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BeitragVerfasst: So 06 Mai, 2012 12:11 pm  Titel:  HIV-Indikatorkrankheiten Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Acht neue Indikatorerkrankungen können auf eine HIV-Infektion hinweisen

In: Projekt Information Nr. 2, März/April 2012

„Sowohl heterosexuelle als auch homosexuelle Menschen haben ein besonderes Risiko, mit einer undiagnostizierten HIV-Infektion so lange zu leben, bis ihr Immunsystem zusammenbricht und sie krank werden. Ergebnisse einer internationalen Studie unter der Leitung der Initiative „HIV in Europe“ legen nun nahe, dass bestimmte Erkrankungen auf eine HIV-Infektion hinweisen können. Eine Liste solcher „Indikatoren“ könnte Fachkräfte im Gesundheitswesen veranlassen, ihren Patienten und Patientinnen einen HIV-Test vorzuschlagen. Bei der nächsten internationalen „HIV in Europe“ Conference in Kopenhagen soll diskutiert werden, wie diese neuen Erkenntnisse in den europäischen Gesundheitssystemen und auch im nichtärztlichen Bereich verbreitet werden können, so der Virologe Jens Lundgren, Co-Chair von „HIV in Europe“.

Die Hälfte aller Menschen,
die mit HIV leben,
wird erst sehr spät im Verlauf
der chronischen Infektion diagnostiziert.


Heterosexuell Infizierte stellen derzeit 42%
der so genannten „Late Presenters",


wie eine Studie an 90.000 Europäerinnen und Europäern zeigte, die seit dem Jahr 2000 auf HIV getestet worden waren. Für Tom Coenen, ebenfalls Co-Chair der Initiative, liegt das daran, dass HIV/Aids nicht mehr ganz oben auf der Agenda vieler europäischer Staaten stehe. PatientInnen müssten sich aktiv für einen Test entscheiden. So könnte es sein, dass sich viele nicht testen ließen, wenn sie einen unsafen Kontakt hatten.

Allerdings:
je früher PatientInnen diagnostiziert werden
und mit der Therapie beginnen können,
desto höher die Überlebenschancen
und die Lebensqualität,
und desto geringer die Gefahr,
die Infektion weiterzugeben.


„Wir brauchen effektivere
Teststrategien und Empfehlungen“,
so Tom Coenen weiter.


Acht neue HIV-Indikatorerkrankungen sollen Hinweise darauf geben, einen HIV-Test zu empfehlen. Bisher gab es die Liste Aids-definierender Erkrankungen, die auf ein geschwächtes Immunsystem hinweisen und zu einem sofortigen HIV-Test führen sollten. Lundgren betont, dass Menschen, die mit HIV leben, früher erreicht werden müssen als dies derzeit der Fall ist. PatientInnen einen HIV-Test anzubieten, die sich mit bestimmten Erkrankungen vorstellen, kann ein Beitrag dazu sein.

Die „HIV in Europe“ Initiative startete 2009 die HIDES Studie (HIV Indicator Diseases Across Europe Study). Bei acht Erkrankungen wurde untersucht, wie oft sie Anzeichen für undiagnostizierte HIV-Infektionen bei den bisher 3.588 PatientInnen in der Studie waren.

Ein erhöhtes Risiko für eine gleichzeitige HIV-Infektion hatten Erwachsene mit folgenden Erkrankungen:

- eine sexuell übertragbare Erkrankung
- magligne Lymphome
- zervikale oder anale Dysplasien
- Herpes zoster (Anm. 1)
- Hepatitis B oder C
- eine andauernde Mononuklueose-ähnliche Infektion (Anm. 2)
- einen unerklärlichen Rückgang der weißen Blutkörperchen oder
- ein seborrhoisches Exanthem.


Lundgren betont allerdings, dass die neuen Indikatorerkrankungen nicht bedeuten, dass ein Patient oder eine Patientin HIV-positiv ist! „Aber die Inzidenz ist höher bei PatientInnen, die unter den Indikator-Erkrankungen leiden, und medizinische Fachkräfte sollten ermutigt werden, ihren PatientInnen einen HIV-Test anzubieten“.

Quelle: Pressemitteilung HIV in Europe, 02.03.2012. www.hiveurope.eu
Zusammenfassung: Ulrike Sonnenberg, Schwan

Kommentar von Projekt Information:

„Die Entwicklung von europaweiten Strategien und Empfehlungen wird keine leichte Aufgabe! In vielen europäischen Ländern behindern Diskriminierung und Kriminalisierung das Leben mit HIV und den Zugang zu HIV-Tests. Die Sicherung der Rechte der PatientInnen und eine hohe Qualität der Testberatung müssen gewährleistet sein, um die Betroffenen vor Nachteilen zu schützen. Und Indikatorerkrankungen dürfen nicht zu neuen Stigmatisierungen führen.“

Mein Kommentar

Die Prüfung einer möglichen HIV-Infektion bei Vorliegen der genannten Krankheiten ist sicher im Interesse der Patienten und der Prävention zur Verhinderung der weiteren Verbreitung von HIV. Allerdings sollten bei den Patienten dann auch die Stoffwechsel- und Immunsituation mit weiterführender Diagnostik untersucht werden. Ob dies in anderen europäischen Ländern, vor allem im Ostblock, überhaupt möglich ist, dürfte sehr fraglich sein. Schließlich ist es selbst in Deutschland Glücksache, ob ein HIV-Arzt aus eigenem Antrieb weiterführende Diagnostik macht oder unterstützt. Leider gibt es selbst hierzulande immer noch HIV-Schwerpunktärzte und HIV-Uni-Ärzte, die selbst auf meine Bitte hin nicht bereit sind wichtige Laborparameter wie Eiweißelektrophorese, B-Vitamine, Vitamin D, Selen, Stuhlparameter usw. zu unterstützen. Und nicht zuletzt sollte man die PatientInnen dann auch je nach Situation auf Therapiemöglichkeiten außerhalb der Schulmedizin hinweisen.

Anmerkungen

1) Herpes zoster = Gürtelrose
2) Symptome einer Erkältung, vor allem Fieber und geschwollene Lymphknoten




Zuletzt bearbeitet von administrator am Do 14 März, 2013 5:07 pm, insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst: Mo 31 Dez, 2012 5:09 pm  Titel:  Und immer noch werden HIV-Diagnosen verpasst! Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Und immer noch werden HIV-Diagnosen verpasst!

von Pietro Vernazza

Seit Jahren plädieren HIV-Spezialisten weltweit für eine konsequente Abklärung von Patienten mit viralen Krankheitsbildern auf HIV. Doch immer noch werden zu viele HIV-Primoinfektionen verpasst.

Richtlinien sprechen klare Sprache

Eigentlich wissen wir, wie wir HIV-Primoinfektionen verpassen könnten. Immer, wenn ein Patient mit einem viralen Infekt zum Arzt kommt, sollte an eine HIV Infektion gedacht werden. Wenn ein weiteres klinisches Zeichen (oder ein Laborbefund) vorliegt, muss zwingend immer eine HIV-Infektion ausgeschlossen werden. Als zusätzliche Zeichen kommen z.B. in Frage: Hautausschlag, Tonsillitis, Ulceration im Mund oder Genitalbereich, Lymphknotenschwellung, starke Kopfschmerzen, atyp. Lymphozyten.

30. Dezember 2012

http://www.infekt.ch/kategorien/lehreforschung/literaturscreen/hiv/2591.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+InfektnewsRss+%28InfektNews+RSS%29


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BeitragVerfasst: Di 30 Apr, 2013 12:47 am  Titel:  Zahlreiche HIV-Infizierte gehen erst spät zum Arzt Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zahlreiche HIV-Infizierte gehen erst spät zum Arzt

Viele HIV-Infizierte gehen zu spät zum Arzt. Aber auch Mediziner erkennen manchmal auf HIV-Symptome bei ihren Patienten nicht. Das kann weitreichende Folgen haben.

Sehr häufig wird eine hohe Zahl von HIV-Infizierten nicht oder erst spät diagnostiziert - das hat nach Ansicht von Experten weitreichende Folgen. «Die Gruppe stellt inzwischen ein ziemliches Problem dar», sagt HIV-Fachmann und Mediziner, Georg Härter, von der Universitätsklinik Ulm. «Dabei ist die frühe Diagnose nicht nur essenziell, um Ansteckungen zu vermeiden, sondern auch für einen optimalen Therapiestart», ergänzt Härter.

http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Zahlreiche-HIV-Infizierte-gehen-erst-spaet-zum-Arzt-id25021566.html


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BeitragVerfasst: Di 26 Nov, 2013 12:29 am  Titel:  Empfehlungen für HIV-Test für Schweizer Hausärzte Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Neue BAG-Empfehlungen zur Durchführung des HIV-Tests

von Pietro Vernazza

Wir verweisen auf eine neue Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kommission für sexuelle Gesundheit (EKSG) und der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie (SGInf).

Im Wesentlichen geht es darum, die Ärzteschaft auf wichtige Indikatorkrankheiten hinzuweisen, bei denen heute auf Grund europäischer Studiendaten eine HIV-Testung zwingend durchgeführt werden sollte. Da das Nichtdurchführen eines HIV-Testes in bestimmten Situationen auch rechtliche Konsequenzen haben könnte, empfehlen wir Ihnen die folgende Lektüre des BAG

14.11.2013
http://www.infekt.ch/kategorien/lehreforschung/literaturscreen/hiv/2707.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+InfektnewsRss+%28InfektNews+RSS%29


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BeitragVerfasst: Di 24 Dez, 2013 6:00 pm  Titel:  Neue BAG-Empfehlungen zur Durchführung des HIV-Tests Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Neue BAG-Empfehlungen zur Durchführung des HIV-Tests

Wir verweisen auf eine neue Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kommission für sexuelle Gesundheit (EKSG) und der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie (SGInf). Im Wesentlichen geht es darum, die Ärzteschaft auf wichtige Indikatorkrankheiten hinzuweisen, bei denen heute auf Grund europäischer Studiendaten eine HIV-Testung zwingend durchgeführt werden sollte.

Quelle: BAG-Bulletin 18.11.13

Infektiologie St. Gallen vom 19. November 2013
http://infekt.ch/2013/11/neue-bag-empfehlungen-zur-durchfuehrung-des-hiv-tests/


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