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BeitragVerfasst: Di 07 Sep, 2010 1:43 am  Titel:  Ohne Antikörper Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV-Infektionen ohne Antikörper festgestellt

Studie findet weltweit 25 Fälle, bei denen die Antikörperbildung ausblieb. HIV-Test in Deutschland trotzdem zuverlässig

Der HIV-Antikörpertest ist eines der zuverlässigsten Diagnoseinstrumente der Medizin. Spätestens drei Monate nach der Infektion hat der Körper bei allen HIV-Infizierten Antikörper gegen HIV gebildet, die im Antikörpertest nachgewiesen werden können.

Bei allen? Nein, nur bei fast allen! Forscher haben jetzt per Literaturrecherche 25 Fälle gefunden, in denen der Antikörpertest nicht angeschlagen hat - weil gar keine Antikörper gebildet wurden. Die Studie von Adam Spivak und Kollegen von der John Hopkins School of Medicine in Baltimore wurde gerade in der Fachzeitschrift AIDS veröffentlicht.
Die HIV-Infektion der Patienten war trotz des negativen HIV-Tests festgestellt worden, da sie offenbar schnell das Stadium AIDS erreicht hatten; sie waren an einer Pneumocystis-Lungenentzündung oder anderen opportunistischen Infektionen erkrankt.

Die Forscher nehmen an, dass alle Patienten einen sehr raschen Verlauf der HIV-Erkrankung zeigten. Bei vier Patienten war der Infektionszeitpunkt bekannt: Nur 5 Monate später wurde aufgrund des rasanten Verlaufs die Infektion per Virusdirektnachweis diagnostiziert.
Die Sterblichkeit innerhalb der Monate nach der Diagnose war hoch. Mindestens 10 von 17 Patienten, von denen Informationen über den Verlauf der Krankheit vorlagen, verstarben.

Alle Patienten zeigten eine schwache beziehungsweise nahezu keine Immunabwehr gegen HIV. Dabei fehlten nicht nur Antikörper, es entwickelte sich auch keine angemessene zelluläre Abwehr. Die Immunschwäche war auf HIV begrenzt, gegen andere Infektionskrankheiten konnten Antikörper gefunden werden. Nach Beginn einer antiretroviralen Therapie entwickelten dann einige Patienten doch noch Antikörper gegen HIV.

In Deutschland besteht trotz dieser Studie kein Grund zur Sorge, dass HIV-Infektionen beim Test übersehen werden könnten: Der HIV-Test würde auch bei Patienten ohne Antikörper positiv ausfallen. Denn in fast allen Laboren wird inzwischen mit dem Test der so genannten 4. Generation gearbeitet. Der fahndet nicht nur nach Antikörpern, sondern auch nach einem Eiweiß des Virus. Dieses Eiweiß namens p24 ist nachweisbar, solange keine Antikörper vorhanden sind und die Virusmenge im Blut hoch ist - das war bei allen Patienten der Fall.

(Armin Schafberger)

01.09.2010
http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/hiv-infektionen-ohne-antikoerper-festgestellt

Abstract der Studie

http://journals.lww.com/aidsonline/Abstract/2010/06190/Seronegative_HIV_1_infection__a_review_of_the.2.aspx


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BeitragVerfasst: Sa 11 Sep, 2010 11:56 pm  Titel:  HIV-Infektionen ohne Antikörper festgestellt Antworten mit ZitatNach untenNach oben

HIV-Infektionen ohne Antikörper festgestellt

Studie findet weltweit 25 Fälle, bei denen die Antikörperbildung ausblieb. HIV-Test in Deutschland trotzdem zuverlässig

Der HIV-Antikörpertest ist eines der zuverlässigsten Diagnoseinstrumente der Medizin. Spätestens drei Monate nach der Infektion hat der Körper bei allen HIV-Infizierten Antikörper gegen HIV gebildet, die im Antikörpertest nachgewiesen werden können.

Bei allen? Nein, nur bei fast allen! Forscher haben jetzt per Literaturrecherche 25 Fälle gefunden, in denen der Antikörpertest nicht angeschlagen hat - weil gar keine Antikörper gebildet wurden. Die Studie von Adam Spivak und Kollegen von der John Hopkins School of Medicine in Baltimore wurde gerade in der Fachzeitschrift AIDS veröffentlicht.

Die HIV-Infektion der Patienten war trotz des negativen HIV-Tests festgestellt worden, da sie offenbar schnell das Stadium AIDS erreicht hatten; sie waren an einer Pneumocystis carinii Lungenentzündung oder anderen opportunistischen Infektionen erkrankt.

Die Forscher nehmen an, dass alle Patienten einen sehr raschen Verlauf der HIV-Erkrankung zeigten. Bei vier Patienten war der Infektionszeitpunkt bekannt: Nur 5 Monate später wurde aufgrund des rasanten Verlaufs die Infektion per Virusdirektnachweis diagnostiziert.
Die Sterblichkeit innerhalb der Monate nach der Diagnose war hoch. Mindestens 10 von 17 Patienten, von denen Informationen über den Verlauf der Krankheit vorlagen, verstarben.

Alle Patienten zeigten eine schwache beziehungsweise nahezu keine Immunabwehr gegen HIV. Dabei fehlten nicht nur Antikörper, es entwickelte sich auch keine angemessene zelluläre Abwehr. Die Immunschwäche war auf HIV begrenzt, gegen andere Infektionskrankheiten konnten Antikörper gefunden werden. Nach Beginn einer antiretroviralen Therapie entwickelten dann einige Patienten doch noch Antikörper gegen HIV.

In Deutschland besteht trotz dieser Studie kein Grund zur Sorge, dass HIV-Infektionen beim Test übersehen werden könnten: Der HIV-Test würde auch bei Patienten ohne Antikörper positiv ausfallen. Denn in fast allen Laboren wird inzwischen mit dem Test der so genannten 4. Generation gearbeitet. Der fahndet nicht nur nach Antikörpern, sondern auch nach einem Eiweiß des Virus. Dieses Eiweiß namens p24 ist nachweisbar, solange keine Antikörper vorhanden sind und die Virusmenge im Blut hoch ist - das war bei allen Patienten der Fall. (Armin Schafberger)

Abstract der Studie
Deutsche Aids-Hilfe - Meldung vom 2. September 2010


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