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Anmeldungsdatum: 27.02.2005
Beiträge: 7913
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BeitragVerfasst: Fr 23 Jul, 2010 1:38 am  Titel:  Bin ich HIV-positiv? Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Bin ich HIV-positiv?

Aids-Test: Eine Woche Stress, Angst und Zweifel. Protokoll einer belastenden Erfahrung.

Timo (Name von der Redaktion geändert) ist 22 Jahre alt und studiert an der Uni Würzburg. Er erzählt von seinem ersten HIV-Test und möchte anonym bleiben.

„Ich kann mich genau daran erinnern, wie mir die Frau vom Gesundheitsamt den kleinen roten Zettel gegeben hat. Auf dem Zettel stand eine Nummer. Nach einer Woche sollte ich wiederkommen, dann würde mich das Ergebnis erwarten. Dann sollte ich erfahren, ob ich HIV-positiv bin.

Den Zettel habe ich gefaltet und in mein Portemonnaie gesteckt. Das war nicht so einfach, denn mir war schlecht und ich habe stark gezittert. An die sieben Tage, die dann kamen, kann ich mich nur schemenhaft erinnern.

Ich bin in jener Woche nicht zur Uni gegangen, habe die meiste Zeit zu Hause herumgehangen. Nachts konnte ich nicht schlafen und ich hatte Schweißausbrüche. Wenn meine Freundin mich angerufen hat, habe ich sie ignoriert. Aber eigentlich war sie damals ja schon meine Ex.

Wir hatten eine ,offene‘ Beziehung gehabt, das heißt: Alles kann, nichts muss, und mit der Treue nimmt man es nicht so genau. Wir hatten immer ungeschützten Verkehr, weil sie keine Gummis wollte. Ich habe das einfach akzeptiert und das Risiko ausgeblendet, genauer gesagt habe ich gar nicht daran gedacht. Bis sie eines Tages zu mir gesagt hat, sie habe seit langem keinen Test mehr machen lassen und sei sich nicht so sicher. Und dass sie sich Sorgen macht wegen Aids.

Drei Monate musste ich warten, bis ich mich testen lassen durfte, weil die Antikörper erst dann nachweisbar sind. Die Vorstellung, wie sich in meiner Blutbahn gerade die HI-Viren vermehren, hat mir Angst gemacht.
Während der sieben Tage, in denen ich auf das Ergebnis gewartet habe, hatte ich immer nur eine Frage im Kopf: Was, wenn ich positiv bin? Wie soll ich das meiner Ex-Freundin sagen, und den anderen Frauen, mit denen ich geschlafen hatte? Was werden meine gutbürgerlichen Eltern von mir denken? Aids holen sich Junkies und Prostituierte, aber keine Akademiker, so war mein Vorurteil gewesen. Und jetzt war ich vielleicht selbst einer von ,denen‘. Die Nähe, die ich mit meiner Ex erlebt hatte, kam mir plötzlich falsch und verlogen vor.

Es heißt immer, Kondome schützen. Das stimmt zwar, aber Gummis machen den Sex nicht unbedingt besser. Manche Frauen suchen das schnelle Abenteuer. Wenn du nach einer Party ein Mädchen mit nach Hause nimmst, will die meistens nicht mit Kondomen rumfummeln; das stört eher. Kondome gelten unter jungen Menschen nicht gerade als cool – das ist natürlich verantwortungslos, aber ich habe es so erlebt.

Nach sieben Tagen war ich wieder im Gesundheitsamt. Ich habe der Frau den roten Zettel gegeben. Sie hat in dem Buch nachgeschaut, in dem die Liste mit den Ergebnissen steht. Sie ist mit dem Finger die Liste entlanggefahren, hat in der Zeile mit meiner Nummer gestoppt und ein Lineal angelegt. Sie hat das Passwort und das Geburtsdatum geprüft und gesagt: ,Es konnten keine Antikörper im Blut nachgewiesen werden.‘
Zuerst habe ich mich sehr leer gefühlt, dann ging es mir langsam besser. Meine Ex-Freundin hat später am Telefon gefragt: ,Wieso hast du nichts erzählt? Ich habe doch neulich auch einen Test gemacht.‘

Ungeschützten Sex hatte ich seitdem nicht mehr. Den roten Zettel habe ich behalten, als Erinnerung. Was mir nicht aus dem Kopf geht, ist diese Liste. „Wie geht es jetzt den anderen Menschen auf der Liste, sind die auch alle negativ?“

http://www.mainpost.de/nachrichten/dasthema/Bin-ich-HIV-positiv-;art1748,5660785

Kommentar

Natürlich wird hier wieder einmal fälschlicherweise von "Aids-Test" gesprochen, anstatt von HIV-Test. Wann lernen Journalisten endlich mit dem Thema HIV und Aids aufmerksamer und korrekt umzugehen?


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