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BeitragVerfasst: Sa 24 März, 2007 12:49 am  Titel:  Leberstörungen Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Medikamentenspiegel bei HIV und Zirrhose

von Patrick Schmid

Bei der Behandlung der HIV-Infektion sind gute Medikamentenspiegel wichtig. Wie verhält es sich aber, wenn die Leber, das Organ welches Medikamente abbaut, geschädigt ist.

Die normale Medikamentendosierung ist grundsätzlich für Personen mit normaler Nieren- und Leberfunktion ausgelegt. Bei Erkrankungen der Leber, insbesondere Leberzirrhose, ist die Gefahr einer Überdosierung bei einigen Patienten besonders groß.

Eine Studie aus Madrid hat 268 Patienten mit HIV/HCV-Koinfektion unter HIV-Therapie speziell untersucht. Dabei wurde der Fibrosegrad der Leber mittels Elastometry (Fibroscan), einer nicht invasiven, auf Ultraschalltechnik basierenden Methode, abgeschätzt. Als cut off für eine Zirrhose wurde ein Steifigkeitswert der Leber von 12,5 kPA angenommen. Bei 92 Patienten (34%) bestand der V.a. eine Leberzirrhose. Die Patienten mit V.a. Zirrhose hatten gegenüber dem Vergleichskollektiv (ohne Zirrhose) signifikant höhere Efavirenz- und Nevirapin-Spiegel. Die Proteasehemmer (Lopinavir, Atazanavir/r)-Spiegel unterschieden sich hingegen nicht in den beiden Gruppen.

Wir machen in der Schweiz relativ häufig TDM (therapeutisches Drug Monitoring, Spiegelbestimmung). Die vorliegende Studie zeigt, dass ein TDM besonders bei Patienten unter NNRTI-Behandlung bei V.a. auf Leberzirrhose sinnvoll ist. Die hepatische Clearence von Proteasehemmern scheint hingegen relativ lange problemlos zu sein.

Quelle: Barreiro et al, JID, 1.4.2007
Infektiologie am Kantonsspital in St.Gallen vom 21. März 2007




Zuletzt bearbeitet von administrator am Di 02 Feb, 2010 2:38 am, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst: Di 02 Feb, 2010 2:32 am  Titel:  Schwere Leberfunktionsstörungen durch Didanosin/Videx Antworten mit ZitatNach untenNach oben

FDA warnt vor schweren Leberfunktionsstörungen durch Didanosin (Videx)

Didanosin: Warnung vor portaler Hypertension

Washington – Der HIV-Wirkstoff Didanosin kann in seltenen Fällen eine nicht zirrhotische portale Hypertension induzieren, teilt die FDA nach Prüfung einer Reihe von Fallberichten zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen mit.

Dem Adverse Event Reporting System („AERS“) der FDA sind 42 Fälle gemeldet worden, in denen Patienten nach der Behandlung mit Videx® an den Folgen eines Pfortaderhochdrucks erkrankt sind. Die Komplikationen betrafen Frauen und Männer gleichermaßen, und sie traten nach Monaten oder Jahren der Therapie auf.

In definitiven Fällen wurde die Diagnose durch Biopsien gesichert und andere mögliche Ursachen ausgeschlossen. Bei 8 Patienten mussten Ösophagusvarizen (eine bekannte Komplikation der portalen Hypertension) behandelt werden, drei Patienten erhielten einen transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunt (“TIPS”) und bei drei Patienten war eine Lebertransplantation notwendig.

Die FDA berichtet über vier Todesfälle an Ösophagusvarizenblutungen (2 Patienten), Leberversagen (1 Patient) und Multiorganversagen mit Hirnblutungen, Sepsis und Laktatazidose (1 Patient).

Die Laktatazidose gehört zu den bekannten Nebenwirkungen von Didanosin, auf die – auch in der deutschen – Fachinformation bereits hingewiesen wird. Genannt wird auch eine Hepatosteatose.

Die FDA fordert die Ärzte auf, die Patienten jetzt zusätzlich auf die (seltene) Komplikation einer portalen Hypertension hinzuweisen und während der Behandlung auf Zeichen (Ösophagusvarizen) zu achten.

© rme/aerzteblatt.de
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/39904/Didanosin_Warnung_vor_portaler_Hypertension.htm

Kommentar

Videx gehört zu den Präparaten, von denen ich dringend abrate, nicht zuletzt auch wegen der bekannten möglichen Nebenwirikungen einer Polyneuropathie.


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BeitragVerfasst: Sa 26 Feb, 2011 1:38 am  Titel:  Viren oder Medikamente - was schädigt die Leber wirklich? Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Viren oder Medikamente – was schädigt die Leber wirklich?

Bei einer HIV-Erkrankung wird von den betroffenen Patienten häufig die Frage gestellt, ob die vielen Medikamente nicht auf Dauer die Leber schädigen. Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten.

Eine leichte Leberschädigung ist für den Patienten selbst nicht spürbar, als Anhaltspunkt für eine geschädigte Leber dienen nur Laborwerte, in diesem Fall die Leberenzyme AST und ALT (bzw. GGT, GPT). Diese Enzyme sind unter normalen Umständen nur in sehr geringer Menge im Blut messbar, da sie sich in den Zellen befinden. Durch eine Schädigung der Leber, z.B. durch eine Hepatitis, gehen die Leberzellen jedoch zugrunde, platzen, und setzen ihren Inhalt ins Blut frei. Dadurch sind erhöhte Leberwerte dann messbar.

Bestimmte Medikamente z.B. Sustiva, Viramune u.a. regen die Leber zu vermehrter Enzymproduktion an: Dieser Vorgang wird kann zu leicht erhöhten Leberwerten führen, hat aber nichts mit einer Leberschädigung zu tun. Sind die Werte jedoch um mehr als das Doppelte des oberen Normwertes erhöht, kann von einem vorliegenden Leberschaden ausgegangen werden. Gerade bei Patienten, die neben HIV auch noch an einer Hepatitis-C-Infektion, ist es oft schwer, zwischen Schäden, die das Hepatitis C Virus (HCV) anrichtet und möglichen Schäden durch Medikamente zu unterscheiden.

Eine kanadische Forschergruppe untersuchte daher rückblickend eine Gruppe von HIV Infizierten und HIV/HCV Ko-Infizierten und kam zu einem unerwarteten Ergebnis: Bei Patienten die nur mit HIV infiziert waren, führte selbst eine langjährige medikamentöse Behandlung nicht zu nennenswerten Beeinträchtigungen der Leberfunktion. Im Gegensatz dazu war bei HIV/HCV-koinfizierten Patienten eine Schädigung der Leber feststellbar, was auf die Hepatitis C Infektion zurück zu führen ist. Die Wissenschaftler halten daher eine Behandlung der Hepatitis C für unbedingt erforderlich um das Fortschreiten der Leberschädigung bis zum Endstadium bei diesen Patienten aufzuhalten.

Quelle: Projektinformation
Aktuelle Informationen , August 2009, Birken-Apotheke, Köln

Kommentar

1. Es ist bekannt, daß zunehmend mehr HIV/Aids-Patienten unter langjähriger antiretroviraler Therapie u.a. an Leberschädigung sterben. Ich bezweifle, daß es sich dabei nur um Patienten mit HIV/HCV-Ko-Infektionen oder um Alkoholabhängige HIV-Patienten handelt.

2. Es steht für mich außer Frage, daß jedes chemische Medikament die Leber zusätzlich belastet. Da HIV-Patienten permanent mehrere chemische HIV-Medikamente, 3-6 an der Zahl, zu sich nehmen, kommt es zu einer kummulativen Leberbelastung, die sich bei gleichzeitiger ungesunder Lebensweise z.B. durch Alkoholabusus, Drogen, ungesunde Ernährung einschl. häufiges Essen von Salaten und Rohkost am späten Abend, fehlende Darmbakterien, Streß durch Ärger und Wut um ein vielfaches ansteigen kann.

3. Meines Erachtens sollte jede anhaltende Erhöhung der Leberwerte frühestmöglich behandelt werden und nicht so lange abgewartet werden, bis die Leberwerte über dem doppelten des Höchstwertes liegen.

4. Vor allem sollten bei erhöhten Ledberwerten keine zusätzlichen chemischen Medikamente verabreicht werden. Erhöhte Leberwerte lassen sich in der Regel sehr gut mit pflanzlichen Präparaten bessern. Gelingt dies nicht, so sollte m.E. dringend darüber nachgedacht werden, das die Leber belastende Medikament abzusetzen.

5. Eine geschädigte Leber kann sich zwar in der Regel sehr gut erholen, weil die Regenerationsfähigkeit des Organs Leber besonders gut ist. Dennoch sollte man daran denken, daß die Leber als "Stoffwechsel-Fabrik" des Körpers eine unglaubliche Vielzahl von Aufgaben hat, die durch eine belastete Leber naturgemäß nicht mehr optimal ablaufen können. Vor allem bei Müdigkeit sollte daran gedacht werden, auch die Leber zu unterstützen.


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BeitragVerfasst: Mi 23 Mai, 2012 10:53 pm  Titel:  HI-Virus für Leberschäden verantwortlich Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HI-Virus für Leberschäden verantwortlich

Das Risiko für Leberschäden steigt einer großen amerikanischen Studie zu Folge mit sinkender CD4-Zellzahl signifikant an, während eine langjährige antiretrovirale Behandlung das Erkrankungsrisiko nicht erhöht. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher nach Auswertung der Daten von 20.775 HIV-Patienten und 215.158 altersentsprechenden HIV-negativen Menschen.

http://www.hiv-info.de/index.jsp?nodeid=12&CID=736


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BeitragVerfasst: Do 12 Jul, 2012 10:47 am  Titel:  Niedriger CD4-Wert ohne ART Hauptrisiko für Leberschädigung Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Niedriger CD4-Wert bei fehlender ART ist Hauptrisiko für Leberschädigung

Die Wechselwirkungen zwischen chronischer HIV-Infektion und Lebererkrankungen sowie dadurch verursachte Todesfälle sind noch nicht völlig geklärt. Zum besseren Verständnis der Leberrisiken durch HIV führten US-amerikanische Forscher eine Fall-Kontroll-Studie durch.

http://forumhiv.de/viewtopic.php?f=14&t=4192


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BeitragVerfasst: Di 09 Dez, 2014 12:27 am  Titel:  Leberschaden Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hepatitis C Behandlung „Ein ewiges Hin und Her!“

Aus Angst vor Regressforderungen der Krankenkassen scheuen sich Ärzte, chronisch Hepatitis C Infizierten die neuen, sehr effektiven, aber enorm teuren Medikamente zu verschreiben. Andreas Bemeleit hat das erlebt – und ließ nicht locker. Gemeinsam mit seiner Frau hat Andreas Bemeleit im Jahr 2010 das Netzwerk Robin Blood gegründet, das sich für die Entschädigung der HIV- und HCV-Infizierten einsetzt, die in den 1980er-Jahren durch Blutprodukte infiziert wurden.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 19. November 2014
http://blog.aidshilfe.de/2014/11/19/ein-ewiges-hin-und-her/


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BeitragVerfasst: So 17 Dez, 2017 10:13 pm  Titel:  Wie Leberkrebs entsteht Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Wie Leberkrebs entsteht

Leberkrebs entsteht infolge chronischer Lebererkrankungen. Forschende der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich haben einen zentralen Mechanismus entdeckt, wie Leberkrebs entsteht. Über Jahre sterben bei chronischen Lebererkrankungen geschädigte Zellen ab und werden durch neue ersetzt. Mit zunehmender Dauer häufen sich die DNA-Schäden, was die Krebsentwicklung begünstigt. Das Enzym Caspase 8 nimmt dabei eine wichtige Doppelrolle ein.

Mehr unter: Universität Zürich – Pressemeldung vom 11. September 2017
http://www.media.uzh.ch/de/medienmitteilungen/2017/Entstehung-von-Leberkrebs.html


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