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Anmeldungsdatum: 27.02.2005
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BeitragVerfasst: Di 10 Feb, 2015 12:35 am  Titel:  Unterscheiden sich Frauen und Männer beim Therapieerfolg? Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Unterscheiden sich Frauen und Männer beim Therapieerfolg?

In Projekt Information Nr. 23, 2015

„Geschlechtsspezifische Unterschiede beim Ansprechen auf die HIV-Therapie, dne Therapieerfolg, die Adhärenz, Nebenwirkungen oder Krankheitsprogression werden seit Jahren diskutiert, und die Forschungsergebnisse sind nicht immer eindeutig. Oft mangelt es an der Übertragbarkeit von Studienergebnissen auf die Situation von Frauen und Männern mit HIV in Deutschland - zu groß sind die Unterschiede zu anderen Ländern nicht nur in Bezug auf Lebensbedingungen oder den Zugang zurn Gesundheitversorgung.

Zum Glück gibt es aber die Schweizer HIV-Kohorten-Studie (SHCS), die seit vielen Jarhen verlässlich Daten liefert und immer mal wieder Genderfragen berücksichtigt.

In einer aktuellen Veröffentlichung geht es um die Frage, ob es in einem Land, das allen PatientInnen einen vergleichbaren Zugang zur HIV-Therapie bietet, Unterschiede zwischen den Geschlechtern beim Ansprechen auf die Therapie geht. C. Rosin und eine große Gruppe weiterer SHCS-ForscherInnen werteten dazu über 14 Jahre gesammelte Daten aus.

Analysiert wurden die Daten vorher therapienaiver TeilnehmerInnen der SHCS, die zwischen 1998 und 2011 mit ihrer Therapie begonnen hatten. Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden nur PatientenInnen eingeschlossen - 1941 Frauen und 1984 Männer -, die sich auf heterosexuellem Weg infiziert hatten. Unterschieden wurde darüber hinaus nach drei Kalenderperioden: 1998 - 2001, 2001 - 2006 und 2007 - 2011, um auch die Unterschiede in der cART zu reflektieren.

Zu den Ergebnissen: Frauen waren bei der Ersterfassung im Durchschnitt jünger als Männer (34 - 36 Jahre je nach Kalenderperiode versud 38 - 40 Jahre), hatten öfter einen „nicht-weißen“ ethnischen Hintergrund (40,6 - 54% versus 26,9 - 26,9), eine niedrigeren Bildungsstand und waren seltener DrogengebraucherInnen. Ummittelbar vor Behandlungsbeginn wurden bei ihnen niedrigere CD4-Zellzahlen und eine niedrigere Viruslast gemessen als bei Männern.

Nach einem Jahr erreichten Frauen mit einer signifikant geringeren Wahrscheinlichkeit eine Viruslast unter der Nachweisgrenze als Männer (72,5% versus 78,1%), ebenso nach zwei Jahren (77,5% versus 81,1%). Nach fünf Jahren zeigte sich allerdings kein Geschlechtsunterschied mehr (81,3% versus 80,5%). Die Wahrscheinliichkeit einer Unterdrückung der Viruslast stieg mit der Zeit an. Der mediane Anstieg bei den CD4-Zellen war nach einem, zwei und fünf Jahren im Allgemeinen bei Frauen während der ganzen Studienzeit höher als bei Männern und verbesserte sich während der Studiendauer ebenfalls. Wie schon in früheren Studien zeigte sich auch hier bei Frauen eine bessere Erholung des Immunsystems.

Unterschiede gab es auch bei Therapieabbrüchen und -änderungen: Frauen beendeten oder wechselten ihre Therapie im ersten Jahr häufiger als Männer, was zum Teil auf Schwangerschaften zurückzuführen war - immerhin 391 während der Studiendauer. In einer genaueren multivarianten Analyse der Daten fanden sich nach Bereinigung um soziodemographische und HIV-bezogene Faktoren, HIV-Therapie und Kalenderperiode allerdings keine Nachteile für Frauen mehr bei der Unterdrückung der Viruslast.

Die AutorInnen folgern, dass die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in erster Linie auf unterschiedliche soziodemographische Faktoren zurückgeführt werden können. Unter diesen stand an erster Stelle eine „nicht weiße“ Ethnizität, was durch eine möglicherweise geringere Adhärenz bei Migrantinnen - hier überwiegend aus Subsahrara-Afrika - zurückgeführt wurde. Adhärenz-Daten waren allerdings in dieser Studie nicht erhoben worden.

Wie sich schon in anderen Studien gezeigt hatte, wechselten Frauen im ersten Jahr ihre Therapien. Grund dafür war oft das Auftreten von Nebenwirkungen. Möglichere Erklärungen für die größere Häufigkeit von Nebenwirkungen finden Rosin et al. in biologischen oder genetischen Faktoren, die die Pharmakokinetik der HIV-Medikamente beeinflussen und die Plasmaspiegel erhöhen können, aber auch in soziokulturellen Barrieren. Dazu können z.B. Unterschiede im Krankheitsverständnis und damit auch der Erklärung von auftretenden Nebenwirkungen gehören.“

Quelle:
C. Rosin, L Elzi, C Thurnheer, J et al. Gender inequalities in the response to combination antiretroviral therypy over time: the Swiss HIV Cohort Study Short Communication, HIV Medicine 2014


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