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Anmeldungsdatum: 27.02.2005
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BeitragVerfasst: Mo 04 Feb, 2013 10:04 am  Titel:  HIV ist nachweislich ein Mythos - Stellungnahme Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV ist nachweislich ein Mythos - Stellungnahme


HIV ist nachweislich ein Mythos -
und Aids-Medikamente können nicht die Lösung sein

Eine Replik auf Wilfried P. Bales

von Torsten Engelbrecht
in CO’MED 01/2013
http://www.torstenengelbrecht.com/artikel_wissenschaft/comed_aids_jan_2013.pdf

T. Engelbrecht verbreitet als Journalist erneut die lebensgefährlichen Theorien und Sichtweisen der HIV/Aids-Kritik zum HIV-Test sowie der Schädlichkeit und lebenslangen Verordnung von HIV-Medikamenten. Dabei wiederholt er gebetsmühlenhaft altbekannte Argumente, die sich in der Praxis längst als haltlos erwiesen haben. Wegweisende neue Forschungen der wissenschaftlichen HIV-Medizin zu Themen der Inflammation, des darmassoziierten Immunsystems und der Immunaktivierung, mit ihren negativen Auswirkungen auf Viruslast und Helferzellen, werden ignoriert. Die wenigen angesprochenen Faktoren zur Stabilisierung des Stoffwechsels und Stärkung des Immunsystem sind in der Regel völlig unzureichend, um HIV-positiven Menschen ein langfristiges Leben ohne antiretrovirale Therapie zu ermöglichen. Ein längeres Absetzen der HIV-Medikamente ist erfahrungsgemäß mit einem Anstieg der Viruslast und einer Verschlechterung der Immunsituation sowie hohen gesundheitlichen Risiken verbunden.

Aufmerksamen CO‘MED-Lesern dürfte auffallen, daß bisher auf meine Fachartikel in erster Linie Reaktionen von HIV/Aids-Kritikern erfolgten. Dazu gehören der Leserbrief des bekannten HIV/Aids-Kritikers Dr. C. Köhnlein ( 01/2012) und jetzt der Artikel des HIV/Aids-kritischen Journalisten Torsten Engelbrecht.

Eine angenehme Ausnahme stellt der Beitrag von E. Rohr / Dr. T. Gadl (06/12) dar, die sich sich zum Thema der HIV/Aids-Kritik moderat äußern und die Anwendung eines von Dr. Gradl entwickelten Nahrungsergänzungsmittels mit kaum zu glaubenden Erfolgen mit afrikanischen HIV-Patienten darstellen.

Dr. Köhnlein behandelt HIV-Patienten nur mit allopathischen Medikamenten und wendet keinerlei naturheilkundliche Methoden an. Es ist erkennbar, daß er bis heute nicht die Erkenntnisse und Therapieempfehlungen von Dr. Kremer in seine Sichtweisen integriert hat.

T. Engelbrecht behandelt das Thema lediglich aus journalistischer Sicht mit dem darauf gerichteten Focus, dass HIV bis heute nicht nach klassischen Regeln als nachgewiesen gelte und die Annahme, daß HIV als Ursache für Aids nicht bewiesen sei. Ferner stellt er einseitig die Toxizität der HIV-Medikamente in den Vordergrund und die Notwendigkeit einer lebenslangen Dauer-ART in Abrede. Weder die neuen wissenschaftlichen Forschungen der HIV-Medizin noch eindeutige immunologische Zusammenhänge mit einem sehr wahrscheinlichen viralen Agens werden in der Replik behandelt.

Beide HIV/Aids-Kritiker äußern sich vor allem zum Thema der vermeintlichen Nichtexistenz von HIV, der geringen Bedeutung der Helferzellen des Immunsystems und der toxischen Schädlichkeit der HIV-Medikamente. Dass viele HIV-Patienten mit Helferzellen unter 200/µg opportunistische Infektionen entwickeln, weltweit eine große Anzahl von HIV-positiven Menschen gerade den HIV-Medikamenten ihr Leben verdanken und für Immunologen, Heilpraktiker und HIV-Ärzte gerade die Helferzellen des Immunsystems von zentraler Bedeutung sind, wird schlicht ignoriert.

Ignoriert wird ebenfalls von beiden HIV/Aids-Kritikern, daß zunehmend Tragödien von Aids-Patienten bekannt werden, die aufgrund ihrer Orientierung an den HIV/Aids-Kritik-Theorien zu spät mit der antiretroviralen Therapie beginnen oder aber die HIV-Medikamente absetzten, sich dann aufgrund der gravierenden Immunschwäche schwere opportunistische Infektionen entwickelten, zu spät medizinische Hilfe gesucht wurde und diese Menschen dann unnötigerweise verstorben sind.

Im übrigen ist nicht zu übersehen, dass Engelbrecht sich voll an die lebensgefährlichen Theorien und Sichtweisen von Dr. Köhnlein anhängt. Dies kann auch nicht durch die zahlreichen HIV/Aids-kritischen Quellentexte übertüncht werden, die als wissenschaftliche Belege gelten sollen.

Das große Manko dieses Artikels ist, dass der Autor keinerlei praktische Erfahrungen im direkten Umgang oder gar der therapeutischen Anwendung der beschriebenen Theorien hat. Insofern schreibt er wie viele andere HIV/Aids-Kritik-Theoretiker über ein äußerst komplexes medizinisches Thema, dass er weder voll erfassen noch selbst überprüfen kann.



Detaillierte Kommentare

1.Die Abbildung der roten „Aids-Schleife“ widerspricht dem Inhalt der Replik, da die Aids-Schleife weltweit ein Symbol für die Solidarität mit HIV-Infizierten und Aids-Kranken ist. Die Abbildung der „Sackgasse“ entspricht eher dem Zustand der HIV/Aids-Kritik-Theorien und ihrer Vertreter.

2. Ich habe in meinen drei Fachartikeln bei CO’MED (11/2011, 02/2012, 03/2012) nie von Aids-Medikamenten gesprochen, sondern von HIV-Medikamenten bzw. antiretroviraler Therapie oder HIV-Medikation. Aids-definierende opportunistische Infektionen werden in aller Regel mit herkömmlichen allopathischen Medikamenten (Antibiotika, Antimykotika, Antituberkulotika, Cortison) behandelt. HIV-Medikamente werden primär zur Senkung der HI-Viruslast eingesetzt und führen sekundär zur Wiedererstarkung des Immunsystems und damit zur Verhinderung von Aids-definierenden Krankheiten. Ohne HIV-Medikamente kann sich wohl kaum ein Immunsystem in solchen Krankheitssituationen nachhaltig erholen.

3. Die Worte „würde das Sterben weitergehen“ kommen in meinen drei Fachartikeln nicht vor und stammen aus einem E-Mail-Kontakt mit dem Autor. Gleichwohl ist jedem HIV-Positiven, HIV-Therapeuten und HIV-Arzt bekannt, daß erst durch die Einführung der Proteasehemmer ab 1996 und dem Einsatz von sogen. „Dreier-Kombinationen“ (Kombination aus Nukleosidanaloga und Proteasehemmer) die Sterblichkeit von Aids-kranken Menschen drastisch zurück gegangen ist. Es ist nicht nachvollziehbar weshalb dieses Faktum fortwährend von HIV/Aids-Kritikern ignoriert wird. Ebenso wird seither bei vielen HIV-Positiven mit diesen Kombinations-Medikamenten eine Abwärtsentwicklung des Immunsystems verhindert. Inzwischen gibt es weitere Substanzklassen von HIV-Medikamenten, die je nach Situation kombiniert werden können.

4. Der Autor beschäftigt sich in der Replik primär mit Themen der HIV/Aids-Kritik, nicht aber mit den weiterführenden zahlreichen Fakten und Hinweisen meiner beiden folgenden Fachartikel zur alternativen und komplementären Therapie bei HIV-Patienten. Mit anderen Worten, die Realität der überwiegenden Zahl HIV-positiver Menschen wird völlig ausgeblendet.

5. E.Rohr/T. Gradl schrieben in ihrem Beitrag in CO’MED (06/2012) zwar auch, daß der Retrovirus HIV bis heute nicht eindeutig identifiziert sei, aber genauso wenig sei bewiesen, dass es das Virus nicht gebe. Es gehe nicht um eine rein akademische Frage, sondern um eine tödliche Krankheit. Insofern müsse der ethische Grundsatz des „worst case“ oder auch des „Pilz-Prinzips“ greifen. Wenn man beim Pilzesammeln einen Pilz nicht kenne, würde man so tun als ob er giftig wäre. Ansonsten könnte die Pilzsuppe die letzte gewesen sein.

6. Auf HIV übertragen bedeutet dies, daß man vorsorglich und erst recht aufgrund der bekannten Abwärtsentwicklungen des Immunsystem bei unbehandelter HIV-Infektion und den unmittelbar mit viraler Belastung in Zusammenhang stehenden Labordaten bei HIV-positiven Menschen zwingend von einem viralen Agens ausgehen sollte. Das bedeutet auch, dass, wenn mit alternativer Therapie kein ausreichender Erfolg erzielt werden kann, rechtzeitig die antiretrovirale Therapie aufgenommen werden sollte, zumal längst bewiesen ist, daß sich damit das Immunsystem bei den meisten HIV-Patienten nachhaltig restauriert und sogar bei schwerstkranken Aids-Patienten mit katastrophalen Immunwerten das Immunsystem insbesondere hinsichtlich der Helferzellen sich allmählich wieder erholen kann.

7. Dass HIV-Medikamente nicht immer die „ideale Lösung“ sind, ist auch mir bewusst. Therapeuten und Ärzte sind aber bestrebt ihren Patienten bestmöglich zu helfen. Das bedeutet für den einen, daß er mit alternativer Therapie die Zeit ohne HIV-Medikamente verlängern kann, für den anderen, dass er rechtzeitig die HIV-Medikamente einnimmt, um eine weitere Abwärtsentwicklung des Immunsystems zu verhindern und für den dritten, dass er eine komplementäre Therapie nutzt um evtl. Nebenwirkungen und Folgekrankheiten zu beseitigen oder zu verhindern und den Gesundheitszustand optimal zu unterstützen.

8. Die Namen prominenter HIV/Aids-Kritiker wie Peter Duesberg, Eleni Papadopulus oder auch Heinrich Kremer alleine sind noch kein Beweis dafür, daß die Aids-Kritik-Theorien HIV-Positiven nachhaltig helfen langfristig ohne HIV-Medikamente leben zu können. Keiner dieser namhaften HIV/Aids-Kritiker hat nach meiner Kenntnis jemals über viele Jahre HIV-Positive behandelt. Insfofern sind auch Theorie-Konstrukte namhafter HIV/Aids-Kritik-Theoretiker nur dann wegweisend, wenn sie sich in der Praxis bewahrheiten.

9. Von den drei genannten Persönlichkeiten hat lediglich Dr. Kremer wichtige Grundlagen für Diagnostik und Therapie beschrieben. Selbst diese sind nach meiner Überprüfung für sich alleine nicht ausreichend um HIV-Patienten langfristig ein Leben ohne HIV-Medikamente zu ermöglichen. Zu Zeiten der Erstellung des bekannten Buches von Dr. Kremer „Die stille Revolution der Krebs- und Aids-Medizin“ war das zentrale Thema bei HIV-Infektion, die Immunaktivierung, noch nicht Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Und das ist nach meiner Einschätzung auch der Hauptgrund, weshalb seine grundlegenden Therapieempfehlungen, die durchaus ihre Berechtigung haben, alleine nicht ausreichen um bei jedem HIV-Positiven die Immunaktivierung nachhaltig zu dämpfen geschweige denn die Viruslast zu senken.

10. Jeder immunologisch bewanderte Therapeut oder Arzt kann anhand von diversen Laborparametern die Wahrscheinlichkeit einer viralen Infektion erkennen, auch ohne HIV-positiven Test und ohne Vorliegen einer PCR-Viruslast-Messung. Bei HIV-negativen Patienten stellt sich die immunologische Situation völlig anders dar. Vor allem fehlt die nahezu regelmäßig bei HIV-positiven Patienten vorliegende Immunaktivierung, die an diversen Parametern erkennbar ist und direkt mit HIV in Verbindung steht. Wie soll man mit einem HIV/Aids-kritischen Journalisten oder anderen HIV/Aids-Kritikern zu diesem Thema adäquat diskutieren, wenn diese Zusammenhänge oder gar die zentrale Bedeutung der Helferzellen nicht bekannt sind oder schlicht ignoriert werden? In sämtlichen HIV/Aids-kritischen Theoriekonzepten kommt das zentrale Thema der Immunaktivierung bis heute nicht vor einschl. der Theorien von Dr. Kremer und der sogenannten Cellsymbiosistherapie!

11. Wie will ein Journalist, der nie die Bedeutung der CD4-Helferzellen und der Viruslast im Zusammenwirken mit HIV-Patienten hat überprüfen können, beurteilen, dass diese wertlos sind? Es ist im Rahmen dieser Diskussion eine Zumutung, daß die Messung der Helferzellen hier erneut als „Münzwurf“ bagatellisiert wird, obwohl gerade auch in CO‘MED das Thema Immunsystem immer wieder behandelt wird.

12. In meinen Fachartikeln wurde nirgendwo behauptet, daß HIV mit einem HIV-Test nachweisbar sei. Auch die HIV-Medizin insgesamt behauptet dies nicht. Ein HIV-Test weist lediglich HIV-Antikörper nach. Diese sind aber offenbar bei der überwiegenden Zahl der HIV-Positiven nicht alleine in der Lage, wie bei anderen Infektionen, das Fortschreiten der HIV-Infektion zu verhindern. Bei manchen HIV-Patienten scheinen die natürlichen Killerzellen in der Lage zu sein den HI-Virus unter Kontrolle zu halten. Das erklärt auch, warum es in manchen Paar-Beziehungen nicht zu einer Infektion kommt, obwohl keine Kondome benutzt wurden. Bei HIV-negativen Patienten bleibt der HIV-Test negativ. Dies kann ich anhand einiger Patienten, vor allem von sogen. HIV-Phobikern, eindeutig belegen.


Der HIV-Test ist,
richtig genutzt,
ein gesundheitsfördernder
und Leben rettender Test!!!



13. Im zweiten Fachartikel habe ich darauf hingewiesen, daß es ein aus Kostengründen nicht einsetzbares PCR-Verfahren gibt, daß zwischen infektiöser und nicht infektiöser RNA unterscheiden kann und dabei die Zahl der tatsächlich infizierten Zellen wesentlich geringer ist als in den kommerziellen Testverfahren. Dennoch ist hinreichend bekannt, daß die Viruslast in kommerziellen PCR-Testverfahren um so höher ist, je schlechter der Immunzustand und die Helferzellen sind. Je höher die HIV-Antikörper und die HI-Viruslast, desto stärker die Immunaktivierung und das Entzündungsgeschehen in den Gefäßen im Sinne einer Arteriosklerose.

14. Hier erneut die Untersuchung der CD4-Helferzellen in Frage zu stellen ist angesichts der bekannten Abläufe im Immunsystem und der zentralen Bedeutung für die Funktionsfähigkeit eines schlagkräftigen Immunsystems und der praktischen Erfahrungen meinerseits wie aller Immuntherapeuten absurd. Auch HIV-negative Patienten, wie ein aktueller Patient mit Verdacht auf Lymphom oder Krebspatienten allgemein, können ein stark geschwächtes Immunsystems mit grenzwertigen Helferzellen haben, wobei ebenso opportunistische Infektionen auftreten können. Opportunistische Infektionen, die zur Aids-Diagnose führen, treten in der Regel nur bei niedrigen Helferzellen unter 200/µl auf.


Die Zahl der Helferzellen
ist ein wesentlicher Indikator
für eine Immunschwäche.


Die Gefahr opportunistischer Infektionen
ist vor allem bei Helferzellen unter 200/µl,
stärker noch bei Helferzellen unter 100/µl gegeben!!!



15. Auch eine erhebliche oxidative und nitrosative Belastung, wie bei den erwähnten Marathonläufern, kann zu einer starken Immunschwäche führen, die bei HIV-negativen Menschen auch als solche bezeichnet wird. Helferzellen unter 200/µl führen nur in den USA bei HIV-Patienten zu einer Aids-Diagnose, um diesen Patienten damit den Zugang zu sozialen Leistungen und einer antiretroviralen Therapie zu ermöglichen.

16. Tuberkulose oder Mykosen werden seitens der HIV-Ärzte grundsätzlich mit herkömmlichen allopathischen Medikamenten behandelt. Die Verabreichung der HIV-Medikation erfolgt bei akuter Manifestation einer oder mehrerer opportunistischen Infektionen oftmals zeitlich später zur Eliminierung der HI-Viruslast, was dann sekundär eine Erholung des Immunsystems zur Folge hat.

17. Daß die heutigen HIV-Medikamente besser vertragen werden, weil mit der Zeit geringer dosiert werde und zum Teil auch mit Unterbrechen, ist so nicht korrekt. Die geringere Dosierung dürfte sich in der Regel nur auf AZT beziehen. In einer wissenschaftlichen Studie wurde nachgewiesen, daß das Unterbrechen der ART nicht sinnvoll ist und zu einer Verschlechterung des Immunzustands führt. AZT dürfte hierzulande nur noch eingesetzt werden, wenn es primär um die Elimination von HIV im Gehirn/Liquor geht. Ansonsten muß heutzutage hierzulande kein HIV-Patient mehr AZT schlucken. Insofern ist es müßig immer wieder die Ursprünge von AZT weitläufig darzustellen.

18. Hier heute noch einseitig den HIV-Medikamenten „schwerste und auch tödliche Nebenwirkungen“ nachzusagen geht ebenfalls an der Realität vorbei. Selbstverständlich hatten HIV-Medikamente der ersten Generationen erhebliche Nebenwirkungen und Folgekrankheiten. Diese Medikamente muß aber heute hierzulande niemand mehr einnehmen. HIV-Medikamente der neueren Generationen haben überwiegend keine oder eher wenige Nebenwirkungen, wenngleich es sicher auch Ausnahmen gibt durch Unverträglichkeiten einzelner Substanzen, durch individuelle Besonderheiten oder aufgrund von diversen Stoffwechsel- und Immundysregulationen sowie Mikro- und Makronährstoffdefiziten. Da aber inzwischen eine breite Auswahl an HIV-Medikamenten zur Verfügung steht, gibt es in aller Regel immer die Möglichkeit auf ein verträgliches Medikament umzustellen.

19. Viele Nebenwirkungen und Folgekrankheiten entstehen durch die falsche Auswahl der HIV-Medikamente bzw. durch zu lange Einnahme „alter“ HIV-Medikamente, die durch neuere ausgetauscht werden könnten. Ferner entstehen viele Nebenwirkungen dadurch, daß HIV-Patienten keine komplementäre Therapie nutzen, aber oftmals schlicht auch kein Geld dafür haben oder auch von ihren HIV-Ärzten oder in rein schulmedizinisch orientieren sogenannten „HIV-Selbsthilfe-Foren“ nicht entsprechend informiert geschweige denn motiviert werden. Im "ForumHIV" gelten Heilpraktiker grundsätzlich seitens des tonangebenden Moderators als „Scharlatane“ und Homöopathie als „Hokuspokus“. Im "LhivingForum" ist gar die Verwendung des bedeutsamsten Wortes bei HIV-Infektion „Helferzelle“ nicht mehr erlaubt und gesperrt, damit alternativer und komplementärer Therapie gegenüber aufgeschlossene User dort nicht mehr auf mein Forum und den Infopool www.helferzelle.de hinweisen können. Stattdessen wird nur die Formulierung „CD4“ akzeptiert.

20. Die Behauptung, daß immer mehr Patienten unter längerer Medikation unter Gewichtsverlust und noch heftigeren körperlichen Veränderungen leiden ist mir so nicht bekannt. Nach meiner Beobachtung haben Patienten eher das Problem, daß sie unter Medikation zunehmen. Körperliche Veränderungen wie Lipodystrophie oder Lipoatrophie treten mit den neuen HIV-Medikamenten allenfalls noch selten auf. Vor allem „Zerit“ und auch „AZT“ aus der ersten Generation der HIV-Medikamente waren für die Verursachung von Lipodystrophie/Lipoatrophie bekannt.

21. Vom Einsatz von Zerit wurde bereits im Jahr 2011 seitens der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) mitgeteilt, dass dies aufgrund seiner Toxizität nur in antiretroviralen Therapien eingesetzt werden soll, wenn keine anderen Alternativen bestehen. Patienten, die dieses Medikament noch nehmen, sollten umgehend mir ihrem Arzt darüber sprechen und dies möglichst bald austauschen. Zum Thema Nebenwirkungen verweise ich ansonsten auf meine Ausführungen im dritten Fachartikel. Gewichtsverlust ist seit jeher in erster Linie ein Thema für solche HIV-Positiven, vor allem auch HIV/Aids-kritisch orientierte HIV-Positive, die zu lange die Einnahme von HIV-Medikamenten hinauszögern.

22. Dass diese Erscheinungen bei vielen Millionen HIV-Positiven nicht auftreten ist eine trügerische Sichtweise. Meine Erfahrung und Beobachtung zeigt, daß die Entwicklung einer HIV-Infektion unterschiedlich verläuft und von vielen Faktoren abhängig ist. Häufig ist aber zu beobachten, daß ohne jedwede Therapie, also ohne alternative oder allopathische Therapie je nach Ausgangssituation und begleitenden Faktoren die Abwärtsentwicklung fortschreitet bis hin zur Entwicklung von opportunistischen Infektionen, Wasting oder Kaposi. Und dies völlig ohne bzw. gerade ohne HIV-Medikamente. Die Abwärtsentwicklung ist bereits frühzeitig erkennbar.

23. Schulmediziner untersuchen in der Regel nur Minimal-Laborwerte hinsichtlich Viruslast und Helferzellen, nicht aber die dahinter stehenden vielfältigen Faktoren wie das Entzündungsgeschehen, die Mikronährstoff- und die Darmsituation. Aber gerade diese sind eminent wichtig. Sie müssen frühzeitig erkannt und und behandelt werden, wenn die Zeit ohne HIV-Medikamente entscheidend verlängert werden soll. Die vielfältigen bei der HIV-Infektion auftretenden Faktoren sind in meinem zweiten und dritten HIV-Fachartikel ausführlich beschrieben. Diese Faktoren zu negieren und so zu tun als seien HIV-Positive per se gesund und erst in dem Moment krank, wenn manifeste opportunistische Infektionen auftreten, zeugt von gewaltiger Unkenntnis und ist schlicht absurd.

24. Krebs dürfte in erster Linie bei solchen HIV-Patienten entstehen, die zu lange mit Helferzellen unter 200/µl lebten und solche, die keine komplementäre Therapie nutzen. Dies ist vor allem oftmals bei HIV/Aids-kritischen HIV-Patienten der Fall oder solchen, die aus anderen Gründen nicht rechtzeitig HIV-Medikamente einnehmen.

25. Vielerorts wird beschrieben, dass HIV-Positive bis zu 10 Jahren ohne HIV-Medikamente leben können ohne das es zu schwerwiegenden Krankheitserscheinungen kommt. Es gibt auch eine geringe Zahl von HIV-Positiven, wie in meinen Fachartikeln dargestellt, die bis zu 18 Jahren und vereinzelt noch länger ohne Medikation leben können. Andererseits gibt es viele, die bereits nach wenigen Jahren oder gar sofort mit der ART-Medikation beginnen müssen. Ohne rechtzeitigen Einsatz der HIV-Medikamente würde mit ziemlicher Sicherheit die Todesrate erheblich ansteigen.

26. Patienten, die noch keine HIV-Medikamente benötigen und über einen unterschiedlich langen Zeitraum symptomlos ohne HIV-Medikamente leben können sind dennoch nicht automatisch gesund. Welche Faktoren bei der Entwicklung einer HIV-Infektion eine Rolle spielen, habe ich in allen drei Fachartikeln ausführlich dargestellt. Auch Patienten, die sich noch gesund fühlen, haben oftmals bereits erhebliche Stoffwechsel- und Immun-Dysregulationen sowie Mikro- und Makro-Nährstoffdefizite, die im weiteren Verlauf zu einer massiven Abwärtsentwicklung der immunologischen Situation führen können.

27. Die Immunaktivierung steigt in der Regel ohne jedwede Behandlung im Laufe der Jahre an, was die Ganzkörperentzündung verstärkt und vor allem zum Abfall der Helferzellen führt. Dass dieser Entwicklung mit diversen biologischen Mittel entgegengewirkt werden kann, ist aber den meisten HIV-Positiven und auch HIV-Ärzten nicht bekannt, weshalb sie sich erst dann in medizinische Behandlung begeben, wenn sich bereits erhebliche Symptome oder manifeste Krankheiten zeigen, die dann oftmals bereits als opportunistische Infektion diagnostiziert werden und die Aids-Diagnose zur Folge haben.


Auch bei symptomloser HIV-Infektion
liegen erfahrungsgemäß immer diverse
Stoffwechsel- und Immundysregulationen
sowie Mikro- und Makronährstoffdefizite vor,
die keinesfalls alleine durch
gesunde Ernährung und Lebensweise
reguliert werden können!!!



28. Die zur Überprüfung von Therapiepausen durchgeführte SMART-Studie wurde vorzeitig abgebrochen, weil diese zu riskant erschienen. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Patient Therapiepausen gefahrlos durchführen kann, ist danach umso größer, je höher sein niedrigster je gemessener CD4-Wert (Nadir) und je höher seine Viruslast vor einer antiretroviralen Therapie war. Patienten mit Therapieunterbrechungen hatten in dieser Studie ein größeres Risiko für Herz-, Kreislauf-, Nieren- und Lebererkrankungen und ein höheres Sterberisiko. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, daß diese Patienten wohl kaum vor Absetzen der Medikamente mit komplementärer Therapie und nach Absetzen weiter mit alternativer Therapie behandelt wurden.

29. Alle mir bekannten HIV/Aids-kritischen Patienten, die die Medikamente abgesetzt haben, mußten sie nach wenigen Monaten wieder einnehmen oder entwickelten nach zu langer Pause schwere opportunistische Infektionen wie Kryptokokkose, PcP, Kryptosporidose, CMV-Colitis, Soorstomatitis usw. Das gleiche gilt für HIV-Positive, die sich zu lange an der HIV/Aids-Kritik orientiert haben. Gerade im ersten Fachartikel habe ich dazu drastische Beispiele von Aids-Patienten beschrieben.


Rechtzeitige und dauerhafte
Einnahme von HIV-Medikamenten
kann schwere opportunistische
Aids-definierende Krankheiten verhindern,
Leben retten und
die Lebensqualität verbessern!!!



30. Die immer wieder von Seiten der Aids-Kritik angeführte Lancet-Studie von 2006 zur angeblich unveränderten Sterblichkeit widerspricht allen hierzulande bekannten Daten. Alle im HIV-Bereich Tätigen und erst recht Langzeitpositive wissen aus eigener Erfahrung, dass seit Einführung der Dreier-Kombinationen ab 1996 die Sterblichkeit erheblich zurück gegangen ist. Dies zu ignorieren ist schlicht absurd. Nach meiner Überzeugung kann man davon ausgehen, daß in dieser Studie viele HIV-Patienten mit Coinfektionen wie HCV, Tuberkulose und anderen schwierige Komorbiditäten enthalten sind, die das Bild der Gesamtgruppe der HIV-Positiven bzw. die Situation europäischer und vor allem deutscher HIV-Patienten verfälschen.

31. Die kürzlich veröffentlichte MACS-Studie (Multicenter Aids Cohort Study) kommt zu völlig anderen Ergebnissen. Das besondere an dieser Studie ist, dass HIV-negative Personen aus demselben Milieu wie die Kontrollgruppe stammten, es musste also nicht auf möglicherweise unpassende Daten aus der Allgemeinbevölkerung zurückgegriffen werden.

In drei Erhebungswellen von 1984 bis 2008 nahmen knapp 7000 Männer der Homosexuellenszene teil, etwa die Hälfte war HIV-positiv. Die 3800 Teilnehmerinnen der women’s Interagency HIV Study (WHIS) wurden über HIV-Test-Zentren, Drogentherapieeinrichtungen oder Unterstützungs- und Gesundheitsprogramme gewonnen, mehr als drei Viertel waren HIV-positiv. Die Frauen nahmen von 1996 bis 2008 an der Studie teil.

32. Ergebnisse der vorgenannten Studie:

Von 1984 bis 1995
waren 53 Prozent der HIV-positiven Teilnehmer
aus MACS gestorben,
bei 94 Prozent davon war HIV die Todesursache.

Von 1996 bis 2008
starben nur noch 21 Prozent,
davon 47 Prozent an Aids.



Von den HIV-positiven Frauen
waren im HAART-Zeitalter von 1996 bis 2008
insgesamt 31 Prozent der Teilnehmerinnen gestorben,
davon 50 Prozent an Aids.
Als aidsbedingter Tod galt,
wenn Aids oder eine aidsbedingte Erkrankung
als Todesursache vermerkt worden war.



Auch wird hier auf den besonderen Einfluss der Todesraten bei den nicht an Aids erkrankten HIV-Patienten hingewiesen durch Hepatitis-Koinfektionen wie auch auf die erhöhte Depressionsrate und dadurch ausgelöste Suizide sowie das Flüchten in Alkohol- und Drogenkonsum oder das späte Aufsuchen von Hilfe.

33. Im Kommentar zum vorgenannten Artikel wird zudem festgestellt, daß die erschreckend niedrige Lebenserwartung HIV-Infizierter in den USA nicht unbedingt auf Deutschland übertragen werden kann und die soziale Absicherung und medizinische Versorgung sozial schwacher Gruppen hier deutlich besser ist.

„Doch eines sollten wir trotzdem nicht vergessen:
Eine HIV-Infektion ist weiterhin
ein dramatischer Eingriff ins Leben.
Um damit klar zu kommen,
braucht es mehr als nur Arzneien.“


Quelle: HAART, aber wirksam, Ärztezeitung, 24.1.13
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/default.aspx?sid=830102&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20130125-_-AIDS+/+HIV

HAART ist nicht alles (Kommentar), Ärztezeitung, 25.1.13
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/article/830113/haart-nicht-alles.html

34. Was die Äußerungen zu den verstorbenen HIV/Aids-kritischen Patienten in der Replik zu suchen haben, kann ich nicht nachvollziehen. Es ist eher befremdlich, daß hier Äußerungen aus meinem Forum www.helferzelle.de mit den Themen des Fachartikels vermischt werden, ohne dass die Quellen dieser Berichte und Kommentare angegeben wurden. Die Geschichten dieser Verstorbenen können nicht in dieser Form öffentlich hinreichend diskutiert werden, da die Gesamtzusammenhänge, die konkreten Immundaten, Verlauf und Behandlung nur bruchstückhaft bekannt sind. Ich habe zu den beiden Todesfällen noch einmal anhand der Schilderungen von T. Engelbrecht gesondert Stellung bezogen. (siehe Hinweise am Ende des Beitrags)

35. Daß bei der Hälfte der HIV-Patienten unter ART-Medikation Sehverlust bis hin zu Blindheit auftreten würde, dürfte wenig mit der Realität HIV-positiver Menschen hierzulande zu tun haben. In den USA herrschen angesichts des dortigen Gesundheitssystems völlig andere Verhältnisse und nach dieser Darstellung erschreckende Zustände bei HIV-Positiven. Derartige Schilderungen sind mir bislang von hiesigen HIV-Positiven noch nicht begegnet. Daher empfehle ich doch an dieser Stelle wie auch bei Studien im Allgemeinen mehr zu differenzieren und nicht die amerikanischen Verhältnisse und Studienergebnisse ungefiltert auf Deutschland zu übertragen.

36. Die Schilderung der Lebensweise eines dem Autor bekannten HIV-Positiven sagt nichts über dessen tatsächlichen Gesundheitszustand aus. Meine Erfahrung in 13 Jahren Naturheilpraxis ist, dass gesund leben alleine kein Schutz vor einer Abwärtsentwicklung des Immunsystems ist. Die dort skizzierte Lebensweise mit basischer Ernährung, natürlicher Süße, Yoga und Ausdauersport sowie der Einnahme von Vitamin C ist zweifelsohne empfehlenswert, nicht nur für HIV-Positive, ist aber völlig unzureichend, um die Zeit ohne HIV-Medikamente entscheidend zu verlängern.

37. Das erwähnte Umkehr-Osmose-Wasser, das der HIV-Positive trinkt, ist ein NICHT zu empfehlendes Wasser, da es lediglich Schadstoffe zu 90-99 % eliminiert, aber den pH-Wert und das Redox-Potential sowie den Sauerstoffgehalt verschlechtert, vorhandene Mineralien entfernt, die Leitfähigkeit erniedrigt sowie die Clustergröße erhöht. Das beste Wasser, bei dem sich alle vorgenannten Faktoren positiv darstellen, ist nach meiner Kenntnis basisch ionisiertes, antioxidatives Wasser (siehe dazu Beiträge in CO'MED 07/2006, 07/2007, 07/2012).

38. Die genannten Elemente gesunder Lebensführung eines HIV-Positiven sowie die Anwendungs-Empfehlungen des Autors sind nach meiner langjährigen Erfahrung durchaus wichtig, aber völlig unzureichend um die Zeit ohne HIV-Medikamente entscheidend und langfristig verlängern zu können. Solche und weitergehende Ansprüche habe auch ich für eine optimale Therapie. Nur, in der Praxis muß ein Therapeut sich daran orientieren, was für einen Patienten machbar ist. Eine besondere Hürde stellen die Finanzen solcher Therapieansprüche dar. Und häufig kommen HIV-Patienten leider zu spät oder bereits mit grenzwertigen oder zu niedrigen Helferzellen, so dass eine optimale Therapie nicht mehr hinreichend umgesetzt werden kann.

39. Zur Vertiefung dessen, was nötig und sinnvoll wäre, empfehle ich meine beiden HIV-Artikel zur alternativen und komplementären Therapie, in denen die bedeutsamen Faktoren sowie mögliche Dysregulationen und Mikronährstoffthemen unter Einbeziehung der von Dr. Kremer und der Cellsymbiosistherapie skizzierten wichtigen Themen ausführlich dargestellt wurden. Von einer Selbstmedikation in diesem Bereich ist jedoch angesichts der Komplexität dringend abzuraten.

40. Hier noch HEAL London zu empehlen löst bei mir nur Kopfschütteln aus. HEAL Deutschland und HEAL Berlin existieren schon seit vielen Jahren nicht mehr, weil sich herausgestellt hat, daß HIV-Positive, die sich zu lange an den HIV/Aids-Kritik-Theorien orientiert haben, allesamt schwer krank wurden und die HIV-Medikamente einnehmen mußten und sich die HIV/Aids-kritischen HEAL-Sichtweisen längst überholt haben.

41. Das Thema Poppers wird bekanntlich gerne von Aids-Dissidenten hochgekocht. In meiner Praxis spielte es aber bislang eine eher geringe Rolle. HIV-Positive, die Poppers regelmäßig und in starkem Maße gebrauchen werden wohl kaum einen Heilpraktiker aufsuchen für eine alternative Therapie. Mir ist kein Patient bekannt, der durch Poppersgebrauch eine Lungenkrankheit entwickelt hätte, wohl aber solche, die selbst sagten, daß der Poppersgebrauch mit beteiligt war an der Entwicklung von Kaposi. Ein HIV-Patient erlitt durch Poppers-Exzesse sogar einen Schlaganfall. Kaposi tritt heutzutage und hierzulande nur noch selten auf.

42. Selbstverständlich werden in meiner Praxis HIV-Positive auch über die schädliche Wirkung von Poppers informiert. Im Rahmen meines Fachartikels wurde Poppers wie viele andere immunsystembelastende Faktoren aufgeführt und konnte angesichts des begrenzten Platzangebotes nicht weiter vertieft werden. Bezüglich Poppersgebrauch wie auch bei Nikotin-, Alkohol- oder sonstiger Drogensucht brauchen HIV-Positive adäquate Hilfen. Da helfen die Indogtrinierungen von Seiten der HIV/Aids-Kritiker wenig.


Fazit

Eine Diskussion, die sich nur auf das Infragestellen des HIV-Nachweises nach den Anforderungen der HIV/Aids-Kritik-Vertreter und einseitig auf die Schädlichkeit der HIV-Medikamente bezieht, ist nicht zielführend und hilft HIV-Positiven nicht. Es gilt immer für jeden einzelnen HIV-Positiven den für ihn geeigneten Weg zu finden. Zweifelsohne könnten mehr HIV-Positive eine alternative Therapie (ohne ART) oder eine komplementäre Therapie (ergänzend zur ART) nutzen. Dazu bedarf es aber fachkompetenter Therapeuten und keiner wie auch immer gearteten HIV/Aids-kritischen Phantasten und Verfechter überholter lebensgefährlicher und realitätsferner Theorien. Es bedarf mehr Offenheit bei den HIV-Ärzten, mehr Interesse und Motivation und vor allem ausreichende finanzielle Kapazitäten bei HIV-Positiven sowie zuverlässiger Unterstützung seitens der HIV-Ärzte und privater Krankenkassen anstatt permanenter Verunsicherung mit altbekannten Argumenten, überholten Fakten und Daten sowie fragwürdigen Theorien von Vertretern der HIV/Aids-Kritik.

HIV/Aids-Kritik dieser Art ist für einen an der Realität von HIV-positiven Patienten und objektiv feststellbaren Stoffwechsel- und Immundysregulationen sowie Mikro- und Makronährstoffdefiziten orientierten Therapeuten eine Zumutung. Für meine tägliche Arbeit mit alternativer (ohne ART) und komplementärer Therapie (ergänzend zur ART) ist das maßgeblich, was für Patienten machbar ist und was ihnen optimal hilft möglichst lange ohne HIV-Medikamente oder begleitend zu HIV-Medikamenten ein erfülltes Leben leben zu können.


Wer heilt hat bekanntlich recht,
was auf HIV bezogen heißt:
wer HIV-Patienten helfen kann
besser, länger und mit mehr Lebensqualität
zu leben, hat recht,
sei es nun mit alternativer, allopathischer
oder komplementärer Therapie.



Alles hat zwei Seiten
aber erst wenn man erkennt,
daß es drei sind,
erfaßt man die Sache.


Heimito von Doderer



Köln, den 10.2.2013

© Wilfried P. Bales, Heilpraktiker





Zu den im Artikel von Engelbrecht enthaltenen Äußerungen
zu den beiden verstorbenen HIV/Aids-kritischen Patienten
habe ich gesondert Stellung bezogen


Zum Tod der HIV/Aids-Kritikerin Karri Stokeley
unter 2.2.2013
http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=1541


Zum Tod der HIV/Aids-Kritikerin Maria Papagiannidou
unter 3.2.2013
http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=1641


Beispiele krankheitsfördernder
bis tödlicher Folgen der HIV/Aids-Kritik


http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=1372


Diskussion zu

HIV - Mythos oder ernstzunehmende virale Bedrohung?

http://www.helferzelle.de/wil/viewtopic.php?t=1675


HIV-Fachartikel von Wilfried P. Bales

HIV - Mythos oder ernstzunehmende virale Bedrohung?

http://www.helferzelle.de/wil/kb.php?mode=article&k=305

HIV - Chronische Entzündung und Immunaktivierung

http://www.helferzelle.de/wil/kb.php?mode=article&k=306

HIV – Nutzen und Schaden antiretroviraler Therapie (ART)

http://www.helferzelle.de/wil/kb.php?mode=article&k=307




Zuletzt bearbeitet von administrator am Mi 16 Okt, 2013 11:49 am, insgesamt 68-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst: So 17 März, 2013 1:21 am  Titel:  Leserbrief zum Artikel von T. Engelbrecht Antworten mit ZitatNach untenNach oben

„HIV ist nachweislich ein Mythos -
und Aids-Medikamente können nicht die Lösung sein“

von Torsten Engelbrecht in CO’MED Nr. 1/2013



Leserbrief

eines ehemaligen HIV/Aids-Kritikers,
späteren Aids-Patienten
und jetzt von der Existenz von HIV Überzeugten
- Botschafter des Welt-Aids-Tages "Aids überleben" 2011 -


veröffentlicht in CO'MED 3/2013



"Die von Herrn Engelbrecht dargelegten Thesen
sind an der Wirklichkeit gescheitert."


"Es gab auch in Deutschland Gruppen und Individuen, die sich voller Misstrauen gegen die orthodoxe Medizin an der Aids-Kritik orientiert haben. Gemeinsam mit kritischen Ärzten bestand ein Netzwerk, das über einige Jahre leidlich funktioniert hat. Es hätte mit den Jahren außergewöhnlich erfolgreich sein können, wären die Thesen richtig gewesen. - Leider haben die seelische Stabilisierung und ein gesunder Lebensstil nicht ausgereicht, die Gesundheit der von HIV betroffenen Menschen zu erhalten. Mir sind zahlreiche zutiefst tragische Fälle bekannt, in denen Menschen bis zuletzt darauf hofften, dass sie nicht an Aids sterben. Sie starben oft qualvoll.

Jeder der Aids-kritischen Ärzte kennt diese Fälle aus seiner Praxis. Im Stadium Aids ist es manchmal zu spät, die richtigen medizinischen Schritte einzuleiten, um den Patienten zu retten. Der Aufwand ist hoch, die Gefahr des Scheiterns enorm. - Manchmal gelingt es allerdings. Das Stadium Aids wird überwunden und im Zuge der Aids-Problematik entwickelte Medikamente wie z.B. Fluconazol bewirken eine Chance das eigentliche Wunder einzuleiten: Die Rückführung von Aids zu einer relativ guten Gesundheit. Diesen Brief schreibe ich bei guter Gesundheit, ich bin wieder berufstätig und ohne eine Erkrankung, die als Aids typisch angesehen wird. 2011 war ich für die BzgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) Botschafter zum Thema "Aids Überleben". Konkret überlebt habe ich neben anderen Aids spezifischen Erkrankungen eine Kryptokokken-Enzephalitis.

Mir sind auch die sektenhaften Züge der Aids-Kritik bekannt. Als ich seinerzeit in Sachen Aids-Kritik aktiv war, da spürte ich die Unfähigkeit zu trauern, immer wenn einer von „uns“ gestorben war, immer wenn wir alternative Erklärungen bemühen mussten. Glaubte der Erkrankte nicht wirklich an seine Gesundheit, nahm er heimlich doch noch Drogen oder soff er vielleicht? - Zeitgleich mit meiner Erkrankung 2008 ging Christine Maggiore, ein Star der Aids Kritik zugrunde, doch vorher waren es schon viele andere. - Wer, so wie ich an der Aids-Kritik festgehalten hat, der grenzt sich immer mehr ab, entfremdet sich von den Mitmenschen, aber er kennt alle Stadien von Aids, hat sie bei seinen Freunden und Bekannten beobachtet und ihr Sterben begleitet. Auch die These, dass es vielleicht daran liegt, dass früher eingenommene Medikamente, insbesondere wenn sie gegen HIV waren, an der jetzigen Erkrankung schuld sind, kenne ich. Am Totenbett von einer Sterbenden vehement postuliert, uns sozusagen als ideologischen Nachlass auf den Weg gebend, mit eisernem Willen an der Aids-Kritik festhaltend, nur der Körper war schwach.

Ich glaubte zuletzt nichts mehr,
mein entzündetes Gehirn ließ dies auch nicht mehr zu
und mein eigener Körper war auf 48kg abgemagert.
Das Ende eines degenerativen Prozesses über Jahre.


Der Ort des Sterbens ist in unserer Gesellschaft in der Regel ein Krankenhaus, doch ich hatte das große Glück, dass es eine Klinik mit einer Schwerpunktabteilung für Aids war. Ich wurde wieder gesund und heute nehme ich am Abend zwei Tabletten, die die HI-Viruslast unter Nachweisgrenze halten. Mein Cholesterinspiegel ist etwas hoch, aber ich stelle fest, dass mein gesunder Lebensstil langsam anschlägt und die Ergebnisse vor allem durch Sport deutlich sichtbar sind. Meine Mitmenschen wären verwundert, wenn ich ihnen erzählen würde, dass ich Aids hatte und daran fast verstorben wäre.

Die Mythen und Ängste die hier immer noch kursieren
und vor allem das Festhalten an der Dramatik von Aids,
seiner angeblichen Unheilbarkeit und Tödlichkeit,
das Schweigen der Positiven, das Diskriminieren von Betroffenen
und darüber hinaus die immer noch kursierende Aids-Kritik
schaffen allerdings ein Klima,
an dem man manchmal verzweifeln könnte.


Bin ich jetzt vom Saulus zum Paulus gewandelt? Eigentlich nicht, denn ich war viel zu lange Saulus, der Teil meiner Identität ist. - Die Wahrnehmung des Patienten als ganzheitlichen Menschen, sein Recht auf Selbstbestimmung einschließlich des Rechts, notwendige ärztliche Indikation abzulehnen, darüber will ich nach wie vor reden und ich begrüße diese offene Debatte, die über Jahre nicht geführt worden ist sehr zum Schaden von Menschen. - Besser die Debatte zu spät als gar nicht zu führen.

Es gibt auch bei der Aids-Orthodoxie eine Schuld, es gab nutzlose, ja schädliche Medikamente. Eine verheerende Todesbotschaft, die unwahr und in meinen Augen bösartig war, wurde seinerzeit verkündet und in den Medien explodierte eine ungeheure Aids-Hysterie. - Auch wir Aids-Kritiker hatten Erfolge. Es gibt auch Menschen, die heute deshalb noch leben, weil wir Zweifel angemeldet haben, weil wir Mut zum Leben gemacht haben. Weil wir Veranstaltungen initiierten gegen die Panik und vor einer allzu frühen Medikation warnten.

Heute ist allerdings festzustellen,
dass vor allem diejenigen gut
und manchmal wieder gesund leben,
die beiden Seiten Gehör schenkten,
es jedoch verstanden im rechten Augenblick
auch auf die Schulmedizin zu vertrauen.


Ich selbst habe diesen Augenblick fast verpasst.
Und daher schreibe ich diesen Brief,
obgleich ich Herrn Engelbrecht
und Herrn Dr. Köhnlein sagen muss,
dass sie heute auf dem Holzweg sind.



Ich hoffe, dass sie bald auf Menschen zugehen,
die jetzt erfolgreich eine Erkrankung behandeln
und kurieren können,
deren Hauptursache erkannt und bekannt ist.


Und vor allem und am Wichtigsten – es handelt sich heute um eine nahezu heilbare Erkrankung und hier ist es für Ärzte entscheidend, diese Krankheit bei ihren Patienten richtig zu diagnostizieren und qualifiziert zu therapieren. Beides ist auch heute noch eine Herausforderung. Wenn die Wissenschaft in Sachen HIV allerdings letztlich recht behalten hat, und per Anschauung und eigener Erfahrung bin ich zu dieser Überzeugung gelangt, dann bleibt uns HIV als nahezu perfekt an den menschlichen Organismus angepasster Retrovirus, der vermutlich nicht mal aktiver Verursacher sondern passiver Auslöser der Immunschwäche ist, noch lange erhalten - mit dem entscheidenden Unterschied, dass wir heute weitaus mehr tun können, als unsere Vorfahren und sich Mediziner in diesem Bereich segensreich bewähren können".

Mit freundlichen Grüßen

Ernst Gradl
Botschafter -Aids Überleben- 2011
Mitgründer von HEAL (einer alternativen AIDS-Organisation)


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