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BeitragVerfasst: Sa 01 Okt, 2011 12:27 am  Titel:  Arteriosklerose und Osteoporose/Alter/ART Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Arteriosklerose und Osteoporose – alters- oder doch HIV- und ART-bedingt?

Die Oral Abstract Session von Montag lieferte einen Einblick in die aktuellen Themen bezüglich Komplikationen von HIV und ART.

In der Literatur wird vermehrt über eine niedrige Knochendichte bei alternden HIV-Patienten berichtet. Genaue Urachen und Konsequenzen sind unklar. Das Risiko für osteoporotische Frakturen wurde von R. Bedimo in einer großen Kohorte (>98% Männer) des Veterans Affair’s Clinical Case Registry retrospektiv erfasst. Über die gesamte Beobachtungszeit 1988-2009 fand sich keine signifikante Risikoerhöhung unter den Behandelten, obwohl eine Inzidenzzunahme von osteoporotischen Frakturen ab 1996 mit der Einführung der HAART einen Zusammenhang vermuten liesse. Die Autoren sahen eine mögliche Ursache im längeren Überleben von HIV-Patienten.

In der HAART-Periode 1996-2009 hingegen stellten Tenofovir (Truvada) und geboostetes Lopinavir (Kaletra), unter Berücksichtigung anderer Risikofaktoren wie weisse Rasse, Alter, Rauchen und Hepatitis-C-Koinfektion einen Risikofaktor für osteoporotische Frakturen dar. Die Behandlung mit Tenofovir erhöhte die Frakturinzidenz um 12 % pro Behandlungsjahr. Eine Kombination mit Kaletra verstärkte das Risiko. Allerdings war das medikamenten-assoziierte Risiko minimal im Vergleich zu anderen klassischen Risikofaktoren.

Eine italienische Arbeit von A. Bellase hat die Assoziation von kardiovaskulärem Risiko und Knochendichte in kardial gesunden HIV-Patienten untersucht. Ein eindrückliches Bild einer arteriosklerotischen Plaque mit histologischem Nachweis von reifem Knochengewebe veranschaulichte den postulierten Zusammenhang zwischen Herz und Knochen. Ein hoher CAC-Score (Coronary Artery Calcification Score) war assoziiert mit einer tiefen Knochendichte im Schenkelhals, nicht aber in der lumbalen Wirbelsäule, unabhängig von klassischen kardiovaskulären oder HIV-spezifischen Risikofaktoren. Auf den Grund für den Unterschied zwischen femoraler und lumbaler Knochendichte wurde nicht eingegangen. Viel eher wurde die Frage aufgeworfen, ob kardiovaskulär günstige Medikamentenprofile auch die Knochendichte günstig beeinflussen könnten.

Besser ZNS-gängige antiretrovirale Medikamente konnten, gemäss einer Kanadischen, Iongitudinalen Kohortenstudie von S.B. Rourke, die neuropsychologischen Funktionen von HIV-Patienten nicht global verbessern. Er fand einen negativen Effekt für motorische Funktionen und einen positiven Effekt nur für das räumliche Gedächtnis. Eine Rolle könnte die Neurotoxizität von besser ZNS-gängigen Medikamenten spielen.

Quelle:
6th IAS Conference on HIV Pathogenesis Treatment and Prevention, Rom, 17.-20.7.2011
R. Fulöchini, M. Hoffmann, P. Vernazza, St. Gallen
www.infekt.ch, 2011, S. 10


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BeitragVerfasst: Mi 16 Mai, 2012 1:05 am  Titel:  Die Herzinfarktwelle - falscher Alarm? Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Die Herzinfarktwelle – falscher Alarm?

„Die optimale Behandlung der HIV-Infektion bleibt eine medizinische Herausforderung. Nachdem der effiziente Einsatz antiretroviraler Substanzen die Therapie nachhaltig verbessert und die Überlebenszeit verlängert hat, treten andere Erkrankungen ebenfalls in den Fokus der Behandler. Dabei gehörte der Myokardinfarkt zu einer der ersten nicht HIV-spezifischen Ereignisse, die international Beachtung fand. Vor allem der Einfluss antiretroviraler Substanzen auf den Metabolismus und insbesondere die Lipidkonzentrationen sowie den Glukosestoffwechsel führten zur Annahme eines hohen kardiovaskulären Risikos und einer prognostizierten Infarktwelle.

Auch wenn die bisherigen Studien zu diesem Thema heterogene Ergebnisse lieferten, so findet sich in den meisten Veröffentlichungen doch ein Anstieg kardiovaskulärer Ereignisse im Kollektiv HIV-infizierter Personen.

Dieser Anstieg wird auch beobachtet unabhängig dvon, dass neue antiretrovirale Substanzen oft ein besseres oder sogar neutrales Lipid- und Glukoseprofil aufweisen. Es scheint damit viel weniger die antiretrovirale Therapie an sich den Anstieg kardiovaskulärer Ereignisse und Todesfälle unmittelbar zu triggern.

Vielmehr sind die Begleitumstände ebenfalls mit einem Anstieg kardiovaskulärer Erkrankungen bei HIV-positiven Personen in Verbindung zu bringen, allen voran die steigende Lebenserwartung und das damit einhergehende höhere Durchschnittsalter in dieseer Patientengruppe. Hinzu kommt ein ausgeprägtes kardiovaskuläres Risikoprofil, welches erst langsam erkannt und behandelt wird bzw. sich durch Änderungen des Lebensstil beeinflussen lässt.

Unsere eigenen Arbeiten aus der HIV-HEART Studie unterstützen diese Annahmen. Bei der HIV-HEART Studie handelt es sich um eine prospektive Kohortenstudie die vor allem kardiovaskuläre Erkrankungen bei HIV-infizierten Personen analysiert und über 1200 Personen mit HIV-Infektion umfasst. Im vergangenen Jahr konnte das 5 Jahres-Follow-up beendet werden, welches die Möglichkeit der Längsschnittanalysen in diesem Patientenkollektiv ermöglicht. Im Vergleich zu HIV-negativen Personen finden sich auch bei unseresn Auswertungen erhöhte Raten kardiovaskulärer Erkrankungen bei HIV-infizierten Personen. Diese Aussasge trifft selbst für Alters- und Geschlechts-adjustierte Vergleiche zu. Damit einhergehend zeigt sich ein deutlich erhöhtes Risikoprofil für das Auftreten arteriosklerotischer Erkrankungen bei der Gruppe HIV-infizierter Personen, welches sich nicht zuletzt in der Risikobewertung durch den Framinghamn-Score widerspiegelt.

Ursächlich sind vor allem die hohen Raten an Tabakkonsum.


Demgegenüber wiesen HIV-positive Personen signifikant geringere Konzentrationen für LDL-Cholesterin auf.

Darüber hinaus gehende Untersuchungen unserer Arbeitsgruppe zeigten, dass von ärztlicher Seite auf die Veränderung in den Krankheitsbildern bei HIV-infizierten Patienten reagiert wird. So fand sich bei der Mehrzahl der HIV-positiven Patienten mit erhöhten Blutdruckwerten unter Ausgangsbedingungen auch der Nachweis einer effizienten antihypertensiven Therapie im Verlauf. Ähnliche Befunde bestanden für die Verwendung von Lipidsenkern.

Auch wenn die „Herzinfarktwelle“ nicht in dem Maß beobachtet wurde, wie vielleicht von Einigen aufgrund metabolischer Effekte mit Einführung der antiretroviralen Therapie vorausgesagt, so werden kardiovaskuläre Erkrankungen doch stetig an Bedeutung zunehmen.

Eine hervorragende antiretrovirale Therapie wird Todesfälle aufgrund des HIV-Infektes immer weiter in den Hintergrund treten lassen. Gleichzeitig werden herkömmliche Krankheitsereignisse und Todesursachen, wie sie auch in der Normalbevölkerung beobachtet werden, stetig ansteigen, allen voran solche arteriosklerotischer und kardiovaskulärer Ätiologie. Man muss daher weniger vor der Infarktwelle in Form eines „Tsunami“ ausgehen.

Vielmehr sollte die Sorge
eines schleichenden und kontinuierlichen Anstieges
kardiovaskulärer Erkrankungen bei HIV-infizierten Patienten
diese Erkrankungsentität nicht aus dem Blickfeld rücken lassen.“


Till Neumann, Essen
in: Hrsg: Hoffmann/Jäger: HIV/Aids Hepatitis Infektiologie 2012-05-16 14. Münchner Aids- und Hepatitis-Tage 2012, 16.-18. März


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BeitragVerfasst: Sa 28 Jul, 2012 5:57 pm  Titel:  Kalziumsupplemente steigern Herzinfarktrisiko Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Kalziumsupplemente steigern Herzinfarktrisiko

Zürich – Die regelmäßige Einnahme von Kalziumsupplementen könnte das Herzinfarktrisiko erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der EPIC-Studie in Heart (2012; 98: 920-925). Die Bewertung fällt unterschiedlich aus.

Kalziumsupplemente sind ein vor allem bei älteren Frauen beliebtes Mittel zur Vorbeugung einer Osteoporose. In den meisten wissenschaftlichen Studien war der Einfluss auf das Frakturrisiko jedoch marginal. Die Therapie gilt nicht als evidenzbasiert und die meisten Leitlinien raten eher zu einer ausgewogenen Ernährung, die in der Regel eine ausreichende Kalziumzufuhr sicher stellen kann.

Eine zusätzliche Zufuhr über den Bedarf hinaus könnte sogar schädlich sein. Schließlich ist Kalzium nicht nur ein wichtiges Mineral für den Knochen. Es findet sich auch in den atherosklerotischen Plaques, die Ausgangspunkt von Herzinfarkt, Schlaganfall und peripherer arterieller Verschlusskrankheit sind.

Für Aufsehen sorgte zuletzt eine Meta-Analyse der Gruppe um Mark Bolland von der Universität in Auckland, Neuseeland. Die Forscher kamen auf der Basis von 15 randomisierten Studien zu dem Schluss, dass die Einnahme von Kalziumsupplementen das Risiko auf einen Herzinfarkt um 27 Prozent erhöht (BMJ 2010; 341: c3691).

Eine Auswertung des Heidelberger Arms der EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) kommt jetzt zu einem ähnlichen Ergebnis. Von den 23.980 Teilnehmern im Alter von 35 bis 64 Jahren, die zu Beginn der Studie frei von kardiovaskulären Erkrankungen waren, erlitten in den 11 Jahren der Nachbeobachtung 354 einen Herzinfarkt und 260 einen Schlaganfall. Insgesamt wurden 267 kardiovaskuläre Todesfälle dokumentiert.

Die Auswertung der Daten durch die Gruppe um Sabine Rohrmann vom der Universität Zürich ergab nun, dass das Risiko auf einen Herzinfarkt für Teilnehmer, die Kalziumsupplemente einnahmen, um 86 Prozent erhöht war (Hazard Ratio HR 1,86; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,17-2,96). Bei Teilnehmern, die nur Kalzium, aber keine weiteren Mineralien oder Vitamine einnahmen, war das Risiko sogar mehr als zweifach erhöht (HR 2,39; 1,12-5,12). Ein Einfluss auf die Rate von Schlaganfällen oder die kardiovaskuläre Sterblichkeit war nicht zu erkennen.

Bolland fühlt sich in einem Editorial in seinen Zweifeln an der Sicherheit von Kalziumsupplementen bestätigt. Diese seien in früheren Studien auch mit der Entwicklung von Nierensteinen sowie gastrointestinalen Beschwerden in Verbindung gebracht worden, schreibt der Forscher.
Die British Heart Foundation sprach sich in einer ersten Stellungnahme gegen übereilige Reaktionen aus. Die Patienten sollten die Präparate nicht eigenwillig absetzen, sondern sich zunächst mit ihrem Arzt in Verbindung setzen. Tatsächlich kann eine prospektive Beobachtungsstudie wie EPIC nicht zweifelsfrei belegen, dass Kalziumsupplemente die Ursache von Herzinfarkten sind.

Angesichts der fehlenden Evidenz für einen klinischen Nutzen dürften die jetzigen Ergebnisse jedoch die häufige unkritische Empfehlung infrage stellen, zumal eine ausgewogene Ernährung für eine ausreichende Zufuhr von Kalzium sorgt. Interessanterweise zeigen die EPIC-Daten, dass Teilnehmer mit einer moderaten Zufuhr von Kalzium (3. Quartil, durchschnittlich 820 mg/die) ein vermindertes Herzinfarktrisiko hatten. © rme/aerzteblatt.de

25.5.12
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50308/Kalziumsupplemente-steigern-Herzinfarktrisiko


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BeitragVerfasst: So 09 Sep, 2012 11:08 am  Titel:  HIV geht auf die Gefäße Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV geht auf die Gefäße

Infektionen und Tumoren sind die typischen Begleiter bei Aids. Doch HIV-Infizierte auch erhöhte Risiken für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Das Problem sind die Fresszellen. HIV-Patienten weisen oft nicht kalzifizierte atherosklerotische Läsionen der Koronarien auf; sie erleiden auch häufiger als Nichtinfizierte einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Dabei sind bestimmte Marker wie CD68 oder CD163 erhöht, die auf aktivierte Makrophagen hinweisen.

Forscher der Harvard Medical School haben mittels PET die Fluordesoxyglukose(FDG)-Aufnahme in der Aortenwand bei Infizierten und Nichtinfizierten untersucht (JAMA 2012; 308: 379).

Die FDG-Speicherung gilt als Maß für die Aktivität der Fresszellen. An dem Versuch nahmen 27 HIV-Patienten teil. 27 HIV-negative Probanden mit vergleichbarem kardiovaskulärem Risiko und 27 HIV-negative Atherosklerose-Patienten bildeten die Kontrollgruppen.

In den Aortenwänden der HIV-Patienten gab es - ähnlich wie bei den Atherosklerose-Patienten - deutlich stärkere Entzündungsreaktionen als bei HIV-Negativen mit gleichem Risikoscore: Bei ihnen lag die FDG-Aufnahme um etwa 20 Prozent höher.

An der Therapie liegt es wohl nicht

Alle HIV-Patienten waren unter antiretroviraler Therapie (ART) gut eingestellt. Doch selbst bei geringem kardiovaskulären Risiko (höchstens fünf Prozent für ein Ereignis binnen zehn Jahren) zeigten sich im PET verstärkte arterielle Entzündungszeichen.

Auf Risikoscores wie den Framingham Risk Score ist bei HIV-Infizierten offenbar kein Verlass.

"Unsere Studie zeigt,
dass eine HIV-Infektion
mit einer hochgradigen Entzündung
in den Arterienwänden assoziiert ist",
so die Forscher.


Sie vermuten, dass aktivierte Monozyten und Makrophagen bei HIV-positiven Patienten zur subklinischen Atherosklerose und zum erhöhten kardiovaskulären Risiko beitragen.

"Einen direkten Effekt der ART auf die arterielle Entzündung können wir zwar nicht vollständig ausschließen", schreiben die Forscher weiter.

Wahrscheinlich sei eine solche Wirkung aber nicht, da sich die ART in früheren Studien als entzündungshemmend erwiesen habe.

Zudem hätten die Risikoscores der HIV-Patienten generell niedrig gelegen. Daher schieden auch indirekte Effekte so gut wie aus.

Ärzte-Zeitung vom 26. Juli 2012
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/default.aspx?sid=818747&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20120726-_-AIDS+%2f+HIV




Zuletzt bearbeitet von administrator am Fr 05 Feb, 2016 2:57 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst: So 10 Nov, 2013 11:13 pm  Titel:  Coenzym Q 10 günstig bei Herzschwäche Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Coenzym Q 10 günstig bei Herzschwäche

In Projekt Information Nr. 4/2013

„Eine Nahrungsergänzung mit Coenzym Q 10 (CoQ10) konnte in der randomisierten, plazebokontrollierten Q-SYMBIO-Studie das Überleben von Patienten mit mittlerrer bis schwerer Herzschwäche verbessern. Außerdem ergaben sich Verbesserungen bei Klinikeinweisungen, Schweregrad der Herzschwäche und unerwünschten Ereignissen.

CoQ10, auch bekannt als Ubichinon (oder Ubiquinon) ist eine vitaminähnliche Substanz, die Teil des Energiegewinnungssystems unserer Zellen ist und für die aerobe Energiegewinnung erforderlich ist. Außerdem kann dieser Wirkstoff als Antioxidationsmittel wirken. Der Zusammenhang mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) war bekannt, seit man in Herzzellen von Patienten umso weniger CoQ10 gefunden hatte, je schwerer die Herzschwäche war. Da man wusste, dass CoQ10 ein Antioxidans ist, vermutete man, dass die Substanz durch den oxidativen Stress im geschädigten Herzen vermehrt verbraucht würde. Außerdem weiß man, dass die Bildung von CoQ10 im Körper durch Cholesterinsenker (Statine) verringert wird - gerade diese Medikamentenklasse wird Herzschwäche-Patienten aber häufig verordnet. Statine können die Serumspiegel von
CoQ10 um bis zu 40 % verringern.

In der vorliegenden Studie erhielten 420 Patienten mit einer mittleren bis schweren Herzinsuffizienz (NYHA Klasse III oder IV) die optimale Therapie und zusätzlich entweder dreimal täglich 100 mg CoQ10 (n=202) oder Plazebo (n=218). Nach drei Monaten zeigte sich in der CoQ10-Gruppe ein Trend zu niedrigeren NT-proBNP-Spiegeln, einem Labormarker für die Schwere der Herzschwäche.

Nach zwei Jahren hatten 29 (145) der CoQ10-Gruppe ein „kardiovaskuläres Ereignis“ im Vergleich zu 55 (25% der Plazebo-Gruppe (p=0,003). Außerdem war bei den mit CoQ10 behandelten Patienten die Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauf-Ereignissen signifikant geringer, sie mussten weniger oft ins Krankenhaus und die NYHA-Einstufung verbesserte sich bei mehr Patienten. Auch die Gesamtmortalität wurde durch CoQ10 gesenkt: 18 (9%) im Vergleich zu 36 (17%). Bemerkenswert war, dass die Patienten unter CoQ10 über weniger Nebenwirkungen klagten als die Plazebo-Patienten.

Fazit der Autoren: Obwohl CoQ10-Nahrungsergänzungsmittel bemerkenswert sicher sind, sollten Patienten ihren Arzt fragen, bevor sie mit der Einnahme beginnen.

Quelle: Mortensen S et al.: „The effects of coenzyme Q10 on morbidity and mortality in chronic heart failure: results from the Q-SMYMBIO study“, HFC2013, Abstract 440

Kommentar von Projekt Information:

Da viele HIV-Patienten wegen erhöhter Cholesterinspiegel Statine einnehmen und Statine die CoQ10-Spiegel um bis zu 40 % absenken können, könnte es Sinn machen, eine vorbeugende Nahrungsergänzung mit CoQ10, das rezeptfrei erhältlich ist, mit dem Arzt zu besprechen."

Mein Kommentar

Es ist schon erstaunlich, dass in dieser Studie offensichtlich mehr Todesfälle riskiert wurden bei Patienten, die zur Plazebo-Gruppe gehörten, also kein Q 10 erhielten. Eine solche Vorgehensweise ist m.E. unethisch, denn die Wirkung von Q 10 ist seit vielen Jahren bekannt.

Q 10 ist nicht nur dann wichtig, wenn Statine eingenommen werden oder bei bereits manifesten Herzproblemen, sondern sollte generell bei HIV-Patienten mit und ohne Kombi regelmäßig überprüft werden. Vor allem bei Nebenwirkungen der HIV-Medikamente, aber auch wenn Symptome vorhanden sind wie Müdigkeit, Energiemangel, psychischer und oxidativer Stress usw. Selbst bei HIV-Patienten, die keinerlei Beschwerden haben, konnte ich einen Q10-Mangel feststellen. Es scheint sogar, dass eine hohe Viruslast, aber auch HIV-Medikamente verstärkt Q 10 verbrauchen.

In vielen Fällen reicht die Anhebung auf einen „normalen“ Laborlevel nicht. Bei chronischer Müdigkeit oder Energieschwäche beispielsweise sollte ein wesentlich höherer „therapeutischer Level“ angestrebt werden.

Außerdem gibt es inzwischen besondere Q10-Präparate, die eine wesentliche höhere Bioverfügbarkeit und schnellere Wirkung haben als herkömmliche Q10-Präparate.

Ich habe in 14 Jahren noch keinen HIV-Arzt erlebt, der von sich aus Q10 untersucht geschweige denn behandelt hätte! Insofern ist es sinnvoller solche Fragen mit einem Heilpraktiker anzugehen.




Zuletzt bearbeitet von administrator am Fr 05 Feb, 2016 10:11 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst: Di 14 Jan, 2014 12:39 am  Titel:  HIV, Herzinfarkt - und dann? Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV, Herzinfarkt - und dann?

In Projekt Information Nr. 6/2013

„Menschen mit HIV haben ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie z.B. einen Herzinfarkt. Das haben viele Studien ergeben. Aber gilt das wirklich für jeden? Schließlich können Studien immer nur Aufschluss über den Durchschnitt geben, nie über den Einzelfall. Deshalb lohnt sich hier ein Blick auf die Details.

Eine Auswertung der Datenbank von „Kaiser Permanente Northern California“ (eine Art integrierte medizinische Versorgungseinrichtung in den USA) erlaubt interessante Einblicke: Die Daten von 226 Patienten mit HIV und einem akuten koronaren Ereignis wie Herzinfarkt mit oder ohne ST-Strecken-Hebung (einem speziellen Merkmal im EKG) oder instabile Angina (Vorstufe des Herzinfarkts mit ähnlichen Symptomen) wurden verglichen mit den Daten von 86.321 Patienten ohne HIV.

Dabei fiel folgendes auf:

- Die HIV-Patienten waren im Durchschnitt jünger bei Eintritt des Ereignisses (54,3 vs. 66,8 Jahre)
- Bei den HIV Patienten handelte es sich vorwiegend um Männer (94,3 vs. 63 %)
- Die HIV-Patienten hatten eher einen Herzinfarkt mit ST-Strecken-Hebung (36,7% vs. 24,8%)
- Die HIV-Patienten hatten seltener eine instabile Angina (29,7% vs. 41,8%
- Außerdem hatten HIV-Patienten häufiger ein niedriges HDL und erhöhte Triglyzeride und waren häufiger Raucher (69,9 vs. 55,2%)
- Von den HIV-Patienten hatten 58% eine Proteasehemmer-basierte Therapie, 25,7% eine Therapie ohne Proteasehemmer und 16,4% nahmen keine HIV-Medikamente
- Etwa ein Drittel hatte CD4-Werte über 499/µl, fast die Hälfte hatte zwischen 200 und 499/µl und der Rest hatte weniger als 200 Helferzellen/µl.

Man sieht also, dass sich die beiden Gruppen in einigen Aspekten deutlich unterscheiden.
Eine einfache statistische Analyse ergab, dass sich die HIV-neg: 9,6%; p=0,26) und nach drei Jahren (HIV-pos.: 16,6%, HIV-neg: 18,6%; p=0,43) nicht signifikant unterschieden.
Aber nach statistischer Anpassung hinsichtlich Alter, Geschlecht, Rasse, Diagnose Jahr, Typ der Erkrankung, Raucherstatus und Blutfetten ergab sich ein etwas anderes Bild:

- Eine HIV-Infektion ging einher mit einem mehr als doppelt so hohen Risiko (2,2fach), ein Jahr nach einem akuten Koronar-Ereignis verstorben zu sein (p<0,001).
- Das Drei-Jahres-Risiko für HIV-Patienten war sogar 2,5fach erhöht (p<0,001).

Aber dies sind eben nur die Daten für den Durchschnitt der Patienten. Schlüsselt man das ganze nach CD4-Zellzahlen auf, erlebt man eine Überraschung: Patienten mit weniger als 200 Helferzellen/µl hatten das höchste Drei-Jahres-Risiko (29,8%). In der Gruppe mit 200-499 CD4-Zellen/µl war das Risiko ähnlich wie bei Patienten ohne HIV-Infektion (17,9% mit, 18,6% ohne HIV-Infektion). Das niedrigste Risiko hatten HIV-Patienten mit mehr als 500 Helferzellen/µl 4,9%)

Wenig überraschend hing das Ergebnis auch vom Therapiestatus ab. HIV-Patienten ohne HIV-Therapie hatten ein deutlich höheres Drei-Jahres-Risiko (22%) als Patienten mit einer Proteasehemmer-haltigen Therapie (16,9%) oder Patienten mit einer Therapie ohne Proteasehemmer (12,1%) .- hierbei war allerdings der Unterschied zwischen den Therapiegruppen, also ob mit oder ohne Proteasehemmer, nicht statistisch signifikant.

Die Autoren geben zu, dass ihre Untersuchung auch eine Reihe von Schwächen hat: So wurden wiederkehrende koronare Ereignisse sowie die Behandlung nach der Diagnose (also z.B. Behandlung mit Medikamenten, Stents oder Bypässen) nicht berücksichtigt. Einige Risikofaktoren (Rauchen) wurden nicht vollständig erfasst, andere (Kokain-, Amphetamingebrauch) überhaupt nicht.

Diese Studie zeigt sehr deutlich: Auch wenn der Durchschnitt der HIV-Positiven ein erhöhtes Risiko hat (in diesem Fall für die Drei-Jahres-Mortalität nach einem koronaren Ereignis), kann dies bei einzelnen Untergruppen ganz anders aussehen. In diesem Fall hatte die Gruppe der Behandelten mit mehr als 500 Helferzellen/µl sogar ein deutlich niedrigeres Risiko als vergleichbare Menschen ohne HIV-Infektion - woran auch immer dies gelegen haben mag.

Es lohnt sich also, Schlagzeilen und Studienzusammenfassung kritisch zu hinterfragen und immer mal wieder etwas genauer hinzuschauen.“

Quelle: Silverberg M., Hurley L., Prasad A., et al. Mortality following hospitalization for acute coronary syndrome among HIV+ and HIV- patients. IDWeek 2013. October 2-6,2013, San Francisco. Abstract 75

Kommentar

1. Ich frage mich, was denn eine solche Studie überhaupt soll, wenn zentrale Faktoren nach einem Herzinfarkt wie die Behandlung mit Medikamenten, Stents, Bypässen sowie Risikofaktoren wie Rauchen oder gar Kokain- und Amphetamingebrauch überhaupt nicht erfragt und berücksichtigt wurden. Da lassen sich doch dann überhaupt keine klaren Rückschlüsse ziehen.

2. Niedriges HDL tritt nach meiner Beobachtung fast ausschließlich bei HIV-Patienten ohne ART auf.

3. Erhöhte Triglyzeride sollten mglichst mit natürlichen Mitteln behandelt werden anstatt den Organismus mit weiterer Chemie zu belasten, die bekanntlich zu Defiziten von wichtigen Nährstoffen führen (z.B. Statine reduzieren Coenzym Q 10, dass gerade für Herz und Gefässe wichtig ist)

3. Das HIV-Patienten mit niedrigen Helferzellen, insbesondere unter 200/µl ein höheres Risiko haben nach einem Herzinfarkt zu versterben, liegt auf der Hand, auch ohne Studien.

4. Es ist ohnehin bekannt, dass die Sterblichkeit von HIV-Patienten in Amerika wesentlich höher liegt als bei europäischen HIV-Patienten. Das kann vielfältige Gründe haben, die über die bereits unter Ziffer 1 genannten Gründe hinausgehen. Dabei dürfte vor allem auch die Ernährung eine wichtige Rolle spielen, ob nur eine allopathische Therapie oder auch eine komplementäre Therapie genutzt wird.

5. Es wäre vorteilhaft, wenn es mehr euroäpische Studien geben würde zu europäischen oder gar deutschen Patienten anstatt immer wieder amerikanische Studien anzuführen, die in aller Regel nicht 1:1 übertragbar sind.




Zuletzt bearbeitet von administrator am Mo 06 Okt, 2014 1:20 am, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst: So 26 Jan, 2014 1:28 pm  Titel:  HIV-Infektion greift das Herz an Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV-Infektion greift das Herz an

Eine HIV-Infektion kann den Herzmuskel in Mitleidenschaft ziehen. Nach einer Studie, die auf der Fachtagung EuroEcho-Imaging 2013 in Istanbul vorgestellt wurde, steigt das Risiko auf strukturelle Veränderungen, wenn es nicht gelingt, die Viruskon­zentration unter die Nachweisschwelle zu senken. Es ist bekannt, dass eine HIV-Infektion zu strukturellen Veränderungen des Herzmuskels führen kann, die bei einer transthorakalen Echokardiographie erkennbar sind.

Zum Thema: Abstract der Studie
http://spo.escardio.org/SessionDetails.aspx?eevtid=63&sessId=11654&subSessId=2879&searchQuery=/default.aspx?eevtid=63&days=&topics=&types=&rooms=&freetext=Montoro&sort=1&page=1&showResults=True&nbPerPage=20&scro#.UuTjFFIwd9A

Pressemitteilung der European Society of Cardiology
http://www.escardio.org/about/press/press-releases/pr-13/Pages/HIV-causes-structural-heart-disease.aspx

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 12. Dezember 2013
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/56905


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BeitragVerfasst: So 18 Mai, 2014 11:56 am  Titel:  Long QT* – im Hinterkopf behalten! Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Long QT* – im Hinterkopf behalten!

* Das Long-QT-Syndrom ist eine seltene, lebensgefährliche Krankheit, die bei sonst herzgesunden Menschen zum plötzlichen Herztod führen kann. Es ist entweder vererbt (kongenital) oder erworben, dann meist als Folge einer unerwünschten Arzneimittelwirkung. Das wegweisende und namensgebende Krankheitszeichen des Long-QT-Syndroms ist eine Verlängerung der QT-Zeit im Elektrokardiogramm.

Medikamentös induzierte QT-Zeit –Verlängerung geht schnell vergessen. Multimorbide Patienten erhalten einen Cocktail an Medikamenten was die Wahrscheinlichkeit von EKG-Veränderungen erhöht.


Literatur: PsychiatryOnline | American Journal of Psychiatry | Drug-Induced Long QT in Adult Psychiatric Inpatients: The 5-Year Cross-Sectional ECG Screening Outcome in Psychiatry Study

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 29. April 2014
http://infekt.ch/2014/04/long-qt-im-hinterkopf-behalten/


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BeitragVerfasst: Di 22 Jul, 2014 11:54 pm  Titel:  HIV und kardiovaskuläre Erkrankungen Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV und kardiovaskuläre Erkrankungen

"Einige Studien beschäftigen sich derzeit mit Erkrankungen der Gefäße und des Herzens, als Folge oder Begleiterscheinung einer Infektion mit HIV. Eine amerikanische Studie mit einem großen Kollektiv an Probanden zeigte, dass in den letzten Jahren kritische Ereignisse wie ein Herzinfarkt, bei HIV-positiven Menschen deutlich gesunken waren. Im Untersuchungszeitraum von 2009 bis 2011 soll sogar ein vergleichbares Risiko mit HIV-negativen erreicht worden sein.

Diese Ergebnisse sind jedoch nicht auf alle HIV-Patienten übertragbar, da zum Beispiel nur sehr wenige Frauen untersucht wurden. Außerdem wurden Patienten untersucht, die sich eine Krankenversicherung in den USA leisten können. Positiv zu bewerten ist jedoch die Tatsache, dass eine engmaschige ärztliche Kontrolle des HIV-positiven Studienkollektivs erfolgte. Dadurch kann häufig frühzeitig interveniert werden.

Eine weitere amerikanische Studie untersucht das Herzinfarktrisiko für HIV-positive Frauen und kam zu dem Schluss, dass die Häufigkeit eines solchen Ereignisses erhöht ist.

In dieser Studie wurden größtenteils Frauen untersucht, die sich eine adäquate Therapie in den USA sonst nicht hätten leisten können. Die Studienlage ist also nicht eindeutig und macht keine abschließende Aussage darüber, ob HIV-positive Menschen häufiger Herzkrankheiten bekommen als HIV-negative. Man kann also auch nicht mit Bestimmtheit sagen, dass die HIV-Infektion selbst zu diesem Risiko beiträgt.

Weiterhin müssen auch psychische Faktoren, wie zum Beispiel eine Depression berücksichtigt werden, da es Anzeichen gibt, dass diese das Risiko für Herzkrankheiten ebenfalls erhöhten.

Erkrankungen am Herzen lassen sich sowohl für HIV-positive, als auch HIV-negative Menschen oftmals kontrollieren oder vermeiden. Nicht nur Medikamente sind dabei wichtig. Eine gesunde Lebensweise, bestehend aus gesunder Ernährung, Bewegung, dem Verzicht auf das Rauchen und kein übermäßige Alkoholkonsum können das Risiko positiv beeinflussen."

Quelle: Projektinformation Nr. 2/2014 - chronicare Juli 2014


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BeitragVerfasst: Di 22 Jul, 2014 11:55 pm  Titel:  Hi-Virus kann das Herz schädigen Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HI-Virus kann das Herz schädigen

"Eine aktuelle Studie in Madrid belegt nochmals die Wichtigkeit einer konsequent durchgeführten Therapie bei HIV-Patienten. Die Studie in Madrid zeigt, dass vor allem die Konzentration an HI-Viren im Blut für das Ausmaß einer potentiellen Herzschädigung entscheidend ist.

Bei Patienten mit einer Viruslast über der Nachweisgrenze waren sehr viel häufiger Schädigungen des Herzens erkennbar als bei Probanden mit einer Viruskonzentration unter der Nachweisschwelle. Die Spezialistin für Herzerkrankungen Montoro aus Madrid erklärt dies dadurch, dass zur Bekämpfung der Viren im Körper eine erhöht Entzündungsaktivität vorliegt, die auf die Dauer auch Herz und Gefäße schädigen kann.

Dieses Ergebnis verdeutlicht nochmal das Therapieziel die Viruslast unter die Nachweisgrenze zu senken. Wenn dies trotz konsequenter Therapie nicht möglich ist, ist es ratsam frühzeitig eine Untersuchung des Herzens beim Kardiologen durchführen zu lassen, damit im Falle des Falles durch eine frühzeitige Behandlung eine weitere Schädigung verhindert werden kann."

Quelle: Ärzteblatt - chronicare, News Juli 2014


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BeitragVerfasst: Sa 04 Okt, 2014 9:18 am  Titel:  HIV, Gewicht & Herz-Kreislauf-Erkrankungen Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV, Gewicht & Herz-Kreislauf-Erkrankungen

„Beugen Sie zu Beginn der ART einer Gewichtszunahme vor, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes zu senken.

Zum Start der antiretroviralen Therapie (ART) nehmen viele HIV-Positive an Gewicht zu. Eine Gewichtszunahme und ein zu hoher Body Mass Index (BMI) kann jedoch nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Daher wurde im Rahmen der - auf der Weltaids-Konferenz vorgestellten - D:A: D-Studienergebnissen untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen einer Änderung des BMI nach Einführung der ART und dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall etc.) bzw. Diabetes besteht.

Dafür wurde der BMI von HIV-Patienten vor und etwa 1 Jahr nach Einführung der ART bestimmt. Dabei wurde festgestellt, dass Patienten mit Übergewicht oder Adipositas zu Beginn der ART ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes hatten als Normalgewichtige. Außerdem ging eine Zunahme des BMI in dieser Zeit mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes - in Abhängigkeit vom BMI zu Beginn der ART - einher. …

Es ist wichtig, schon zu Beginn der ART auf sein Gewicht zu achten. Dies gilt insbesondere für HIV-Positive, die bereits zu Beginn der ART übergewichtig sind. Einer Gewichtszunahme knn am beten durch eine Kombination aus gezielter Ernährung und Ausdauerbewegung vorgebeugt werden. Mit den folgenden Tipüps können Sie Ihr Gewicht halten oder sogar ein paar Kilos loswerden:

• Trinken Sie mindestens 2 Liter Trink-, Mineralwasser und ungesüsste Kräuter- uind Früchtetees pro Tag

• Ernähren Sie sich abwechslungsreich mit täglich mindestens 3 großen Portionen Gemüse, Rohkost und Blattsalaten sowie maximal 2 Portionen Obst.

• Bevorzugen Sie echte Vollkornprodukte (Vollkornbrot-, -nudeln, -kekse, -kuchen, Naturreis).

• Achten Sie auf eine ausreichende Eiweißzufuhr. Essen Sie täglich 2-3 Portionen fettarme Milchprodukte und täglich Fisch, Fleisch, Eier oder Hülsenfrüchte im Rahmen der Hauptmahlzeit.

• Versorgen Sie den Körper ausreichend mit lebensnotwendigen Fettsäuren aus hochwertigen Pflanzenölen (z.B. Oliven- oder Rapsöl); pro Tag 2 Esslöffel. Sparen Sie bei ungünstigen, tierischen Fetten. Ersetzen Sie z.B. Wurst durch Schinken oder Bratenaufschnitt. Verwenden Sie fettreduzierte Milchprodukte mit 1,5 % Fett bzw. Käse mit maximal 15 % Fett absolut.

• Bewegen Sie sich regelmäßig! Sowohl die Bewegung im Alltag, z.B. Treppensteigen oder Radfahren zur Arbeit, als auch gezielter Sport unterstützen die Gewichtsreduktion. Nutzen Sie Ausdauersportarten (z.B. Schwimmen, Walken, Joggen) und kombinieren Sie dazu Kräftigungsübungen zum Muskelerhalt und -aufbau (z.B. Geräte-, Hantel- oder progressices Muskeltraining).

Außerdem ist es sinnvoll bereits zu Beginn der Therapie und dann in regelmäßigen Abständen eine Messung der Körperzusammensetzung (BIA-Messung) durhführen zu lassen. Auf diese Weise überprüfen Sie, ob und wie sich Ihr Körper verändert. Dadurch können Sie zum Beispiel einer Zunahme der Fettdepots frühzeitig entgegenwirken.

Brauchen Sie bei der Ernährungsumstellung Unterstützung oder nehmen Sie trotz einer Änderung der Ernährungsgewohnheiten weiter an Gewicht zu, wenden Sie sich am besten an eine produktunabhängige und anerkannte Ernährungsberatungsfachkraft.“

Quelle: chronicare News 10/2014, Birken-Apotheke, Köln


Kommentar

• Diese Empfehlungen kann ich voll unterstützen. Sie können sinnvoll sein für alle HIV-Patienten mit und ohne antiretrovirale Therapie.

• Mineralwasser mit Kohlensäure belastet den Magen. Insofern ist stilles Wasser m.E. eher zu empfehlen. Bei den Früchtetees ist zu beachten, dass diese säuern und zu Unverträglichkeiten führen können

• Die Empfehlung mindestens 3 große Portionen Gemüse, Rohkost und Blattsalat täglich zu essen, halte ich für viele Positive, insbesondere Berufstätige, nicht praktikabel.

• Bei Vollkornprodukten ist zu beachten, dass gerade eine zu hohe Zufuhr von Kohlehydraten zu Gewichtszunahme, eine Reduzierung von Kohlehydraten automatisch zu einer moderaten Gewichtsabnahme führen kann.

• Insbesondere für Positive, die zu Übergewicht neigen oder abnehmen wollen ist die LOGI-Ernährung zu empfehlen.

„Charakteristisch für die LOGI-Methode ist nicht nur die Konzentration auf Nahrungsmittel mit niedrigem Glykämischem Index, sondern auch gleichzeitig die drastische Reduktion der Kohlenhydratzufuhr. Das Gute daran: Der Blutzuckerspiegel bleibt konstant, starke Blutzuckerschwankungen und -spitzen werden vermieden und der Insulinspiegel wird dadurch relativ niedrig gehalten. Und das bringt letztlich viele weitere gesundheitliche Vorteile mit sich, zum Beispiel werden auch die Blutfettwerte gesenkt und der Bildung von Fettdepots wirkungsvoll vorgebeugt.“

N. Worm: Glücklich schlank - Mit viel Eiweiß und dem richtigen Fett. Die LOGI-Methode in Theorie und Küche

F. Mangiamneli: Das grosse LOGI-Kochbuch - 120 raffinierte Rezepte zur Ernährungsrevolution von Dr. Nocolai Worm

• Positiv zu bemerken ist, dass erstmals in den „News“ keine Milch mehr empfohlen wird! Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass ich dies wiederholt in früheren Kommentaren kritisiert habe! Erwachsene können Milch nicht mehr adäquat verdauen, weil ihnen die Labsäfte des Säuglingsmagens fehlen. Auch Milchprodukte sollten nur in Maßen verwandt werden, da auch diese noch negative Wirkungen haben können auf die Qualität und Fließfähigkeit des Blutes, die Lymphe belasten und Ursache für Erkältungen und bronchiale Erkrankungen sein können.

Milch - Kalziumlieferant?
http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=1356

Ernährung bei Immunschwäche/HIV
http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=1355

Vollwert-Ernährung
http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=1015

Vegane & vegetarische Ernährung
http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=1863

Weitere Ernährungs-Themen
http://www.helferzelle.de/wil/viewforum.php?f=19

Pro Gesundheit
http://www.helferzelle.de/wil/viewforum.php?f=21

• Zum Thema der Pflanzenöle möchte ich ergänzen, dass man mit der Verwendung von Oliven- und Rapsöl und selbst dem zusätzlichen zweimalig wöchentlichen Essen von Fisch alleine nach meiner Erfahrung keinen guten und erst recht keinen optimalen Omega-3-Index erreichen kann. Ergänzend wäre sinnvoll noch 1-2 Esslöffel Leinöl mit 1 Esslöffel Quark zu essen.

• Besser noch bei einem Heilpraktiker einen Fettsäure-Status machen lassen. Bei den meisten Patienten liegt erfahrungsgemäß ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren vor, die nur durch die vorübergehende Einnahme hochdosierter Fischöle behoben werden kann. Anschließend kann ein optimaler Omega-3-Fettsäurestatus nur durch eine Erhaltungstherapie mit angepassten Omega-3-Fettsäuren begleitend zu gesunder Ernährung gehalten werden. Im Gegensatz zu Vitamin D ist dieses Thema leider noch nicht im Fokus der HIV-Forschung und der Ärzte incl. der HIV-Ärzte present.

Omega-3-Fettsäuren haben eine zentrale Bedeutung für:
- Herz- und Gefäßschutz, verbessern Blutfluss, Arteriosklerose, beugen Herzinfarkt und Schlaganfall, Alzheimer, Demenz, Parkinson, MS usw. vor
- für das zentrale Nervensystem, Gehirnfunktionen, Gedächtnis, Lernfähigkeit
- für den Stoffwechsel insgesamt, insbesondere Fettstoffwechsel, Cholesterin
- fürs Immunsystem
- zur Krebsabwehr
- für gesunde Augen und Sehkraft
- für chronische Entzündungen, Allergien
- für gute Stimmung, gegen Stress, Depression
- für gesunde Haut, Wundheilung


Inzwischen habe ich in der Praxis ein Diagnosegerät, mit dem bereits anhand der Parameter: Gefäßelastizität, Elastizität der Kranzgefäße (Herzgefäße) und Elastizität der zerebralen Gefäße (Gehirn) ein Mangel an Fettsäuren erkennbar ist. Auch kann mit diesem Gerät der BMI-Index gemessen werden. Ebenso können mit diesem Diagnosegerät viele andere Parameter festgestellt werden wie z.B. hinsichtlich des kardiovaskulären- und cerebrovaskulären Bereiches (Herz, Gehirn, Gefäße), Magen-Darm, Fettstoffwechsel, Immunsystem, Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Knochenmineraldichte, Vitamine, Aminosäuren, Spurenelemente, Endokrines System (Hormone), Schwermetalle, Gifte, Blutzucker, Hirnnerven, Allergien usw., die weit über „normale“ Blutparameter hinausgehen und diese zum Teil ersparen, da das Diagnosegerät reproduzierbare Ergebnisse liefert.

Um das Gewicht zu halten, abzunehmen und generell weitmöglich gesund zu leben, ist es wichtig, ausreichend zu kauen, in ruhiger und entspannter Atmosphäre sowie zu regelmäßigen Tageszeiten zu essen, möglichst mit frisch zubereiteten Nahrungsmitteln und so weit wie möglich bzw. bezahlbar mit biologischen vollwertigen Produkten. Kein fastfood - keine Softdrinks - wenig Alkohol.

Eine solche Ernährungsweise erspart viele Unpässlichkeiten, Beschwerden und Krankheiten, erspart zudem viele Kosten sowie zahlreiche Arztbesuche und lange Wartezeiten in Arztpraxen, beschert stattdessen ein gutes Körpergefühl, einen klaren Geist, eine gute psychische Verfassung, gute Laune, hohe Vitalität und nicht zuletzt eine optimale Libido bis ins hohe Alter.




Zuletzt bearbeitet von administrator am Fr 05 Feb, 2016 10:12 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst: So 31 Mai, 2015 6:13 pm  Titel:  Schlaganfallrisiko bei HIV erhöht Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Schlaganfallrisiko bei HIV erhöht

Eine Auswertung der US-amerikanischen Veteranen-Kohorte ergab auch ohne vorbestehende kardiovaskuläre Risikofaktoren für HIV-infizierte Männer ein höheres Risiko für einen Schlaganfall im Vergleich zu einer HIV-negativen Kontrollgruppe.

Quelle: Sico JJ et al. HIV status and risk of ischemic stroke. American Academy of Neurology 2015; www.natap.org

Mehr unter: HIV and More vom 14. Mai 2015
http://www.hivandmore.de/aktuell/2015-05/schlaganfallrisiko-bei-hiv-erhoeht.shtml

Kommentar

Solche Studien haben nach meiner Auffassung wenig Aussagekraft für europäische HIV-Patienten, da sich vor allem die Ernährung amerikanischer HIV-Patienten von der Ernährungsweise europäischer HIV-Patienten unterscheiden dürfte.

Wenn HIV-Patienten eine komplementäre Diagnostik und Therapie nutzen würden, die sämtliche auf Herz/Kreislauf bezogene Faktoren einbezieht, etwaige Auffälligkeiten frühzeitig mit natürlichen Mitteln behandelt und eine dauerhafte prophylaktische Therapie erfolgen würde, dann könnte garantiert das Risiko für Schlaganfälle und sonstige Herz/Kreislauf-Krankheiten deutlich gesenkt werden.


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BeitragVerfasst: Di 06 Okt, 2015 2:55 pm  Titel:  In eine ganzheitliche Therapie einbetten Antworten mit ZitatNach untenNach oben

In eine ganzheitliche Therapie einbetten

veröffentlicht in raum & zeit Nr. 197/2015

Leserbrief zu
"Strophantin - zuverlässige Hilfe bei Herzkrankheiten"
raum & zeit Nr. 195
und
"Strophantin - ein Schatz der Natur für das erkrankte Herz"
raum & zeit Thema: Unser Herz

"Auch wenn der beschriebene Patient offensichtlich mit Strophantin alleine zurecht kommt, so muss das nicht für jeden anderen Patienten gelten. Auch ist dies noch keine Garantie dafür, dass alle Herz- und Gefäßrelevanten Themen in Ordnung sind wie z.B. Blutfette (Cholesterin, HDL, LDL, Triglyzeride), Lipoprotein (a), Homocystein, oxidativer Stress, nitrosativer Stress, Neurostress, psychischer Stress, Hormone, Schwermetalle, ATP, Fettsäuren (insbes. Omega-3) sowie zentral bedeutsame Nährstoffe für das Herz wie Vitamin D, E, K2, DHEA, L-Arginin, Coenzym Q 10, L-Carnitin, B-Vitamine, Magnesium, Selen u.a.m.

Anhand der Behandlung eines aktuellen Patienten mit starkem Vorhofflimmern trotz jahrelanger Einnahme eines Betablockers kann ich beobachten, dass viele der vorgenannten Faktoren bei der bestehenden Herzproblematik und den wiederholten Hörstürzen mit noch bestehendem Tinnitus eine wichtige Rolle spielen. Das mit dem Arzt abgestimmte Absetzen des Beta-Blockers und die schnelle Besserung der Herzproblematik war nur möglich, weil Strophantus gratus (Urtinktur/D1) in eine ganzheitliche Therapie eingebettet war, bei der die vorgenannten Faktoren mit behandelt wurden."

Die Wirkung der Strophantin-Einnahme sowie die Kontrolle der gesamten Therapie erfolgt unter anderem mit regelmäßigen HRV-Analysen (Herzraten-Variabilität)."

Wilfried P. Bales, Heilpraktiker, Köln


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BeitragVerfasst: So 31 Jan, 2016 8:11 pm  Titel:  Auch chronische Hepatitis C erhöht das Herzinfarkt-Risiko Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Auch chronische Hepatitis C erhöht das Herzinfarkt-Risiko

Wir wissen, dass die chronische Aktivierung des Immunsystems durch eine nicht behandelte, aktive HIV-Infektion das Risiko von Herz-Kreislaufkrankheiten erhöht. Nun zeigt eine Studie der MACS Kohorte, dass möglicherweise ähnliche Prozesse auch das kardiovaskuläre Risiko bei chronisch HCV-infizierten Personen erhöht. In der Multicenter AIDS Cohort Study (MACS) werden seit Jahrzehnten (!) Männer mit und ohne HIV-Infektion eingeschlossen und beobachtet. In dieser nun im JID publizierten Studie wurden knapp 1000 Männer ohne HIV-Infektion untersucht. In dieser Gruppe waren auch 87 Männer mit einer chronisch aktiven (unbehandelten) Hepatitis C Infektion.

Literatur: McKibben RA. et al. A Cross-sectional Study of the Association Between Chronic Hepatitis C Virus Infection and Subclinical Coronary Atherosclerosis Among Participants in the Multicenter AIDS Cohort Study. J Infect Dis. 2016
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26216904

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 3. Januar 2016
http://infekt.ch/2016/01/auch-chronische-hepatitis-c-erhoeht-das-herzinfarkt-risiko/


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BeitragVerfasst: Do 04 Feb, 2016 10:17 am  Titel:  Alter & Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei HIV/Aids Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Alter und häufige Erkrankungen bei Menschen mit HIV und Aids

„Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Dank der medizinischen Forschung sind eine Reihe von Risikofaktoren identifiziert worden, welche mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergehen. Die beeinflussbaren Risikofaktoren sind: erhöhte Blutfette (insbesondere LDL-Cholesterin), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), erhöhter Blutdruck und Zigaretten rauchen. Dazu kommen Faktoren, die nicht beeinflussbar sind: Alter, Geschlecht (Männer sind häufiger betroffen) und die genetische Belastung, also entsprechender Krankheitsfälle bei nahen Verwandten, insbesondere wenn jüngere Menschen betroffen sind. Darüber hinaus sind noch andere Faktoren bekannt, welche nicht so drastisch ins Gewicht fallen, wie die Erstgenannten: emotionaler Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel, Erhöhung der Blutspiegel von Lipoprotein (a), Bestandteil der Butfette, die Höhe des Lipoprotein-a-Spiegels im Blut ist erblich bedingt und Homocystein (Aminosäure) entsteht als Zwischenprodukt des Zellstoffwechsels

Auch die unbehandelte HIV-Infektion führt zu einem erhöhten Krankheitsrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine erfolgreiche Therapie verringert zwar die dafür verantwortliche Entzündungsreaktion durch HIV - Allerdings führen manche (vor allem ältere) Therapiekombinationen zur Erhöhung von Blutfetten, wodurch die Schutzwirkung teilweise aufgehoben werden kann.

Der Herzinfarkt (Myokardinfarkt) oder Herzanfall (Angina pectoris)

Der Myokardinfarkt gehört zu den typischen Folgeerkrankungen bei Schädigung des Herz-Kreislaufsystems und ist lebensbedrohlich. Es handelt sich um ein Absterben (Infarkt) von Teilen des Herzmuskels (Myokard), aufgrund einer Durchblutungsstörung (Ischämie), die in der Regel länger als 20 Minuten besteht (in den meisten Fällen durch Blutgerinnsel in einer Engstelle eines Herzkranzgefäßes, siehe MED-Info Nr. 71/2010). Kürzere Schmerzanfälle ohne bleibenden Schaden nennt man Angina pectoris - es handelt sich um ein ernstes Vorwarnzeichen eines Infarktes.

Symptome eines Herzinfarktes oder Herzanfalls

• Schmerzen hinter dem Brustbein oder Oberbauch mit Ausstrahlung in den linken Arm, den Rücken, den Kiefer oder den Oberbauch
• Engegefühl, Druck oder Brennen in der Brust
• Atemnot
• (kalte) Schweißausbrüche
• Schwindel
• Übelkeit mit oder ohne Erbrechen
• Kurzatmigkeit

Der Schlaganfall

Der Schlaganfall (Apoplex) wird durch eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn verursacht. In der Medizin unterscheidet man zwei Formen des Schlaganfalls. Der sogenannte Ischämische Schlaganfall wird durch eine Unterbrechung des Blutstroms in einem Teil des Gehirns verursacht. Diese Unterbrechung ist in aller Regel auf eine durch Gefäßverkalkungsbedingte Verengung eines Blutgefäßes mit zusätzlichem Auftreten eines Blutgerinnsels (Zerebralthrombose) zurückzuführen. Bei einem sogenannten hämorrhagischen Schlaganfall (häufig bei Bluthochdruck) besteht die Ursache des Schlaganfalls nicht in einer Blockade einer Arterie, sondern in einer Blutung in das Hirngewebe, die durch einen Bruch oder Riss einer Arterie bedingt ist. Aufgrund der Unterbrechung in der Blutversorgung wird das betroffene Gebiet des Gehirns in beiden Fällen in seiner Funktion gestört. Langfristig stirbt die betroffene Gehirnregion ab. Die Folgen eines Schlaganfalls reichen je nach betroffenem Gebiet von Lähmungen über den Verlust der Sprechfähigkeit bis zum Tod. Nach einem Schlaganfall können aber andere Gehirnareale manchmal die Funktionen der zerstörten Regionen übernehmen, sodass eine teilweise oder völlige Besserung der Symptome möglich ist.

Symptome für einen Schlaganfall

• Gefühllosigkeit, Taubheit in den unterschiedlichsten Körperregionen
• Schwäche oder Lähmungserscheinungen am Arm, Gesicht oder Bein (besonders halbseitig)
• Plötzliche Sehschwäche oder Sehstörungen, zum Beispiel Sehen von Doppelbildern, Verschwommensein, einseitiger Sehverlust, halbseitige Gesichtsausfälle
• Hörverlust
• Sprachstörungen, zum Beispiel „Wortsalat“, Silbenverdrehungen, Sprachverlust oder Verständnisstörungen, die sich durch falsches Befolgen von Anweisungen oder einen sinnlosen Wortschwall äußern (eine „schwere Zunge“ kann zu „Lallen“ führen)
• Benommenheit, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen oder Koordinationsschwäche können zu einer Unsicherheit beim Gehen und zu einer Fallneigung (besonders zu einer Seite) führen
• Bewusstseinsveränderungen, zum Beispiel Verwirrung oder Erregtheit
• Epileptische Anfälle
• Plötzliche und starke Kopfschmerzen
• Plötzliche Übelkeit, Fieber, Schläfrigkeit, Bewusstlosigkeit

Eine Transistorische Ischämische Attacke (TIA)

ist eine vorübergehend neurologische Störung, die in ihren Symptomen einem Schlaganfall gleicht (siehe Aufzählung), sich aber wieder vollständig zurückbildet. Eine TIA dauert wenige Minuten bis Stunden (definitionsgemäß maximal 24 Stunden). Die Symptome werden durch eine Durchblutungsstörung im Gehirn hervorgerufen.
Die TIA ist ein Warnzeichen. Diese muss als Vorzeichen eines Hirninfarktes aufgefasst werden. Etwa die Hälfte der Patienten mit einer TIA erleidet innerhalb von sechs Monaten einen „großen“ Schlaganfall. Die Ursachen müssen unbedingt abgeklärt und behandelt werden.
Wichtig: Bei bloßem Verdacht sollte umgehend der Notarzt gerufen werden und der Betroffenen sollte in eine auf die Behandlung von Schlaganfällen spezialisierte Krankenhausabteilung („Stroke-Unit“) eingeliefert werden. Bereits wenige Minuten können im Fall der Fälle für die weitere Therapie entscheidend sein.

Lebensstiländerungen können das individuelle Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken

• Aufhören mit dem Rauchen
• Mehr Bewegung/Sport
• Ausgewogene Ernährung (Gemüse und Obst, wenig gesättigte Fette, wenig Fleisch, wenig Zucker)
• Behandlung eines Bluthochdrucks
• Optimierung der Blutfette

Aufhören mit dem Rauchen hat den größten risikoreduzierenden Effekt.


Wichtig ist auch die regelmäßige körperliche Bewegung mit positivem Einfluss auf Blutdruck, Blutfette und das Körpergewicht. Schließlich sind eine konsequente Senkung von erhöhten Blutzuckerwerten mittels Medikamenten und eine optimale Behandlung einer Zuckerkrankheit entscheidende Faktoren zur individuellen Risikosenkung.“

MED-Info Nr. 79, Aktualisierte Auflage 2013, Länger leben - älter werden mit HIV, Deutsche Aidshilfe, Aids Hilfe Köln


Kommentar

1. Es wird oftmals wie in diesem Text behauptet, dass Gene Krankheiten verursachen können bzw. bei nahen Verwandten die gleichen Krankheiten auftreten können. Die Epigenetik hat eine andere Sicht auf dieses Thema und sagt, dass jeder Mensch zwar Gene haben kann, die eine Disposition für diverse Krankheiten haben. Entscheidend sei aber, dass diese Gene durch die Lebensweise und Ernährung an- und abgeschaltet werden können. Insofern werden wohl häufig eher Verhaltens- und Lebensweisen und die Art der Ernährung vererbt bzw. übernommen und dadurch wiederholen Kinder die Krankheiten ihrer Eltern und/oder Großeltern.

2. Selbstverständlich kann erfahrungsgemäß auch emotionaler Stress alleine einen Herzinfarkt auslösen ohne jedwede sonstigen Risikofaktoren!

3. Die Behauptung der erblichen Ursache von Lipoprotein (a) ist mit Fragezeichen zu versehen. Es gibt durchaus Möglichkeiten Lipoprotein (a) mit natürlichen Mitteln zu senken, was ich durch Praxis-Erfahrungen belegen kann. Wer mir nicht glauben mag kann bei Dr. Mutter nachlesen: Gesund statt chronisch krank!

4. Erhöhtes Homocystein ist in der Regel ein Hinweis auf Vitamin B 6-, B12- und Folsäuremangel und kann mit diesen Substanzen in aller Regel schnell auf Normwerte zurückgeführt werden.

5. Es geht auch bei HIV-Patienten nicht nur um die trotz ART weiterhin bestehende Immunaktivierung durch HIV, sondern um all die Faktoren, die auch bei anderen Menschen eine Rolle spielen: oxidativer und nitrosativer Stress sowie neurogener/psychischer Stress, Antioxidantienmangel, diverser Mineral- und Vitamin-, Aminosäuren-, Enzym-, Polyphenolmangel, um fehlende Darmbakterien, Hormondysbalancen, geschwächtes DarmImmunsystem und Entzündungsgeschehen, was auch durch ernährungsbedingte Faktoren oder beispielsweise Histamin verursacht sein kann.

6. Es geht ferner bei allen Patienten, auch bei den Nicht-HIV-Patienten um die gleichen negativen Faktoren die Gefäße betreffend: Erhöhte Blutfette (meist ernährungsbedingt, aber auch durch einige HIV-Medikamente verursacht), um erhöhtes Homocystein, erhöhtes Lipoprotein (a), um Argininmangel, um individuelle Herz- und Gefäßthemen (Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen (Arrythmien), Vorhofflimmern, Herzschwäche usw.)

7. Die Schulmedizin kennt bezüglich der Gefäße nur unspezifische Entzündungsparameter wie Interleukin 6 und hsCRP.

In der Alternativ-Medizin gibt es inzwischen einen spezifischen Parameter hinsichtlich des endothelialen Entzündungsgeschehens, der als Risikoparameter für Herzinfarkt und Schlaganfall gilt.

Sämtliche von mir bislang untersuchten Patienten hatten einen erhöhten Wert, egal ob HIV-positiv oder nicht. Selbst ein relativ junger HIV-negativer Patient von 35 Jahren hat einen stark erhöhten Wert, der sich nicht wesentlich unterscheidet von dem bislang höchsten Wert eines HIV-negativen 72-jährigen Mannes. Meine älteste HIV-Patientin dagegen hat mit 83 Jahren einen nur mäßig erhöhten Entzündungswert. Den besten Wert hat ein HIV-negativer Patient, der wegen Vorhofflimmern seit ca. 8 Monaten meine Unterstützung nutzt und Ende letzten Jahres rd. 10 Infusionen erhalten hat.

8. Es gilt bei allen Patienten ob HIV-positiv oder nicht, sich um die relevanten Faktoren zu kümmern. Die Schulmedizin tut dies nicht und reagiert immer nur, wenn bereits Beschwerden und entgleiste Parameter festgestellt werden und behandelt dann nur symptomatisch, aber nicht ursächlich. Aber nur eine ursächliche Therapie kann eine Arteriosklerose entscheidend bessern. Dazu gehört vor allem die Beseitigung von oxidativem und nitrosativem Stress und der damit verbundenen Nährstoffdefizite sowie eine regelmäßige Darmsanierung.

9. Selbstverständlich spielt bei diesen Themen die Ernährung eine grundlegende Rolle. Aber manche meiner Patienten haben trotz gesunder Ernährung erhebliche Herz- und Gefäß-Belastungen und teilweise auch schon als Konsequenz Tinnitus, Hörsturz oder Herzinfarkt in der Vorgeschichte.

10. Bei akuten Beschwerden oder gar dem Auftreten eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls sollte selbstverständlich sofort ärztliche Hilfe gesucht werden. In solchen Fällen sind zur Erstbehandlung dann auch allopathische Medikamente unbedingt notwendig. In vielen Fällen können diese aber nach einiger Zeit reduziert oder sogar abgesetzt werden, wenn eine entsprechende komplementäre oder auch (evtl. später) alleinige alternative Therapie erfolgt. Das setzt natürlich voraus, dass der Therapeut sich mit diesen Themen auskennt und der Patient das nötige Geld aufbringen kann bzw. privat versichert ist.

11. Dabei sollte Patienten bewusst sein, dass allopathische Blutdrucksenker, Betablocker-, Cholesterin- und Triglyzeridsenker (Statine) auch negative Wirkungen haben können auf bestimmte Nährstoffe bzw. diese in starkem Maße verbrauchen. Dazu gehören: Vitamin A, D, E, K, Carotinoide, Vitamin B 12, Folsäure, Vitamin B 3, B6, Coenzyme Q 10, Selen, Omega-3-Fettsäuren. Bei Herzmedikamenten betrifft dies: Magnesium; Calcium, Kalium, L-Carnitin und Coenzym Q 10. Bei Antidiabetika: a-Liponsäure, Vitamin B 12. Bei Antihypertonika: Kalium, Zink, Vitamin D, Pycnegenol, L-Arginin, Coenzym Q 10.

Neben den hier genannten Nährstoffen sollte unbedingt auch der Fettsäure-Status untersucht werden und ggf. die wichtigen Omega-3-Fettsäuren EPA/DHA, die Nervonsäure, häufig auch die Linolsäure und die gamma-Linolensäure in einer angepassten Dosierung verordnet werden. Auch bei diesem Thema ist es wichtig, in der Ernährung ausreichend Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen und die Omega-6-Fettsäuren zu reduzieren.

Wenn allopathische Medikamente dauerhaft oder vorübergehend eingenommen werden sollte daher unbedingt eine begleitende komplementäre Therapie genutzt werden um bereits eingetretene Nährstoffdefizite auszugleichen oder deren Auftreten rechtzeitig vorzubeugen.


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