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Anmeldungsdatum: 27.02.2005
Beiträge: 7851
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BeitragVerfasst: Fr 27 Nov, 2009 3:04 am  Titel:  Hyperurikämie durch mitochondriale Toxizität Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hyperurikämie durch mitochondriale Toxizität im Rahmen der antiretroviralen Therapie bei HIV

In der vorliegenden Arbeit wurden die Serum-Harnsäurewerte bei HIV-Patienten unter antiretroviraler Therapie untersucht. Grundlage war ein Patientenkollektiv von 270 HIV-positiven Patienten aus der HIV-Ambulanz der Universitätsklinik Freiburg und der Infektionsambulanz der Universität Schleswig Holstein in Kiel. Patienten mit Neoplasien oder harnsäurebeeinflussender Medikation (Pyrazinamid, Ethambutol oder Allopurinol) wurden ausgeschlossen. Univariat identifizierte Einflussfaktoren auf die Harnsäure wurden multivariat überprüft.

Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass ein erhöhter BMI, ein höheres Lebensalter, männliches Geschlecht und eine Niereninsuffizienz mit erhöhter Serum-Harnsäure assoziiert sind. Wir bestätigten also bei HIV-Patienten die bei Nicht-HIV-Infizierten bereits bekannten Einflussfaktoren auf die Harnsäure. In unseren Untersuchungen ging eine gesteigerte HIV-Replikation mit einem Anstieg der Serum-Harnsäure einher. Dieser Anstieg der Harnsäure bei erhöhtem Zellumsatz ist z.B. im Rahmen eines Tumorlysesyndroms bekannt und hier vermutlich auf den gesteigerten Lymphozytenumsatz zurückzuführen.

Die Erniedrigung der CD4 Zellzahl als wichtiger Parameter für die Progression und Aktivität der Erkrankung zeigte keinen Zusammenhang mit den Harnsäurewerten im Serum. Im Rahmen dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass dideoxynukleosidische NRTIs (DDI, D4T und DDC) mit einer erhöhten Serum-Harnsäure assoziiert sind. Die Therapie mit zwei dieser „D-Drugs“ zeigte einen additiven Effekt im Bezug auf die Harnsäureerhöhung. Der hyperurikämische Effekt bestimmter NRTIs könnte durch ihre bekannte mitochondriale Toxizität erklärt werden.

Purinanaloge NRTIs (DDI, ABC und TDF) waren jedoch mit Ausnahme des DDI nicht uniform mit einer Erhöhung der Serumharnsäure assoziiert. Patienten unter PI-Therapie hatten ebenfalls eine tendenziell ansteigende Serum-Harnsäure.
Die Kombination von TDF, einem Hemmer der Polynukleosidphosphorylase, und DDI war mit niedrigen Harnsäurewerten assoziiert.
In unserer HIV-Kohorte beeinflussten antiretrovirale Substanzen neben den bei HIV-negativen Patienten bereits bekannten Faktoren die Serumharnsäure.

http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3284/pdf/Finale_korrigiert_07.09.07.pdf

Kommentar

Bevor man wieder einmal die Kombimedikamente für erhöhte Harnsäurewerte verantwortlich macht, sollte man doch einfach mal die Nieren einige Wochen unterstützen. Auch Niereninsuffizienzen können sich bessern.

Am besten im Rahmen einer neuen Studie mit einer Gruppe, deren Nieren behandelt werden und einer anderen Gruppe wo dies nicht erfolgt. Dann würde man sicher schnell merken, daß dieses Thema behandelbar ist und man nicht gleich überall die "mitochondriale Toxizität" heranziehen müßte.


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