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Alter: 69
Anmeldungsdatum: 27.02.2005
Beiträge: 7807
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BeitragVerfasst: Mi 17 Jan, 2018 2:05 am  Titel:  Was dürfen Heilpraktiker bei HIV-Patienten? Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Was dürfen Heilpraktiker bei HIV-Patienten?


Aids-Behandlungs (verbot)

http://www.fernlehrgang-heilpraktiker.com/forum/thread-18064.html

In diesem Forum einer Heilpraktiker- und Therapeutenschule entdeckte ich zufällig die etwas veraltete Diskussion aus dem Jahre 2014, zu der ich hier angesichts der erschreckend falschen Darstellung der Rechtssituation seitens des Moderators und der Schulleiterin dennoch Stellung nehmen möchte.

Aids-Behandlungsverbot oder HIV-Behandlungsverbot?

Die Überschrift müsste eher lauten „HIV-Behandlungsverbot“, denn darum geht es in der Diskussion. Selbstverständlich müssen akute Aids-definierende Krankheiten zwingend durch einen Arzt behandelt werden. Aber in der Diskussion wird offensichtlich nicht unterschieden zwischen Aids-definierenden Krankheiten, und nur das Vorliegen einer solchen rechtfertigt die Benutzung des Wortes "Aids", und der HIV-Infektion.

Moderator

„D.H. auch Heilpraktiker können einen HIV-infizierten Patienten behandeln, soweit sich diese Behandlung nicht auf HIV-spezifische Symptome oder -syndrome bezieht. Eine Behandlung z.B. von einer schon vor der HIV-Infektion temporär aufgetretenen Migräne durch den Heilpraktiker ist problemlos, nicht aber die Behandlung eines neuen Fußpilzes, da dieser ein typisches Symptom der HIV-bedingten Immunschwäche darstellen kann.“

Kommentar

Eine merkwürdige Sichtweise und ein merkwürdiges Beispiel. Viel näher liegend wäre ein Mundsoor oder eine Darm-Candida-Belastung. Es ist völlig unerheblich, ob Symptome vor oder nach Auftreten der HIV-Infektion entstanden sind. Ein Heilpraktiker darf grundsätzlich alle Symptome bei einem HIV-Patienten behandeln. Was er nicht darf und kann, ist HIV mit HIV-Medikamenten behandeln.

Wenn tatsächlich ein Fußpilz während einer HIV-Infektion auftreten sollte, wäre es ratsam eine Stuhluntersuchung zu machen incl. Darmpilze (Candida). Wenn ein Patient darauf wartet, dass ein HIV-Arzt das macht ist in der Regel die Situation bereits sehr fortgeschritten.

Spätestens wenn ein Fußpilz auftritt ist es sinnoll sich die Zunge anzusehen. Denn manche Ärzte haben dafür leider keinen Blick oder denken nicht daran. So erlebte ich es bei einem HIV-Patienten, das gleich 3 Ärzte, der Hausarzt, der HIV-Schwerpunktarzt und ein Zahnarzt den Mundsoor nicht bemerkt hatten, den ich bereits durch Ansicht von Zunge und Rachen erkannte und der sich im Abstrich auch bestätigte!

Bei einem anderen HIV-Patienten, der seit einigen Monaten die ART-Medikamente einnahm erklärte die Uni-HIV-Ärztin dem Patienten zu seinem Durchfall, dass der Körper bis zu zwei Jahren benötige um sich an die HIV-Medikamente zu gewöhnen. Seine Frau entdeckte meine Praxis. Ich veranlasste eine Stuhluntersuchung. Was hatte der Patient? Eine starke Candida-Belastung im Darm! Zwei Wochen nach Einnahme eines natürlichen Präparates waren seine Beschwerden verschwunden, was den Patienten aber leider nicht motivierte meine weitere Unterstützung auch zu anderen sinnvollen komplementären Themen zu nutzen.

„Die angesprochene „Immuntherapie“ ist daher nicht nur fachlich nicht ohne Risiken, sondern auch als „Behandlung der Immunschwäche durch nicht-Ärzte“ rechtlich nicht zulässig.“

Kommentar

Die „Immuntherapie“ bezieht sich auf einen Text der fragenden Userin, den sie meiner früheren Praxis-Homepage zum Thema HIV entnommen hatte. Selbstverständlich braucht ein Heilpraktiker schon spezielle Fachkenntnisse um einen HIV-Patienten mit alternativer Therapie (ohne HIV-Medikamente) oder ergänzend zur HIV-Medikation zu behandeln. Wer davon keine Ahnung hat sollte selbstverständlich die Finger davon lassen und sich anderen Themen widmen. Nochmals: Rechtlich ist alles zulässig außer der Behandlung mit verschreibungspflichtigen HIV-Medikamenten.

Auch hatte die Userin von meiner Homepage die Zeilen zur rechtlichen Situation von Dr. Erdle wiedergegeben, die aber offensichtlich weder vom Moderator noch von der Schulleiterin verstanden wurden.

Hier nachzulesen:
Dürfen Heilpraktiker HIV-positive Patienten behandeln?
http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=2208

Schulleiterin

„Die Krankheit Aids und der HIV-Träger dürfen vom Heilpraktiker nicht behandelt werden.“

Kommentar

Wenn mit Krankheit „Aids“ akute Aids-Krankheiten gemeint sind, stimme ich zu. Die Krankheit der HIV-Träger - eine seltsame Formulierung - gemeint ist wahrscheinlich die HIV-Infektion an sich, darf selbstverständlich vom Heilpraktiker behandelt werden, außer der direkten Einflussmaßnahme durch antiretrovirale Medikamente zur Senkung der HI-Viruslast, was sich schon durch die Verschreibungspflicht der HIV-Medikamente ausschließt.

Die Schulleiterin, auch Autorin eines Lehrbuches für Heilpraktiker, wurde bereits vor Jahren von mir über ihre falsche Darstellung und unzureichende Differenzierung zur Rechtssituation aufgeklärt, offensichtlich ohne Erfolg!

„Bei einer Aids-Erkrankung darf der Heilpraktiker kein abwehrstärkendes Mittel verordnen und er darf auch keinerlei Symptome und Krankheiten behandeln, die durch diese Krankheit bedingt sind, egal ob der Patient mit einer leichten Angina, mit infektiösem Durchfällen, Lymphknotenschwellungen …kommt.

Kommentar

Eine akute Aids-Erkrankung sollte und muss von einem Arzt behandelt werden. Bei Vorliegen einer HIV-Infektion ohne Aids-definierende Erkrankung darf ein Heilpraktiker alles, nur keine HIV-Medikamente einsetzen. Er darf selbstverständlich eine Angina und Lymphknotenschwellungen behandeln. Infektiöser Durchfall sollte von einem Arzt behandelt werden. Normalen Durchfall kann ein Heilpraktiker behandeln. Ein auf diesem Gebiet bewanderter Heilpraktiker weiß, dass er bei HIV-Infektion und anderen Autoimmunerkrankungen keine immunaktivierenden Präparate wie z.B. Echinacin einsetzen darf. Bei HIV-Infektion sollten grundsätzlich nur immunmodulierende und angesichts der meist vorhandenen Immunaktivierung antientzündliche Mittel eingesetzt werden.

Am wichtigsten ist aber die Darmsanierung sowie Glutathion, ATP, Mitochondriale Aktivität, diverse Vitamine wie Vitamin B 12, Coenzym Q 10, Selen, Zink, Vitamin D…

„Beispiel: Patient kommt und klagt über Kopfschmerzen, von denen er annimmt, dass sie durch Verspannungen bedingt sind. Hier muss ich als HP auch daran denken, dass die Ursache ein Hirntumor sein könnte, denn bei Aids ist auch das Krebsrisiko erhöht.“

Kommentar

Okay, daran sollte ein HP denken. Aber wahrscheinlicher ist, zumindest in frühen HIV-Zeiten, dass ein HIV-Patient bei einer fortgeschrittenen HIV-Infektion einen Kaposi-Hautkrebs entwickeln kann oder ein Lymphom.

„Ich will damit sagen, es ist bei Aids oft schwierig, ein Symptom zu finden, das nicht mit der Krankheit in Zusammenhang steht.“

Kommentar

Offensichtlich wird von der Schulleiterin nicht zwischen HIV und Aids differenziert. Meine Erfahrung ist, dass Symptome oftmals allzu schnell als HIV-assoziiert eingeordnet werden, obwohl es auch Allerwelts-Symptome sein können, die auch bei Nicht-HIV-Infizierten auftreten.

Userin

„Ich für meinen Teil halte diese biologische Immuntherapie für äußerst fragwürdig. Aber das muss dann ja jeder selbst entscheiden.“

Kommentar

Wie schon gesagt, wenn man keine Ahnung davon hat und die hatte ich vor meiner Prüfung auch noch nicht, dann sollte man die Finger von HIV-Patienten lassen. Es gibt einfachere Krankheiten und Patienten. Meine biologische alternative Therapie (ohne HIV-Medikamente) wie auch meine komplementäre Therapie (ergänzend zu HIV-Medikamenten) bei HIV-Patienten fußt auf fundierter mitochondrialer Diagnostik und ebenso fundierter Therapie im Sinne mitochondrialer Regenerationstherapie, die nicht nur bei HIV-Patienten, sondern bei vielen anderen chronischen Krankheiten gleichermaßen Anwendung finden kann. Der wesentliche Unterschied zu anderen chronischen Krankheiten ist bei HIV-Infektion die Immunaktivierung, die besondere Kenntnisse und ein spezifisches Vorgehen erfordert.

Dazu empfehle ich sich auf meiner neuen Praxis-Homepage zu informieren.

Fazit

Es ist für mich erschreckend,
dass 13 Jahre nach Inkrafttreten des Infektionsschutzgesetzes
selbst die Leiterin einer Heilpraktiker-Fachschule,
vermutlich bis zum heutigen Tage,
die Rechtssituation nicht hinreichend kennt
geschweige sie denn an ihre Schüler korrekt vermittelt.


Selbstverständlich ist es im Rahmen der Prüfung beim Gesundheitsamt, und darum ging es in der Diskussion, sinnvoll zu erklären, dass HIV-Patienten immer von einem Arzt behandelt werden sollten. Denn angesichts meiner langjährigen Erfahrungen dürften auch heute noch manche Heilpraktiker, wahrscheinlich auch prüfende Heilpraktiker und Ärzte, wie man hier sieht, sogar eine Schulleiterin einer Heilpraktiker-Fachschule, sich nicht sicher auskennen hinsichtlich der rechtlichen Situation.

In meinem oben genannten Link „Dürfen Heilpraktiker HIV-positive Patienten behandeln?“ ist ersichtlich, welche Erfahrungen ich machen musste bzw. durfte aufgrund vermeintlicher Besserwisser bzw. selbsternannten Bürgerpolizisten.


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