HIV/Aids
Diskussionsforum
Infopool
Helferzelle Foren-Übersicht


Wo Gefahr ist,
wächst das Rettende auch.


Friedrich Hölderlin

Selbsthilfe & Prophylaxe
Alternative & Komplementäre Therapie
  ImpressumImpressum  
  Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen  
  FAQFAQ  
  SuchenSuchen  
  LoginLogin  
  RegistrierenRegistrieren  
  DiskussionsforumForum  
  KnowledgeInfopool  
  ServiceService  
  Link zur Seite Heilpraxis BalesNaturheilpraxis  
  ImmunpowerImmunpower  
  Links  
  Gästebuch  
Kalender 
Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen

Neues Thema eröffnenNeue Antwort erstellen Vorheriges Thema anzeigenDieses Thema verschickenZeige Benutzer, die dieses Thema gesehen habenDieses Thema als Datei sichernPrintable versionEinloggen, um private Nachrichten zu lesenNächstes Thema anzeigen
Autor Nachricht
administrator
administrator


Alter: 70
Anmeldungsdatum: 27.02.2005
Beiträge: 7851
Wohnort: Köln
blank.gif
BeitragVerfasst: Do 25 März, 2010 4:22 am  Titel:  Immunrekonstitutionssyndrom (IRIS) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

IRIS, ART und HIV

Das Immunrekonstitutionssyndrom (IRIS) findet sich des Öfteren bei HIV-Infizierten, die eine antiretrovirale Therapie (ART) beginnen. Wie es mit den statistischen Häufigkeiten aussieht, zeigt nun eine aktuelle Meta-Analyse, die im Lancet veröffentlicht wurde.

In patients with HIV-1 infection who are starting combination antiretroviral therapy (ART), the incidence of immune reconstitution inflammatory syndrome (IRIS) is not well defined. We did a meta-analysis to establish the incidence and lethality of the syndrome in patients with a range of previously diagnosed opportunistic infections, and examined the relation between occurrence and the degree of immunodeficiency. Systematic review identified 54 cohort studies of 13 103 patients starting ART, of whom 1699 developed IRIS. We calculated pooled cumulative incidences with 95% credibility intervals (CrI) by Bayesian methods and did a random-effects metaregression to analyse the relation between CD4 cell count and incidence of IRIS. In patients with previously diagnosed AIDS-defining illnesses, IRIS developed in 37•7% (95% CrI 26•6—49•4) of those with cytomegalovirus retinitis, 19•5% (6•7—44•Cool of those with cryptococcal meningitis, 15•7% (9•7—24•5) of those with tuberculosis, 16•7% (2•3—50•7) of those with progressive multifocal leukoencephalopathy, and 6•4% (1•2—24•7) of those with Kaposi's sarcoma, and 12•2% (6•8—19•6) of those with herpes zoster. 16•1% (11•1—22•9) of unselected patients starting ART developed any type of IRIS. 4•5% (2•1—8•6) of patients with any type of IRIS died, 3•2% (0•7—9•2) of those with tuberculosis-associated IRIS died, and 20•8% (5•0—52•7) of those with cryptococcal meningitis died. Metaregression analyses showed that the risk of IRIS is associated with CD4 cell count at the start of ART, with a high risk in patients with fewer than 50 cells per μL. Occurrence of IRIS might therefore be reduced by initiation of ART before immunodeficiency becomes advanced.

Immune reconstitution inflammatory syndrome in patients starting antiretroviral therapy for HIV infection: a systematic review and meta-analysis: http://www.thelancet.com/journals/lanin ... 73-3099(10)70026-8/abstract

Zum IRIS siehe auch den entsprechenden Abschnitt im HIV-Buch: http://hivbuch.de/opportunistische-infektionen-oi.html (leider haben die keine Anker eingebaut, findet sich im unteren Drittel der Seite)

http://forumhiv.de/viewtopic.php?f=14&t=1285


Zwillinge Geschlecht:Männlich Ratte OfflinePersönliche Galerie von administratorBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenE-Mail senden
administrator
administrator


Alter: 70
Anmeldungsdatum: 27.02.2005
Beiträge: 7851
Wohnort: Köln
blank.gif
BeitragVerfasst: So 06 Mai, 2012 11:42 am  Titel:  IRIS Antworten mit ZitatNach untenNach oben

IRIS

„Unter einer IRIS versteht man eine überschießende Immunantwort nach ART-Initiierung. Klinisch kann ein IRIS mit unspezifischen Symptomen verlaufen, es können aber auch Symptome der opportunistischenInfektionen, Autoimmunphänomene oder Malignome auftreten.

Das IRIS kann als Aggravierung einer bereits besteheneden OI (sog. paradoxes IRIS) oder als „unmasking“ IRIS mit dem Neuauftreten einer OI verlaufen.

Das rasche Einleiten einer antiretroviralen Therapie nach Beginn der Behandung der opportunistischen Infektion zeigte in einer großen prospektiven Studie kein Unterschied im Auftreten von IRIS, allerdings waren Tuberkulose-Patienten in dieser Untersuchung nicht eingeschlossen. Verschiedene Studien legen nahe, dass frühe ART das Überleben von HIV-Patienten mit Tuberkulose verbessert, im Gegensatz hierzu zeigten Patienten unter früher ART bei Behandlung einer Kryptokokken-Meningitis eine erhöhte Mortalität. Daten der STRIDE- und SAPiT-Studien zeigen ebenfalls für Patienten mit CD4-Zellen <50/µl bei sofortiger ART-Initiierung eine niedrigere Moralität.

Ois sind auch im Jahr 2012 weiterhin relevant und sollten rechtzeitig erkannt und adäquat behandelt werden.“

Jan Todden, Freiburg, OI trotz ART: Gibt’s das noch?
in: Hoffmann/Jäger (Hrsg.), HIV/Aids Hepatitis Infektiologie 2012, 14. Münchner Aids- und Hepatitis-Tage 2012, 16.-18. März


Zwillinge Geschlecht:Männlich Ratte OfflinePersönliche Galerie von administratorBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenE-Mail senden
administrator
administrator


Alter: 70
Anmeldungsdatum: 27.02.2005
Beiträge: 7851
Wohnort: Köln
blank.gif
BeitragVerfasst: Mo 14 Mai, 2012 8:39 pm  Titel:  IRIS - Immunrekonstitutionssyndrom Antworten mit ZitatNach untenNach oben

IRIS – Immunrekonstitutionssyndrom

„Nach Einleitung einer antiretroviralen Therapie, bei der HIV-Infektion kommt es zumindest partiell zu einer Wiederherstellung der Immunfunktionen. Bei einem Teil der Patienten treten jedoch „paradoxe“ Reaktionen auf. Das vielfältige Krankheitsbild hat mehrere Bezeichnungen erhalten. Häufig verwendet werden die Begriffe immune reconstitution disease (IRD), Immunrekonstitutionssyndrom (IRS) oder immunrekonstitutionelles inflammatorisches Syndrom (IRIS). Es werden verschiedene klinische Falldefinitionen zur Verfügung stehen. Inzwischen gibt es auch eine Konsensus Definition des International Network for the Study of HIV-associated IRIS (INSHI) des IRIS (http://www.inshi.umn.edu/):

Ansprechen auf ART

a) Zusammanhang mit ART
b) Virologisches Ansprechen mit Abfall der HIV-RNA >1 log
….Klinische Verschlechterung einer infektiösen oder inflammatorischen Kondition im zeitlichen Zusammenhang mit ART

Symptome können nicht erklärt werden durch:

a) erwarteter klinischer Verlauf einer bekannten und erfolgreich therapierten Infektion
b) Nebenwirkungen der ART
c) Therapieversagen
d) Non-Compliance

Das klinische Erscheinungsbild ist dabei sehr variabel und umfasst neben unspezifischen Symptomen, opportunistischen Infektionen auch autoimmune Erkrankungen und Malignome. Unspezifische Allgemeinsymptome sind z.B. Fieber, Hautausschlag und Follikulitis („unspezifisches IRIS“) oder ein Neuauftreten (Unmasking IRIS) von Infektionen vorliegt.

Zur Häufigkeit des IRIS gibt es unterschiedliche Angaben, die Inzidenz variiert zwischen 10-23 % aller Patienten, die eine antiretrovirale Therapie beginnen. In einer eigenen, prospektiven Kohorte lag die Inzidenz bei 19,8 %, so dass dies ein relevantes Problem darstellt. In einer Metaanalyse lag die Inzidenzrate insgesamt für ein IRIS bei 16,1 %, die höchsten Inzidenzraten wurden für Immunrekonstitutions-Uveitis, gefolgt von Tuberkulose, Kryptokokken-Meningitis, PML, und weitaus seltener bei Kaposi-Sarkomen oder VZV Infektionen beschrieben.

An Risikofaktoren oder prädiktiven Faktoren ist bislang wenig bekannt.

Der wichtigste Risikofaktor
scheint eine niedrige CD4-Zellzahl zu sein,
insbesondere Patienten mit einer CD4-Zellzahl <50/µl
haben ein deutliches erhöhtes Risiko ein IRIS zu entwickeln.


Pathophysiologisch scheinen sowohl eine extrem hohe Antigen-Last, eine überschießende T-Zell-Antwort während der Wiederherstellung des Immunsystems, mit überschießender Produktion von proinflammatorischen Zytokinen und/oder eine fehlende Regulation dieser Immunantworten Schlüsselrollen zu spielen. Bei der Cryptokokkose ist eine hohe initiale Antigenmenge entscheidend für die Entwicklung eines IRIS.

Zur Therapie des IRIS kommen vorwiegend NSAR bei leichten Symptomen in Betracht und Corticosteroide, die v.a. bei TB-IRIS, Cryptokokken IRIS einen Nutzen gezeigt haben.

Georg Härter, Ulm
in: Hrsg. Hoffmann/Jäger, HIV/Aids Hepatitis Infektiologie 2012
14. Münchner Aids- und Hepatitis-Tage 2012, 16.-18. März 2012


Zwillinge Geschlecht:Männlich Ratte OfflinePersönliche Galerie von administratorBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenE-Mail senden
administrator
administrator


Alter: 70
Anmeldungsdatum: 27.02.2005
Beiträge: 7851
Wohnort: Köln
blank.gif
BeitragVerfasst: So 05 Jun, 2016 10:00 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Kryptokokken-IRIS ist jetzt erklärbar

Forscher haben diejenigen Zellen identifiziert, die für ein lebensbedrohliches Entzündungssyndrom - die Kryptokokken-IRIS - unter einer Aids-Therapie verantwortlich sind. Wissenschaftler der Universität Leipzig haben einen wichtigen Beitrag bei der Erforschung eines bisher rätselhaften, lebensbedrohlichen Entzündungssyndroms geleistet, das oft bei der Aids-Therapie auftritt, teilt die Uni Leipzig mit. Sie analysierten die Mechanismen, die zu dieser unkontrollierten Entzündungsreaktion führen.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 9. März 2016
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/article/906647/aids-therapie-kryptokokken-iris-jetzt-erklaerbar.html


Zwillinge Geschlecht:Männlich Ratte OfflinePersönliche Galerie von administratorBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenE-Mail senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:      
Neues Thema eröffnenNeue Antwort erstellen Vorheriges Thema anzeigenDieses Thema verschickenZeige Benutzer, die dieses Thema gesehen habenDieses Thema als Datei sichernPrintable versionEinloggen, um private Nachrichten zu lesenNächstes Thema anzeigen

Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen


Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde

Forensicherheit

72988 Angriffe abgewehrt
Powered by phpBB2 Plus, Artikelverzeichnis and Monrose based on phpBB © 2001/6 phpBB Group :: FI Theme :: Mods und Credits

[ Zeit: 0.0772s ][ Queries: 19 (0.0087s) ][ Debug Ein ]