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Alter: 69
Anmeldungsdatum: 27.02.2005
Beiträge: 7610
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BeitragVerfasst: Fr 01 Dez, 2017 1:13 pm  Titel:  Immer noch ein Tabu Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Immer noch ein Tabu

WDR Planet Wissen
01.12.2017 | 58 Min.

HIV-positiv - eine Diagnose, die auch heute noch die Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Genau das passierte Alexandra Frings vor 15 Jahren. Der Befund stellte ihr Leben völlig auf den Kopf. Doch das Virus in sich zu tragen, führt längst nicht mehr zwingend zum Ausbruch von Aids.

http://www.ardmediathek.de/tv/Planet-Wissen/Aids-Immer-noch-ein-Tabu/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=12994052&documentId=47817948


Kommentar

Ein selten positiver Film, positiv im doppelten Sinne, der weiter verbreitet werden sollte.

Dennoch habe ich Anmerkungen zu folgenden Punkten:

Aids-Test

Obwohl die Moderatorin an einigen Stellen darauf hinweist, dass man von HIV sprechen soll und nicht von Aids, wird an einer Stelle zu Anfang des Film von "Aids-Test" gesprochen, den es bekanntlich nicht gibt. Es gibt seit jeher nur einen HIV-Test", exakter einen "HIV-Antikörper-Test", der keine Aussage zu "Aids" oder einer "Aids-definierenden Erkrankung" machen kann.

Wenig ansteckend

Im anschaulichen und sehr gut gemachten Aufklärungs-Teil des Films ist wiederholt von "wenig ansteckend" die Rede, wobei die Situation gemeint ist, wenn ein HIV-Positiver HIV-Medikamente einnimmt. Das ist m.E. recht schwammig bzw. nicht korrekt. Wenn ein HIV-positiver Mensch 6 Monate die HIV-Medikamente regelmäßig eingenommen hat, die Viruslast kontinuierlich unter der Nachweisgrenze ist und keine anderen sexuell ansteckenden Krankheiten vorliegen, ist er überhaupt nicht ansteckend! Das wurde in Studien eindeutig belegt. Daher ist es kontraproduktiv, wenn von "wenig ansteckend" die Rede ist und damit weiterhin Unsicherheit verbreitet wird.

Langzeitpositive

Es war wiederholt die Rede von Langzeitpositiven, die heute noch leben, obwohl sie in früheren Jahren sehr belastende HIV-Medikamente einnehmen mussten. Beispielhaft dafür ist auch die HIV-positive Mitarbeiterin der Aids-Hilfe Aachen, die seit 15 Jahren mit HIV lebt und in früheren Jahren bis zu 13 Medikamente einnehmen musste; heute nur noch 1 Pille. Die HIV-positive Mitarbeiterin der Aids-Hilfe Aachen und Prof. Brockmeyer waren die Gesprächspartner der Moderatorin.

Angesichts meiner langjährigen Erfahrungen mit HIV-Patienten frage ich mich allerdings, wie es möglich sein konnte derart viele Medikamente einnehmen zu müssen. Denn bezüglich HIV sind in früheren Jahren in der Regel höchstens 4 Medikamente erforderlich gewesen. Über die Gründe für die vielen Medikamente darf der Zuschauer rätseln, weil diese leider nicht angesprochen wurden.

In meiner Praxis gab es nie einen HIV-Patienten, bei dem derart viele Medikamente notwendig gewesen wären. Viele Beschwerden und Symptome konnten mit natürlichen Mitteln behandelt werden.

Nebenwirkungen

Ein HIV-positiver Mann sprach davon, dass „man“ als HIV-Positiver unter Depressionen und häufigen Stimmungsschwankungen leide und Nebenwirkungen wie 10 Jahre Durchfall.

Wenn ich derartiges höre oder lese stehen mir die Haare zu Berge, weil ich davon überzeugt bin, dass keines dieser Probleme auf Dauer notwendig ist. Depressionen und Stimmungsschwankungen können durch bestimmte HIV-Medikamente ausgelöst werden. Am bekanntesten dafür ist Sustiva.

Kann ein HIV-Medikament für derartige Nebenwirkungen ausschlaggebend sein, sollte dies abgesetzt und durch ein anderes ersetzt werden. Inzwischen gibt es derart viele HIV-Medikamente, dass es immer Lösungen gibt, die ein Leben ohne Nebenwirkungen möglich machen.

Wenn aber nach Veränderung der HIV-Kombination immer noch diese Nebenwirkungen bestehen, sind andere Gründe sehr wahrscheinlich. Insbesondere bei Langzeitpositiven liegt es nahe, dass es zu einer Neurotransmitter-Dysbalance gekommen ist und/oder auch die Ursache im Darm zu finden ist. Wer sich als HIV-Patient allerdings nur auf die Schulmedidzin verlässt, wird in solchen Fällen noch mehr Medikamente erhalten, die die Symptome unterdrücken, nicht aber die Ursachen beseitigen. Die Ursachen können in solchen Situationen nur herausgefunden werden durch:

- eine Neurostressanalyse mit Neurotransmittern wie Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, Serotonin, GABA, Glutamat, den Hormonen Cortisol und DHEA, evtl. noch Melatonin
- durch eine Stuhluntersuchung, besser eine Mikrobiom-Stuhlanalyse
- Mineralstoffanalyse
- Vitamine wie B 12, B 1, D, Selen, Zink usw.

Insbesondere bei Langzeitpositiven ist es natürlich sinnvoll noch weitere Themen zu untersuchen und ggf. zu behandeln, bevor entsprechende Beschwerden, Symptome und Krankheiten entstehen wie:

- Glutathion
- ATP, Adenosintriphosphat
- Mitochondriale Aktivität
- Oxidativer Stress
- Gefäßentzündung
- HRV - Herzratenvariabilität

Diese Diagnostik und darauf aufbauende Therapie ist nur über einen Naturheilarzt oder einen Heilpraktiker möglich. Bei privat Versicherten kann die Diagnostik über die Krankenkasse übernommen werden, die Therapiepräparate müssen aber selbst bezahlt werden.

Bei gesetzlich versicherten Patienten muss sowohl Diagnostik als auch Therapie selbst bezahlt werden. Über eine Zusatzversicherung kann das Honorar abgerechnet werden. Ein Teil einer Stuhluntersuchung kann noch über die gesetzliche Krankenkasse in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen HIV-Arzt (außer Uni) veranlasst werden. Der andere Teil muss selbst finanziert werden (50,00 €).

Selbstverständlich kann bei Depression und Stimmungsschwankungen auch eine psychotherapeutische Hilfe sinnvoll sein, löst aber nicht die wahrscheinlichen Defizite und Dysregulationen auf der Stoffwechsel-, Neurotransmitter-, Hormon- und Darm-Ebene.

Praxisbeispiele:

Mundsoor

Wiederholt hatte ich HIV-Patienten mit Mundsoor, der von Ärzten, darunter auch HIV-Ärzte und Zahnärzte, nicht bemerkt wurde, von mir aber schon per Ansicht entdeckt und jeweils durch Untersuchung eines Abstrichs von einem Labor bestätigt wurde. Wird dies nicht frühzeitig entdeckt, kann es schnell zu Beschwerden diverser Art kommen, auch unter antiretroviraler Therapie.
Und wenn Mundsoor vorliegt, kann auch der Darm nicht in Ordnung sein und sollte mit einer Stuhlanalyse untersucht werden.

Durchfall

Ein HIV-Patient hatte wochenlang Durchfall. Seine HIV-Ärztin an einer Uniklinik erklärte ihm, dass die Ursache die HIV-Medikamente sein könnten und der Körper bis zu 2 Jahren brauche um sich daran zu gewöhnen. Seine Frau entdeckte mich im Internet. Ich veranlasste eine Stuhluntersuchung, bei der u.a. eine Belastung mit Candida festgestellt wurde. Candida wurde mit einem natürlichen Mittel behandelt und nach 2 Wochen war der Durchfall verschwunden.

Nach meiner Erinnerung wäre die Behandlung weiterer Themen notwendig gewesen. Aber der Patient zeigte sich nicht mehr motiviert, nachdem sein Hauptproblem des Durchfalls verschwunden war.

PrEP - Prä-Expositions-Prophylaxe

Im Film wurde bezüglich der PrEP der alte Preis von 800,00 € genannt für das frühere Truvada (Emtriva/Viread). Das ist Geschichte. Inzwischen gibt es die PrEP für 53,50 € pro Monat.

Link: Wie bekomme ich PrEP?
https://prep.jetzt/index.php/wie-bekomme-ich-prep

Ganz aktuell ist, dass es ab Dezember das Präparat auch ohne den Umweg der Verblisterung über ratiopharm gibt für 69,90 €.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/pharmazie/prep-ratiopharm-wird-preisbrecher-hiv-prophylaxe/

WIR – das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin, Bochum
http://www.wir-ruhr.de/

Dabei scheint es sich um ein deutschlandweit einzigartiges Zentrum zu handeln, in dem alle HIV-Institutionen wie Klinikum, Gesundheitsamt, Aids-Hilfe, pro familia, Madonna und Rosa Strippe in einem Gebäude vertreten sind und zusammenarbeiten, was natürlich für betroffene HIV-positive Menschen ein einmaliges Angebot darstellt und das andernorts anregen sollte es nachzumachen.


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