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BeitragVerfasst: So 10 Jul, 2011 2:15 pm  Titel:  Aids - das Virus, das es nicht gibt Antworten mit ZitatNach untenNach oben

J. Sacher: Aids-Artikel, Ärztin & Aids-Kritikerin

Aids – Chronologie der Irrtümer
raum & zeit 141/2006
http://www.praxis-sacher.de/uploads/media/AIDS-Chronologie_der_Irrtuemer.pdf

Aids – das Virus, das es nicht gibt; Die wahren biologischen Hintergründe des Mythos
raum & zeit 142/2006
http://www.praxis-sacher.de/uploads/media/AIDS-Das_Virus_das_es_nicht_gibt.pdf

Aids – Wie alternative Therapien helfen können
raum & zeit 143/2006
http://www.praxis-sacher.de/uploads/media/AIDS-Alternative_Therapien.pdf


Mein Leserbrief zu den vorstehenden Artikeln
http://www.helferzelle.de/wil/kb.php?mode=article&k=208




Zuletzt bearbeitet von administrator am Mi 01 Mai, 2013 7:01 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst: Mi 01 Mai, 2013 3:49 pm  Titel:  Fragwürdige Interpretation der Landet-Studie Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Fragwürdige Interpretation der Lancet-Studie von 2006 durch Juliane Sacher


HIV treatment response and prognosis in Europe and North
America in the frist decade of highly active antiretroviral
therapy: a collaborative analysis


http://www.ummafrapp.de/skandal/haart/annex%201.pdf



Kommentare von Juliane Sacher in der Diskussion zum Film „I won’t go quietly“
20.5.2012
http://www.taz.de/Medizin/Kommentare/!c93401/

Die Aussagen des Herrn Taschies und der TAZ sind falsch. Aufgrund socher Aussagen wird Patienten von ihren „HIV/AIDS“-Schwerpunktärzten meistens eine möglichst frühe Einnahme der „antiretroviralen Mittel“ (ARV´s) nahegelegt mit der Begründung, dass sie sonst schneller sterben. Das bedeutet, dass man Menschen hochtoxische (nachgewiesenermaßen) Medikamente empfiehlt - nur anhand von Laborparametern – in diesem Fall, vornehmlich der CD4-Zellen und der HIV-PCR (sog. Viruslast). Diese Empfehlungen dürften längst nicht mehr so ausgesprochen werden, denn die Effizienz dieses frühen Einsatzes der ARV´s wurde anhand einer umfangreichen Studie veröffentlicht, in der 22 0000 Personen beobachtet wurden:
Hier eine Kurzzusammenfassung der wisenschaftlichen Arbeit im LANCET 2006; 368: 451-58 -für jeden nachzulesen unter http://bit.ly/yeibfB

Die Forscher berichteten 1....die Diskrepanz zwischen der deutlichen Verbesserung der Laborparameter, die für die virologische Ansprechrate gehalten wird und die offensichtliche Verschlechterung der klinischen Progression....

In klarem Deutsch:
1. Die Patienten verbesserten ihre " Viruslast " und wurden gleichzeitig kränker!


Mein Kommentar

Zunächst sollte man sich vergegenwärtigen, dass in dieser Studie 22.217 aus Europa, USA und Canada stammende HIV-positive Menschen erfasst wurden aus den Jahren 1995 bis 2003. Die Proteasehemmer wurden erst 1995 eingeführt. Das bedeutet, dass in dieser Studie eine Vielzahl von HIV-positiven Menschen enthalten sind, die zuvor die stark toxischen HIV-Medikamente der ersten Generationen erhalten haben, daher die meisten vermutlich schwerwiegende Nebenwirkungen und Folgekrankheiten hatten. Außerdem sollte man sich vergegenwärtigen, dass in dieser Studie sehr viele Hepatitis-C-Patienten, HIV/HCV-Co-Inzifzierte wie auch Tuberkulose-Patienten enthalten sind.

Das bei einem derartigen Konglomerat an Problemen keine besonders vorteilhaften Ergebnisse durch ART aufgezeigt werden können liegt auf der Hand.


Die Forscher berichteten 2. ...keine signifikanten Verbesserungen in der frühen Immunantwort anhand der CD4-Lymphozytenzahl gemessen....
In klarem Deutsch:
2. ARV`s führten zu keinem signifikanten Anstieg der CD4-Zellen


Mein Kommentar

Wie bereits oben ausgeführt ist bei diesem Konglomerat an schwierigen Patienten nicht zu erwarten, dass sich hier beeindruckende Ergebnisse hinsichtlich der Helferzellen aufzeigen lassen, zumal diese Patieten wohl kaum irgendeine Form der komplementären Therapie erhalten haben dürften. Jeder HIV-Arzt, jeder HIV-Therapeut und erst recht jeder HIV-Patient, der noch in früheren Jahren HIV-Medikamente der ersten Generationen erhalten hat und nach 1995 Proteasehemmer und die heutigen nebenwirkungsärmeren HIV-Medikamente, wird meist aus eigener Erfahrung bestätigen können, dass die heutigen HIV-Medikamente hinsichtlich der Helferzellen wesentlich potenter und wirksamer sind. Insofern ist dieser Kommentar schlicht absurd.


Die Forscher berichteten 3.:...keine Reduktion der Gesamtmortalität...
In klarem Deutsch:
3. ARV´s verlängern oder retten das Leben der Menschen nicht.


Mein Kommentar

Auch hinsichtlich dieses Punktes wissen vor allem Langzeitpositive aus eigener Erfahrung hinlänglich, dass in früheren Jahren viele Freunde und Bekannte elendig an Aids verstorben sind, wohingegen sie selbst Glück hatten dank der neuen HIV-Medikamente und immer noch leben. HIV-Positive, die nur die heutigen nebenwirkungsarmen HIV-Medikamente kennen haben sogar eine annähernd „normale“ Lebenserwartung. Insofern ist dieser Kommentar schlicht absurd.


Die Forscher berichteten 4.: ...und es gab einen signifikanter Anstieg der kombinierten AIDS / AIDS-bezogenen Todesfälle in den letzten Jahren der Studie....
In klarem Deutsch:
4. Die ARVs' zeigten in den letzten Jahren der Studie signifikant, dass diejenigen, die die ARV´S einnahmen, schneller starben im Vergleich zu denen, die die ARV´s nicht konsumierten.


Mein Kommentar

Auch dürfte es eine entscheidende Rolle spielen, dass das Gesundheitssystem in den USA ein völlig anderes ist als hierzulande und demzufolge HIV-Patienten dort wahrscheinlich nicht optimal behandelt wurden bzw. sehr spät mit der Therapie begannen. Aus den Tabellen ist zu entnehmen, dass viele HIV-Patienten Helferzellen von unter 200, viele sogar unter 100 hatten. Im Durchschnitt lagen die Helferzellen bei 234 (von 98 bis 380) bei ART-Beginn. 1.150 Teilnehmer nahmen 4 und mehr HIV-Medikamente! 8777 waren MSM, 7910 Heterosexuell, 3553 Drogengebraucher.

Die Zunahme der Helferzellen nach einem Jahr ART im Durchschnitt von 103 (32 bis 192) zeigt, dass hier ein sehr schwieriges Patientenkollektiv untersucht wurde bzw. vermutlich ein großer Teil dieser Patienten noch HIV-Medikamente der älteren Generationen erhielten. Hierzulande sind in den letzten Jahren deutliche bessere Anstiege der Helferzellen festzustellen. Das müsste eigentlich auch eine langjährige erfahrene Therapeutin wie Frau Sacher wahrnehmen.


Allein diese 4 Aussagen aus dieser offiziellen Studie vor 6 Jahren müßte dazu führen, dass keine Empfehlung, die ARV´s möglichst schnell aufgrund der festgestellten Laborparameter (CD4-Zellen und HIV-PCR) einzunehmen, mehr ausgesprochen wird. Das Gegenteil ist leider der Fall!!!

Mein Kommentar

Es ist m.E. unsinnig die diversen Gruppen von HIV-Patienten für eine derartige Studie „in einen Topf zu werfen“, da völlig unterschiedliche Ausgangssituationen vorliegen, unterschiedliche Therapien angeboten, unterschiedliche HIV-Medikamente eingesetzt werden usw. So kann man nicht zu klaren Ergebnissen kommen. Sicher wird sich die Situation auch hierzulande schlechter darstellen bei HIV-Patienten, die eine HIV/HCV-Co-Infektion haben oder an Tuberkulose erkranken.

Man sollte aber sehen, dass hierzulande selbst ein HIV-Patient mit Tuberkulose im Gegensatz zu Afrika eine Überlebenschance hat. So habe ich gerade einen HIV-Patienten mit Tuberkulose, die bei Null Helferzellen festgestellt wurde bei einer Viruslast von 600.000. Immerhin hat er nach 3 Monaten wieder 130 Helferzellen, so dass er voraussichtlich in ca. 2 Monaten die erste wichtige Hürde von 200 Helferzellen erreichen dürfte und dann die PjP-Prophylaxe absetzen kann.

Für HIV-positive Menschen
hierzulande und heutzutage
hat diese Studie keinerlei Aussagekraft
und ist in keiner Weise übertragbar.


Die Schlussfolgerung, dass aufgrund dieser Studie keine antiretroviralen HIV-Medikamente mehr empfohlen werden sollten, ist angesichts der hierzulande überwiegend hoch wirksamen HIV-Medikamente schlicht absurd. Wenn man derartiges vertritt darf man sich nicht wundern, wenn man weder von HIV-Ärzten noch vom größten Teil der HIV-Positiven nicht mehr ernst genommen wird!

Ich finde es traurig, dass selbst eine erfahrene Therapeutin wie Frau Sacher so wie andere HIV/Aids-Kritiker diese Studie als Maßstab für die Beurteilung der Wirksamkeit von HIV-Medikamenten propagieren und damit die heutige antiretrovirale Therapie in einer erschreckenden Weise schlecht reden.




Zuletzt bearbeitet von administrator am Di 28 Mai, 2013 2:49 pm, insgesamt 6-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst: Mi 01 Mai, 2013 3:57 pm  Titel:  Diskussion zum Film "House opf Numbers" Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Diskussion zum Film "House of Numbers"


juliane sacher sagt:

12. Dezember 2009

An Fritz,

Ihre Filmkritik an House of numbers ist mir zu pauschal. Sie sagen “Der Film im ganzen setzt sich nicht mit dem neusten Forschungstand auseinander”…. Welche Aussagen vom neuesten Forschungsstand meinen Sie denn? Das würde mich wirklich genauer interessieren.

Auch ich bin der Meinung, dass einige neue Erkenntnisse nicht in dem Film erwähnt werden, was nicht heißt, dass die Aussage von Montagnier in dem Film eine Revolution ist und sowohl diese Szene wie auch einige andere für den Zuschauer wichtige Informationen liefern.

Mir fehlte aber vor allem für Betroffene in dem Film ein Hinweis auf die neuesten Erkenntnisse über immunologische Verschiebungen im T4-Helferzellsystem, die man erst seit Anfang der 90er Jahre kennt und die eigenartigerweise überhaupt nicht von der offiziellen Medizin bei AIDS berücksichtigt werden. Diese Erkenntnisse, von Dr. Heinrich Kremer aus der offiziellen Forschungsliteratur recherchiert und in seinem Buch “Die stille Revolution von Krebs und AIDS” zusammengeschrieben, führen nämlich zu einer besseren Beurteilung der Krankheitssituation des Patienten und darüber hinaus vor allem zu einer besser verträglichen, nichttoxischen, effektiven Behandlung.

Die von Spiegelblog erwähnte Glutathiongabe ist nur ein Teil von dieser Behandlung, die ich seit vielen Jahren in der Praxis anwende und die von offizieller Seite immer wieder kritisiert wird, obwohl schon im August 2006 von der führenden medizinischen Zeitschrift “The Lancet” die fatalen Ergebnisse einer Multicenter-Studie über die Wirkung der HAART-Behandlung veröffentlicht wurde. Die Studie wurde von 1995 bis 2003 mit 20’000 vorher nicht chemotherapeutisch behandelten AIDS-Patienten durchgeführt und kam zu dem Ergebnis: Die sog. HAART-Therapie führte bei den Behandelten weder zu einer bleibenden Verbesserung der CD-4 Zell Werte noch zu einer Abnahme der AIDS-definierenden Krankheiten und auch nicht zu einer Abnahme der Sterblichkeit. Stattdessen aber verursachte sie – wie die Studie zeigte – Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Störungen des Fettstoffwechsels, Laktatakzidose, Leberschäden, Nierenversagen, Magen-Darm-Störungen, Knochenschwund, Thrombozytopenie, Schilddrüsenstörungen, Nervenstörungen und nicht-AIDS-spezifische Formen von Krebs.

Sie schreiben, dass Sie in einem Selbsthilfezentrum arbeiten. Haben Sie je daran gedacht, dass der Krankheitszustand der Patienten, die Sie dort gesehen haben, auch mit den Medikamenten zusammenhängen könnte? Das in einigen Fällen den Patienten akut mit einer Kombitherapie geholfen werden kann, ist richtig, aber das heißt noch lange nicht, dass die Patienten dann die Mittel lebenslang weiternehmen müssen. Im übrigen kann man mit einigen biologischen Substanzen die Nebenwirkungen deutlich reduzieren, wenn auch nicht vollständig verhindern.

http://www.spiegelblog.net/welt-aids-tag-wie-der-spiegel-die-pharmakritischen-aussagen-von-luc-montagnier-ignoriert.html


Der Spiegelblog ist von dem HIV/Aids-kritischen Journalisten T. Engelbrecht.


Kommentar

Juliane Sacher schreibt hier wie immer über ihr Steckenpferd, die TH1/TH2-Immunzellbalance. Bis heute weiss ich nicht, wie diese von ihr untersucht wird. Meine Erfahrung ist jedenfalls, dass keineswegs alle HIV-Positiven sich in der TH2-Dominanz befinden und auch HIV-Positive, die sich in der TH1-Dominanz befinden abfallende Helferzellen haben. Da hilft es leider wenig sich immer wieder auf Dr. Kremer zu beziehen, der seine Theorien NIE selbst in der Praxis hat überprüfen können.

Die in HIV/Aids-Kritik-Kreisen übliche falsche Interpretation der Lancet-Studie von 2006 wird hier von Juliane Sacher wiederholt. Diese Studie bezieht sich jeweils nur auf das erste Jahr nach Beginn der ART und nicht auf eine jahrelange ART. Außerdem sind in dieser Studie HIV-Positive enthalten, die neben HIV noch HCV haben, an Tuberkulose leiden usw. Bei diesen Patienten ist eine ART ungleich schwerer als bei HIV-Positiven, die keinerlei Aids-definierende Krankheiten hatten.

Insofern sind die Aussagen dieser Studie äußerst zweifelhaft und keinesfalls auf die heutige Situation hiesiger HIV-Patienten mit ART ohne besondere zusätzliche Belastungen zu übertragen.

Ich habe dazu bereits ausführlich Stellung genommen am 23.4.2013
http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=1682

Ich bitte auch den nachfolgenden Kommentar eines Users hierzu unter vorstehendem Link zu beachten.

Dass mit der Kombitherapie „in einigen Fällen“ geholfen werden kann ist eine unglaubliche Verdrehung der Realität. Tatsache ist, dass den allermeisten HIV-Patienten, die die HIV-Medikamente nehmen, damit entscheidend geholfen wird. Zweifelsohne ist das Thema „Nebenwirkungen“ wichtig. Nebenwirkungen lassen sich vor allem verhindern, in dem die richtigen HIV-Medikamente ausgewählt werden.


Dass die Patienten die Mittel nicht lebenslang einnehmen müssen ist spätestens seit den raum & zeit-Artikeln von Juliane Sacher von 2006 eine bekannte fragwürdige Einstellung, die leider ebenfalls nicht der Realität entspricht. Wenn Juliane Sacher dies immer wieder behauptet, dann sollte sie doch bitte einmal einige Patientengeschichten mit konkreten Daten veröffentlichen wie ich es in meinen Fachartikeln getan habe. Erst dann lässt sich für den Leser und insbesondere für Therapeuten wie mich erkennen was es mit dieser Aussage auf sich hat und ob dies tatsächlich eine empfehlenswerte Option ist ohne dass sich die Immunwerte und die Viruslast drastisch verschlechtern.


Bis dahin kann ich nur davor warnen,
solchen verführerisch wohlklingenden Aussagen
Glauben zu schenken.


Was T. Engelbrecht ansonsten vertritt
kann man in seiner Replik
zu meinen HIV-Fachartikeln nachlesen.
Ich empfehle anschließend auch
meine Stellungnahme dazu zu lesen.

http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=1752




Zuletzt bearbeitet von administrator am Mo 15 Jul, 2013 9:19 am, insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst: So 05 Mai, 2013 11:15 pm  Titel:  22 Fragen zu HIV/Aids an Juliane Sacher Antworten mit ZitatNach untenNach oben

22 Fragen zu HIV/Aids an Juliane Sacher

Ärztin für Allgemeinmedizin

DVD 30.4.2006
Produziert von Sebastian Kirf
Aids.kirf.de

Ich möchte im Folgenden
zu mir wesentlich erscheinenden Äußerungen
auf der DVD eingehen.



Kernsatz der DVD


„Ich bin nicht der Auffassung, dass es ein Virus gibt“.


Kommentar

Zunächst fällt mir auf, dass Sebastian Kirf seine Fragen immer nur auf Aids bezieht und nicht auf die HIV-Infektion von HIV-Positiven, die kein Aids haben.

1. Frau Sacher äußert, dass es sich bei Aids um eine Schwäche des Immunsystems handele, aber nicht alles durch ein Virus ausgelöst werde, sondern durch virale und sexuell ansteckende Krankheiten gefördert werde wie z.B. Herpes-Erkrankungen, vor allem die unter Schwulen verbreitete CMV-Infektion. Sie vermutet eher eine toxische Schädigung.

Kommentar

Es ist mir unbegreiflich, wie Juliane Sacher nach so vielen Jahren praktischer Arbeit mit HIV- und Aids-Patienten immer noch die Ansicht vertritt, dass am Anfang der Entwicklung nicht der HI-Virus stehe. Zweifelsohne spielen begleitende Faktoren eine Rolle, wozu auch diverse andere Infektionen gehören können. CMV ist allerdings nach meiner Erfahrung nicht nur unter Schwulen verbreitet. Die stärksten CMV-Antigen-Belastungen in meiner Praxis hatten „ganz normale“ Hetero-Patienten, auch Frauen, die mit HIV nichts am Hut haben. Aber die wesentliche Ursache dürfte die HIV-Infektion an sich sein in Verbindung mit der Immunaktivierung und dem damit korrelierenden Entzündungsgeschehen. Daraus ergeben sich viele Faktoren wie Vitamin/Mineralmangel, Glutathionmangel, desolate Darmsituation usw. Im Zustand von Aids-definierenden Krankheiten liegt es nahe, dass auch eine toxische Schädigung vorliegt, die aber nicht Ursache sondern eher Folge der vorgenannten Faktoren sein dürfte.

2. T-Helferzellen wandern aus dem Blut in die Lymphknoten, sie würden nicht zerstört. HIV konnte noch nie exakt isoliert werden.

Kommentar

Das mag durchaus sein, dass ein Teil der Helferzellen in den Lymphknoten sich um die Antikörperbildung kümmert. Aber zweifelsohne werden auch viele Helferzellen durch Apoptose vernichtet. Je höher die Immunaktivierung, desto höher auch die Apoptose. Was die Isolierung betrifft, so wäre dann ja wohl die Frage, wofür Luc Montagnier überhaupt seinen Nobelpreis erhalten hat, wenn er HIV nicht nachgewiesen hat.

3. Sie erklärt das TH1/TH2-Modell, NO-Gas. HIV-Patienten hätten hauptsächlich TH2-Helferzellen. Glutathion reguliere die Balance zwischen TH1 und TH2. Paracetamol verbrauche Glutathion.

Kommentar

Selbstverständlich befinden sich viele HIV-Patienten in der TH2-Dominanz. Nach meiner Erfahrung sind das aber Patienten, bei denen die HIV-Infektion bereits fortgeschritten ist und die eine hohe Viruslast haben. Andere HIV-Patienten befinden sich in der TH1-Dominanz und haben dennoch im Laufe der Zeit abfallende Helferzellen, was deutlich macht, das wesentlich mehr Faktoren an einer Abwärtsentwicklung beteiligt sind als das Th1/TH2-System. Glutathion ist selbstverständlich das wichtigste körpereigene Antioxidans und in fortgeschrittenen HIV-Infektionszuständen erniedrigt. Dennoch erlebe ich gerade bei zwei neuen HIV-Patienten, dass beide sich in der TH1-Dominanz befinden, aber ein starkes Glutathiondefizit in allen 3 Zellgruppen haben trotz bereits 9-monatiger ART.

4. Juliane Sacher berichtet dann, das sie immer HIV-Patienten hatte mit Null Helferzellen, die hervorragend lebten und voll arbeitsfähig waren, die überhaupt nicht sichtbar krank waren. Sie habe auch heute hin und weder Patienten mit Null Helferzellen, die gut leben würden. Man könne sich das nicht erklären.

Kommentar

Hier stehen mir die Haare zu Berge. Wie kann man es als Ärztin zulassen, dass Patienten über längere Zeit mit Null Helferzellen durchs Leben gehen und bei der nächsten Erkältung oder Grippe dann keine Immunkräfte mehr haben und derart mit dem Leben spielen? Außerdem besteht bei solchen Patienten die Gefahr einer Krebsentwicklung.

Die bekannten Geschichten von HIV/Aids-kritischen Patienten, die die HIV-Medikamente abgesetzt haben und dann noch 3-4 Jahre leben konnten, zeigen, was am Ende steht. Solche Verläufe enden mit schweren opportunistischen Infektionen und meist mit dem Tod. Andere HIV-Patienten, insbesondere mit Helferzellen unter 100/µl entwickeln schwere opportunistische Infektionen wie PjP, Kryptokokkose, Kryptosporidose, akute CMV-Infektionen im Colon oder den Augen (CMV-Retinitis), Tuberkulose, Candidosen, Wasting usw.

5. Zur PCR erklärt sie, dass diese kleinste Mengen von DNA nachweisen könne. Man könne aber die Kopien nicht vergleichen, da es ja keinen Nachweis von HIV gebe. Kranke Menschen hätten steigende Werte, weil immer mehr Bruchstücke freigesetzt würden aufgrund von Entzündungsvorgängen im Körper.

Kommentar

Juliane Sacher dürfte bekannt sein, dass es seinerzeit eine immense Bereicherung für HIV-Positive und ihre Ärzte war, dass man die Viruslast exakt bestimmen und somit auch die ART auf ihre Wirksamkeit hin kontrollieren konnte. Richtig ist sicher, dass die Viruslast durch Entzündungsvorgänge und vor allem die Immunaktivierung ansteigt.
Wenn es sich bei der PCR-Viruslast um Zellbruchstücke handeln soll, so zeigt dies zumindest einen verstärkten Untergang von Zellen und somit auch von Helferzellen an.


6. Der Kernsatz der DVD ist „Ich bin nicht der Auffassung, dass es ein Virus gibt“.

Kommentar

Es ist mir unbegreiflich, wie man das nach so vielen Jahren praktischer Arbeit mit HIV-Patienten noch behaupten kann. Meine Auffassung ist, dass die immunologischen Abwärtsentwicklungen ohne HIV nicht erklärbar sind.

7. Zur Wirkung der HIV-Medikamente erklärt sie, dass dies für sie keine antiviralen Mittel seien, sondern zytostatische und entzündungshemmende Mittel. Dann würden die T4-Zellen wieder zurück ins Blut kommen. Dass Patienten mit der ART nur für eine gewisse Zeit behandelt werden können sei inzwischen genügend bewiesen. Extrem viele Patienten ihrer Praxis hätten keine oder nur eine zeitweise Therapie gemacht.

Kommentar

Wie man nach so vielen Jahren noch negieren kann, dass HIV-Medikamente selbstverständlich in erster Linie eine antivirale Wirkung haben ist mir unbegreiflich. Ich frage mich, wo es bewiesen sein soll, dass es ausreichend ist, wenn HIV-Patienten nur für eine gewisse Zeit mit HIV-Medikamenten behandelt werden. Die START-Studie kam zu völlig anderen Ergebnissen. Wiederholtes Absetzen der HIV-Medikamente führt unweigerlich zu Resistenzen, so dass dann irgendwann keine HIV-Medikamente mehr zur Verfügung stehen oder eine Vielzahl von Substanzen verordnet werden muss, damit die Viruslast unter Kontrolle bleibt.

8. Zur Lebenserwartung erklärt sie, dass diese etwa sei wie bei einem jugendlichen Diabetiker, der lt. Statistik eine etwa 10-20 Jahre kürzere Lebensdauer habe. Die Sterberate bleibe ziemlich gleich. Nach 1994 sei diese zwar gesunken, weil AZT nicht mehr so hoch eingesetzt wurde, auf Dauer würden die Mittel aber die Mitochondrien stark schädigen.

Kommentar

Dass die Sterberate gleich bliebe ist ziemlicher Nonsens. Die Sterberate ist nach Einführung der Proteasehemmer ab 1995 stark zurück gegangen. Wenn heute HIV-Patienten sterben, dürfte es sich um solche handeln, die bereits schon sehr lange infiziert sind, lange Zeit HIV-Medikamente der ersten Generationen (AZT/Retrovir, Crixivan, Hivid, Zerit) eingenommen haben, um solche, die eine HIV/HCV-Koinfektion haben, Tuberkulose und sicher auch solche, bei denen keine komplementäre Therapie erfolgte.

9. Der Produzent fragt danach welche Menschen tatsächlich gefährdet seien Aids zu bekommen. Dazu erklärt Juliane Sacher für afrikanische Patienten vor allem Malaria und Tbc. In Europa Drogen, Alkohol, Poppers. Es gebe genügend Hinweise darauf, dass die offizielle Theorie nicht stimme, aber keiner möge dieses heiße Eisen anfassen.

Kommentar

Poppers kam mehrmals zur Sprache. Nicht zur Sprache kam, dass auch zunehmend sich „ganz normale“ Hetero-Patienten mit HIV infizieren und Aids-definierende Krankheiten entwickeln können. Wenn die offizielle Theorie nicht stimmen würde, wäre sie längst durch bessere Theorien ersetzt worden. Wie aber kann man heute noch sagen, dass die offizielle Theorie nicht stimme, wenn man die Krankheitsverläufe von relativ gesund lebenden schwulen HIV-Positiven und „ganz normalen Heteros“ sieht, die nichts mit den von HIV/Aids-Kritikern und auch von Juliane Sacher immer wieder postulierten Infektionen, Drogen und Poppers zu tun haben, aber dennoch sich ohne erkennbare sonstige gewichtige Gründe eine immunologische Abwärtsentwicklung anbahnt?

10. Der Produzent legt Juliane Sacher die Frage in den Mund, das es kein übertragbares Virus gebe. Wie könne man sich dann vor Aids überhaupt schützen? Dazu erklärt J. Sacher, dass es natürlich sexuell übertragbare Erkrankungen gebe, die, wenn sie stärker ablaufen auch den TH1/Th2-switch auslösen könnten. Ansonsten keine Drogen nehmen und gesund leben. Es seien eher extreme Sachen, die dazu führen würden.

Kommentar

Natürlich gibt es ein übertragbares Virus. Es ist unerträglich, dass Juliane Sacher in den Raum stellt, dass es kein HIV gebe und daher auch keine HIV-Übertragung. Selbstverständlich spielen bei einer immunologischen Abwärtsentwicklung viele weitere Faktoren eine Rolle. Selbstverständlich können Drogen und Poppers zusätzlich das Immunsystem belasten und schwächen. Das erklärt aber noch lange nicht die Entwicklung bei relativ gesund lebenden schwulen HIV-Positiven noch die Entwicklung bei „ganz normalen Hetero-HIV-Patienten“.

Fazit

Alles in allem erfährt man über die DVD nur altbekannte Argumente seitens der HIV/Aids-Kritik. In den raum & zeit-Artikeln, die im gleichen Jahr erschienen sind, steht nahezu das Gleiche. Es ist für mich schier unglaublich, in welcher Weise Juliane Sacher hier die Nichtexistenz von HIV vertritt, behauptet, das die HIV-Medikamente nur zeitweise eingesetzt werden brauchten und das sie zulässt, dass HIV-Patienten mit Null Helferzellen eine schwerwiegende Krankheitsentwicklung mit Todesfolge heraufbeschwören und sie offensichtlich keine rechtzeitigen Grenzen setzt.




Zuletzt bearbeitet von administrator am Mo 15 Jul, 2013 9:28 am, insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst: Di 09 Jul, 2013 11:31 pm  Titel:  Aktuelle Zahlen zur Lebenserwartung/Sterblichkeit Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Aktuelle Zahlen zur Lebenserwartung/Sterblichkeit bei HIV-Patienten

In Bezug zu den Argumenten von Juliane Sacher, wo Sie wie andere HIV/Aids-Kritiker die „Lancet-Studie“ völlig falsch interpretiert und sich ohnehin auf längst überholte Daten bezieht, stelle ich hier aktuelle Zahlen aus den Jahren 2010 bis heute zusammen.

Die Argumente von Juliane Sacher sind in diesem Thread im Beitrag vom 1. Mai 2013 "Fragwürdige Interpretation der >Lancet-Studie< von 2006 durch Juliane Sacher" enthalten.

Die neuesten Daten zur Sterblichkeit zeigen,
dass amerikanische HIV-Patienten
eine deutlich geringere Todesrate haben
als in den Daten der "Lancet-Studie",
aber immer noch eine relativ hohe Todesrate
nach 1996 von ca. 50 %


Schweizer HIV-Patienten dagegen
von 1996 - 2004 nur 41 %
von 2005 - 2010 nur noch 15 %!!!


Da man davon ausgehen kann, dass in diesen Zahlen sämtliche Gruppen von HIV-Positiven zusammengefasst sind, also auch solche mit Co-Infektionen (HCV), Tuberkulose, langjähriger Einnahme von HIV-Medikamenten der älteren Generationen sowie Drogengebrauch, wird aus diesen Zahlen nicht ersichtlich, wie sich die Sterblichkeit darstellt bei HIV-Positiven, die mit diesen Belastungen nichts zu tun haben und eher eine gesunde Lebensweise praktizieren und/oder gar eine komplementäre Therapie nutzen.


Aids-Todesrate

Seit 1996 ist die Mortalitätsrate um 52 % gesunken.
Besonders deutlich war der Effekt für Patienten mit fortgeschrittener Immunschwäche.
Bei Patienten mit Helferzellen unter 100 sogar um 71 %.
Vorher hatten diese eine geringe Lebenserwartung.
Bei Patienten mit 5 Jahren und mehr ART sogar um 79 %.


Ein 20-jähriger HIV-Positiver hat derzeit eine Gesamt-Lebenserwartung von 69,4 Jahren.
Wird die HIV-Infektion erst spät erkannt sind die Helferzellen zu Therapiebeginn unter 100 nur 52,4 Jahre.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt 5.1.2010


USA-Aids-Todesrate

Männer
1984 - 1995 --> 53 % verstorben --> davon 94 % an Aids
1996 - 2008 --> 21 % verstorben --> davon 47 % an Aids

Frauen
1996 - 2008 --> 31 % verstorben --> davon 50 % an Aids

Quelle: Müller T.: HAART, aber wirksam, Ärztezeitung 24.1.2013


USA-Aids-Todesrate

vor...1996 von 94 %
nach 1996 von 50 %

Quelle: Ärztezeitung 5.6.2013


Swiss Cohorte Studie 1988-2010

Aids-Tote
bis .....1995 --> 78 %
1996 - 2004 --> 41 %
2005 - 2010 --> 15 %


Die Zahlen aus der Schweiz dürften am ehesten auf Deutschland übertragbar sein!

Die Kommentare von Juliane Sacher sind vom 20.5.2012; die hier genannten ersten Daten aus „Deutsches Ärzteblatt“ vom 5.1.2010. Damit will ich aufzeigen, dass diese Daten zum Zeitpunkt von Juliane Sacher’s Kommentaren längst bekannt waren.

Wie kann man selbst als HIV/Aids-Kritiker die Augen derart vor der Realität verschließen und sich heute noch an der längst überholten in Lancet veröffentlichten Studie orientieren und damit nachweislich falsche Informationen hinsichtlich der Schädlichkeit der HIV-Medikamente und der Sterblichkeit vermitteln und damit HIV-Positive in die Irre führen?

Weitere Infos Zur Lebenserwartung/Sterblichkeit

http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=1073


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BeitragVerfasst: Fr 06 Jan, 2017 12:12 am  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Umstrittene AIDS-Ärztin - Dubiose Heilsversprechen bringen Patienten in Gefahr

Seit Jahren macht die Frankfurter Ärztin Juliane Sacher mit kruden Thesen über HIV und AIDS auf sich aufmerksam. Das HI-Virus sei nie nachgewiesen worden und HIV-Medikamente schädigten den Körper der Patienten. Sie behandelt seit mehr als 25 Jahren HIV- und AIDS-Patienten mit unwirksamen und teils verbotenen Therapien.

28.2.2016
http://www.ardmediathek.de/tv/defacto/Umstrittene-AIDS-%C3%84rztin-Dubiose-Heilsv/hr-fernsehen/Video?bcastId=3437388&documentId=33781756


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BeitragVerfasst: So 26 März, 2017 9:37 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Im Supermarkt der Superkräuter

Wenn Wissenschaftsgeklingel unwissenschaftliche Inhalte vernebelt, lassen sich mitunter auch Ärztekammern täuschen. Der Laie hat ohnehin keine Chance - er kauft, was ihm angepriesen wird.

Apotheken sind so etwas wie die Supermärkte der Gesundheitsindustrie, mit Regalen voll bunter Packungen und einem Tresen mit Fachpersonal dahinter. Sie führen Hochwertiges, aber auch allerlei Ramsch. Bei der Werbung für ihre Produkte gibt es jedoch einen gravierenden Unterschied: Während bei Bier und Käse möglichst einfache Slogans zum Kauf verführen sollen, bedienen sich die PR-Strategen bei Salben und Säften aus dem Vokabular der Wissenschaft. Ob zu Recht oder Unrecht, spielt keine Rolle. So lenkt bei vielen Produkten ein Blendwerk aus Fachgeschwurbel vom schlichten Inhalt ab: Der Kunde soll nicht verstehen, er soll beeindruckt sein. Diese paradoxe PR, einen simplen Inhalt aufwendig zu verschleiern, wirkt frappierend gut. Das Bestürzende daran: Sie wirkt nicht nur beim Laien, sondern auch in Fachkreisen. Und sie hat System.

https://www.brandeins.de/archiv/2009/kommunikationpr/im-supermarkt-der-superkraeuter/

Der vorstehende Artikel erschien zusammen mit dem folgenden:

Mehr unter: brandeins - Ausgabe 10/2016 - Schwerpunkt Gesundheit
https://www.brandeins.de/archiv/2016/gesundheit/aids-medizinische-erfolgsgeschichte/


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