeigen nun bei bereits bei 14 HIV-Patienten, dass eine frühe Behandlung über Jahre wirksam ist.


Frühe Behandlung, wenig infizierte Zellen

Entscheidend ist, dass die Ausbreitung von HIV zu Beginn der Infektion im Körper möglichst gering bleibt. Denn das Virus versucht, sich in möglichst vielen v.a. langlebigen Körperzellen verborgen (latent, d.h. ohne Virusvermehrung) zu verstecken. Gelingt dies nicht, steigt die Viruslast auch nach Absetzen der Medikamente nicht mehr an. Aber wie lange hält das an? Erfolge bis 24 Monate wurden bereits beschrieben (Lodi 2012, Hocqueloux 2010).

17.3.2012
http://www.infekt.ch/kategorien/lehreforschung/literaturscreen/hiv/2641-frueherkennung-und-sofortige-hiv-therapie-sind-der-schluessel.html


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BeitragVerfasst: So 28 Apr, 2013 12:03 pm  Titel:  HIV-Frühtherapie: Ein wichtiger Schritt, aber keine Revoluti Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV-Frühtherapie: Ein wichtiger Schritt, aber keine Revolution

Einige wenige HIV-Infizierte benötigen gar keine Therapie - andere können nach einer früh begonnenen und dann abgesetzten Behandlung darauf verzichten. Vielleicht weisen aktuelle Erkenntnisse dazu eines Tages den Weg zur Heilung. Für eine Revolution bei den Empfehlungen zur Therapie von Patienten mit einer HIV-Infektion taugen die schlagzeilenträchtigen Meldungen der vergangenen Wochen nicht.

Mehr unter: Ärzte Zeitung vom 5. April 2013

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/article/836463/leitartikel-hiv-fruehtherapie-wichtiger-schritt-aber-keine-revolution.html


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BeitragVerfasst: Mo 01 Jul, 2013 11:04 am  Titel:  WHO will HIV-Patienten früher behandeln Antworten mit ZitatNach untenNach oben

WHO will HIV-Patienten früher behandeln

Ansteckungsgefahr soll so sinken

Die Weltgesundheitsorganisation erneuert ihre Richtlinie zur Behandlung von HIV-Infizierten. Die Therapie soll demnach früher beginnen - was Experten unterschiedlich beurteilen. Fest steht: Millionen Ansteckungen könnten so verhindert werden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihre Richtlinien für die Behandlung von HIV-Patienten geändert. Sie empfiehlt jetzt, deutlich früher mit der Therapie zu beginnen. Damit könnten bis 2025 drei Millionen Todesfälle und 3,5 Millionen Ansteckungen verhindert werden, teilte die WHO mit. Nach Angaben deutscher Aids-Experten gibt es keinen Nachweis, dass Infizierte von einem früheren Therapiebeginn profitieren. Der Nutzen für andere sei aber unbestritten: Wenn Infizierte wirksam behandelt werden, sinke das Risiko, dass sie andere anstecken, deutlich.

Patienten sollen nach den neuen Empfehlungen HIV-Medikamente bereits erhalten, wenn die Zahl der T-Helferzellen unter 500 pro Mikroliter (Millionstel Liter) Blut sinkt. Seit 2010 galt 350 als Richtwert. Die Zahl dieser wichtigen Abwehrzellen zeigt an, wie stark oder geschwächt das Immunsystem ist.


http://www.n-tv.de/wissen/WHO-will-HIV-Patienten-frueher-behandeln-article10910566.html


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BeitragVerfasst: Mo 26 Aug, 2013 7:11 pm  Titel:  Therapie ab 500 CD4 Zellen. Sinnvoll oder eher nicht? Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Therapie ab 500 CD4 Zellen. Sinnvoll oder eher nicht?

Die WHO hat also nun die Therapieleitlinien angepasst und empfiehlt einen Therapiebeginn bei einer Helferzellzahl von weniger als 500/µl. Was bedeutet das für Patienten? Auf der einen Seite gehört eine HIV-Infektion zu den wenigen Infektionskrankheiten, bei denen nicht sofort nach der Diagnose mit der Therapie begonnen wird. Dies liegt vor allem daran, dass die Langzeitnebenwirkungen der Therapie noch nicht ausreichend bekannt sind.

Mehr unter: HIV&More vom 17. Juli 2013
http://www.hivandmore.de/aktuell/2013-07/WHO-empfiehlt-Therapiestart-ab-500-CD4-Zellen.shtml


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BeitragVerfasst: Di 12 Nov, 2013 1:02 pm  Titel:  Akute Infektion behandeln Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Akute Infektion behandeln

Bei einer zweiten Gruppe von Patienten in Bangkok, die sehr früh behandelt wurden (Stadium Fiebig I der akuten Infektion), fand sich eine deutlich geringere Besiedelung von HIV in den Reservoiren und die Zell-gebundene HIV-DNA war während der Therapie noch weiter rückläufig bzw. nicht nachweisbar. Bisher werden diese Patienten noch behandelt.

Aufgrund dieser Daten neigt sich derzeit das Pendel eindeutig zur sofortigen Therapie der akuten HIV-Infektion. Frühere Studien konnten keinen klaren Nutzen dieser Strategie belegen. Das können die jetzt vorgestellten Daten zwar auch nicht, doch die Berichte sind überzeugender und das Ziel funktionelle Heilung erscheint attraktiver. Ob die Patienten initial mit einer herkömmlichen Dreier-Kombination oder zusätzlich mit Maraviroc oder Raltegravir behandelt werden, scheint im Hinblick auf die Viruslast und T-Zell-Erholung keinen additiven Nutzen zu bringen (Wolf E et al., MOPE097).

IAS KONFERENZ 2013 IN KUALA LUMPUR, MALAYSIA
Frühe Therapie ist besser
http://www.hivandmore.de/archiv/2013-3/fruehe-therapie-ist-besser.shtml


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BeitragVerfasst: So 01 Dez, 2013 1:24 pm  Titel:  Neue europäische Leitlinien Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Neue europäische Leitlinien

Die Europäische Aids Gesellschaft bleibt bei der Empfehlung bei asymptomatischen Patienten bei weniger als 350 CD4-Zellen mit der ART zu beginnen. Sie lassen aber auch die Möglichkeit eines früheren Therapiebeginns.

Die aktualisierten europäischen Leitlinien enthalten relativ wenige Neuerungen. Insbesondere bleibt die EACS bei der Empfehlung des Therapiestarts bei <350 CD4-Zellen. Dagegen empfehlen die Amerikaner, die WHO und die französichen Leitlinien den sofortigen Behandlungsbeginn. Nach Meinung der EACS ist der Nutzen dieser Strategie für den betroffenen Patienten wissenschaftlich nicht einwandfrei gesichert. Zudem sollten die Ressourcen in ärmeren Ländern primär den dringend behandlungsbedürftigen Patienten zukommen. Es wird jedoch empfohlen, das Thema aktiv anzusprechen und mit dem Patienten zu diskutieren.

http://www.hivandmore.de/kongresse/eacs2013/neue-europaeische-leitlinien.shtml


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BeitragVerfasst: Di 31 Dez, 2013 7:59 pm  Titel:  HIV: Früher Therapiebeginn gut für Knochen! Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV: Früher Therapiebeginn gut für Knochen!

Eine US-Studie zeigt, dass das Risiko einer Osteoporose bei HIV positiven Patienten unter Therapie erhöht ist, wenn mit der Behandlung erst spät begonnen wird. Die antiretrovirale Therapie von HIV hat aus einer schweren tödlichen Krankheit eine chronische, behandelbare Erkrankung gemacht. HIV positive Personen können ein normales Leben mit guter Lebenserwartung führen. Mit dem zunehmenden Alter werden sie aber auch konfrontiert mit nicht HIV assoziierten Erkrankungen, wie zum Beispiel Osteoporose.


Quelle: Grant et al. CID 2013:1483-1488.
http://infekt.ch/2013/10/osteoporose-wie-verhindern/

Infektiologie St. Gallen vom 28. November 2013
http://infekt.ch/2013/11/hiv-frueher-therapiebeginn-gut-fuer-knochen/


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BeitragVerfasst: So 02 März, 2014 1:22 pm  Titel:  Nützt eine frühe HIV-Therapie? Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV.Report - Akute HIV-Infektion

Die aktuelle Ausgabe des HIV-Reports mit folgenden Themen ist erschienen:

- Nützt eine frühe HIV-Therapie?
- Therapie in der akuten Phase – Chance für eine Heilung?
- Primärinfektion und HIV-Übertragung: Was ist bekannt?
- Überblick: HIV-Tests während und nach der Serokonversion


Siehe auch: DAH blog Im Fokus die akute HIV-Infektion
http://blog.aidshilfe.de/2014/02/19/im-fokus-die-akute-hiv-infektion/

Download HIV-Report
http://www.hivreport.de/sites/default/files/ausgaben/2014_01_HIVreport%20Akute%20Infektion.pdf

Mehr unter: HIV Report 1 /2014
http://www.hivreport.de/


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