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Anmeldungsdatum: 27.02.2005
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BeitragVerfasst: Do 10 Aug, 2017 12:06 am  Titel:  Übergewicht/Adipositas Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Machen Entzündungen im Gehirn dick?

Neue Studie zum Thema Übergewicht - Zusammenhänge sind unklar

Von Dr. Magnus Heier
Neurologie und Wissenschftsautor

„Wieder eine spannende Studie, wieder ganz und gar überraschede Ergebnisse, und wieder könnte man daraus locker ein paar medizinische Tipps ableiten - diesmal todsichere Rezepte gegen das Dicksein. Der neu entdekte Zusammenhang ist hochinteressant. Eine bestimmte Hirnregion, der Hypothalamus, scheint für Übergewicht zumindest mitverantwortlich zu sein. Konkret fanden Forscher heraus, dass bei 57 eher dicken Studienteilnehmern dieser Hirnbereich entzündet gewesen sei. Der Zusammenhang ist nicht ganz so absurd, wie es zunächst klingt: Der Hypothalamus ist, wie man schon länger weiß, tatsächich für die Appetitregulation mitveranwortlich. Allerdings bleibt die Frage: Macht die Entzündung dieses Appetitreglers das Übergewicht, oder umgekehrt das Übergewicht die Entzündung? Wie oft in der Medizin, lassen sich Ursache und Wirkung nur schwer trennen.

Und es geht in der aktuellen Studie sogar noch weiter: Nicht nur, dass die Dicken einen entzündeten Hypothylamus haben, ihnen fehlen gleichzeitig zwei Arten von Bakterien im Darm, beziehungweise: Diese Bakterien sind nur in kleiner Zahl vorhanden. Das könnte, so die Forscher, zu der chronischen Entzündujng im Gehirn führen - und diese dann zu Übergewicht. Es könnte so sein. Oder auch nicht. Es könnte nämlich auch sein, dass die zwei Bakterienarten die eigentliche Ursache sind, dass sie direkt in die Verdauung eingreifen und die Entzündung im Gehirn einfach parallell läuft. Oder dass die Bakterien unter einer bestimmten Ernährung leiden, die eben auch dick macht. Oder dass das alles nur Zufall ist.

Es wäre jetzt einfach und naheliegend, die beiden Bakterienstämme etwa in Form von Tabletten oder Joghurt als Schlankmachen anzubieten. Und es wäre falsch. Denn der Zusammenhang, wenn es ihn überhaupt gibt, ist vollkommen unklar. Heilsversprechen auf dieser Grundlage sind unseriös (auch wenn ähnliche Versprechen gerne gemacht werden). Die Studie zeigt etwas völlig anderes: Wie komplex unser Körper aufgebaut ist, wie kompliziert die Zusammenhänge im Stoffwechsel sind, wie wenig wir bis zum heutigen Tag darüber wissen. Die Bedeutung der Darmbakterien wird gerade erst verstanden, die Zusammenhänge in ganz kleinen Teilen entschlüsselt. Für ein gesundes Leben folgt daraus eben nicht, dass die Ernährung durch bestimmte Zusätze optimiert werden müsse. Sondern umgekehrt, dass man sich auf sein „Bauchgefühl“ verlassen sollte: Essen bei Hunger, Trinken bei Durst, keine Nahrungseränzungsmittel. Und nicht verrückt machen lassen!

Quelle: Kölner Stadt Anzeiger - Magazin, 7.8.2017


Darmbakterium bekämpft Übergewicht und Diabetes

Louvain-la-Neuve – Ein Bakterium, das die Mukusschicht im Darm stabilisiert, könnte ein Rezept gegen Adipositas und Typ 2-Diabetes sein. Die Vermehrung von Akkermansia muciniphila im Darm befreite Mäuse in den Proceedings of the National Academy of Sciences (2013; doi: 10.1073/pnas.1219451110) nicht nur vom Übergewicht. Es kam auch zu einer deutlichen Verbesserung der Stoffwechselstörungen, die zum Typ 2-Diabetes führen.

A. muciniphila gehört zu den zahl- und (lange Zeit) namenlosen Bakterien, die den menschlichen Darm besiedeln. Das gramnegative Bakterium wurde erst vor einem Jahrzehnt von belgischen Forschern entdeckt. Dabei hat es bei gesunden Menschen einen Anteil von 3 bis 5 Prozent an der Darmflora. Bei adipösen Menschen ist der Anteil deutlich geringer, was für Patrice Cani vom Louvain Drug Research Institute an der Katholischen Universität in Louvain-la-Neuve kein Zufall ist.

Denn A. muciniphila hat nach Ansicht des Forschers eine wichtige Aufgabe beim Erhalt der Darmbarriere durch eine Mukusschicht, die die Darmepithelien bedeckt und schützt. Cani kann zeigen, dass eine fettreiche Ernährung bei Mäusen die Besiedlung des Darms mit A. muciniphila um den Faktor 100 vermindert. Bei diesen Tieren kommt es dann zu einer Verdünnung der Mukusschicht und zu einer Barrierestörung der Darmschleimhaut.

14.5.2013
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54374/Darmbakterium-bekaempft-Uebergewicht-und-Diabetes


Mit Artenvielfalt im Darm lebt es sich leichter

Wer sich kaum bewegt und zu viel isst, wird dick. Doch warum nehmen manche Menschen schneller zu als andere? Bakterien im Verdauungstrakt liefern eine mögliche Erklärung.

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2013-08/darmflora-bakterien-uebergewicht


Kommentar

1. Im Artikel von Dr. Heier werden die beiden Darmbakterien nicht namentlich erwähnt. Im Artikel der Ärztezeitung wird nur Akkermansia muciniphila erwähnt. Bei dem zweiten Darmbakterium handelt es sich um Faecalibacterium prausnitzii. Beide Bakterien spielen eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Darmschleimhaut.

Akkermansia muciniphila
- steht in Verbindung mit einem gesunden Fettstoffwechsel und einer Normalisierung des Gewichts
- hat eine positive Wirkung auf die Darmschleimhaut
- liefert Energie für Butyrat-bildende Bakterien
- hat eine noch bessere Wirkung auf die Darmschleimhaut als F. prausnitzii

Faecalibacterium prausnitzii
- ist stärkster Butyrat-Bildner (Buttersäure)
- hat entzündungshemmende Eigenschaften
- schützt vor Zellentartungen
- regt die Aktivität der Natürlichen Killerzellen an
- produziert Stoffe, die natürliche Darmbewegung förderm
- regt Schleimbildung an
- verbessert die Darmbarriere

2. Bei einer Fehlbesiedlung des Darms, u.a. mit den vorgenannten beiden Darmbakterien kommt es zu einer gesteigerten Durchlässigkeit der Darmschleimhaut = Leaky Gut Syndrom, mit dem Übertritt von Makromolekülen (Eiweiße, unverdaute Nahrungsmittel, Bakterienfragmente, Toxine; sogenannte Lipopolysacharide = LPS) durch die Zellzwischenräume in das Blut. Die Folge ist eine erhöhte Gesamtkörperbelastung, die insbesondere die Leber und das Immunsystem betrifft und schädliche immunologische Reaktionen (z.B. Allergien) und systemische Entzündungsreaktionen hervorrufen kann.

3. Insofern löst die Schlussfolgerung von Dr. Heier bei mir nur Kopfschütteln aus. Offensichtlich fehlt dem Autor die Praxiserfahrung. Immer mehr Patienten haben massive Darmstörungen, sehr häufig in Verbindung mit dem sogennannten Leaky Gut Syndrom und erhöhtem Histamin sowie erhöhten Entzündungswerten im Darm und im Blut. Diese Darmsituation zeigt sich in der Praxis bei nahezu allen chronischen Krankheiten und Multisystem-Erkrankungen, nicht nur bei Übergewicht und Diabetes Typ 2.

4. Aus diesen Gründen gehört eine Mikrobiomanalyse, die die beiden vorgenannten Darmbakterien mit erfasst zur Basis-Therapie, sondern generell bei chronischen Krankheiten und Multisystem-Erkrankungen, sondern auch für jeden an prophylaktischer Gesundheit interessierten Menschen. Das hat also nichts „mit verrückt machen“ zu tun, sondern mit einer grundlegenden Bereinigung von Ursachen, die zu einem Entzündungsgeschehen und anderen Problemen im Körper führen und mit „Vorsorge“, sei es im Darm, im Blut oder im Gehirn.

5. Die eminente Bedeutung des Darms bei allen Krankheiten war für jeden Naturheilkundler schon immer wesentlich. Durch die erst vor wenigen Jahren entdeckten zentral bedeutsamen Darmbakterien für die Darmschleimhaut ist eine noch bessere Darmsanierung möglich als dies bisher der Fall war.

6. Meine Patienten erhalten Informationen, mit welchen Nahrungsmitteln Sie die Bildung von Buttersäure unterstützen können. Dies ist aber nur ausreichend, wenn die Darmbakterien sich wieder im Normbereich befinden. Sind sie unterhalb des Normbereiches, so ist es unerlässlich mit speziellen Nahrungsergänzungsmitteln, die es inzwischen gibt, die Darmsanierung durchzuführen und vor allem die beiden vorgenannten Darmbakterien wieder in den Normbereich zu führen.

7. Eine Mikrobiomanalyse mit diesen beiden Darmbakterien kann erst seit ca. 2 Jahren durchgeführt werden und wird in meiner Praxis zwischenzeitlich einer herkömmlichen Stuhluntersuchung vorgezogen, zumal damit noch weitere wichtige neue Darmbakterien und Zusammenhänge mit untersucht werden können.

8. Es ist bedauerlich, dass die Leser mit derart unzulänglichen Halbinformationen und falschen Empfehlungen in einer Tageszeitung bedient werden, die dazu führen, dass viele Menschen noch länger unnötig mit ihren massiven Problemen und Krankheiten leben müssen, für die es seitens der Schulmedizin keine Medikamente gibt. Das hat nichts mit Heilversprechen zu tun.

Meine Praxiserfahrung zeigt, dass eine Besserung und Heilung vieler Beschwerden und Krankheiten nur im Rahmen einer ganzheitlichen Therapiestrategie unter Einbeziehung einer umfassenden Darmsanierung über die Ernährung, Lebensweise und Probiotika, Präbiotika und gezielte Nahrungsergänzungsmittel möglich ist!!!


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