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BeitragVerfasst: Do 30 Nov, 2006 2:20 am  Titel:  Neurologische Krankheiten Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV-Infizierte haben häufig neuropathische Schmerzen

Infektion oder Medikamente verursachen neurologische Komplikationen / Bei distaler Neuropathie hilft Umstellung der antiretroviralen Therapie

BERLIN (grue). Eine Neuropathie ist die häufigste neurologische Komplikationen einer HIV-Infektion. Je länger die Patienten antiretrovirale Medikamente einnehmen, umso häufiger bekommen sie Schmerzen in den Gliedmaßen.

Weil Aids-Medikamente oft für lange Zeit und in wechselnden Kombinationen eingenommen werden, steigt mit der Dauer der Therapie das Risiko für neuropathische Schmerzen. Am häufigsten sind distale sensorische Neuropathien, die als brennende Schmerzen und Parästhesien in den Beinen wahrgenommen werden. Bei jedem vierten gibt es auch Wadenkrämpfe, so Dr. Katrin Hahn von der FU Berlin beim Schmerzkongreß.

Pathogenetisch wird zwischen distal-symetrischer Polyneuropathie (DSP) und antiretroviral-toxischer Neuropathie (ATN) unterschieden, das klinische Bild ist aber gleich. Die DSP wird vermutlich direkt durch HIV oder HIV-aktivierte Makrophagen ausgelöst. Für eine ATN werden mehrere Medikamente wie Zalcitabin (ddc), Didanosin (ddI) und Stavudin (d4T) als Ursache angesehen.

Die sensorischen Neuropathien schränken erheblich die Lebensqualität ein und sind mitunter Grund für Therapieabbrüche. "Deshalb muß bei einer Neuropathie rechtzeitig etwas unternommen werden", sagte Hahn. Bei einer DSP gibt es wenige gesicherte Therapien, vermutlich ist aber die Umstellung auf eine hoch-aktive antiretrovirale Therapie (HAART) effektiv. Auch die ATN erfordere meist den Wechsel auf ein besser verträgliches Medikament.

Dann sei die Neuropathie nach drei bis vier Monaten vorüber, sagte Hahn. In einer Studie war auch eine Hochdosis-Therapie mit topischem Capsaicin wirksam. Ein entsprechendes Präparat ist jedoch nicht im Handel. Die Neurologin behandelt bei HIV-assoziierten Neuropathien außerdem mit Pregabalin oder mit Duloxetin - kontrollierte Studien haben bereits begonnen.

Ärzte Zeitung 29.11.2006
http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/11/29/215a1002.asp




Zuletzt bearbeitet von administrator am Sa 05 Feb, 2011 12:27 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst: Sa 22 Mai, 2010 12:30 am  Titel:  Sensorische Neuropathie verbreitet bei HIV-Patienten Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Sensorische Neuropathie weiterhin verbreitet bei HIV-Patienten

Eine Auswertung der CHARTER-Studie ergab, daß sensorische Neuropathie auch in der ART-Ära weiterhin bei HIV-positiven Patienten verbreitet ist.

Bei den Studienteilnehmern wurde eine Rate von über 57% der Patienten gefunden, die an sensorischer Neuropathie leiden und von diesen hatten wiederum 38% entsprechende Schmerzen.

Als Risikofaktoren werden Alter, frühere Medikamentation von Stavudin (Zerit), Didanosin (Videx) oder Zalcitabin (Hivid). Auch ein niedriger CD4-Nadir scheint eine Rolle zu spielen.

Neuropathische Schmerzen hingegen fanden sich vor allem bei Patienten mit hohen CD4-Werten.

Debilitating sensory neuropathy remains prevalent in HIV-infected patients, despite a general decline of neurological complications with use of combination antiretroviral therapy.

This finding is from a study in which the researchers tested 1,539 HIV-infected individuals for clinical signs of neuropathy and neuropathic pain.(...)

"Painful neuropathy frequently persists and requires ongoing management," even when antiretroviral therapy has reduced viral load and restored immune function, he said.

In the May Archives of Neurology, Dr. Ellis and colleagues report that 881 patients (57.2%) had HIV-associated sensory neuropathy, and 335 of those 881 (38.0%) had neuropathic pain.

"Neuropathic pain was significantly associated with disability in daily activities, unemployment, and reduced quality of life," the investigators say.

Patients currently taking combination antiretroviral therapy had an adjusted odds ratio of 1.60 for clinical signs of sensory neuropathy, compared to past users or never users of antiretroviral combinations.

Age (aOR 2.13), past use of stavudine, didanosine, or zalcitabine (aOR 1.95), and lower CD4 nadir (aOR 1.16) were also associated with sensory neuropathy.

Paradoxically, neuropathic pain was associated with a higher CD4 nadir, as well as with past use of stavudine, didanosine, or zalcitabine.

http://www.eatg.org/eatg/Global-HIV-New ... ins-common
http://forumhiv.de/viewtopic.php?f=14&t=1528

Kommentar

Unentwegt werden Nebenwirkungen beschrieben und HIV-Medikamente dafür verantwortlich gemacht. Was nicht geschrieben wird ist, daß Neuropathie regelmäßig auf Mikronährstoffdefizite zurückzuführen sein dürfte.

Was heißt hier niedriger CD4-Nadir? Wie niedrig bitte?


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BeitragVerfasst: Fr 13 Aug, 2010 1:06 am  Titel:  Hohe Inzidenz der HIV-assoziierten sensorischen Neuropathie Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hohe Inzidenz der HIV-assoziierten sensorischen Neuropathie

Auch in der Ära der kombinierten antiretroviralen Therapie hält die HIV-assoziierte sensorische Neuropathie mit ihrer substantiellen Einschränkung der Lebensqualität eine hohe Prävalenz.

Dr. Ronald J. Ellis von der University of California in San Diego und Kollegen untersuchten diesbezügliche Daten von 1.539 HIV-Positiven, die an der CNS (Central Nervous System) HIV Anti-Retroviral Therapy Effects Research (CHARTER)-Studie teilnehmen.

Die Wissenschafter konnten bei 881 Probanden (57,2%) eine HIV-assoziierte sensorische Neuropathie diagnostizieren. Von diesen hatten 38,0% neuropathische Schmerzen, die mit einer signifikanten Einschränkung der täglichen Aktivitäten, Beschäftigungslosigkeit und einer reduzierten Lebensqualität assoziiert waren.

Risikofaktoren für die Entwicklung einer HIV-assoziierten sensorischen Neuropathie waren höheres Alter (OR=2,1 [95% CI 1,8-2,5] pro 10 Jahre), niedrigerer CD4-Nadir (OR=1,2 [95% CI 1,1-1,2] pro minus 100 Zellen), die Einnahme einer kombinierten antiretroviralen Therapie (OR=1,6 [95% CI 1,3-2,8]) und frühere Einnahme von „D-Drugs“ (ddc [Zalcitabin, Hivid®], ddI [Didanosin, Videx®] und d4T [Stavudin, Zerit®]) (OR=2,0 [95% CI 1,3-2,6]).

Risikofaktoren für neuropathische Schmerzen waren die frühere Einnahme von D-Drugs und (paradoxerweise) eine höhere CD-Nadir.

MedAustria - News vom 4. August 2010


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BeitragVerfasst: Sa 05 Feb, 2011 12:29 pm  Titel:  HIV-assoziierte neurologische Erkrankunen unter HAART Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV-assoziierte neurologische Erkrankungen unter HAART

Die Zeitschrift European Journal of Neurology berichtet in der Ausgabe vom Dezember 2010 über einen "therapeutischen Graben" zwischen den grundsätzlichen dramatisch positiven Auswirkungen der HAART auf den Rückgang der meisten HIV-assoziierten Erkrankungen und ihrer signifikant geringeren Wirksamkeit, was neurologische Schäden betrifft.

zusammengefasst: zwar shttp://forumhiv.de/viewtopic.php?f=14&t=2470eien die schweren neurologischen Erkrankungen wie Toxoplasmose im Zeitalter der HAART um über 90% zurückgegangen, trotzdem wiesen in verschiedenen Kohorten von Patienten unter HAART 15-50% der Patienten neurologische Schäden auf, die sich auch unter Therapie nicht bessern.

Vermutet wird, dass HIV sehr früh im Infektionsverlauf das Hirn befällt, über einen langen Zeitraum gewebe zerstört und deshalb viele Schäden dort dauerhaft sind. Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, neurologische Schäden zurückzubehalten, bestehe bei Patienten, die eine hohe initiale Viruslast, niedrige Helferzellen, eine Anämie hatten, sowie für solche, die höheren Alters sind oder deren Medikamente schlecht die Hirnschranke überschreiten.

Originalartikel unter
http://forumhiv.de/viewtopic.php?f=14&t=2470




Zuletzt bearbeitet von administrator am Do 11 Dez, 2014 10:03 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst: Fr 18 März, 2011 12:43 pm  Titel:  Sensibilitätstörungen & Triglyzeride Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV: Sensibilitätsstörungen in Folge erhöhter Triglycerid-Blutwerte

HIV-Patienten mit erhöhten Triglycerid-Werten im Blut leiden häufig auch unter einer sensiblen Neuropathie. Diese Erkrankung des Nervensystems äußert sich in Form von Sensibilitätsstörungen. Die Betroffenen spüren beispielsweise Berührungen nur eingeschränkt oder gar nicht, es können aber auch Missempfindungen auftreten. Diese Missempfindungen können sich durch Kribbeln, Brennen oder Schmerzen einzelner Körperpartien äußern.

Die Erfolge seit Einführung der hochaktiven antiretroviralen Kombinationstherapie haben dazu geführt, dass HIV-positive Menschen immer älter werden. Dadurch treten bei den Betroffenen immer häufiger Erkrankungen auf, die nicht Aids-definierend sind. So leiden viele HIV-Infizierte unter einer Erhöhung der Triglycerid-Werte im Blut und einer sensiblen Neuropathie (News vom 24.9.2009).

Triglyceride gehören zu den Fetten, die mit der Nahrung aufgenommen werden. Sie werden normalerweise in der Leber von Enzymen in ihre Bestandteile aufgespalten. Liegen die Blutwerte der Triglyceride oberhalb von 200 mg pro dl Blut spricht man von einer Hypertriglyceridämie. Diese kann auf eine Entgleisung des Fettstoffwechsels hinweisen wie sie beispielsweise bei Diabetes mellitus auftreten kann.

Diabetes-Patienten können in Folge erhöhter Trigylcerid-Werte an einer sensiblen Neuropathie erkranken. Forscher haben deshalb jetzt untersucht, ob auch bei HIV-Patienten ein Zusammenhang zwischen einer Erhöhung der Triglycerid-Werte im Blut und einer sensiblen Neuropathie besteht.

Im Rahmen der Studie überprüften die Wissenschaftler, ob die Studienteilnehmer an Sensibilitätsstörungen litten. Von 436 HIV-positiven Teilnehmern waren 27 % an einer sensiblen Neuropathie erkrankt. Die Betroffenen litten mindestens unter einer Störung der Empfindlichkeit oder der Reflexe im Fußgelenk. 47 % der Studienteilnehmer waren von Missempfindungen im Bein oder Fuß betroffen mit Schmerzen, Taubheitsgefühl oder unangenehmen Empfindungen wie Kribbeln oder Pelzigkeit (Parästhesien).

Die Forscher berücksichtigten bei der Auswertung der Daten neben den Triglycerid-Werten der Studienteilnehmer auch Informationen über Blutzucker, andere Blutfettwerte, Alter, Größe und eingenommene Medikamente, sowie die aktuelle und die in der Vergangenheit niedrigste CD4-Zellzahl. Dabei stellten sie fest, dass unabhängig von anderen Begleitfaktoren HIV-Patienten mit Triglycerid-Werten von mehr als 244 mg pro dl Blut ein deutlich höheres Risiko für eine sensorische Neuropathie hatten als HIV-Patienten mit Triglycerid-Werten unterhalb von 142 mg pro dl Blut.

HIV-Patienten sollten daher ihre Blutfettwerte regelmäßig beim Arzt kontrollieren lassen. Indem sie auf eine fettarme Ernährung mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren achten, können HIV-Infizierte die Höhe ihrer Blutfettwerte günstig beeinflussen. Ein früher Beginn der antiretroviralen Therapie kann das Risiko von HIV-Patienten für Neuropathien und andere Erkrankungen senken.

Quelle: Banerjee, S., McCutchan, J. A., Ances, B., Deutsch, R., Riggs, P,. K., Way, L., Ellis, R. J. AIDS. 25(2):F1-F6, 14. Januar 2011

17.3.2011
http://www.hiv-info.de/index.jsp?nodeid=12&CID=690


Kommentar

Sowohl erhöhte Triglyzeridwerte als auch neuropathische Störungen lassen sich mit Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminen gut behandeln.


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BeitragVerfasst: So 15 Mai, 2011 11:17 am  Titel:  Erhöhe Triglyzeride können periphere Neuropathie verstärken Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Erhöhte Triglyzeridwerte können periphere Neuropathie verstärken

in Projekt Information 1/2011

„Die periphere Neuropathie, die gewöhnlich zuerst die Füße und den Wadenbereich betrifft, ist bei HIV-infizierten Menschene eine häufig auftretende Symptomatik.

Antiretrovirale Medikamente, die mit einer Nervenschädigung verbunden sind, wie d4T (Zerit), ddI (Videx) und das vom Markt zurückgezogene ddC (Hivid), die sog. „d-Drugs“, werden nur noch selten eingesetzt. Trotzdem ist die periphere Neuropathie, die auch durch die HIV-Infektion selbst verursacht werden kann, immer noch ein Problem.

Forscher des HIV Neurobehavioural Research Centr der University of California in San Diego hatten festgestellt, dss erhöhte Triglyzeridspiegel und andere Stoffwechselstörungen mit einem erhöhten Risiko für Neuropathie bei Menschen mit Diabetes verbunden sind. Sie entwarfen eine prospektive Querschnitt-Kohortenstudie, um herauszufinden, ob ein ähnlicher Zusammenhang zur Neuropathie bei Menschen mit HIV besteht.

Die Forscher achteten auf Einflussfaktoren für Neuropathie bei HIV-positiven und HIV-negativen Einzelpersonen. Die Studie umfasste 436 Patienten mit HIV. Es waren überwiegend Männer, durchschnittlich 52 Jahre alt. 75 % der Teilnehmer erhielten eine antiretrovirale Therapie (ART). Zusätzlich dienten 55 HIV-negative Menschen als Kontrollgruppe. Die sensorische Neuropathie war definiert durch ein oder mehrere klinische Anzeichen der verminderten Empfindung in den Beinen oder reduzierter Achillessehnenreflexe. Die Symptome schlossen Bein- und Fußschmerzen, Parästhesien (kribbeln oder andere ungewöhnliche Empfindungen) und Taubheitsgefühl ein. Die Forscher bewerteten Stoffwechselfaktoren einschließlich Triglyzeridwerte, andere Blutfette und Blutzucker. Weiterhin wurden andere Neuropathie-Risikofaktoren wie Alter, Größe, gegenwärtige und niedrigste je gemessene CD4-Zellzahl (Nadir) und aktuell oder in der Vergangenheit eingenommene Proteasehemmer, „d-Drugs“ und cholesterinsenkende Statine erfasst.

Ergebnisse:

- 27 % der HIV-positiven Studienteilnehmer hatten eine sensorische Neuropathie, verglichen mit 10 % der HIV-negativen Gruppe.

- 48 % der HIV-Positiven mit Neuropathie hatten symptomatische Beschwerden, der Rest hatte messbare klinische Symptome.

- Insgesamt waren die mittleren Triglyzeridspiegel bei den HIV-positiven Teilnehmern signifikant höher als bei der HIV-negativen Gruppe (im Mittel 245 versus 160 mg/dl (p<0,001).

- Nach der Bereinigung anderer Faktoren hatten HIV-positive Patienten mit Triglyzeridwerten im höchsten Drittel (243 mg/dl oder mehr) signifikant häufiger Neuropathie als die im niedrigsten Drittel (142 mg/dl oder weniger) mit einem fast dreifach höheren Risiko (odds ratio 2,7).

- Andere Faktoren mit Verbindung zu Neuropathie waren höheres Alter, größere Höhe, Typ 2 Diabetes (sog. Altersdiabetes), CD4-Zellzahl-Nadir und der Einsatz von Statinen.

- Die Einnahme von Proteasehemmern stand mit einer größeren Wahrscheinlichkeit in Verbindung zur peripheren Neuropathie. Unerwartet war aber das Ergebnis, dass der frühere Einsatz von „d-Drugs“ sich nicht auswirkte.

Aus diesen Ergebnissen schließen die Autoren, dass erhöhte Triglyzeridwerte das Risiko für Neuropathie, unabhängig von anderen bekannten Risikofaktoren, erhöhen. Möglicherweise haben erhöhte Triglyzeride eine negative Auswirkung auf die Mitochondrien, den Energie erzeugenden Strukturen in Zellen. Die Autoren empfehlen mögliche Interventionen zur Senkung der Triglyzeride, um die Häufigkeit von Neuropathie bei HIV-positiven Patienten zu vermindern, eine Möglichkeit, die in zukünftigen Studien unteersucht werden sollte.

Quelle: Liz Highleyman, Elevated Triglyzerid level increases likelihood of periopheral neuropathy. Hivandhepatitis.com; 12.01.2011

Kommentar

1. Ich halte es für höchst fraglich, daß HIV selbst eine Neuropathie auslösen soll; wenn, dann dürfte das immer im Zusammenhang mit Mikronährstoffdefiziten wie z.B. B-Vitaminen zusammenhängen.

2. Die genannten antiretroviralen Medikamente, die für die Auslösung von Neuropathien bekannt sind, sollten durch andere Mittell ersaetzt werden.

3. Erhöhte Triglyzeride lassen sich erfahrungsgemäß mit wenigen oralen biologischen Mitteln in aller Regel sehr schnell auf Normwerte zurückführen.

4. Eine manifeste Neuropathie läßt sich erfahrungsgemäß in aller Regel mit biologischer oraler Therapie und/oder wenigen Infusionen beheben. Dazu gehören vor allem B-Vitamine, insbesondere B 1 und Liponsäure und andere mehr.




Zuletzt bearbeitet von administrator am Do 11 Dez, 2014 10:04 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst: Di 05 Jul, 2011 12:21 am  Titel:  Astrozyteninfektion zerstört Blut-Hirn-Schranke Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Astrozyteninfektion zerstört Blut-Hirn-Schranke

Wenn das HI-Virus ins Gehirn gelangt, infiziert es dort nicht alle Zellen gleich häufig: Zum Beispiel sind meist nur sehr wenige der als neuronale Unterstützungszellen wichtigen Astrozyten betroffen. Gerade diese Infektionen haben dann aber schwer wiegende Folgen, berichten nun Eliseo Eugenin vom Albert Einstein College of Medicine in New York und seine Kollegen. Die angegriffenen Astrozyten halten die notwendige Kommunikation zwischen Blutgefäß und Hirngewebe nicht länger aufrecht und geben zudem toxische Substanzen ab. Dies schlägt nach und nach Breschen in die Blut-Hirn-Schranke – jene Grenzschicht, die bei Gesunden den Übertritt von schädlichen Substanzen ins Gehirn verhindert.

mehr unter:
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1115291&_z=859070


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BeitragVerfasst: Di 05 Jul, 2011 12:23 am  Titel:  Wie HIV die Blut-Hirn-Schranke schädigt Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Wie HIV die Blut-Hirn-Schranke schädigt

New York – Das Immunschwäche-Virus HIV kann die Blut-Hirn-Schranke schädigen. Die im Journal of Neuroscience (Online) vorgestellten Ergebnisse erklären, warum es bei vielen HIV-Infizierten trotz antiretroviraler Therapie zu neurokognitiven Störungen kommt.

Nach neueren Studien klagen zwischen 40 und 60 Prozent aller HIV-Infizierten unter Gedächtnis- oder Lernstörungen. Die Komplikationen sind meistens mild, können für die Patienten aber sehr störend sein.

Der Grund könnte in einer Erkrankung der Astrozyten liegen, die das Stütz- und Bindegewebe des Gehirns bildet und auch die Blutgefäße umschließt. Dort bilden sie einen feinen Filter, der Krankheitserreger und Toxine von den Nervenzellen fernhält, gleichzeitig aber einen ungehinderten Austausch von Nährstoffen und Stoffwechselprodukten ermöglicht.

Die Gruppe um Eliseo Eugenin vom Albert Einstein College of Medicine in New York konnte in einer früheren Studie bereits belegen, dass das HI-Virus etwa 5 Prozent aller Astrozyten infiziert. Dies führt, wie die aktuellen Ergebnisse zeigen, nicht etwa zum Untergang der infizierten Zelle. Geschädigt werden in erster Linie die den infizierten Zellen benachbarten Astrozyten.

Die Infektion kann sogar zum Zelltod der Nachbarzelle führen. Der Pathomechanismus ist noch unbekannt. Eugenin kann aber zeigen, dass eine Blockade der gap junctions, die die Astrozyten miteinander verbinden, die Zerstörung verhindert.

Er vermutet deshalb, dass die infizierten Zellen toxische Mediatoren an die Nachbarzelle weiterreichen. Um welche Substanzen es sich handelt, ist nicht bekannt. Sie könnten aber ein Ansatzpunkt für eine Verhinderung der Astrozytenschädigung und damit zur Prävention der neurologischen Komplikationen der antiretroviralen Therapie bieten. © rme/aerzteblatt.de

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46447/Wie_HIV_die_Blut-Hirn-Schranke_schaedigt.htm


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BeitragVerfasst: So 04 Dez, 2016 7:58 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Nervenschäden bei HIV

"Meist wird nur im Blut nachgeschaut. Das ist ein Fehler!" HIV kann auch Gehirn und Nervensystem schädigen. Informationen über die Viruslast im Liquor sind nur über eine Lumbalpunktion zu erhalten. Doch die werde in Deutschland viel zu wenig angewandt, kritisiert Professor Gabriele Arendt von der Uniklinik Düsseldorf.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 13. Mai 2016
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/article/906666/nervenschaeden-hiv-meist-nur-blut-nachgeschaut-fehler.html
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BeitragVerfasst: So 15 Jan, 2017 7:40 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Neurologische Probleme häufig bei akuter HIV-Infektion

Die akute (oder primäre) HIV-Infektion manifestiert sich oft mit Fieber und weiteren Symptomen auf Haut, Schleimhaut oder im Gastrointestinaltrakt. Nun hat eine große, internationale Studiengruppe (SEARCH) herausgefunden, dass neurologische Manifestationen häufiger sind als bisher angenommen. Die Studie in Kürze: Es wurden 139 Patienten mit einer ganz frischen HIV-Infektion in diese Studie eingeschlossen. Die Dauer der Infektion war knapp 3 Wochen (3-56 Tage). Diese Patienten wurden sehr ausführlich auf das Vorhandensein von neurologischen Symptomen und Befunden untersucht.


Literatur: Hellmuth J. et al. Neurologic signs and symptoms frequently manifest in acute HIV infection. Neurology. 2016
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27287217

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 7. Juli 2016
http://infekt.ch/2016/07/neurologische-probleme-haeufig-bei-akuter-hiv-infektion/


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