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BeitragVerfasst: So 25 Aug, 2013 12:20 pm  Titel:  Frauen und HIV - gezielte Forschung ist notwendig Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Frauen und HIV – gezielte Forschung ist notwendig

Dieser Text vom 18.4.2012 mit 195 Aufrufen wird in diesen Thread integriert.

Im Jahr 2007 betrug der Anteil von Frauen an den Menschen, die in Deutschland mit HIV/AIDS leben, ca. 20%. Weltweit sind ca. 50% der HIV-Infizierten Frauen. Einer AIDS-Forschung, die medizinische und psychosoziale Besonderheiten von Frauen berücksichtigt, wird international inzwischen mehr Gewicht beigemessen. Nach wie vor gibt es aber immer noch mehr offene Fragen als befriedigende Antworten.

mehr unter:
http://www.daignet.de/site-content/die-daig/aawsall-around-women-special


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BeitragVerfasst: So 25 Aug, 2013 12:41 pm  Titel:  Anale intraepitheliale Neoplasien bei HIV-infizierten Frauen Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Anale intraepitheliale Neoplasien bei HIV-infizierten Frauen

Anale intraepitheliale Neoplasien bei HIV- infizierten Frauen: wie häufig? Konsequenzen?


von Barbara Bertisch

Dieser Text vom 10.1.2009 mit 815 Aufrufen wird in diesen Thread integriert.

Eine aktuelle amerikanische Studie weist eine hohe Zahl von analen HPV-Infektionen bei HIV- positiven Frauen auf. Das wirft Fragen auf. Sind die Zahlen so generalisierbar? Was sind die Konsequenzen?

Die Inzidenz von Analkrebs bei HIV- Infizierten nimmt zu, insbesondere unter homosexuellen Männern (dazu auch der Infektweb-Artikel vom 9.9.08: Analkrebs bei HIV: Screening von Frühformen - sinnvoll? bei wem? und wie durchgeführt?)

Aber auch bei HIV-infizierten Frauen ist die Inzidenz von invasivem Analkrebs 7-28mal größer als in der allgemeinen Bevölkerung. Eine amerikanische Studie ist den Ursachen nachgegangen (Hessol et al: Anal intraepithelial neoplasia in a multisite study of HIV-infected and high-risk HIV-uninfected women; AIDS 2009). Dabei wurden aus einer grossen Kohorte HIV-infizierter Frauen 470 Frauen rekrutiert, die keine Vorgeschichte von "high grade" analen intraepithelialen Läsionen oder Analkrebs hatten. Es wurden halbjährlich eine Befragung, externe anale Untersuchung, anale Zytologie und bei auffälligen Befunden eine Anoskopie und Biopsie durchgeführt. Sie wurden mit einem bezüglich der Vorgeschichte vergleichbaren Kollektiv HIV-negativer Frauen verglichen:
47% der HIV-positiven bzw. 46% der HIV-negativen Frauen hatten über früheren analen Geschlechtsverkehr berichtet.

HIV-positive Frauen zeigten deutlich häufiger eine abnormale Zytologie des Analbereichs (31% versus 9% bei den HIV-negativen Frauen).
Sie wiesen in 80% (versus 50%) einen analen HPV-Befall auf, darunter in 44% mit onkogenen HPV- Subtypen (versus 17%).

Damit lag die anale HPV- Infektrate deutlich über der cervicalen HPV-Infektrate, die bei den HIV-positiven Patientinnen 45% betrug (versus 15%).

Wie erklärt sich diese hohe anale HPV-Befallszahl, zumal sich zeigte, dass eine anale HPV-Infektion auch ohne früheren analen Geschlechtsverkehr stattfinden kann? Entweder ist eine anale HPV- Infektion tatsächlich häufiger, oder sie ist ausgeprägter und damit einfacher zu diagnostizieren. Dabei ist die "Autoinfektion", also Übertragung von der cervicovaginalen Schleimhaut zur analen Schleimhaut, sicherlich möglich.
Die analen intraepithelialen Neoplasien (AIN) wurden in "Low grade" (LGAIN) und "high grade" (HGAIN) eingeteilt. Dabei waren LGAIN sowohl mit onkogenen, wie auch nicht-onkogenen HPV-Subtypen assoziiert, HGAIN hingegen mit onkogenen HPV-Stämmen. Bei HIV-positiven Frauen errechnete sich, dass ein analer HPV-Befall 7.6 mal häufiger zu einer HGAIN führt als ohne HPV-Befall.

Weder eine antiretrovirale Therapie, noch die HI-Viruslast zeigten Auswirkungen auf das Risiko einer AIN; allerdings könnte durch Anpassung auf die aktuellen CD4- Werte der positive Einfluss der HAART eingeschlossen worden sein.

Kommentar:
-

das routinemäßige gynäkologische Screening von HIV-positiven Frauen ist etabliert. Die oben genannten Zahlen bezüglich der cervikalen HPV- Prävalenz unterstreichen einmal mehr dessen Wichtigkeit.

- Sind die genannten Zahlen über analen HPV-Befall bei (US-amerikanischen) Frauen so generalisierbar? Könnten unterschiedliche HPV-Prävalenzen wie auch u.U. Unterschiede in den Sexualpraktiken diese hohe HPV-Rate des US-Kollektives erklären? (Müssten wir andernfalls nicht in der Schweiz bereits deutlich häufiger Fälle von Analkrebs bei HIV- pos. Frauen gesehen haben??)

- welche offiziellen Schlussfolgerungen bezüglich Risikomanagements des analen HPV- Befalls bei Frauen gezogen werden, ist nach unserem Kenntnisstand noch offen. Zu diskutieren ist, ob analog zum Screening bei HIV- positiven Männern auch HIV-positive Frauen bei Eintritt und möglichst einmal jährlich "routinemäßig" folgende Untersuchungen haben sollten: Fragen nach vorbekannten/vorbehandelten analen intraepithelialen Läsionen und nach Beschwerden am Analkanal wie Schmerzen, Brennen oder Blutabgang; perianale Inspektion; regionale Lymphknotenkontrolle; rektale Palpation. Der Stellenwert eines Bürstenabstrichs im Analkanal ist unklar; daher dürfte das verlässlichste Ergebnis erreicht werden, wenn bei auffälligem Untersuchungsbefund u/o auffälliger Anamnese eine Anoskopie mit ggf. Biopsie durchgeführt wird.

Infektiologie St. Gallen vom 16. Dezember 2008


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