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Anmeldungsdatum: 27.02.2005
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BeitragVerfasst: Do 19 Apr, 2012 12:59 am  Titel:  Late Presenter Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Late Presenter: Schlechte Aussichten?

„Die antiretrovirale Therapie hat zu einem deutlichen Rückgang der HIV assoziierten Morbidität und Mortalität geführt. Ein Teil der HIV infizierten Patienten erhält die erste HIV-Diagnose jedoch spät in bereits fortgeschrittenen Stadien der Infektionserkrankung und möglicherweise können diese Patienten nicht mehr von den vollen Vorzügen einer antiretroviralen Therapie profitieren. Die Spätpräsentation bleibt nach wie vor ein bedeutendes Problem in der HIV-Medizin. Gegenstand der Arbeit ist die Unterstützung von Faktoren, die mit einer späten Präsentation assoziiert sind, um Fest- und andere Strategien, die zu einer früheren Diagnose führen können, bedarfs- und zielgerecht einsetzen zu können.

Für eine Auswertung wurden die HIV Meldedaten aus Deutschland aus den Jahren 2001-2010 sowie Daten bezüglich der Erstvorstellung an einem HIV-Schwerpunktzentrum, welches an der ClinSurv Kohorte teilnimmt, analysiert. Prädiktoren einer Spätpräsentation (erstmalige HIV-Diagnose bzw. erstmalige Vorstlellung mit bereits <350 CD4 Zellen oder klinischem Aids) wurden mittels deskritiver Statistik sowie logistischer Regression ermittelt. Fehlende Angaben zur CD4 Zellzahl im Meldedatensatz wurden anhand der Verteilung der vorhandenen Daten hochgerechnet.

Die Analyse ergab, daß 49,5 % der Patienten mit einer erstmaligen HIV-Diagnose die Kriterien einer Spätpräsentation erfüllten. 58,1 % aller Patienten, die sich erstmalig an einem teilnehmenden Schwerpunktzentrum vorstellten, hatten weniger als 350 CD4 Zellen oder bereits Aids. Patienten mit Spätpräsentation waren älter (42 vs. 39 Jahre), häufiger heterosexuell (18,1 vs. 15,5 %) und häufiger Migranten (18,2 % vs. 9,7 %). Die Wahrscheinlichkeit für eine Spätpräsentation war durchgängig größer 65 % bei den Migranten im untersuchten Zeitraum von 2001-2010. Die Wahrscheinlichkeit für eine Spätpräsentation fiel bei MSM deutlich von 60 % im Jahr 1999 auf 45 % im Jahr 2010.

Zusammenfassend zeigt sich in Deutschland eine weiterhin hohe Zahl an Patienten, die ihre erste HIV-Diagnose dann erhalten, wenn sie bereits eine fortgeschrittene Erkrankung haben. Die Wahrscheinlichkeit für eine späte Präsentation ist vor allem für Migranten sehr groß. Diese Resultate weisen auf großer Unterschiede zwischen Risikogruppen bezüglich der Wahrscheinlichkeit einer späteren Vorstellung und deuten auf die Wirksamkeit von Risikogruppen spezifischer Testung hin. Eine zusätzliche Herausforderung könnte die späte Erstvorstellung bei einem HIV-Schwerpunktzentrum sein, nachdem die HIV-Diagnose bereits zuvor erfolgte.“

Matthias an der Heiden et. al., Berlin

OI trotz ART: Gibt’s das noch?

Auszug

Late Presenter

„Bis zu 30 % stellen sich bei HIV-Erstdiagnose als sogenannte „Late Presenter“ vor, mit einer CD4-Zellzahl <200/µl. In 10 % der Fälle finden sich sogar CD4-Zellen <50/µl (Battegay et al., 2007). Das RKI schätzt, dass die Rate bei ca. 30-50% der HIV-Erstmanifestationen liegt (RKI, 2009). In den meisten Studien nimmt der Anteil dieser Patienten aber langsam ab (CDC,2009).“

Jan Thoden, Freiburg

Hoffmann/Jäger (Hrsg), HIV/Aids Hepatitis Infektiologie 2012, 14. Münchner Aids- und Hepatitis-Tage 2012, 16.-18. März 2012


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