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BeitragVerfasst: Fr 27 Jul, 2007 2:06 pm  Titel:  HIV & Kinderwunsch Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Viruslast und Kinderwunsch

Eine Infizierung mit dem HI-Virus bedeutet nicht das Ende des geregelten Lebens. Dank guter Aufklärung und künstlicher Befruchtung steht sogar der Gründung einer Familie eigentlich nichts im Weg. Voraussetzung ist die richtige, vor allem aber auch sensible Betreuung der HIV-Patienten durch erfahrene Ärzte.

Die gute Nachricht kommt in Form einer statistischen Zahl trocken daher: Bei einer vorab bekannten HIV-Infektion der Mutter lässt sich das Ansteckungsrisiko auf das Kind massiv senken - auf rund 2 Prozent. Was freilich auch heißt: Ungefährlich bleibt die Schwangerschaft nicht.

Schon die Zeugung an sich erweist sich nämlich als erste Klippe für die kommenden Eltern. Denn je nach Gegebenheit kommen drei große Komplexe in Frage: Sind beide Partner HIV-positiv, empfehlen Experten den ungeschützten Geschlechtsverkehr - doch nur zum Ovulationszeitpunkt. Denn die meisten HIV-Übertragungen ließen sich bislang bei Paaren beobachten, die "auch außerhalb der "fruchtbaren Zeit" ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten", wie die Dresdener Aidshilfe betont. Ist lediglich die Partnerin HIV-positiv, könnten Ärzte auf eine künstliche Befruchtung oder die Selbstinsemination setzen. Allerdings: Nur sehr wenige Ärzte sind bisher zu solchen reproduktionsmedizinischen Maßnahmen bereit. Sollte wiederum nur der Mann HIV positiv sein, steht die assistierte Reproduktion mit aufbereitetem Sperma zur Verfügung.

Sperma in der Reinigungspipeline

Nach dieser erstmals 1987 beschriebenen Methode wurden 1991 in Deutschland die ersten Inseminationen HIV-negativer Frauen vorgenommen. Das Prinzip: Motile Spermien werden zunächst durch standardisierte Aufbereitungstechniken isoliert. Dazu trennen Dichtegradientenzentrifugen die Spermien vom Seminalplasma und der vorhandenen Begleitzellfraktion. Nach mehreren Zwischenschritten wird das Pellet Kulturmedium überschichtet und die Probe für 20 bis 60 Minuten bei 37°C inkubiert. Der Clou: Die motilen Spermien reichern sich in der oberen Grenzschicht an. Um die Kontamination mit viralen Partikeln auszuschließen, testen die Mediziner einen Teil der aufbereiteten Probe mit Hilfe von PCR und NASBA. Die Ergebnisse des Verfahrens sprechen für sich. Die im europäischen Zusammenschluss reproduktionsmedizinischer Zentren (CREAThE) zusammengefassten Daten aus über 3.864 Zyklen weisen so gut wie keinen Fall einer Serokonversion der Mutter auf. In Deutschland stehen Paaren, bei denen nur der Mann HIV-positiv ist, mehrere reproduktionsmedizinische Einrichtungen zur Verfügung.

Fundiertes Fachwissen zusammengefasst

Was man seinen Patienten in einfachen Worten erklären kann, um ihnen die Ängste vor dem Kinderwunsch trotz HIV zu nehmen, erfordert in Wirklichkeit enormes Wissen seitens des Arztes. Als Wegweiser gilt heute vor allem eine Publikation: Die Deutsch-Österreichischen Empfehlungen bei HIV-diskordanten Paaren.

Schon die HIV-Transmissionsprophylaxe bei gegebenem Standardrisiko zeigt nämlich exemplarisch, dass der Teufel für den praktizierenden Arzt wie so oft im Detail liegt. Denn das Risiko der vertikalen Transmission erweist sich als direkt proportional zur Viruslast der Schwangeren. Für das Berliner Robert Koch Institut, das in Zusammenarbeit mit der der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung von HIV- und AIDS-Patienten (DAGNÄ) und anderen Fachgesellschaften die Deutsch-Österreichischen Empfehlungen publizierte, nur ein potenzielles Einsatzgebiet von vielen:

"Besteht noch keine eigene mütterliche Behandlungsindikation (CD4-Zellzahl >200-350/µl, aber die Viruslast liegt höher als 10.000 Viruskopien/ml, so wird eine vorübergehende antiretrovirale Standard-Kombinationsprophylaxe (ohne Efavirenz!) ab SSW 32+0 bis kurz nach der Entbindung empfohlen, da mit einer Zidovudin-Monoprophylaxe die Viruslast nicht mit ausreichender Sicherheit reduziert werden kann (erhöhtes Übertragungsrisiko bei VL > 10.000" Freilich könnte im Alltag kein Arzt seine Patienten mit derartigen Fachinformationen belasten - an den Empfehlungen der Fachorganisationen kommt während der Betreuung von HIV-Patienten mit Kinderwunsch jedoch kein Mediziner vorbei.

Werdende Eltern werden sich hingegen in erster Linie um ihren Nachwuchs sorgen. Auch hier gilt es, die Ängste der Paare zu beseitigen. So sollte man der Mutter erklären, dass das Neugeborene normalerweise zehn Tage lang eine intravenös verabreichte antiretrovirale Therapie erhält, die in den meisten Fällen als Monotherapie (AZT) verabreicht wird. Nur wenn die Winzlinge einem erhöhten Risiko ausgesetzt waren, setzen Mediziner die Kombitherapie ein.

Abstriche zum Schutz der Kleinen gibt es in Punkto Stillen: Um das Kind nicht nachträglich anzustecken, dürfen HIV-infizierte Mütter hierzulande ihre Kinder nicht stillen. Auch sollte die Mutter über die quälende Phase des Wartens Bescheid wissen. Erst nach dem 18. Lebensmonat trägt das Kind keine Antikörper der Mutter mehr in sich - erst ab diesem Zeitpunkt kann ein HIV-Antikörper-Test nachhaltig verlässliche Ergebnisse und somit Entwarnung für die Eltern liefern.

http://newsletter.doccheck.com/generator/787/4110/xhtml?user=703d9448933c9d24a3bc2f2747adf9d1


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BeitragVerfasst: So 25 Aug, 2013 12:47 pm  Titel:  Künstliche Befruchtung als GKV-Leistung Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Künstliche Befruchtung als GKV-Leistung auch für von HIV betroffene Paare

Dieser Text vom 28.2.2012 mit 545 Aufrufen wird in diesen Thread integriert.

Berlin – Auch Paare, bei denen einer oder beide Partner HIV-positiv sind, haben künftig die Möglichkeit, die Herbeiführung einer Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Anspruch zu nehmen, wenn die gesetzlich geregelten Voraussetzungen (§ 27a SGB V) erfüllt sind. Dies sieht eine Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vor, die am Donnerstag in Berlin getroffen wurde.

Bisher galt, dass beide Ehepartner zum Zeitpunkt einer künstlichen Befruchtung HIV-negativ sein mussten. Damit konnten von HIV betroffene Ehepartner diese GKV-Leistung nicht in Anspruch nehmen. Eine Ausschlussklausel für andere Erkrankungen gab es allerdings nicht.
Die Patientenvertretung im G-BA hatte den Beratungsantrag vor allem damit begründet, dass HIV-positiven Versicherten Maßnahmen der künstlichen Befruchtung mit Blick auf die Gleichbehandlung gegenüber Versicherten mit anderen Erkrankungen zur Verfügung stehen müssten.

In der Begründung des Beschlusses wird dargelegt, dass schwerwiegende Erkrankungen bei einem oder bei beiden Partnern ohnehin eine medizinische Bewertung des individuellen Risikos einer Schwangerschaft oder deren Herbeiführung durch Maßnahmen der künstlichen Befruchtung erfordern. Dies gilt bei einer HIV-Infektion ebenso wie bei einer Vielzahl von anderen Erkrankungen. „Ein Sonderstatus der HIV-Infektion lässt sich in diesem Zusammenhang medizinisch nicht begründen“, sagte Dr. Harald Deisler, Unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung.

Beim Robert Koch-Institut wurden für das Jahr 2009 insgesamt 2.856 neu diagnostizierte HIV-Infektionen gemeldet. Insgesamt leben derzeit etwa 55.000 HIV-positive Menschen in Deutschland.

Der Beschluss des G-BA wird dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zur Prüfung vorgelegt und tritt nach erfolgter Nichtbeanstandung nach der Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft. Der Beschlusstext sowie eine entsprechende Erläuterung werden in Kürze im Internet auf folgender Seite veröffentlicht:
http://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/zum-aufgabenbereich/26/
Gemeinsamer Bundesausschuss - G-BA vom 16. September 2010


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BeitragVerfasst: So 25 Aug, 2013 12:50 pm  Titel:  Diagnostik und Behandlung mit Kinderwunsch Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Diagnostik und Behandlung HIV-betroffener Paare mit Kinderwunsch

Dieser Text vom 11.9.2012 mit 807 Aufrufen wird in diesen Thread integriert.

In Deutschland sind derzeit mehr als 56.000 Menschen mit HIV infiziert, davon etwa 19 Prozent Frauen. Seit 1996 haben die verbesserten Therapiemöglichkeiten die Lebenserwartung deutlich erhöht, so dass Menschen mit HIV eine annähernd normale Lebenserwartung haben. Dies bringt für viele Menschen auch die Möglichkeit der Entwicklung langfristiger Lebensplanungen in Bezug auf Ausbildung, Beruf und Familie mit sich.

Da 75 Prozent der Infizierten zwischen 20 und 40 Jahre alt sind, gehört dazu oft auch der Wunsch nach einem Kind. Weltweit weisen Studiendaten auf Bedeutung und Häufigkeit des Kinderwunsches bei Menschen mit HIV hin, die z.B. in der Schweiz der Häufigkeit in der Normalbevölkerung entsprechen kann.

Bei der Verwirklichung des Kinderwunsches bei Menschen mit HIV müssen der Verlauf der HIV-Infektion, das Infektionsrisiko für die HIV-negative Partnerin bzw. den gesunden Partner und für das entstehende Kind berücksichtigt werden. Der Fertilitätsstatus und einige soziodemographische Faktoren wie z.B. Alter und Familienstand spielen ebenfalls eine Rolle.

Link zu den aktuellen Leitlinien: http://www.rki.de/cln_091/nn_208878/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/Empfehlungen/Empfehlungen__node.html?__nnn=true

Robert Koch-Institut - Meldung vom 3. November 2008


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BeitragVerfasst: So 25 Aug, 2013 12:51 pm  Titel:  Spermawäsche und Sicherheit bei Kinderwunsch Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Spermawäsche und Sicherheit bei Kinderwunsch

Dieser Text vom 11.9.2012 mit 807 aufrufen wird in diesen Thread integriert.

Spermawäsche erhöht die Sicherheit bei Kinderwunsch nicht mehr als erfolgreiche antiretrovirale Therapie – britischer Richtlinien-Entwurf. Der Entwurf zur britischen Richtlinie zur Behandlung der Unfruchtbarkeit führt aus, dass eine Spermawäsche nicht mehr unbedingt erforderlich sein muss bei serodifferenten Paaren mit Kinderwunsch, bei denen der Mann HIV-positiv ist und die Frau nicht.

ondamaris vom 23. Mai 2012
http://www.ondamaris.de/?p=31899


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BeitragVerfasst: So 25 Aug, 2013 12:53 pm  Titel:  Diskonkordante Paare und Kinderwunsch Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Diskordante Paare und Kinderwunsch

Der Beitrag vom 14.7.12 wird in diesen Thread integriert.

Wenn ein HIV-positiver Mann mit einer HIV-negativen Frau ein Kind zeugen will, ist ein Waschen der Spermien bei effektiver antiretroviraler Therapie des Mannes nicht mehr notwenig, so ein erster Entwurf der englischen Leitlinien zum Kinderwunsch bei HIV.

Mehr unter: HIV&More vom 27. Juni 2012
http://www.hivandmore.de/aktuell/2012-06/diskordante_paare_und_kinderwunsch.shtml


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