Helferzelle

Studien und Forschung - Impfstoffforschung

administrator - Mi 07 März, 2007 1:02 am
Titel: Impfstoffforschung
Impfmöglichkeit gegen Aids in Sicht: Ein Antikörper kann die Schwachstelle der beinahe unüberwindlichen HIV-Abwehr durchdringen.

US-Forscher am National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) haben einen möglichen Angriffspunkt für eine wirksame Impfung gegen Aids gefunden. Der Antikörper b12 kann ein Protein auf der Oberfläche des HI-Virus angreifen und überwinden. Den Forschern ist es auch gelungen, diesen Vorgang mikroskopisch sichtbar zu machen (siehe Abbildung).

Vollständiger Artikel unter:

(pap/Nature, NIAID/NIH)
15.2.2007
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/sexualitaet/aids-impfung_nid_44673.html
administrator - Fr 30 März, 2007 9:46 pm
Titel: Auf dem Weg zum HIV-Impfstoff
Auf dem Weg zum HIV-Impfstoff

Helmholtz-Forscher bauen virale Bindungsstelle nach.

Für eine der größten Seuchen der Gegenwart - AIDS - gibt es bisher keinen wirksamen Impfschutz, obwohl Forscher auf der ganzen Welt fieberhaft danach suchen. Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung ist es nun gelungen, einen wichtigen Baustein des HI-Virus im Reagenzglas nachzuahmen. Er ist an der Auslösung einer Immunantwort beteiligt, die das Virus neutralisiert. Ein erster Schritt in Richtung Impfstoff? Wie alle Viren kann sich auch das HI-Virus nicht selbst vermehren, sondern ist auf eine Wirtszelle angewiesen. Das Virus geht dabei besonders heimtückisch vor - es befällt die T-Zellen der Immunabwehr und vermehrt sich in ihnen.

Den Kontakt zwischen Virus und Wirtszelle vermitteln Proteine. Das HI-Virus trägt auf seiner Hülle ein Protein, das gp120 genannt wird. Da sich dieses Protein ständig verändert, können Antikörper, die sich gegen gp120 richten, das Virus nur für eine begrenzte Zeit erkennen und bekämpfen. "Im gp120 gibt es nur wenige konstante Bereiche", weiß Privatdozentin Dr. Jutta Eichler. "Sie sind meist im Inneren des Proteins verborgen. Wir müssen sie dem Immunsystem bei einer Impfung gut erkennbar präsentieren. Dann kann die körpereigene Abwehr so genannte breit neutralisierende Antikörper bilden, die gegen viele HI-Virusstämme aktiv sind."

Der Chemiker Dr. Raimo Franke hat während seiner Dissertation in der Arbeitsgruppe "Konformationelle Protein-Ligand-Interaktionen" am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung eine dieser konstanten Regionen des gp120 im Reagenzglas nachgebaut: die Bindungsstelle, mit der sich das Virus an die T-Zelle andockt. Dabei hat er Abschnitte des gp120, die diese Bindungsstelle ausmachen, an molekulare Gerüste geknüpft. Franke erklärt: "Ich habe sozusagen `chemisches Lego´ gespielt, bis ich die Kombination aus Gerüst und Proteinabschnitten gefunden hatte, die am besten die Bindungsstelle des gp120 imitiert."
Mit einem dieser Peptide haben die Wissenschaftler Kaninchen immunisiert, die daraufhin gp120-erkennende Antikörper bildeten. Dr. Jutta Eichler ist begeistert: "Wir konnten zeigen, dass diese Antikörper ähnliche Bindungseigenschaften haben wie einer der wenigen bisher bekannten breit neutralisierenden Antikörper." Dieser Befund gibt Anlass zur Hoffnung, dass die anti-Peptid-Antikörper auch eine HIV-Infektion bekämpfen könnten. Das muss nun in Experimenten mit lebenden Zellen und aktiven HI-Viren überprüft werden.

Quelle - Ausführliche Informationen bietet der Originalartikel:
Franke R, Hirsch T, Overwin H, Eichler J.: Synthetische Mimetika der CD4-Bindungsstelle von HIV-1 gp120 für das Immunogen-Design. Angew.Chem. 2007; 119(8 ): 1275-1277

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung - Meldung vom 27. März 2007
administrator - Fr 15 Jun, 2007 10:47 pm
Titel: Durchbruch bei HIV-Impfstoffsuche
Schweiz: Durchbruch bei HIV-Impfstoffsuche

Der in der Schweiz ansässigen Biotechfirma Mymetics ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines HIV-Impfstoffs gelungen. Bereits jetzt ist der Konzern im Gespräch mit Novartis.

«Der Prototyp des HIV-Impfstoffs sorgt dafür, dass Aids-Viren schon an den Schleimhäuten blockiert werden und nicht erst im Blut», sagt Ernst Lübke, Chief Financial Officer bei Mymetics. Nachweisen konnte das Unternehmen die Bildung von neutralisierenden IgA-Antikörpern bisher erst bei Affen. Verläuft alles nach Plan, will Mymetics Ende 2008 mit ersten Tests am Menschen starten.

Bis der HIV-Impfstoff auf den europäischen und amerikanischen Markt gelangen wird, dauert es mindestens noch acht Jahre. Schon jetzt ist das Biotechunternehmen aber im Gespräch mit Grosskonzernen wie Novartis, um die Rechte für 400 bis 500 Millionen Euro zu verkaufen. Der Hauptinvestor ist eine Schweizer Privatperson, deren Namen geheim gehalten wird. Wird der Impfstoff erfolgreich, könnte er etwa in Afrika gegen Aids eingesetzt werden.

http://www.mymetics.com/

http://www.mymetics.com/mymetics_images/illus-mymx-02.gif[/url]
Simon - Sa 16 Jun, 2007 8:13 pm
Titel:
Ich bin kein Fachmann, aber die Abbildung des b12-Antikörpers und des HIV-Proteins im Focus-Link ganz oben ist doch niemals eine Mikroskop-Abbildung, oder?

"...Eine Impfung gegen HIV ist deshalb so schwierig, weil sich das Virus nicht nur ständig verändert, um vom Immunsystem UNENTDECKT zu bleiben. Es ist auch von einer schier undurchdringlichen Schicht aus Zuckermolekülen umgeben, die alle Antikörper abprallen lässt. Allerdings müssen einige Stellen der Virusoberfläche stabil bleiben, damit das Virus sich mit menschlichen Zellen verbinden kann. Eine solche Stelle ist das Protein gp120. Und hier kann der Antikörper b12 andocken, der das Virus mit einigem Erfolg bekämpfen kann. Frühere Studien haben bewiesen, dass b12 im Blut von HIV-Infizierten zirkuliert, die mit der Infektion gut fertig werden und bei denen Aids nicht voll ausbricht."

Das ist doch Schwachsinn. Mal ehrlich.
administrator - Fr 28 Sep, 2007 11:46 pm
Titel: Merck bricht Test von Aids-Impfstoff ab
Merck bricht Test von Aids-Impfstoff ab

Das Mittel sei offensichtlich ineffizient und die Testreihe zum Scheitern verurteilt – dieses bittere Urteil fällt der Pharmakonzern über sein eigenes Aids-Medikament. Der Impfstoff galt als vielversprechend. Jetzt empfiehlt Merck, es niemandem mehr zu verabreichen.

Der US-Pharmakonzern Merck hat die Tests für sein Aids-Mittel wegen Ineffizienz unterbrochen. Der Impfstoff galt als eines der vielversprechendsten Medikamente im Kampf gegen das HI-Virus. Merck hatte sich bislang immer optimistisch über das Mittel geäußert, das es seit einem Jahrzehnt testet. Nun empfahl ein unabhängiges Daten-Überwachungs-Institut, keine Freiwilligen mehr dem Impfstoff auszusetzen, weil die Versuche zum Scheitern verurteilt seien.

„Niemand weiß, ob wir jemals einen effektiven Impfstoff gegen das HI-Virus haben werden, weil das Virus einfach so eine große Herausforderung ist“, sagte Mark Feinberg von Merck in einem Interview. Ein weiterer hochrangiger Mitarbeiter des Unternehmens sagte, noch sei unklar, ob Merck andere Impfstoffe gegen das HI-Virus entwickeln werde. Zunächst würden die vorliegenden Daten ausgewertet.

21.9.2007
http://www.welt.de/wissenschaft/article1204219/Merck_bricht_Test_von_Aids-Impfstoff_ab.html
administrator - Sa 29 Sep, 2007 12:10 am
Titel: Rückschlag für Aids-Impfstofftest
Rückschlag für Aids-Impfstofftest

Ein großer, vielversprechender Aids- Impfstofftest in Südafrika ist vorerst gestoppt worden. Das Präparat MRKAd5 galt bislang als einer der aussichtreichsten Impfstoffkandidaten gegen Aids.

Parallelversuche in den USA und Australien hatten jedoch Hinweise darauf gegeben, dass der von der US-Firma Merck & Co. entwickelte Impfstoffkandidat nicht gegen HIV- Infektionen schützt.

«Es war ein sehr schlechter Tag für uns. Diese Neuigkeiten machen uns schrecklich mutlos», sagte die Chefwissenschaftlerin des Impfstofftests in Südafrika, Glenda Gray vom Chris Baragwanath Hospital in Soweto, der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Etwa 700 Menschen waren an dem Versuch (HVTN 503) mit dem Codenamen Phambili beteiligt, der an fünf Orten in Südafrika um Februar 2007 gestartet war. Der Impfstoff sollte gegen den Viren- Subtyp C schützen, der in Afrika verbreitet ist.

Vorangegangene Versuche hatten zunächst einige Erfolge dieses Präparats gegen den Viren-Subtyp B gezeigt. Nun hatten Zwischenergebnisse von Tests in Regionen mit dem Subtyp B, wie den USA und Australien, jedoch ergeben, dass der Stoff MRKAd5 wahrscheinlich nicht vor HIV schützt.

Es werde etwa einen Monat dauern, bis aufgrund der neuen Datenlage entschieden werden könne, ob der südafrikanische Test weitergeführt werde, sagte Gray.

Erste Ergebnisse des südafrikanischen Tests hatten laut Gray eine gute Reaktion des Immunsystems gezeigt, doch es scheine nun so, als ob dies nicht unbedingt zur Abwehr der Aidsviren führe.

Der südafrikanische Test, eine Phase II-Studie, war einer der am weitesten fortgeschrittenen Impfstoffversuche auf dem Gebiet in Afrika. In Südafrika sind 5,4 Millionen Menschen mit Aidsvirus infiziert - das ist jeder neunte.

20min.ch - Meldung vom 22. September 2007
administrator - Do 11 Okt, 2007 12:46 am
Titel: HIV-Impfstoffstudie abgebrochen
Unrentabler Markt :US-Pharmariese stellt Forschungen an Aids-Impfstoff ein

Zu teuer, zu zeitaufwändig, zu frustrierend: Der US-Pharmariese Merck hat seine Suche nach einem Aids-Impfstoff aufgegeben. Das Geschäft mit dem Mittel rechnet sich nicht - zumal medizinische Studien keinen Erfolg nachwiesen. Auch andere Konzerne halten sich erstaunlich zurück.

New York - Jason Foster hat sein Leben aufs Spiel gesetzt für den Kampf gegen Aids. Der 27-jährige New Yorker war einer von rund 3000 Freiwilligen, an den der US-Pharmariese Merck seinen noch namenlosen, potentiellen HIV-Impfstoff ausprobierte. Foster bekam Spritzen - ob mit dem Mittel oder einem Placebo, wusste er nie - und musste sich regelmäßig testen lassen. "Dank Leuten wie dir", hatte ihm die Werbung für die Studie versprochen, "wird Aids gestoppt werden."

Es sollte nicht sein. Ende September, nach fast drei Jahren, brach Merck seine weltweiten Studien vorzeitig ab, als sich herausstellte, dass sie keinerlei Wirkung zeigten. Im Gegenteil: Die HIV-Infektionsrate schien mit dem Stoff noch höher als mit dem Placebo. "Ich war am Boden zerstört", sagt Foster, der bisher HIV-negativ geblieben ist. "Ich hatte so große Hoffnungen."

Die hatten alle. Der Merck-Impfstoff MRK-Ad5 galt seit langem als das vielversprechendste Mittel im Kampf gegen Aids. Ein Jahrzehnt hatte Merck an der Formel gearbeitet. Damit erlitt die Jagd nach dem "heiligen Gral" der Aidsforschung ihren bisher schwersten Rückschlag: Experten befürchten, dass es nun mindestens noch weitere zehn Jahre dauern dürfte, bis es neue Fortschritte gibt. "Dies ist eine Enttäuschung für uns und eine Enttäuschung für jeden, der auf dem Gebiet der Impfstoffe arbeitet", erklärte Merck-Vizepräsident Mark Feinberg.

Die Investoren dagegen sehen das offenbar etwas anders: Mercks Aktienkurs Chart zeigen ist seit der Impfstoff-Nachricht um fast drei Prozent angestiegen. Es ist, als sei den Shareholdern eine Last von den Schultern gefallen.

Moralisch zwingende Forschung

Denn hier offenbart sich die bittere wirtschaftliche Realität hinter der erfolglosen Suche nach einer Aids-Vakzine: Sie ist moralisch und humanitär geradezu zwingend, rechnet sich aber für die Pharmaindustrie kaum, da sie zeitaufwändig, sündhaft teuer und frustrierend ist - und ohne Aussicht auf Profit.

Es ist das uralte Problem jeder Immunmittel-Forschung, nicht nur gegen Aids, das mit dem Merck-Debakel nun wieder zutage tritt: Während Regierungen, Forschungsinstitutionen und Stiftungen wie die Gates Foundation Unsummen in die Sisyphus-Arbeit stecken, halten sich die Industriemultis spürbar zurück. Nicht umsonst hatte es ja auch über ein Jahrhundert gedauert, bis ein wirksamer Typhus-Impfstoff gefunden war.

Obwohl die Konzerne nach außen das Gegenteil behaupten. "Die Pharmakonzerne haben sich der Aids-Impfstoff-Forschung voll verpflichtet", weist Ken Johnson, Sprecher des Branchenverbands Pharmaceutical Research and Manufacturers of America (PhRMA), jede Kritik zurück. "Unsere Unternehmen sind sich der Notwendigkeit eines Erfolgs in diesem wichtigen Wissenschaftsbereich klar bewusst."

Doch die Zahlen zeichnen ein anderes Bild. Über 20 Milliarden Dollar im Jahr gibt die Welt für die Aidsforschung aus. Doch 2006 floss nach Angaben der Uno nur eine Milliarde davon in die Jagd nach einem Impfstoff. Und davon stammten wiederum nur 79 Millionen Dollar, nicht mal acht Prozent, aus dem Privatsektor und dessen Multimilliarden-Bilanzkassen. Der Rest kommt aus Staats- und Stiftungshand. Obwohl sich "Big Pharma" sonst bei anderer Forschung oft zur Hälfte beteiligt.

Kein Wort vor den Aktionären

"Sie müssen erst einen größeren Gegenwert sehen, um die Risiken wettzumachen, die zu diesem Zeitpunkt noch existieren", sagt Bob Hecht, Vizepräsident der International Aids Vaccine Initiative (IAVI), zu SPIEGEL ONLINE. Obwohl und gerade weil Merck in dem Bereich "eine der engagiertesten" Firmen gewesen sei, werde das nach dem Fehlschlag kaum besser werden: "Wenn Firmen zu viele wissenschaftliche Fragezeichen sehen, wenn sie nicht mal einen Nachweis der Machbarkeit haben, kann sie das noch zögerlicher machen."

Nach über 25 Jahren Aidsforschung ist das eine beklemmende Erkenntnis. Weltweit sind heute fast 40 Millionen Menschen mit dem Aids-Virus HIV infiziert. Jeden Tag kommen rund 12.000 neue hinzu. Drei Millionen im Jahr sterben. Ein Impfstoff bleibt unerreichbar. "Das ist eine beispiellose Herausforderung", sagt Hecht.

Obwohl derzeit über 30 Versuchsreihen laufen, mit weltweit 25.000 Teilnehmern. Die meisten sind jedoch noch im Frühstadium. Die Merck-Studie war mit am weitesten fortgeschritten.

Alle großen Pharmakonzerne sind beteiligt: GlaxoSmithKline Chart zeigen, Merck, Novartis Chart zeigen, Sanofi-Aventis Chart zeigen, Wyeth Chart zeigen - doch mit vergleichsweise geringem Eigenaufwand (93 Prozent der Versuchskosten werden staatlich finanziert) und seltsam diskret. Merck-CEO Richard Clarke erwähnte den Impfstoff MRK-Ad5 vor den Aktionären auf der Hauptversammlung im April mit keinem Wort.

Kranke sind profitabler als Gesunde

Das überrascht nicht. Aktionäre wollen so etwas nicht hören. Denn auf den ersten Blick scheint eine solche Aids-Wunderwaffe zwar ein Blockbuster. Doch die wissenschaftlichen Probleme sind weiterhin so enorm, komplex und vor allem ungelöst, dass die Entwicklungskosten astronomisch bleiben.

Und die würden sich auch durch den Verkauf des Mittels kaum decken lassen. "Der Hauptgrund, aus dem Firmen ein Feld betreten, ist die Aussicht auf einen Markt", weiß Stanley Plotkin, der Chefberater von Sanofi Pasteur, der Impfstoff-Tochter von Sanofi-Aventis. Doch dieser Markt hat im Fall eines Aids-Immunmittels "große Ungewissheit", ergänzt Hecht: Die, die einen Impfstoff am dringendsten bräuchten, könnten letztlich auch am wenigsten dafür zahlen - Menschen in Entwicklungsländern, in denen 95 Prozent aller neuen HIV-Infektionen gezählt werden.

Wie das nach hinten losgehen kann, haben die Pharmakonzerne in den neunziger Jahren mit den ersten HIV-Pillen erlebt: Ihre für die Dritte Welt unbezahlbare Preisgestaltung rief Aids-Aktivisten auf den Plan und führte zu einem PR-Alptraum. Gruppen wie Act Up übten so lange Druck auf die Pharmafirmen aus, bis sie Abschläge machten und ihre Profitmarge reduzierten.

Hinzu kommt eine zynischere Erwägung: Ein Impfstoff muss nur ein paar Mal im Leben verabreicht werden. Doch viele HIV-Infizierte müssen für den Rest ihrer Tage Medikamente nehmen - jeden Tag. Chronisch Kranke zu behandeln bringt dem Hersteller letztlich mehr als neue Erkrankungen zu verhindern.

Steuergutschriften für Aids-Pioniere

Diese Kritik ist nicht neu. Schon 2005 monierte Edmund Tramont, der damalige Aids-Experte der US-Gesundheitsbehörde NIH, das mangelnde Engagement der Privatwirtschaft. "Wir werden einen HIV-Impfstoff haben", sagte er. "Aber er wird nicht von einem Konzern hergestellt werden. Die fallen wie die Fliegen um, weil es für sie keinen wirklichen Anreiz gibt."

Wie könnten solche Anreize aussehen? In Großbritannien bekommen Pharma-Pioniere, die an Impfstoffen für Aids und andere Krankheiten (Tuberkulose, Malaria) arbeiten, Steuergutschriften. In den USA wird das bisher nur hypothetisch diskutiert. Ebenso wie ein spezieller Aids-Rechtsschutz, um die Firmen vor Schadenersatzklagen zu schützen.

Eine weitere Option wären "Advance Market Commitments" (AMC). Das sind Programme, mit denen sich Stiftungen und Regierungen vorab verpflichten, bestimmte Mengen an Impfstoffen zu festen Preisen einzukaufen. Mehrere Staaten und die Gates Foundation steckten bereits Anfang dieses Jahres 1,5 Milliarden Dollar in ein AMC-Pilotprojekt gegen Lungenentzündungen und Meningitis.

"Selbstloses Engagement"

Andere fordern die stärkere Einbindung kleinerer Biotech-Firmen in die Impfstoff-Suche als bisher. Diese können sich das im Gegensatz zu den Pharma-Giganten kaum leisten. Die IAVI hat deshalb gemeinsam mit der Gates Foundation einen Innovationsfonds in Höhe von zehn Millionen Dollar ins Leben gerufen, um "frische Ideen" zu provozieren. "Die Biotech-Industrie wimmelt nur so vor Erfindungsreichtum", sagt IAVI-Chef Berkley. "Den sollten wir anzapfen."

Für den Merck-Konzern dagegen, der im vergangenen Jahr 22,6 Milliarden Dollar Umsatz machte, ist die Sache erst mal erledigt. Weitere Aids-Impfstoffe hat er nicht in petto. "Es ist nichts in Sicht", sagt Merck-Vizepräsident Mark Feinberg. "Wir haben keinen anderen Impfstoff-Kandidaten, der aussichtsreich genug wäre, um weiter in klinische Untersuchungen voranzuschreiten."

Trotzdem bekam das Unternehmen allseits Lob für seine Bemühungen: "Wir applaudieren Merck für seine gewaltige Führungsrolle", erklärte die Aids Vaccine Advocacy Coalition (AVAC). "Das Unternehmen hat ein gutes Beispiel gesetzt." Doch noch jemand anderem gratulierte AVAC - den freiwilligen Testteilnehmern wie dem New Yorker Jason Foster. "Ihr selbstloses Engagement macht die Impfstoff-Forschung erst möglich."

Quelle nicht mehr feststellbar
administrator - So 18 Nov, 2007 1:56 am
Titel: HIV-Impfstoffstudien werden schwieriger
HIV-Impfstudien werden schwieriger

Trotz Negativstudie: Am Konzept der Lebendimpfung wird festgehalten.
Berlin - Bei der Impfung gegen HIV setzen Virologen trotz Misserfolgen in einer großen Studie weiterhin auf lebende Viren, die HIV-Bestandteile in den Körper transportieren. Die meisten erwarten aber, dass klinische Studien jetzt schwieriger werden.

"Wenn wir einen effektiven Impfstoff wollen, müssen wir die Variabilität des HI-Virus nachstellen", sagte Professor Reinhard Kurth vom Robert Koch-Institut zur "Ärzte Zeitung". Weil die Wissenschaftler aber Retroviren wie HIV aus Sicherheitsgründen nicht einsetzen könnten, müssen sie auf andere Viren ausweichen.

Ein Hoffnungsträger war bisher das Adenovirus 5 (Ad-5). Ein Konstrukt aus Ad-5 und der DNA von drei HIV-Proteinen lieferte aber in einer vor wenigen Tagen beendeten Studie des US-Unternehmens Merck keinen Impfschutz. Tatsächlich waren die Infektionszahlen in der Impfkohorte sogar höher.

Trotzdem sollte die Ad-5-Strategie nach Kurths Auffassung weiter verfolgt werden. Er plädierte trotz des Misserfolgs dafür, eine mit einem anderen Ad-5-basierten Impfstoff für 2007 geplante Großstudie des US-National Institute for Allergies and Infectious Diseases mit 9.000 Teilnehmern in kleinerem Umfang zu starten. Noch liegt sie auf Eis. Außer Ad-5 sind für Kurth aber auch noch andere Viren als Träger von HIV-DNA denkbar: "Herpesviren zum Beispiel sind noch nicht ausreichend untersucht worden." Der Vorteil: Es ist klar, dass Menschen diese Viren vertragen. Auch Foamy- und Kuhpockenviren sind vielversprechende Kandidaten für Impfstoffe.

Trotzdem: Die Enttäuschung über die fehlgeschlagene Studie kann kaum ein HIV-Forscher verbergen: "Klinische Studien in Afrika werden jetzt sehr viel schwieriger", sagte Professor Ralf Wagner von der Uni Regensburg. Es sei zu erwarten, dass noch viel stärker als bisher zunächst die Sicherheit des Impfstoffs nachgewiesen werden müsse. Auch Wagner berichtete von einer Studie, die wegen der jüngsten Probleme nun erst einmal verschoben wurde.

Ärzte-Zeitung vom 14. November 2007
administrator - Sa 01 Dez, 2007 3:42 pm
Titel: Wo bleibt der HIV-Impfstoff?
Wo bleibt der HIV-Impfstoff?

Bochum - Bei 12.000 HIV-Neuinfektionen pro Tag wartet alles auf den Impfstoff. Doch die weltweiten Bemühungen gleichen einer "Chronik andauernden Scheiterns". Einen Gen-basierten Impfstoff, der spezialisierte Zellen des Immunsystems ansteuert und aktiviert, entwickeln und prüfen jetzt Forscher des von der Ruhr-Universität koordinierten (Prof. Dr. Klaus T. Überla, Molekulare und Medizinische Virologie) europäischen Projekts DEC-VAC (Development of a Dendritic Cell-targeted Vaccine against AIDS) - und erreichen mit einem "Testprotein" bereits erstaunliche Erfolge.

Genbasierte Impfstoffe - das Prinzip

Die Strategie Gen-basierter Impfstoffe ist, Aspekte von HIV-Lebendimpfstoffen zu nutzen, aber deren Sicherheitsrisiken auszuschließen. Dies geschieht, indem nicht das virale Protein selbst verabreicht wird, sondern ein Gen, das seine Bildung erst nach der Impfung ermöglicht. Die Impfung soll die Immunabwehr gegen HIV stärken, indem sie die sog. zytotoxischen T-Zellen aktiviert. Für die Erstausbildung dieser T-Zellen müssen die viralen Proteine aber zunächst von spezialisierten Zellen des Immunsystems, den sog. dendritischen Zellen, aufgenommen und auf der Zelloberfläche (der infizierten Zelle) wie auf einem Tablett präsentiert werden. Die Forscher haben diese Voraussetzung geschaffen, indem sie die durch den Gen-basierten Impfstoff gebildeten viralen Proteine an einen Antikörper koppeln, der wiederum an ein spezielles Oberflächenprotein (DEC205) der dendritischen Zellen bindet. Mit Hilfe sog. Genfähren (für Menschen ungefährliche Viren) wird die Übertragung der Impfgene verbessert.
Vielversprechende Erfolge mit "Testprotein"

Als erstes entwickelten die DEC-VAC-Forscher einen speziellen Antikörper gegen DEC205 und koppelten diesen mit dem "Impfprotein"(Fusionsprotein). Dabei setzten sie anstelle des viralen Proteins zunächst ein "Testprotein" ein, mit dem sich Immunantworten gut untersuchen lassen. Mit diesem Konstrukt wurde eine gute Bindung des Antikörpers an die dendritischen Zellen und eine verbesserte Aufnahme und Präsentation des "Testproteins" durch die dendritischen Zellen erreicht. Bei Mäusen führte die Injektion des Fusionsproteins inzwischen nicht nur zur Aktivierung zytotoxischer T-Zellen, auch die Bildung von Interferon (Hormon des Immunsystems) konnte angeregt werden. Nun hoffen die Forscher, die Ergebnisse mit dem echten (HIV-) Fusionsprotein bestätigen zu können. Entscheidend für die Weiterentwicklung des sog. Gen-basierten DEC205-gerichteten Impfstoffs werden die Ergebnisse der Impfung bei Rhesusaffen sein.

Den vollständigen Beitrag mit Bildern zum Herunterladen finden Sie im Internet unter: http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin/rubin-herbst-07/pdf/beitrag3.pdf

Ruhr-Universität Bochum - RUBIN Forschungsmagazin - Pressemeldung vom 26. November 2007
administrator - Sa 01 Dez, 2007 3:47 pm
Titel: Keine vielversprechenden Kandidaten für einen Impfstoff
Keine vielversprechenden Kandidaten für einen Impfstoff

Berlin - Rund 25 Jahre nach der Entdeckung des Aids-Erregers ist noch kein Impfstoff in Sicht. Momentan gebe es «keinen vielversprechenden Kandidaten für einen Impfstoff», der in absehbarer Zeit eingesetzt werden könnte, sagte der Leiter des Fachgebiets «HIV/Aids» am Berliner Robert-Koch-Institut (RKI), Osamah Hamouda, anlässlich des Welt-Aids-Tages am Samstag 1. Dezember. Die Entwicklung eines Impfstoffs sei leider von vielen Rückschlägen gekennzeichnet.

«Letztlich haben wir heute noch nicht alle Details verstanden, wie der Schutz des Immunsystems aussehen muss, damit es sich erfolgreich gegen HIV wehren kann», sagte der Epidemiologe. In der der Forschungsgemeinschaft wird immer wieder geklagt, dass die HIV-Forschung in Deutschland verglichen mit Frankreich oder den USA relativ wenig gefördert wird.

Angesichts stetig steigender Infiziertenzahlen sagte Hamouda, die Krankheit habe «etwas von ihrem Schrecken verloren». Dennoch sei das Wissen um die Nicht-Heilbarkeit weit verbreitet. Deutschland sei bei der Zahl der Infektionen bezogen auf die gesamte Bevölkerung in Europa eher am unteren Rand. Der Experte bezeichnete es als «absehbar», dass die Zahl der Menschen, die in Deutschland mit HIV leben, jedes Jahr steigen wird. Dies sei das Resultat von gleichbleibend oder sinkenden Erkrankungs- und Todesfällen bei einer höheren Zahl von Neuinfektionen sein.

Die Zahl der HIV-Infizierten in Deutschland steigt seit zehn Jahren kontinuierlich an. Ende 2007 werden laut dem RKI 59.000 Menschen in Deutschland mit HIV oder Aids leben. 49.000 davon sind Männer, die sich vor allem bei gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten ansteckten. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen im Laufe des vergangenen Jahrs schätzen die Experten auf 3.000.

Yahoo News vom 28. November 2007
administrator - Sa 26 Jan, 2008 3:51 pm
Titel: HIV Impfung: Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück
HIV Impfung: One step forward, two steps back

von Sabine Majer

Gibt es bald eine Impfung gegen HIV oder sind die Wissenschaftler auf dem Holzweg? Was tut sich im Gebiet der HIV-Impfung?

Ein Kommentar von Robert Steinbrook in den Perspectives des New England Journal of Medicine.

Anfängliche Hoffnung zerschlagen

Wenige Jahre nach Entdeckung des HI-Virus als Ursache für AIDS, versprachen erste optimistische Stimmen eine Impfung in 2-4 Jahren. Das war offensichtlich eine Illusion der Achtzigerjahre. Das Rennen um den geeigneten Impfstoff wurde lanciert und viel Geld in dessen Erforschung und Entwicklung investiert. Wie steht es um die Impfung heute, im Jahr 2008, ein Viertel Jahrhundert nach der Entdeckung des Virus?

Das Virus entwischt dem Immunsystem

Trotz vieler Gelder und Ideen war das Virus den Forschern bisher immer eine Nase lang voraus. Durch genetische Mutationen und Veränderung der Oberflächenproteine ist es bis jetzt nicht gelungen, einen Impfstoff zu entwickeln, der eine anhaltende Immunität gegenüber dem HI-Virus induzieren kann. Das Ziel, durch eine prophylaktische Impfung eine Neuinfektion zu verhindern oder durch eine therapeutische Impfung die Viruslast zu senken, wurde bisher nicht erreicht. Versuche mit Impfstoffen, welche auf dem rekombinanten Hüllprotein gp120 aufbauten, waren wirkungslos, obwohl sie neutralisierende Antiköper induziert hatten.

Der aktuell letzte Rückschlag

Der STEP Trial (USA u.a.) und der Phambili Trial (Südafrika) mussten im Herbst 2007 abgebrochen werden wegen Wirkungslosigkeit. Insgesamt waren 1100 Personen eingeschlossen worden, alle mit einem hohen Risikoprofil für eine Ansteckung. Beide Trials testeten den Impfstoff V520 der Firma Merck, welcher sich des rekombinanten Adenovirus Typ 5 als Vektor für drei HIV-Gene bedient. Gemäss ersten Resultaten von STEP hatten sich sogar mehr Männer (49) mit vorangegangener Vakzine mit dem HI-Virus infiziert als Männer, welche Placebo erhalten hatten (33). Ob V520 tatsächlich zu einem höheren Ansteckungsrisiko geführt hat, werden erst die abschließenden Analysen zeigen. Es ist möglich, dass die Wirkung des Impfstoffs durch eine vorbestehende Immunität gegenüber dem Vektor, dem Adenovirus Typ 5, neutralisiert wurde. So hatten denn auch die Männer, welche retrospektiv das größte Risiko für eine Neuansteckung aufwiesen, die höchsten Titer für den Adenovirus zu Beginn des Trials.

Nächste Studie aufgeschoben

Der Start des PAVE Trials, ein Projekt des NIH, wurde aufgrund dieser Überlegungen vorerst verschoben. Auch dieser Impfstoff beruht auf dem Adenovirus Typ 5 als Vektor, der allerdings erst in der 4. Impfung (Booster) seine Anwendung findet; die Impfungen 1 bis 3 beinhalten HIV-DNA. Sollte sich zeigen, dass dieser Adenovirus als Vektor nicht mehr in Frage kommt, so hiesse dies eine Verzögerung um mehrere Jahre.
Die einzige grosse Impfstudie, welche aktuell noch läuft, wurde 2003 in Thailand gestartet. Mit einem „priming" durch einen HIV-Gene tragenden Vektor (canary pox virus) und einem „boosting" durch eine gp120-Impfung, wird versucht, sowohl eine T- wie auch eine B-Zell-Antwort zu erzielen. Das Safety and Monitoring Board der Studie hatte 2007 entschieden, den Trial fortzuführen.

Pessimistische Aussichten

Steinbrook merkt zum Schluss seines Artikels pessimistisch an, dass zwar jeder missglückte Versuch auch neue Erkenntnisse gebracht habe, dass aber auch jede Enttäuschung in der Sicht bestärke, dass es noch mindestens ein Jahrzehnt dauern werde, bis zur Marktreife einer HIV-Impfung ...«and that is if things go well, wich has not happend yet». Und er zitiert Anthony Fauci, den Direktor des National Institute for Allergy and Infectious Disease (NIAID) mit den Worten: «To be brutally honest with ourselves, we have to leave open the possibility...that we might not ever get a vaccine for HIV. People are afraid to say that because they think it would then indicate that maybe we are giving up. We are not giving up. We are going to push this agenda as aggressively and energetically as we always have. But there is a possibility - a clear finite possibility - that that's the case».

Impfung für HIV-positive

Etwas anders stellt sich die Frage, bei einer therapeutischen Impfung. Vermutlich sind in diesem Bereich die Möglichkeiten besser und die Komplikationen weniger bedeutsam. Ziel wäre es, eine Impfung zu haben, welche das Immunsystem von Personen, die unter einer HIV-Therapie stehen so verändern, dass dieses mit der Infektion selbst klar wird. Mindestens sind in diesem Bereich interessante Ansätze vielversprechender als im Bereich der HIV-Schutzimpfung (vgl. unseren Bericht)

Artikel im NEJM, Perspectives, Dezember 2007: One step forward, two steps back – will there ever be an AIDS vaccine? R. Steinbrook

Infektiologie St. Gallen vom 23. Januar 2008
administrator - Fr 07 März, 2008 10:30 pm
Titel: Aids-Impfstoffveersujch "im Reagenzglas"
AIDS-Impfstoffversuch "im Reagenzglas" erleichtert Testung

Bonn - Kooperation zwischen IAVI und VaxDesign - Innovationsfonds widmet sich unkonventionellen Ideen in der AIDS-Impfstoffentwicklung.
New York - Die Internationale AIDS-Impfstoffinitiative (IAVI) gab heute die erste Kooperation im Rahmen ihres Innovationsfonds bekannt, einem neuen Finanzierungsinstrument, das viel versprechende Technologien ermittelt und fördert und sie im Bereich der AIDS-Impfstoffentwicklung einsetzt. Dieses erste Projekt des Unternehmens VaxDesign Corporation bringt eine interessante neue Technik zum Einsatz: die Simulation eines menschlichen Immunsystems in der Größe einer kleinen Münze, das in der Lage ist, die Reaktion des menschlichen Immunsystems auf neue Impfstoffe und Medikamente vorherzusagen.

Das neue modulare System von VaxDesign mit dem Namen Modular IMmune In vitro Construct (MIMIC[TM]) kann die AIDS-Impftstoffforschung und -entwicklung möglicherweise radikal verändern. Die Technologie nutzt menschliche Immunzellen von freiwilligen Spendern dazu, eine simulierte Immunantwort hervorzurufen. Die MIMIC-Modelle reproduzieren sowohl angeborene als auch adaptive Immunantworten und weisen sowohl humorale als auch zelluläre Immunität auf. VaxDesign hat die Möglichkeit, Tausende von Immunsimulationen pro Monat durchzuführen. Zunächst wird IAVI die Technologie an zugelassenen Impfstoffen für Gelbfieber und Tollwut testen, um zu sehen, ob die in vitro erzeugten Immunantworten den Immunantworten bei mit dem Impfstoff behandelten Menschen entsprechen. Wenn die Technologie sich als erfolgreich erweist, werden IAVI und VaxDesign die Methode weiter entwickeln und sie im AIDS-Impfstoffentwicklungslabor in Brooklyn, New York, für das Screening neuartiger Immunogene für AIDS-Impfstoffe einsetzen.

"Derzeit ist die präklinische Testphase von AIDS-Impfstoffen ein arbeitsintensiver, langwieriger und aufwändiger Prozess. Wir hoffen, dass diese Vorreitertechnologie uns in die Lage versetzt, AIDS-Impfstoffkandidaten schnell zu testen und ihre Wirksamkeit im Menschen so vorherzusagen, wie dies noch nie zuvor mit Tiermodellen möglich war," so Dr. Wayne Koff, IAVIs Senior Vice President für Forschung und Entwicklung. "Durch die Sammlung von Immunzellen von unterschiedlichen Spendern können viel versprechende Impfstoffkandidaten darüber hinaus in verschiedenen Populationen getestet werden, bevor sie in die Phase der klinischen Versuche eintreten."

"HIV ist ein ernst zu nehmender Gegner, und die Bewertung von AIDS-Impfstoffkandidaten wird zum ultimativen Test für unsere MIMIC-Technologie. Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit IAVI bei der Entwicklung der AIDS-Impfstoffkandidaten der nächsten Generation", sagt Dr. William Warren, Präsident und Vorstandsvorsitzender von VaxDesign.

IAVIs Innovationsfonds richtet sich hauptsächlich an mittelständische Biotechnologie-Unternehmen und sucht und finanziert proaktiv Technologien im Anfangsstadium, die dabei helfen können, die größten technischen und wissenschaftlichen Hürden in der AIDS-Impfstoffforschung zu überwinden, und im Endeffekt dazu führen, die aussichtsreichsten Kandidaten in die klinische Phase zu bringen. Mit einer ersten finanziellen Zusage von 10 Mio. US-$ für drei Jahre, wobei eine Hälfte durch eine Spende von 5 Mio. US $ an IAVI durch die Bill & Melinda Gates Stiftung finanziert wird, vergibt der Innovationsfonds nach nur acht Wochen ab Antrag schnelle und flexible Finanzierung für bahnbrechende Ideen außerhalb der traditionellen Bereiche der AIDS-Impfstoffforschung.
"Der Bereich der AIDS-Impfstoffe braucht heute mehr denn je Konzepte des Querdenkens, die uns dabei helfen, bessere Kandidaten in die Testphase zu bringen", so Dr. Seth Berkley, Präsident und Vorstandsvorsitzender von IAVI. "Die neue Technologie von VaxDesign ist eine der vielen verborgenen Schätze, die wir suchen und für die AIDS-Impfstoffforschung entwickeln wollen." "Bisher beklagen wir oft eine Diskrepanz zwischen den Prognosen von Impfstoffkandidaten aufgrund von Versuchen an Tieren und den freiwilligen Tests am Menschen. Wenn die neue Technologie von VaxDesign bereits in der vorklinischen Phase einen Test an menschlichen Zellen erlaubt, wäre dies ein großer Fortschritt zur Vorauswahl geeigneter Impfstoffkandidaten", sagte Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung. "Wir könnten so kostbare Entwicklungszeit sparen, die uns helfen wird, Menschenleben zu retten. Die AIDS-Stiftung ermuntert auch alle Forscher sowie Unternehmen aus Deutschland, den Fonds für den Test neuer Technologien, die in der AIDS-Impfstoffforschung einsetzbar sind, auf Unterstützung anzusprechen."

Der Innovationsfonds ist der jüngste Baustein in IAVIs umfangreicher Infrastruktur für Forschung und Entwicklung, die ein ganzes Netz von Laboratorien auf der ganzen Welt, drei Arbeitsgemeinschaften führender AIDS-Forscher sowie ein Netzwerk hochmoderner Standorte für klinische Tests umfasst. Seit der Gründung vor elf Jahren hat IAVI eine Reihe von innovativen Ansätzen zur AIDS-Impfstoffentwicklung eingebracht. Allein in den letzten sechs Jahren hat IAVI innovative Technologien in sechs Impfstoffkandidaten einfließen lassen, die in 11 Ländern in Asien, Afrika, Europa und Nordamerika in die klinische Versuchsphase eingetreten sind. IAVIs Innovationsfonds möchte den dringend benötigten Durchbruch in der AIDS-Impfstoffforschung dadurch unterstützen, dass Ideen und Produkte von den innovativsten Wissenschaftlern und Unternehmen in der ganzen Welt in einem frühen Stadium gefördert werden, so dass einer der größten Herausforderungen im Gesundheitsbereich der heutigen Zeit begegnet werden kann.

Deutsche AIDS-Stiftung – Pressemeldung vom 3. März 2008
administrator - Mo 26 Mai, 2008 2:46 pm
Titel: Welt-Aids-Impfstofftag
Welt-AIDS-Impfstofftag am 18. Mai 2008

Deutsche AIDS-Stiftung: Impfstoffentwicklung muss ganz oben auf der Agenda bleiben.

Bonn - 33 Millionen Menschen leben weltweit mit HIV/AIDS, 7.000 Menschen infizieren sich jeden Tag neu. Die Experten sind sich darüber einig, dass man die AIDS-Pandemie nur mit einem Impfstoff besiegen kann. Seit den 80er Jahren bemühen sich Wissenschaftler weltweit daher um die Entwicklung eines wirksamen und verfügbaren Impfstoffes. Vor elf Jahren rief der frühere US-Präsident Bill Clinton den Welt-AIDS-Impfstofftag ins Leben und forderte die Welt auf, innerhalb einer Dekade einen Impfstoff gegen AIDS zu entwickeln - ein Durchbruch ist heute noch nicht in Sicht. Daher mehren sich die Stimmen, die diese Suche als aussichtslos bewerten. "Wir dürfen hier nicht resignieren, sondern müssen - neben der Ausweitung von Prävention und Therapie - die Entwicklung eines Impfstoffes vorantreiben", betonte Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung, die seit dem Jahr 2000 mit der International AIDS Vaccine Initiative (IAVI) kooperiert.

Nicht nur im Bereich der medizinischen Therapie sind in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte erzielt worden, auch die Impfstoffforscher können Erfolge verzeichnen. Sie konnten neue wesentliche Kenntnisse über das Virus zusammentragen, die ihnen bei der Entwicklung eines Impfstoffes helfen. Impfstoffentwicklung braucht ihre Zeit: 47 Jahre hat es gedauert, bis man einen Impfstoff gegen Kinderlähmung gefunden hatte, 42 Jahre bis man gegen Pocken impfen konnte. "Es gibt Fortschritte", schrieb jetzt der Präsident von IAVI, Seth Berkley, im Wall Street Journal. Es gebe noch nicht den einen erfolgreichen Weg zu einem Impfstoff, aber mehrere vielversprechende Ansätze. Dazu gehören etwa DNA-Impfstoffe sowie künstlich hergestellte Proteine, die lebenswichtige Strukturen des HIV-Partikels nachahmen sollen.

Um die Impfstoffentwicklung zu beschleunigen, benötigt man vor allem neue Konzepte und deren Testung. Auch eine stärkere Vernetzung von Wissenschaft, Biotech- und Pharmafirmen sowie der Regierungen von Industrie- und Entwicklungsländern ist dringend erforderlich. Darüber hinaus muss eine langfristige Finanzierung der Forschung gesichert sein. Hier ist auch die Bundesregierung gefragt, die sich bisher im Bereich der Impfstoffforschung finanziell kaum engagiert. "Wir brauchen Geduld und wir dürfen unseren Glauben - wie merkwürdig sich dies auch im Kontext ambitionierter Naturwissenschaft anhören mag - an die Möglichkeiten der Forschung nicht aufgeben - dann können wir auf einen Erfolg hoffen", so Dr. Ulrich Heide.

Die Deutsche AIDS-Stiftung hilft seit mehr als 20 Jahren bedürftigen Menschen mit HIV und AIDS in Deutschland durch Einzelhilfen und die Unterstützung von Projekten wie beispielsweise Betreutes Wohnen. Darüber hinaus fördert die Stiftung seit dem Jahr 2000 Hilfsprojekte, etwa für Aidswaisen, Jugendliche, Mütter und ihre Kinder, vor allem im südlichen Afrika. Schon weit über 60.000 Mal konnte die Stiftung seit Gründung im Jahr 1987 Einzelne und Projekte unterstützen. Seit dem Jahr 2000 kooperiert die Stiftung mit IAVI und setzt sich in Deutschland durch Lobbyarbeit für ein stärkeres finanzielles Engagement der Bundesregierung im Bereich der Impfstoffforschung und -entwicklung ein.

Im Frühjahr 2004 beauftragte IAVI die Universitätskliniken Hamburg und Bonn mit der klinischen Erprobung eines AIDS-Impfstoff-Kandidaten. Diesen ersten klinischen Test eines AIDS-Impfstoffes in Deutschland förderte die Deutsche AIDS-Stiftung mit 100.000 Euro. Bereits zwei Mal organisierte die Stiftung gemeinsam mit IAVI und dem Robert-Koch-Institut Veranstaltungen zum Austausch deutscher Impfstoffforscher.
Die 1996 gegründete Non-Profit-Organisation IAVI ist in 23 Ländern der Erde vertreten und damit die weltweit größte Organisation, die sich für das Thema AIDS-Impfstoffe einsetzt. In Europa arbeitet IAVI bei der Implementierung von fünf Impfstoffentwicklungsprojekten mit akademischen Institutionen sowie Biotechnologie- und pharmazeutischen Unternehmen zusammen. Klinische Versuche in frühen Phasen mit AIDS-Impfstoffkandidaten wurden von IAVI in Großbritannien, Belgien, Deutschland und in der Schweiz durchgeführt. IAVI hat in Europa ein gut funktionierendes Netzwerk etabliert und hat Partnerschaftsvereinbarungen mit nationalen AIDS-NGOs abgeschlossen, darunter die Deutsche AIDS-Stiftung. Finanzielle Unterstützung erhält IAVI unter anderem von der Bill & Melinda Gates-Stiftung, der Rockefeller-Stiftung, der Starr-Stiftung, der Weltbank, dem Unternehmen Becton, Dickinson & Co., von gemeinnützigen AIDS-Organisationen wie der Deutschen AIDS-Stiftung, von den Regierungen von Kanada, Dänemark, Irland, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, Großbritannien und den USA sowie von der Europäischen Union.

Deutsche AIDS-Stiftung - Pressemeldung vom 16. Mai 2008
administrator - Fr 24 Okt, 2008 4:40 pm
Titel: Forscher glauben nicht an baldigen Impfstoff
Forscher glauben nicht an baldigen Impfstoff

Experten äußern die Befürchtung, dass durch die weltweite Finanzkrise die Mittel gekürzt werden.

Kapstadt - Führende HIV-Wissenschafter halten es für unwahrscheinlich, dass ein Durchbruch bei der Forschung an einem Impfstoff gegen Immunschwächekrankheit in greifbarer Nähe liegt. Schlimmer noch: Niemand könne garantieren, ob ein solcher jemals entdeckt würde, sagte der Direktor des US-Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, Anthony Fauci.

Zudem äußerten mehrere Forscher auf einer internationalen Aids-Konferenz in Kapstadt am Dienstag die Befürchtung, dass die Forschungsförderung infolge der weltweiten Finanzkrise gekürzt werden könnte.

Wechsel in der südafrikanische Gesundheitspolitik

Die neue südafrikanische Gesundheitsministerin Barbara Hogan hatte Wissenschafter am Montag zu verstärkten Anstrengungen bei der Entwicklung eines Impfstoffs aufgefordert. Die Rede der Gesundheitsministerin markierte einen radikalen Bruch mit der Politik ihrer Vorgängerin Manto Tshabalala-Msimang, die mit fragwürdigen Einstellungen zum Thema Aids von sich reden machte und etwa Knoblauch als Heilmittel gegen die tödliche Krankheit anpries.

Der Standard vom 15. Oktober 2008
administrator - Di 11 Nov, 2008 11:54 am
Titel: Warum Impfstoffe gegen HIV scheitern können
Warum Impfstoffe gegen HIV scheitern können

Montpellier – Trotz jahrelanger Forschung ist es bisher nicht gelungen, einen Impfstoff gegen das humane Immunschwächevirus HIV zu finden. Der Grund könnte nach einer Publikation im Journal of Experimental Medicine (2008; doi: 10.1084/jem.20081786) darin liegen, dass HIV ausgerechnet jene Zellen befällt, die durch die Impfung aktiviert werden.

Vor genau einem Jahr gab der Hersteller Merck (in Deutschland MSD) das endgültige Scheitern seines Impfstoffs V520 bekannt, der Hochrisikopersonen vor einer HIV-Infektion schützen sollte. Zwei Monate zuvor war die STEP-Studie nach einer Zwischenauswertung vorzeitig beendet worden.

An dieser Studie hatten 3.000 junge Erwachsene mit erhöhtem Infektionsrisiko aus den USA und Australien teilgenommen. Doch statt eine Infektion zu verhindern, war die Rate der HIV-Neuinfektionen unter den geimpften Personen sogar höher gewesen als im Placeboarm. Besonders häufig waren HIV-Infektionen bei den Probanden mit den höchsten Antikörpertitern.

Dass ein Impfstoff nicht die erwartete Effektivität zeigt, ist kein ungewöhnliches Ergebnis klinischer Studien, ebenso muss immer mit dem Auftreten von Komplikationen gerechnet werden. Dass aber ein Impfstoff die Infektion, die er verhindert soll, sogar noch fördert, erscheint unlogisch.

Schon bald wurde dem Adenovirus, welches das Rückgrat des Impfstoffs bildete (es war Transportvehikel für die HIV-Antigene), die Schuld zugeschoben. Adenoviren sind Auslöser von Erkältungskrankheiten und einige Probanden könnten eine Immunität gegen diese Viren gehabt haben. Der Impfstoff könnte dann vom Immunsystem beseitigt worden sein, bevor er eine schützende Wirkung erzielte.

Doch warum erhöhte die Immunität gegen Adenoviren das Risiko der Geimpften sich mit HIV zu infizieren? Die Antwort geben in-vitro-Experimente der Arbeitsgruppe um Eric Kremer vom Centre National de la Recherche Scientifique in Montpellier. Die Forscher fanden heraus, das sich HIV dreimal so schnell in sogenannten dendritischen Zellen des Immunsystems vermehrt, wenn die Forscher Adenoviren (wie im Impfstoff) und ein neutralisierendes Antiserum (wie im Blut der gegen Erkältungen immunisierten Personen) hinzufügten.

Dies hatte zwei ungünstige Auswirkungen. Zum einen kam es zu einer Aktivierung von CD4-Zellen, die das Angriffsziel von HIV sind. Im Fall einer HIV-Infektion könnten sich die Viren, die ja CD4-Zellen angreifen, schneller vermehren. Zum anderen wurden CD8-Zellen aktiviert, welche die infizierten dendritischen Zellen angreifen. Die dendritischen Zellen sind für die Entstehung eines Impfschutzes von großer Bedeutung. Ein Mangel dieser Zellen würde die Wirkung der Impfung verhindern.

Die Experimente liefern eine plausible Erklärung für das Scheitern der STEP-Studie. Wie alle in-vitro-Experimente sind sie aber mit Fragezeichen zu versehen. Der nächste Schritt dürfte darin bestehen, die Ergebnisse an Versuchstieren zu reproduzieren. Sollte Kremer Recht behalten, dann könnten künftigen Impfstoffen, die nicht auf Adenoviren basieren, mehr Erfolg beschieden sein. © rme/aerzteblatt.de

7.11.2008
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34309
administrator - Fr 14 Nov, 2008 10:15 am
Titel: Warum Impfstoffe gegenHIV scheitern können
Warum Impfstoffe gegen HIV scheitern können

Montpellier – Trotz jahrelanger Forschung ist es bisher nicht gelungen, einen Impfstoff gegen das humane Immunschwächevirus HIV zu finden. Der Grund könnte nach einer Publikation im Journal of Experimental Medicine (2008; doi: 10.1084/jem.20081786) darin liegen, dass HIV ausgerechnet jene Zellen befällt, die durch die Impfung aktiviert werden.
Vor genau einem Jahr gab der Hersteller Merck (in Deutschland MSD) das endgültige Scheitern seines Impfstoffs V520 bekannt, der Hochrisikopersonen vor einer HIV-Infektion schützen sollte. Zwei Monate zuvor war die STEP-Studie nach einer Zwischenauswertung vorzeitig beendet worden.

An dieser Studie hatten 3.000 junge Erwachsene mit erhöhtem Infektionsrisiko aus den USA und Australien teilgenommen. Doch statt eine Infektion zu verhindern, war die Rate der HIV-Neuinfektionen unter den geimpften Personen sogar höher gewesen als im Placeboarm. Besonders häufig waren HIV-Infektionen bei den Probanden mit den höchsten Antikörpertitern.

Dass ein Impfstoff nicht die erwartete Effektivität zeigt, ist kein ungewöhnliches Ergebnis klinischer Studien, ebenso muss immer mit dem Auftreten von Komplikationen gerechnet werden. Dass aber ein Impfstoff die Infektion, die er verhindert soll, sogar noch fördert, erscheint unlogisch.

Schon bald wurde dem Adenovirus, welches das Rückgrat des Impfstoffs bildete (es war Transportvehikel für die HIV-Antigene), die Schuld zugeschoben. Adenoviren sind Auslöser von Erkältungskrankheiten und einige Probanden könnten eine Immunität gegen diese Viren gehabt haben. Der Impfstoff könnte dann vom Immunsystem beseitigt worden sein, bevor er eine schützende Wirkung erzielte.

Doch warum erhöhte die Immunität gegen Adenoviren das Risiko der Geimpften sich mit HIV zu infizieren? Die Antwort geben in-vitro-Experimente der Arbeitsgruppe um Eric Kremer vom Centre National de la Recherche Scientifique in Montpellier. Die Forscher fanden heraus, das sich HIV dreimal so schnell in sogenannten dendritischen Zellen des Immunsystems vermehrt, wenn die Forscher Adenoviren (wie im Impfstoff) und ein neutralisierendes Antiserum (wie im Blut der gegen Erkältungen immunisierten Personen) hinzufügten.

Dies hatte zwei ungünstige Auswirkungen. Zum einen kam es zu einer Aktivierung von CD4-Zellen, die das Angriffsziel von HIV sind. Im Fall einer HIV-Infektion könnten sich die Viren, die ja D4-Zellen angreifen, schneller vermehren. Zum anderen wurden CD8-Zellen aktiviert, welche die infizierten dendritischen Zellen angreifen. Die dendritischen Zellen sind für die Entstehung eines Impfschutzes von großer Bedeutung. Ein Mangel dieser Zellen würde die Wirkung der Impfung verhindern.

Die Experimente liefern eine plausible Erklärung für das Scheitern der STEP-Studie. Wie alle in-vitro-Experimente sind sie aber mit Fragezeichen zu versehen. Der nächste Schritt dürfte darin bestehen, die Ergebnisse an Versuchstieren zu reproduzieren. Sollte Kremer Recht behalten, dann könnten künftigen Impfstoffen, die nicht auf Adenoviren basieren, mehr Erfolg beschieden sein.

Deutsches Ärzteblatt vom 7. November 2008
administrator - Fr 14 Nov, 2008 10:17 am
Titel: Neue Studie nährt Hoffnung auf Impfstoff gegen Aids
Neue Studie nährt Hoffnung auf Impfstoff gegen Aids

Für eine der größten Herausforderungen in der modernen Medizin - die Entwicklung eines Impfstoffs gegen die tödliche
Immunschwächekrankheit Aids - stehen die Chancen einer neuen Studie zufolge besser als bisher gedacht. Jüngste Versuche mit Rhesusaffen lassen annehmen, dass es möglich ist, mit bestimmten Versuchsimpfstoffen eine schützende Immunität zu erreichen, heißt es in einer von der britischen Fachzeitschrift "Nature" online veröffentlichten Studie.

Durch die Injizierung einer bestimmten Dosis des SI-Virus bei Affen, eines engen Verwandten des menschlichen HI-Virus, gelang demnach eine Stimulation der körpereigenen T-Zellen, die ihrerseits an einer wirksamen Immunantwort des Körpers gegen Fremdstoffe beteiligt sind. Einmal aktiviert, greifen diese Immunzellen Eindringlinge wie Viren an und tragen so zu deren Zerstörung bei. Auf diese Weise blieben die Versuchsaffen länger als 500 Tage nach der Infektion gesund.

Nachdem das US-Pharmaunternehmen Merck im vergangen Jahr die Erprobung eines zunächst Erfolg versprechenden Impfstoffes gegen HIV gestoppt hatte, bestehe nun wieder Hoffnung, sagte der Leiter der Studie, Daniel Barouch vom Beth Israel Deaconness Medical Center in Boston. Ein Grund für die immer wieder auftretenden Rückschläge bei der Suche nach Impfstoffen gegen Aids liegt darin, dass das HI-Virus äußerst wandlungs- und anpassungsfähig ist. Seit dem ersten Auftreten des Virus kam es in den verschiedenen Regionen der Erde zur Entstehung verschiedener Abkömmlinge.

Yahoo News vom 10. November 2008
administrator - Fr 21 Nov, 2008 7:13 pm
Titel: HIV-Impfstoff von Merck wirkungslos
HIV-Impfstoff von Merck laut STEP-Studie wirkungslos

Das Versagen des jüngsten Merck-HIV-Impfstoffs wird in zwei vorab online veröffentlichten Artikeln und einem Kommentar analysiert. Der Impfstoff konnte keinerlei Schutz vor einer HIV-Infektion bieten und stellt daher den Nutzen nicht-humaner Primatenmodelle in der HIV-Impfstoffentwicklung in Frage.

Im ersten Beitrag beurteilt Dr. Susan Buchbinder von der HIV Research Section am San Francisco Department of Public Health unmittelbar die Wirksamkeit dieses Impfstoffs (Bezeichnung: MRKAd5 HIV-1 gag/pol/nef) anhand der zellvermittelten Immunität, genauer dessen Fähigkeit, vor einer HIV-1-Infektion zu schützen oder die frühe HIV-1-Plasmavirämie zu verringern. Die Ergebnisse zeigten, dass der Impfstoff bezüglich jeder Zielsetzung versagte und dass geimpfte Personen eine höhere HIV-Infektionsrate (4,6 Prozent) als die Kontrollpersonen (3,1 Prozent) hatten, wobei jedoch dieses Ergebnis statistisch nahezu nicht signifikant war. Das erhöhte Infektionsrisiko innerhalb der Impfgruppe trat allerdings nur bei nicht beschnittenen sowie bei jenen Männern auf, die bereits vorab Adenovirus-5-Antikörper besaßen. Dieses Virus war als Basis für den Impfstoff verwendet worden. Geimpfte beschnittene Männer sowie jene ohne vorab vorhandene Adenovirus-5-Antikörper hatten kein erhöhtes Infektionsrisiko. Die Ursachen dieses erhöhten Risikos werden gegenwärtig untersucht. Der Impfstoff selbst kann keine HIV-Infektion auslösen. Die Autoren stellen fest: "Das hohe Maß an befolgten Protokollvorgaben fördert ein tieferes Vertrauen in die Schlussfolgerungen dieser Studie bezüglich des Fehlens jeglicher schützender Wirkung dieses Impfstoffs. Wir konnten in dieser Studie keinen Hinweis darauf finden, dass bei geimpften Personen der frühe Virentiter im Plasma im Vergleich zur Placebogruppe verringert wurde."

Die Forscher fügen hinzu: "Die STEP-Studie hat zudem unser Verständnis des Potenzials wie auch der möglichen Fallstricke aktueller nicht-humaner Primatenmodelle vertieft." Den Autoren zufolge würden die Ergebnisse dieser Studie außerdem vermuten lassen, dass dieser besondere Typus des nicht-humanen Primatenmodells zur Vorausberechnung einer Verwendung von T-Zell-basierten Impfstoffen beim Menschen nicht sinnvoll erscheint.

Im zweiten Artikel bewerten Dr. M. Juliana McElrath vom Vaccine and Infectious Disease Institute am Fred Hutchinson Cancer Research Center im US-amerikanischen Seattle und Kollegen die Impfstoff-induzierte Immunität sowie dessen möglichen Beitrag zum Infektionsrisiko. Die Forscher stellten fest, dass die Wirksamkeit der HIV-spezifischen CD8+-Zellen in geimpften Fällen jener passender ungeimpfter Fälle vergleichbar war. Die Autoren bemerken: "Diese Resultate erlauben zwei mögliche Erklärungen der enttäuschenden Versuchsergebnisse: erstens, die Charakteristika der einen HIV-Schutz ermöglichenden T-Zell-Immunität müssten allgemeiner reagieren oder qualitativ von jenen verschieden sein, die der Impfstoff hervorrief. Oder zweitens, die nur durch die T-Zell-basierten Impfstoffe ausgelösten Immunantworten reichen zu einem Schutz vor HIV-Infektion oder Erkrankung nicht aus. Wir meinen, dass wir vor der Heranziehung der zweiten Hypothese die Möglichkeit der ersten Hypothese als plausible Erklärung in der STEP-Studie und weiteren zukünftigen vorklinischen und klinischen HIV-Studien ausschließen müssen."

Die Forscher folgern: "Eine wirksamer HIV-Impfstoff muss den Schutz vor heterologen Viren ermöglichen. Die enorme Variabilität des HIV-1 stellt dabei eine gewaltige Hürde in der Ausgestaltung eines Impfstoffs dar, der eine ausreichend breite Antwort hervorrufen kann, die auch erkannt wird. Diese Barriere könnte letztendlich die Wirksamkeit T-Zell-basierter Impfstoffe beeinträchtigen. Angesichts der wohl nur durch einen wirksamen Impfstoff zu stoppenden Epidemie gibt es keinen besseren Zeitpunkt, auf Daten und nicht verspäteter Einsicht oder Meinung beruhendes Wissen heranzuziehen, um die nächsten Schritte auf der Suche nach einem vorbeugenden HIV-Impfstoff zu planen."

In einem begleitenden Kommentar bemerkt Dr. Merlin Robb vom US Military HIV Research Program im US-amerikanischen Rockville: "Die STEP-Ergebnisse haben das Gebiet der HIV-Impfstoffentwicklung tief greifend berührt. Der Vorhersagewert des nicht-humanen HIV-Makakenmodells wird von diesen Ergebnissen nicht unterstützt. Das Versagen bei STEP hat die Tür zum Konzept der T-Zell-basierten Impfstoffe nicht endgültig geschlossen. Die ausgelösten Überlegungen könnten jedoch ein wesentlicher Schritt hin zum HIV-Impfstoff sein."

Quelle: Susan P Buchbinder and others. Efficacy assessment of a cell-mediated immunity HIV-1 vaccine (the Step Study): a double-blind, randomised, placebo-controlled, test-of-concept trial. Lancet 2008; 372: 10.1016/S0140-6736(08)61591-3
The Lancet vom 14. November 2008
administrator - Di 19 Mai, 2009 10:08 pm
Titel: Wege für die Entwicklung eines Aids-Impfstoffs
Wege für die Entwicklung eines Aids-Impfstoffs

Europäische Forscherkooperation weist Wege für die Entwicklung von Aids-Impfstoff auf. Publikation in Nature Immunology zeigt, wie Immundominanz entsteht und welche Bereiche in der infizierten Zelle dafür wichtig sind.

Mainz - In einem gemeinsamen Forschungsprojekt haben Wissenschaftler aus vier europäischen Ländern neue Erkenntnisse über die HIV-Infektion gewonnen und damit aufgezeigt, in welche Richtung die Entwicklung eines Impfstoffs gegen die Immunschwäche künftig gehen könnte. "Wir haben zusammen mit unseren Kollegen aus Großbritannien, Frankreich und Dänemark entdeckt, wie die HIV-infizierte Zelle diese ganz spezifischen Andockstationen herstellt, an denen das menschliche Immunsystem ankoppeln kann, um sich gegen den Eindringling zu wehren", erklären Dr. Stefan Tenzer und Univ.-Prof. Dr. Hansjörg Schild von der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Die Arbeit wurde nun von dem Fachjournal Nature Immunology online veröffentlicht.

Die Wissenschaftler haben bei ihren Untersuchungen die Proteinfragmente von infizierten Zellen unter die Lupe genommen, die von den Abwehrzellen des Körpers besonders gut erkannt werden. Diese Bereiche, Epitope genannt, spielen eine ganz wesentliche Rolle bei der Bekämpfung der Erkrankung, sei es durch körpereigene Abwehrkräfte, sei es mit Hilfe von Impfungen. Doch gerade bei der HIV-Infektion war bislang nicht bekannt, nach welchen Regeln die Epitope in der erkrankten Zelle hergestellt werden und wie Mutationen im Virus diese Vorgänge beeinflussen. "Wenn man dies kennt, kann die Immunisierung verbessert werden", erklären Tenzer und Schild.

Schild, Leiter des Instituts für Immunologie, hat mit seinen Forscherkollegen drei Schritte ausgemacht, wie die Epitope genau produziert werden. Im ersten Schritt werden Virusproteine von Enzymen zerstört und in kleinere Einheiten, Peptide, zerlegt. Dann werden zweitens diese Bruchstücke in der Zelle abtransportiert. Zu guter Letzt kommt es zu einer Interaktion zwischen den Peptiden und einem Proteinkomplex, der auf der Oberfläche fast aller Zellen sitzt und der unter anderem dafür zuständig ist, die Virus-Peptide den Abwehrzellen zu präsentieren. Die Peptidfragmente alleine würden von den zytotoxischen T-Zellen, landläufig auch T-Killerzellen genannt, nicht erkannt werden.

"Wir verstehen jetzt besser, wie Immundominanz, das heißt die bevorzugte Erkennung bestimmter Bereiche des Virus durch das Immunsystem, zustande kommt", so Tenzer. Mit am wichtigsten, auch das haben die Forscher herausgefunden, ist dabei der erste Schritt. "Wenn wir wissen, nach welchen Regeln die Peptide hergestellt werden, dann können diese Regeln auch für die Herstellung von Vakzinen angewendet werden." Das heißt, unter Umständen ist es sinnvoll, Impfstoffe nicht aus ganzen Proteinen herzustellen, sondern nur aus den kleineren Peptiden. Sogenannte epitopbasierte Vakzine würden den Wildtyp und Mutationen der Viren enthalten, damit eine effiziente Aktivierung von zytotoxischen T-Zellen erfolgen kann. Kommt es dann später tatsächlich zu einer Infektion mit HIV, wäre das Abwehrsystem darauf optimal vorbereitet.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO waren 2007 schätzungsweise 33 Millionen Menschen an Aids erkrankt. Zwei Millionen sind 2007 an der Immunschwäche gestorben. In Deutschland ist die Zahl der Aids-Toten zuletzt gesunken. Jedoch ist die Anzahl der Neuinfektionen zwischen 2000 und 2006 gestiegen, hat sich seitdem aber stabilisiert. Die Erkrankung kann medikamentös behandelt werden, um ihr Fortschreiten zu verlangsamen. Ein Impfstoff ist jedoch noch nicht in Sicht.

Außer den Wissenschaftlern vom Institut für Immunologie der Mainzer Universitätsmedizin waren an der Studie sieben Forschergruppen aus Oxford, Paris und Kopenhagen beteiligt, darunter mit Andrew McMichael einer der renommiertesten Aids-Forscher in Großbritannien.

Originalveröffentlichung: Antigen processing determines HIV-specific CTL immunodominance, Nature Immunology, Online-Veröffentlichung vom 3. Mai 2009, doi 10.1038/ni.1728
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz - Pressemeldung vom 4. Mai 2009
administrator - Sa 11 Jul, 2009 1:01 am
Titel: Workshop zu Impfstoff- und Mikrobizid-Entwicklung
Workshop zu Impfstoff- und Mikrobizid-Entwicklung

Information und Prävention sind wirksam gegen die Verbreitung von HIV/AIDS. Für ein weltweites, dauerhaftes Zurückdrängen der Virusinfektion ist aber ein Impfstoff unverzichtbar. Auch Mikrobizide könnten Frauen, vor allem in Entwicklungsländern, einen persönlichen Schutz unabhängig vom Verhalten des Mannes ermöglichen. Der Forschungsstand bei Impfstoffen und Mikrobiziden war Thema eines Workshops, der vom 30. Juni bis zum 1. Juli in Berlin stattgefunden hat.

Veranstalter waren das Bundesministerium für Gesundheit, das Paul-Ehrlich-Institut, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, die Internationale AIDS-Impfstoff-Initiative IAVI und das Robert Koch-Institut. Forschung für Impfstoffe und neue Präventionsansätze, darunter Mikrobizide, werden auch im "Aktionsplan zur Umsetzung der HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie der Bundesregierung" als wichtige Bausteine herausgestellt.

Bislang wurden zwei Impfstoffkandidaten vollständig in klinischen Studien getestet, mit beiden gelang es nicht, eine HIV-Infektion zu verhindern oder zu kontrollieren. Ein wichtiges Hindernis bei der Entwicklung eines Impfstoffs liegt darin, dass HIV genau die Zellen infiziert, die notwendig sind, um eine wirksame Immunantwort zu starten und aufrecht zu erhalten. Die meisten Wissenschaftler vermuten inzwischen, dass ein wirksamer Impfstoff beide "Arme" der Körperabwehr aktivieren muss: einerseits die zelluläre Immunreaktion, bei der die so genannten T-Zellen die Viren bekämpfen, andererseits die humorale Immunreaktion, bei der B-Zellen Antikörper herstellen.

Auch ein nur teilweise wirksamer Impfstoff würde einen großen Fortschritt bedeuten. IAVI, deren Impfstoff-Aktivitäten auf den speziellen Bedarf von Entwicklungsländer zugeschnitten sind, schätzt, dass z.B. ein zu 50 % wirksamer Impfstoff, der an 30 % der Bevölkerung verabreicht würde, die Zahl der Neuinfektionen in Entwicklungsländern in einem Zeitraum von 15 Jahren mehr als halbieren würde. Auch ein Impfstoff, der die Infektion nicht verhindert, sondern nur die Vermehrung im Körper bremst, könnte die Prognose für den Betroffenen erheblich verbessern und das Ansteckungsrisiko für andere verringern. Derzeit ist eine Reihe von Kandidat-Impfstoffen in der klinischen Prüfung, kurzfristig sind allerdings keine praxisreifen Ergebnisse zu erwarten.

Angesichts der in Entwicklungsländern zunehmenden Infektionsraten unter Frauen und Mädchen besteht ein hoher Bedarf nach einer Methode, mit der sich Frauen effektiv und von ihrem Partner unabhängig vor HIV schützen können. Deshalb wird neben der Impfstoffentwicklung auch an der Entwicklung eines gegen eine HIV Infektion wirksamen Mikrobizids gearbeitet. Mikrobizide sind chemisch-therapeutische Produkte, die zum Beispiel als Creme oder Vaginalring am Eintrittsort des HI-Virus im Körper, üblicherweise die Vagina, lokal angewendet werden, um dort eine Virusübertragung zu reduzieren oder zu verhindern. Ähnlich wie bei der Impfstoffentwicklung gibt es bislang kein effektives Mikrobizid, das vor der Markteinführung stünde. Allerdings befinden sich mehrere Kandidat-Mikrobizide in verschiedenen Phasen der Sicherheits- und Wirksamkeitsprüfung, die weithin unterstützt werden.

Weitere Informationen:
Bundesministerium für Gesundheit zu HIV/AIDS: www.bmg.bund.de > Themen
Robert Koch-Institut zu HIV/AIDS: www.rki.de > Infektionskrankheiten A-Z
International Partnership for Microbicides: www.ipm-microbicides.org
Internationale AIDS-Impfstoff-Initiative IAVI: www.iavi.org.

Robert Koch-Institut und Bundesministerium für Gesundheit - Pressemitteilung vom 2. Juli 2009
administrator - Sa 01 Aug, 2009 3:06 am
Titel: Studien enttäuschen
Studien zur HIV-Prävention mit Impfung und Bioziden enttäuschen

Einzig Schutz durch Beschneidung ist belegt / Internationaler Aids-Kongress

Kapstadt - 20 Jahre Studien zu biomedizinischen Methoden der Prävention der HIV-Infektion seien eine große Enttäuschung. So klar hat sich Professor Ronald Gray beim internationalen Aids-Kongress in Kapstadt in Südafrika geäußert.

Von 29 Studien hätten nur vier einen signifikanten Effekt in der Intent-to-treat-Analyse belegen können, drei davon seien Studien zur Beschneidung von Männern, hat der US-Forscher von der Johns Hopkins Universität Bloomberg School of Public Health konkretisiert. Fünf Studien insgesamt ließen vermuten, dass sogar eher Schaden angerichtet worden sei.

Insgesamt betreffen die Studien die Behandlung wegen bakterieller und viraler sexuell übertragbarer Erkrankungen, die Verwendung von Mikrobioziden, die Präexpositionsprophylaxe, Impfungen und die Beschneidung von Männern.

Besonders enttäuschend seien die fehlgeschlagenen Versuche, durch Behandlung wegen Geschlechtskrankheiten die HIV-Übertragung zu bremsen. Bekannt sei doch, dass Geschlechtskrankheiten die Infektion förderten. Ihre Heilung bringe für die HIV-Übertragung aber nichts. Bei den Mikrobioziden, von denen man sich viel für selbstbestimmte Verhütung von Frauen versprochen habe, habe besonders das Surfactant Nonoxynol-9 enttäuscht.

Von den drei Studien mit HIV-Vakzinen seien zwei negativ ausgegangen, von einer gebe es sogar Hinweise auf eine möglicherweise erhöhte HIV-Übertragungsrate.

Ein Lichtblick sind die Studien mit der Beschneidung von Männern. Hier ist die Infektionsrate im Schnitt um 57 Prozent zurückgegangen. Frauen kann die Beschneidung von Männern allerdings nicht schützen, wie jetzt gerade eine Studie in Uganda belegt hat.

Ganz die Flinte ins Korn werfen möchte der Wissenschaftler die Sache der biomedizinischen Prävention der HIV-Infektion aber noch nicht. Die Studien seien eben schwierig und teuer. Benötigt würden weniger Studien, aber mit verbesserter Qualität und verbesserter Auswahl der Teilnehmer.

Mehr unter: http://www.ias2009.org
Ärzte Zeitung vom 22. Juli 2009
administrator - Fr 28 Aug, 2009 11:14 pm
Titel: HIV-Impfung reduziert Infektiosität im Tierversuch
HIV-Impfung reduziert Infektiosität im Tierversuch

von Pietro Vernazza

Impfungen, welche eine HIV-Infektion verhindern, sind kaum in den nächsten Jahren zu erwarten. Neue Resultate aus Tierversuchen lassen jedoch aufhorchen - vielleicht ein kleiner Teilerfolg.

Wenn wir schon nicht erreichen können, dass eine Impfung uns vor HIV für immer schützt, so wäre es doch denkbar, dass wir mit einer Impfung auch bei infizierten Personen den Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen können. Daher arbeiten sehr viele Forschungsgruppen an so genannten "therapeutischen Impfungen".

Nun haben Forscher der Harvard Medical School einen neuen Ansatz gewählt. Sie haben sich überlegt, wie man den größten Effekt auf die HIV-Infektion haben könnte. Tatsächlich wissen wir, dass etwa die Hälfte aller frischen HIV-Infektionen von einem Partner übertragen werden, der gerade in der Frühinfektionsphase steht. Wir wissen, dass in dieser Zeit die HIV-Konzentration im Blut und besonders lange auch im Sperma erhöht ist.

Die Autoren haben eine HIV-Impfung (mit gag/pol-DNA) bei Rhesusaffen eingesetzt und haben die Tiere nach der Impfung intravenös mit einer hohen Virusdosis (SIV) infiziert. Doch was die Forscher interessierte war nicht der Effekt auf die Blutbahn. Dort wissen wir, dass die Infektion durch die Impfung nicht verhindert werden kann. Die Autoren haben untersucht, ob die Virusausscheidung im Sperma bei den Geimpften reduziert wird.

Und in der Tat: bereits 4 Wochen nach der Infektion konnte ein deutlicher Unterschied in der Viruskonzentration im Sperma nachgewiesen werden. Wenn diese Wirkung der Impfung beim Menschen auch nachweisbar ist und der Effekt lange genug anhält, dann ist dieser Effekt - auch wenn er dem Geimpften nichts nützt - für die gesamte Population doch signifikant. Denn eine Senkung um mehr als ein log (Faktor 10!) hat auf die weitere Übertragung der Infektion einen starken Effekt.

Quelle: Whitney et al, JVI 2009
Infektiologie St. Gallen vom 1. August 2009
administrator - Fr 04 Sep, 2009 1:29 am
Titel: Forscher finden neuen Ansatz für HIV-Impfung
Forscher finden neuen Ansatz für HIV-Impfung

Von Heike Le Ker

Oberflächenmolekül des HI-Virus (Modell): An dieser Struktur greifen die neu entdeckten Breitband-Antikörper an.

Impfen gegen Aids? Bislang war das unmöglich. Nun haben Forscher bei einem Afrikaner Antikörper gegen HIV gefunden, die viele Virenstämme neutralisieren - und als Ausgangspunkt für einen Impfstoff dienen sollen. Doch langfristig könnte der Erreger auch diesen Schutzschild durchbrechen.

Das HI-Virus ist wendig, schnell, heimtückisch. Es entzieht sich den Angriffen des Immunsystems mit einer ganzen Palette von Fluchtmechanismen: Es versteckt sich in Zellen seines Wirts, es ändert seine Oberfläche, es baut sein Erbgut in menschliche Zellen ein. Kein Forscher auf der Welt hat es deshalb bislang geschafft, eine wirksame Impfung gegen Aids zu entwickeln. Doch möglicherweise haben US-Wissenschaftler jetzt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem Vakzin geschafft.

Schon kurz nach der Entdeckung des HI-Virus als Auslöser der Immunschwächekrankheit Aids begannen Forscher, nach einer Immunisierung zu suchen. Das Problem dabei: Anders als Masern-, Mumps- oder Rötelnviren ist HIV extrem wandlungsfähig. Hatte ein Wissenschaftler einen Angriffspunkt auf der Oberfläche der Erreger gefunden und einen Antikörper dagegen hergestellt, hatte das Virus das Merkmal auch schon wieder verändert - die gerade entwickelte Waffe war schon wieder stumpf geworden.

Doch auch das HI-Virus ist - möglicherweise - nicht unbesiegbar. Es braucht gewisse Strukturen, die sein Überleben sichern, nicht jedes Molekül ist folgenlos wandelbar. US-Forscher haben kürzlich entdeckt, dass HIV-Infizierte, bei denen die Krankheit nur sehr langsam vorschreitet, über einen bunten Mix Hunderter verschiedener Antikörper verfügen, die die Viren gemeinsam attackieren. Einzeln genommen richten sie wenig aus - im Team aber sind sie äußerst wirksam.
Ein Afrikaner mit potenten Antikörpern

Wissenschaftler um Laura Walker vom Scripps Research Institute im kalifornischen La Jolla sind jetzt noch einen Schritt weitergegangen: Sie haben das Blut von 1800 HIV-Positiven aus Afrika, Asien, den USA und Großbritannien nach Antikörpern durchsucht, die das Virus daran hindern, in die menschliche Zelle einzudringen. Diese Fähigkeit zur Neutralisierung besitzen längst nicht alle Schutzstoffe, wie die Forscher in "Science" berichten (DOI 10.1126/science.1178746).

Bei einem Afrikaner wurden sie fündig: Sie entdeckten gleich zwei Antikörper, die sich gegen eine Oberflächenstruktur der Viren richten, die essentiell ist für ihr Überleben: das sogenannte Glykoprotein 120, kurz gp120. Dieses Molekül sorgt dafür, dass der Erreger am Zielrezeptor der Zelle andocken kann. "Ohne gp120 funktioniert für HI-Viren gar nichts", sagt Jan van Lunzen, Leiter der Infektiologie am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf. "Kann das Virus nicht an den CD4-Rezeptor andocken, kann es auch nicht in die Zelle eindringen."

Schon lange haben Wissenschaftler dieses Molekül im Visier. Doch bislang diente es nur als Ausgangspunkt für die Herstellung synthetischer Antikörper, die im Einsatz allerdings häufig Probleme bereiteten.
In Tests mit unterschiedlichen Virustypen entdeckten die US-Forscher, dass die beiden natürlichen Antikörper mit Namen PG9 und PG16 hingegen eine besonders breite neutralisierende Wirkung hatten. "Verglichen mit anderen Antikörpern, die bislang in der Impfstoffforschung eingesetzt wurden, waren diese zwei schon in sehr geringen Konzentrationen äußerst potent", so van Lunzen zu SPIEGEL ONLINE.

Schon vor der Infektion schlagkräftige Immunabwehr?

Zudem handelt es sich bei gp120 um eine Struktur, die vermutlich weniger variabel ist als andere Regionen des Virus. Deshalb hoffen die Forscher, dass es diese Stelle bei einem Angriff durch Antikörper auch nicht so schnell verändern kann. Aber: "Wie variabel diese Region tatsächlich ist, wird sich erst zeigen, wenn man solche Antikörper tatsächlich beim Menschen einsetzt", meint van Lunzen. Bislang haben die US-Forscher die Antikörper nur im Reagenzglas an Zellkulturen untersucht.

Die Hoffnung für die Zukunft ist zudem, Menschen schon vor einer Infektion mit schlagkräftigen Antikörpern auszustatten. Das ist nun zumindest theoretisch denkbar: Ist ein effektiver Antikörper bekannt, so kennt man auch das sogenannte Epitop, gegen das sich die Schutzstoffe richten - in diesem Fall Strukturen von gp120. Daraus könnten Wissenschaftler Antigenfragmente basteln und sie Gesunden spritzen.

Das wäre für das Immunsystem der adäquate Reiz, selbst Antikörper zu produzieren - und für einen Angriff von HIV gewappnet zu sein. "Das Glykoprotein gp120 besteht allerdings aus Aminosäuren und Zuckerresten, die schwer nachzubauen sind", wendet van Lunzen ein.
Dennoch sind die Wissenschaftler von ihrem Ansatz überzeugt: "Unsere Ergebnisse sind ein aufregender Fortschritt auf dem Weg zu einer effektiven Impfung, weil wir jetzt möglicherweise eine bessere Zielstruktur von HIV kennen", sagte Wayne Koff von der International Aids Vaccine Initiative, einer der Autoren. "Und wo wir diesen einen gefunden haben, können wir noch mehr entdecken."

Und auch andere renommierte Wissenschaftler halten den Ansatz für vielsprechend. "Die Idee ist wirklich hochinteressant", sagt Norbert Brockmeyer, Sprecher des Kompetenznetzwerkes HIV/Aids, das sich ebenfalls mit der Suche nach Impfstoffen beschäftigt. "Allerdings wissen wir nicht, ob derartige Antikörper tatsächlich einen präventiven Schutz liefern können." Denn möglicherweise könne das Virus auch diesem Angriff mit einem neuen Fluchtmechanismus entkommen. "Die Studie hinterlässt mehr Fragezeichen als Antworten", so Brockmeyer, der Wissenschaft und Forschung an der Klinik für Dermatologie der Ruhr-Universität Bochum leitet, zu SPIEGEL ONLINE. "Aber das ist ja eigentlich gute Wissenschaft, die uns am Ende weiterbringen kann."

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,646697,00.html
administrator - Fr 04 Sep, 2009 1:31 am
Titel: Aids Virus hat Schwachpunkte
Aids-Virus hat Schwachpunkte

Neue Antikörper in den USA entdeckt.

Washington. US-Forscher haben einen neuen Ansatz für einen Aids-Impfstoff gefunden. Das erste Mal seit 20 Jahren entdeckten sie natürliche Breitband-Antikörper gegen den Erreger und zeigten damit eine mögliche Achillesferse der Viren auf. Das sei das Ergebnis der verstärkten Suche bei sehr vielen Infizierten in der ganzen Welt, berichtet das Forscherteam im Fachjournal "Science".

Seit langem wird in aller Welt nach Antikörpern geforscht, die sich nicht nur an bestimmte, sondern an eine Vielzahl der sehr variablen Virusstämme binden und diese neutralisieren. Solche Antikörper mit der Bezeichnung bNAb treten in seltenen Fällen spontan bei Infizierten auf.

Nach der Untersuchung von Blutproben von mehr als 1800 Infizierten aus Afrika, Asien, Großbritannien und den USA fanden Laura Walker (Scibbs Forchungsinstitut in La Jolla) und Sanjai Phogat (Internationale Aids-Impfinitiative in New York) zwei Antikörpertypen – PG9 und PG16 –, die nicht nur diese gesuchte Breitband-Wirkung zeigen, sondern auch stärker auf die Viren reagieren als die besten bisher gefundenen bNAb.

4.9.2009
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabId=4109&alias=wzo&cob=435843
administrator - Fr 25 Sep, 2009 1:39 am
Titel: Erstmals Schutzeffekt einer HIV-Impfung belegt
Erstmals Schutzeffekt einer HIV-Impfung belegt

Wirkung war zwar statistisch signifikant, aber mäßig

LYON (ars). Erstmals ist für einen Impfstoff nachgewiesen, dass er vor Infektionen mit dem HI-Virus schützt. Die Wirksamkeit ist aber nur mäßig. Über dieses Ergebnis einer Phase-III-Studie mit 16 000 Erwachsenen in Thailand berichtet das Unternehmen Sanofi Pasteur MSD.

Die Auswertung nach sechs Jahren hatte ergeben, dass die Rate der HIV-Infektionen mit der Vakzine (ALVAC® HIV und AIDSVAX® B/E) im Vergleich zu Placebo um ein Drittel verringert war - ein zwar statistisch signifikanter, aber mäßiger Effekt. Dies sei der erste Hinweis seit der Entdeckung des Virus 1983, dass eine Impfung eventuell möglich sei, so das Unternehmen.

Noch sei aber viel Arbeit nötig, um den Impfstoff so zu entwickeln und zu testen, bis er für die Zulassung und den weltweiten Gebrauch bereitstehe. Am 20. Oktober wollen die führenden Wissenschaftler die Daten bei dem Kongress Aids Vaccine 2009 in Paris vorstellen.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/article/567453/erstmals-schutzeffekt-hiv-impfung-belegt.html?sh=1&h=-882698822
administrator - Sa 26 Sep, 2009 12:08 am
Titel: Erster echter Erfolg bei Aids-Impfstoffen
Erster echter Erfolg bei Aids-Impfstoffen

UN-Organisationen melden einen ersten echten Erfolg bei der Entwicklung von Aids-Impfstoffen. Eine Studie mit 16 000 Teilnehmern belege erstmals, dass eine Impfung eine HIV-Infektion bei Erwachsenen verhindern könne, schreibt die WHO.

Jeden Tag stecken sich rund 7500 Menschen neu mit dem Aids-Erreger HIV an. Nach Angaben des Herstellers Sanofi-Pasteur in Lyon gab es mit dem Impfstoff 31,2 Prozent weniger HIV-Infektionen als mit einem Scheinimpfstoff (Placebo). Der Rückgang der HIV-Infektionen durch den Impfstoff sei zwar nur moderat, aber statistisch deutlich, sagte Michel DeWilde von Sanofi- Pasteur und verwies auf die Bedeutung: «Das ist der erste konkrete Hinweis seit der Entdeckung des Virus 1983, dass ein Impfstoff gegen HIV irgendwann einmal realisierbar wird.» Weitere Arbeiten seien nötig, um einen Impfstoff zu entwickeln, der zugelassen und weltweit genutzt werden könne.

«Das Ergebnis ist ein Durchbruch in der Entwicklung von Aids- Impfstoffen, weil es das erste Mal ist, dass ein HIV-Impfstoff vorbeugend wirkt», sagte auch der Gesundheitsminister von Thailand, Withaya Kaewparadai. In seinem Land fand der Test statt.

Noch viel Arbeit bis zu sicherem Impfstoff

Trotz der «mäßigen» Wirksamkeit von rund 30 Prozent wecke das Präparat Hoffnungen für die Impfstoffforschung, schreiben WHO und UNAIDS. Ein sicherer und hocheffektiver HIV-Impfstoff könne Wirklichkeit werden. Allerdings sei noch viel Arbeit zu tun, um die Daten zu analysieren und den Schutz-Mechanismus des Impfstoffes besser zu begreifen. Derzeit sei eine Zulassung des Impfstoffes noch nicht möglich. Die Untersuchung ist eine Phase-III-Studie, die die Wirksamkeit des Impfstoffes an vielen Menschen prüft.

Wenn einmal ein Impfstoff vorhanden sei, müsse er an alle Menschen verteilt werden, die ihn benötigten, heißt es in dem UN-Papier. Frühe Impfstoffe mit relativ geringer Wirkung könnten allenfalls als zusätzliche Strategie genutzt werden - in Kombination mit Verhaltensänderungen und Kondomen. Nach jüngsten Daten von UNAIDS sind weltweit rund 33 Millionen Menschen mir dem Erreger infiziert. Allein 2007 steckten sich 2,7 Millionen Menschen an, 2 Millionen Patienten starben.

Die deutsche Aids-Stiftung begrüßte die erstmals nachgewiesene Wirkung eines HIV-Impfstoffs als «bemerkenswert». Dies werde die weitere AIDS-Impfstoffforschung beflügeln, sagte der Geschäftsführende Vorstand Ulrich Heide. «Die Stimmen, die an der Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes zweifeln, werden künftig nicht mehr dominieren.»

Die Deutsche Aids-Gesellschaft warnte davor, das Ergebnis der Studie zu überschätzen. «Sie ist ein positives Signal, aber bis wir einen Schutz für alle haben - was man ja von einer Impfung erwartet - werden noch viele Jahre vergehen, falls es überhaupt je gelingt», sagte gestern der Präsident der Gesellschaft, Prof. Jürgen Rockstroh von der Universitätsklinik Bonn, dem 3sat-Wissenschaftsmagazin. Der Regensburger Aidsforscher Ralf Wagner schätzt, dass erst in fünf bis zehn Jahren großflächige Impfungen möglich sein werden. Er gehe davon aus, sagte Wagner im Deutschlandradio Kultur, dass der in Thailand auf die dortigen HIV-Typen B und E abgestimmte Impfstoff auch in Deutschland eingesetzt und vor einer Infektion schützen könne. Für den in Afrika vorkommenden Typus C dagegen könne er sich möglicherweise als wenig erfolgreich erweisen.

WHO und UNAIDS hatten vor 18 Jahren mit der Unterstützung des Versuches namens RV 144 begonnen, als Thailand einen ersten Impf- Versuchsplan aufstellte. Der Impfstoff besteht aus den beiden Substanzen «Alvac HIV» von Sanofi-Pasteur und «Aidsvax B/E» von Vaxgen. Die Studie wurde unter anderem von staatlichen US-Instituten finanziert. Die vollständigen Ergebnisse sollen am 20. Oktober auf der Fachtagung AIDS Vaccine 2009 in Paris vorgestellt werden.

http://news.doccheck.com/de/article/178442-erster-echter-erfolg-bei-aids-impfstoffen/?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Newsletter-DE-Arzt%20%284x%2FWoche%29-2009-09-25&mailing=19721&dc_user_id=703d9448933c9d24a3bc2f2747adf9d1&cide=dce100694&redirected=1
administrator - Sa 26 Sep, 2009 12:24 am
Titel: UNO meldet Durchbruch bei Aids/HIV-Impfstoff
UNO meldet Durchbruch bei AIDS/HIV-Impfstoff

“Studienergebnisse sehr ermutigend”

Hamburg / Genf - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Spezialabteilung der Vereinten Nationen für HIV/AIDS/SIDA (UNAIDS) melden heute einen weiteren Durchbruch in der AIDS-Forschung. Sie äußern sich sehr optimistisch über die Ergebnisse der bislang größten HIV-Impfstoffstudie (16.000 Testpersonen), die jemals geführt wurde. Die Studienergebnisse sind das erste Anzeichen dafür, dass ein Impfstoff eine HIV-Infektion bei Erwachsenen vorbeugen kann und aus diesem Grund von großer Wichtigkeit.

Die zwei UN Behörden gratulieren den Hauptermittlern, Sponsoren und den freiwilligen Versuchspersonen, die dieses ermutigende Ergebnis möglich gemacht haben. Die Ergebnisse des “RV144 HIV”- Impftests zeigen, dass die Testpersonen nach der Impfung zu 31,2 % besser gegen das HIV-Virus geschützt waren. Diese Ergebnisse haben neue Hoffnung in das Untersuchungsfeld bezüglich der HIV-Impfung gebracht und versprechen, dass eine sichere und hocheffektive HIV-Impfung möglicherweise bald für die besonders bedürftigen Völker der Welt erhältlich sein könnte.

Im Jahr 2006 bekam die Hälfte der 16 000 Testpersonen jeweils drei Dosen von zwei verschiedenen Aids-Impfstoffen verabreicht. Der andere Teil der Probanden nahm ein Placebo ein, also nur einen vermeintlicher Impfstoff, ohne jegliche Wirkung. Innerhalb der letzten drei Jahre wurden die Freiwilligen dann regelmäßig auf das HI-Virus untersucht. 125 waren positiv, davon allerdings nur 51 der tatsächlich Geimpften.

Die UNAIDS fordert, dass jetzt mehr Arbeit von den Forschern und einer weiteren Gruppe internationaler Mitarbeitern in die Analyse investiert werden muss. Das Wirkungen des Impfstoffes müssen sollen nun auch auf ihre Dauerhaftigkeit überprüft werden, fordern die Spezialisten der Vereinten Nationen (UNO). Andere Experten vor zu viel Euphorie. Ein Impfstoff sei natürlich kein wirksamer Schutz gegen AIDS.

Link: New York Times
erstepresse – nachrichtenagentur - Meldung vom 24. September 2009
administrator - So 25 Okt, 2009 8:08 pm
Titel: Wissenschaftler schränken Durchbruch bei Aids-Impfung ein
Wissenschaftler schränken Durchbruch bei Aids-Impfung ein

Paris — Einen Monat nach dem weltweit als Durchbruch gefeierten Fortschritt in der Impfforschung gegen die Immunschwächekrankheit Aids haben Wissenschaftler dessen Bedeutung eingeschränkt.

Die vollständigen Ergebnisse der Impfstudie aus Thailand zeigten einen nur "bescheidenen" Erfolg, erklärten Teilnehmer der internationalen Aids-Impf-Konferenz am Dienstag in Paris. Von 16.000 Testpersonen hätten sich ohnehin nur 125 mit dem Aids-Virus HIV angesteckt, davon 51 mit Impfung und 74 ohne Impfung. Dies sei eine vergleichsweise kleine Gruppe, sagten die Wissenschaftler. Die Testteilnehmer seien größtenteils Heterosexuelle mit relativ geringem Ansteckungsrisiko gewesen.

Hinzu komme, dass die Wirkung des Impfstoffes mit der Zeit nachlasse, sagte Oberst Nelson Michael, der das Aids-Forschungsprogramm der US-Armee leitet und an der Studie der thailändischen Regierung beteiligt war. Er wisse nicht, wie die Langzeitwirkung des Vakzins sei. Für die Wissenschaft sei das Ergebnis der Massenimpfung ein Durchbruch, sagte Michael bei der Fachtagung in Paris - "für das öffentliche Gesundheitswesen aber bestimmt nicht".

Bei der Konferenz beschäftigen sich hunderte Wissenschaftler, Geldgeber und Entscheidungsträger aus aller Welt mit dem Impftest in Thailand und gehen unter anderem der Frage nach, wieso frühere Impfversuche gegen die Immunschwächekrankheit scheiterten. Die bis Donnerstag dauernde Fachtagung wird von der französischen Aidsforschungsstelle ANRS und dem Global HIV Vaccine Enterprise ausgerichtet, dem die wichtigsten Forschungseinrichtungen weltweit angehören. Der Impfstoff bei dem Massentest in Thailand hatte die Gefahr einer Ansteckung mit dem HI-Virus erstmals deutlich gesenkt, um gut dreißig Prozent.

Link zur Studie
Google News vom 20. Oktober 2009
administrator - Sa 31 Okt, 2009 6:29 pm
Titel: HIV-Impfstoff: Forscher verteidigen umstrittene Studie
HIV-Impfstoff: Forscher verteidigen umstrittene Studie

Rockville – Ein Impfstoff gegen HIV ist weiterhin nicht in Sicht. Die Ergebnisse der RV144-Studie, in der ein kombinierter Impfstoff erstmals in der Lage war, das Risiko einer Ansteckung zumindest leicht zu senken, bietet jedoch neue Ansatzpunkte für die Suche nach einem verbesserten Impfstoff, erklärten US-Wissenschaftler auf der AIDS Vaccine 2009 Conference in Paris, wo Details zu der Studie vorgestellt wurden, die zeitgleich im New England Journal of Medicine (NEJM 2009; doi: 10.1056/NEJMoa0908492) erschienen.

Die Ergebnisse der RV144-Studie waren bereits Ende September auf einer Pressekonferenz in Bangkok vorgestellt worden. Die Gruppe um Supachai Rerks-Ngarm vom Thailändischen Gesundheitsministerium hatte damals verkündet, dass die kombinierte Impfung mit Avac®-HIV von Sanofi-Aventis-Pasteur gefolgt von einer Boosterung mit Aidsvac® von Vaxgen, das Risiko einer Ansteckung signifikant um 31,2 Prozent senkt.
Die jetzt publizierten Daten zeigen, dass dieses Ergebnis nur knapp das Signifikanzniveau erzielte (95-Prozent-Konfidenzintervall 1,1-51,2 Prozent; p= 0,04). Es handelt sich außerdem um eine modifizierte Intention-to-treat-Analyse, bei der nachträglich sieben Rekruten ausgeschlossen wurden, die zu Beginn der Studie bereits HIV-infiziert waren.

Da bei ihnen eine Schutzwirkung nicht mehr möglich war, erscheint die Datenmanipulation vertretbar. Allerdings muss man sich fragen, warum diese Rekruten überhaupt an der Studie teilnehmen durften. In der ursprünglichen Intention-to-treat-Analyse – sie umfasste alle 16-402 Teilnehmer unabhängig davon, ob sie den Impfstoff auch wirklich erhielten – und in der Per-Protocol-Analyse der 12.453 Teilnehmer, die nach Plan (mit Verum oder Placebo) geimpft wurden, war die Schutzwirkung nicht signifikant, also ein Zufallsergebnisse nicht auszuschließen.

Aber auch abgesehen von diesen methodischen Bedenken, kennzeichnen die Ergebnisse keinen Durchbruch für die klinische Medizin. Dies hatte das US-National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), neben der US-Armee und den Herstellern einer der Sponsoren, bereits Ende September klargestellt.

Denn die Reduktion des Infektionsrisikos um ein Drittel bietet keinen wirklichen Schutz vor einer Infektion, und sie ist kein Ersatz für andere präventive Maßnahmen (Safer Sex), die auch von den Teilnehmern der Studie praktiziert wurden, was die geringe Zahl der Infektionen erklärt: Von den Geimpften steckten sich 51 mit dem Immunschwächevirus an, im Placebo-Arm waren es 74.

Die geringe Infektionsrate erklärt sich auch daraus, dass die Rekruten keiner Hochrisikogruppe angehörten, wie dies bei den früheren Studien der Fall war, wie der Editorialist Raphael Dolin von der Harvard Medical School in Boston anmerkt (NEJM 2009; doi: 10.1056/NEJMe0909972).
Dennoch wurden die Ergebnisse jetzt allgemein positiv bewertet. Nach 26 Jahren fruchtloser Versuche gibt es erstmals wieder die Spur einer Hoffnung, dass ein Impfstoff möglich ist. Die US-Armee kündigte weitere Studien an. Die Entwicklung eines Impfstoffes soll jetzt wieder beschleunigt vorangetrieben werden, nachdem es vor kurzem noch so aussah, als seien alle Bemühungen umsonst.

Den Tiefpunkt erlebte die Forschung 2007, als die Erprobung eines zunächst vielversprechenden Impfstoffs des US-Pharmaunternehmens Merck gestoppt wurde, weil es unter der Impfung zu mehr Infektionen gekommen war als im Placebo-Arm.

Ob die jetzt neu aufgekeimten Hoffnungen berechtigt sind, ist offen. Auch mit der Publikation bleiben viele Fragen ungeklärt, beispielsweise warum die Impfung bei den Patienten, die sich trotzdem mit HIV infizierten, keinen Einfluss auf das Ausmaß der Virämie oder die Zahl der CD4-Zellen hatte. Dies hätte man eigentlich auch von einem schwach wirkenden Impfstoff erwartet.

Website der Studie: http://www.primeboost3.org/eng/
Deutsches Ärzteblatt vom 21. Oktober 2009
administrator - Fr 20 Nov, 2009 3:00 am
Titel: HIV-Vakzine ist möglich
HIV-Vakzine ist möglich

Nobelpreisträgerin: Françoise Barré-Sinoussi: Impfstudie ist kein Fehlschlag.

Köln – Die Prävention der HIV-Infektionen gehört zu den unbewältigten Hauptaufgaben im Kampf gegen Aids. Die Entwicklung einer erfolgreichen Impfung ist dabei nur ein Teilaspekt. Ebenso wichtig erscheinen Maßnahmen, die das rechtzeitige Erkennen von Infizierten ermöglichen.

Große Erfolge konnten in der Entwicklung einer effektiven antiretroviralen Kombinationstherapie erzielt werden, erinnerte die Medizin-Nobelpreisträgerin Professor Françoise Barré-Sinoussi vom Pariser Pasteur-Institut bei der 12. Europäischen Aids-Konferenz in Köln. So erhielten heute weltweit etwa drei Millionen Menschen mit einer HIV-Infektion eine antiretrovirale Therapie. Allerdings kommen immer noch auf zwei neu initiierte Therapien fünf neue Infektionen.

Als ein wichtiger Weg zur Eindämmung der Aids-Pandemie wurde von Anfang an die Entwicklung einer Impfung angesehen. Die erst vor kurzem publizierte Thailand-Studie ist nach Einschätzung der französischen Virologin ein wichtiger Schritt vorwärts, und nicht - wie zum Teil interpretiert werde - ein Fehlschlag. Zwar wurde mit der in dieser Studie geprüften Impfstrategie, bestehend aus insgesamt sechs Impfungen mit zwei unterschiedlichen Impfstoffen, nur eine 31-prozentige Protektion vor der Neuansteckung mit HIV erreicht. Doch zum ersten Mal konnte tatsächlich eine - wenn auch moderate - Effektivität einer HIV-Vakzine nachgewiesen werden. Und selbst dieser geringe Impferfolg mache deutlich, dass die Entwicklung einer sicheren, effektiven und präventiven HIV-Vakzine möglich ist, betonte Barré-Sinoussi.

Derzeit sei aber deutlich, dass die Präventivstrategien der Zukunft einen kombinierten Ansatz notwendig machten. Ebenso wichtig wie Grundlagenforschung und klinische Studien sind nach Angaben von Barré-Sinoussi auch Maßnahmen wie die Entstigmatisierung der HIV-Infizierten und der Kampf gegen die Diskriminierung der Betroffenen.

Denn solche sozialen Faktoren verhinderten häufig eine rechtzeitige Diagnose der HIV-Infektion und begünstigten damit gleichzeitig die weitere Verbreitung der Infektion. Im Unterschied zur Impfung seien die dafür notwendigen Maßnahmen bereits heute schon möglich, betonte die Pariser Virologin.

Ärzte Zeitung vom 14. November 2009
administrator - Fr 18 Dez, 2009 11:09 pm
Titel: HIV-Impfung: Neues aus der Thai-Küche
HIV-Impfung: Neues aus der Thai-Küche

Die Welt blickt auf die umstrittene Schweinegrippe-Impfung, da kommt ein Lehrstück in Sachen Vakzinforschung aus Thailand: Rund 16.000 Menschen wurden dort gegen HIV geimpft – danach sank die Infektionsrate um ein Drittel.

Für viele Medien und die Ständige Impfkommission (STIKO) hierzulande müsste die aktuelle Publikation im New England Journal of Medicine zur Pflichtlektüre avancieren. Auf 12 Seiten berichtet darin ein Forscherteam vom Department of Disease Control des federführenden thailändischen Gesundheitsministeriums über einen wichtigen Fortschritt auf dem Weg zum Kombi-Impfstoff gegen HIV. Drei Jahre lang testeten Mediziner in einer randomisierten, Placebo-kontrollierten, dopppelblinden Multicenter-Studie die Wirkung von ALVAC-HIV (vCP1521) und AIDSVAX B/E in einer eigens dazu entwickelten Kombination, 16.395 Menschen nahmen an der größten klinischen Studie dieser Art teil. Beteiligt waren neben den Vakzinherstellern und Gesundheitsbehörden auch die US Army. Jetzt scheint festzustehen: Erst die Verabreichung beider Impfstoffe senkt die Ansteckungsgefahr um signifikante 31,2 Prozent.

Tatsächlich zählten alle Probanden zur heterosexuellen Risikogruppe. Und die gilt in Thailand seit Jahren als extrem gefährdet. So betrug bereits 1995 die Seroprävalenz von HIV-1 innerhalb der Royal Thai Army 3,7 Prozent, während im Norden des Landes gar 12,5 Prozent der Rekruten infiziert waren. Die Zahlen der 1990er blieben allerdings nicht ohne Wirkung, so dass nach massiven Aufklärungskampagnen im Jahr 2007 "nur" noch 14.000 Neuinfektionen registriert wurden – 1990 waren es noch 143.000.

Fast schon abgeschrieben

Trotz solcher Erfolge setzt Thailand auf die Entwicklung eines Vakzins. Denn der nach wie vor boomende Sextourismus und der immer noch bestehende Drogenkonsum mit Hilfe unsteriler Injektionsnadeln liefern dem tödlichen Erreger weiterhin optimale Bedingungen. Ein rekombinanter Impfstoff, so die Hoffnungen der Ärzte landesweit, würde im Glücksfall die stark gefährdete Gruppe der Heterosexuellen schützen helfen.

Dabei hatte der von Sanofi-Pasteur entwickelte Impfstoff in anderen Studien die Erwartungen zunächst nicht erfüllen können. So berichtete das Fachblatt AIDS am 11. Juli 2008, dass ALVAC-HIV (vCP1452) als Canarypox–Vektor Vakzin, das drei Proteine des HI-Virus exprimiert, die Virenreplikation bei chronisch infizierten HIV-Patienten weder aufhielt, noch verlangsamte. Selbst die Gabe von vier aufeinanderfolgenden Dosen ließ die Retroviren unbeeindruckt. Ob solcher Ergebnisse galt der Impfstoff de facto als abgeschrieben.

Die Booster-Kombination macht es

Doch in Thailand setzte man auf die Kombination des vermeintlichen Losers mit einem in klinischen Studien ebenfalls als Versager ausgemachten „Booster“. Was Außenstehende als irrlichternden Versuch empfinden könnten, outet sich bei Lektüre der offiziellen Publikation als genialer Streich: „Vorausgegangene Studien hatten belegt, dass Prime-Booster-Kombinationen eine Immunantwort auslösen können“, schrieben die Autoren um Supachai Rerks-Ngarm – und erklären, dass man gar nicht erst zu klären versuchte, warum das so ist. „Warum die Kombination der beiden Impfstoffe jetzt erfolgreich war, wird ebenfalls noch Gegenstand von Spekulationen sein“, rätselte Ende September das Deutsche Ärzteblatt, nachdem erste unpublizierte Ergebnisse aus Thailand durchsickerten, und hoffte auf Details seitens der Studienleiter bei der offiziellen Vorstellung der Studie. Vergeblich. Denn auch die jetzt im Dezember 2009 im NEJM veröffentlichte Arbeit beschreibt alle Details über Design und Studienverlauf – vermag aber nicht zu erklären, warum zwei wirkungslose Vakzine als Kombipack so schlagkräftig sind.

Auf Schlagkraft aber sind Ärzte weltweit dringend angewiesen. Seit Beginn der Epidemie haben sich nach Angaben der EU-Kommission nahezu 60 Millionen Menschen mit HIV infiziert, 25 Millionen sind an den Folgen bereits gestorben. Die Zahl der HIV-Infizierten ist im Jahr 2008 weltweit auf insgesamt 33,4 Millionen gestiegen, darunter 2,7 Millionen Neuinfektionen und zwei Millionen Tote.

Was angesichts dieser real existierenden Pandemie zählt, ist allein der Erfolg. Entsprechend erhielten die heterosexuellen Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Thailand neben dem Sanofi-Pasteur Produkt den ursprünglich von Genentech entwickelten Impfstoff Aidsvax. Der von Global Solutions for Infectious Diseases in Lizenz hergestellte Impfstoff exprimiert das Oberflächenprotein (gp120) des Virus und senkt als zweite Hälfte des Kombipacks die Infektionsrate. Allerdings: Im Falle einer bereits erfolgten Ansteckung hält auch das Duo Antivirale den Erreger nicht mehr auf.

http://news.doccheck.com/de/article/186682-hiv-impfung-neues-aus-der-thai-kueche/
administrator - Di 02 Feb, 2010 2:46 am
Titel: BCG-Impfung senkt Tuberkulose-Fälle
HIV: BCG Impfstoff senkt Tuberkulose-Fälle

Erkrankungen bei geimpften Patienten um 39 Prozent niedriger

Hannover (pte/01.02.2010/10:00) - Ein Impfstoff könnte die Anzahl der Tuberkulose-Opfer bei HIV-positiven Afrikanern um fast zwei Fünftel verringern. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Dartmouth Medical School http://dms.dartmouth.edu gekommen. Die Infektion der Lungen ist laut BBC die am meisten verbreitete Todesursache bei HIV-Patienten auf dem Kontinent.

Das Fachmaganzin Aids http://journals.lww.com/aidsonline/pages/default.aspx berichtet, dass an der aktuellen Studie 2.000 Menschen teilgenommen haben.

Bei mit BCG geimpften Patienten ist es zu deutlich weniger Tuberkulose-Erkrankungen gekommen. Dieser Impfstoff könnte zumindest theoretisch eine billigere Alternative für jene Länder sein, die bei der Beschaffung von zusätzlichen Mitteln für HIV-Medikamenten Probleme haben.

Anfällig für Tuberkulose

HIV-Patienten sind besonders anfällig für Tuberkulose, da sie ein schwaches Immunsystem haben. Die Wirksamkeit des Impfstoffs beruht auf der Verstärkung der Immunreaktionen bei Patienten, die ihn bereits in der Vergangenheit einmal erhalten haben. Der Impfstoff selbst könnte einen Schutz gegen Tuberkulose bieten. Das ist jedoch alles andere als sicher und der Schutz könnte nach der Immunisierung nur wenige Jahre gegeben sein.

Das Team um Ford von Reyn testete den Impfstoff in Tansania bei HIV-positiven Patienten über einen Zeitraum von sieben Jahren. Die Anzahl der bestätigten TB-Erkrankungen war bei den Geimpften um 39 Prozent niedriger. Von Reyn bezeichnete diese Ergebnisse als einen "wichtigen Meilenstein". Eine Theorie geht jetzt davon aus, dass Patienten direkt nach der Diagnose mit HIV geimpft werden sollten, also noch bevor antiretrovirale Medikamente notwendig sind.

Antiretrovirale Medikamente früher einsetzen

Alvaro Bermejo, geschäftsführender Direktor der HIV/Aids Alliance, http://www.aidsalliance.org argumentierte, dass eine andere Möglichkeit Tuberkulose-Erkrankungen bei HIV-Patienten zu behandeln, darin bestehen könnte, die antiretroviralen Medikamente früher zu verabreichen. Das wäre allerdings im Vergleich mit den Impfungen die kostenintensivere Alternative. Bermejo betonte, dass Tuberkulose bei HIV-Infektionen ein massives Problem sei. "Ein Drittel der HIV-Patienten in Afrika ist infiziert." (Ende)

http://www.pressetext.ch/news/100201009/hiv-bcg-impfstoff-senkt-tuberkulose-faelle/
administrator - Sa 20 Feb, 2010 1:39 am
Titel: Kombinations Impfstoff bewirkt besseren Schutz
Kombinations Impfstoff bewirkt besseren Schutz vor Virusinfektionen

PNAS: Immunzellen patrouillieren an den Eintrittsorten der Erreger - Bochumer Forscher hoffen auf Impfung gegen HIV

Mit einer Kombinations-Impfung aus einem Proteinimpfstoff und einem Gen-basierten Impfstoff ist es Forschern der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Klaus Überla (Abteilung für Molekulare und Medizinische Virologie der RUB) gemeinsam mit Kollegen der Rockefeller University (New York) gelungen, eine wesentlich verbesserte Immunisierung gegen Virusinfektionen zu bewirken. Im ersten Schritt führte die Proteinimpfung zur Bildung sog. T-Helfer-Zellen.

Diese sind in der Lage, Viren zu erkennen und locken T-Zellen des Immunsystems in die Schleimhäute, über die die Viren eindringen. Die T-Zellen können infizierte Körperzellen erkennen und unschädlich machen. Was im Tiermodell mit einem rekombinanten Virus gelang, das Bestandteile eines Pocken- und des HI-Virus enthält, weckt Hoffnungen auf eine wirksame HIV-Impfung. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe von PNAS.

Impfen über Umwege

Ein wichtiges Ziel von Impfungen ist es, das Immunsystem dazu zu bringen, zytotoxische T-Zellen auszubilden. Diese können Virus-infizierte Zellen zerstören und so die weitere Ausbreitung der Viren verhindern. „Diese T-Zellen sollten jedoch nicht nur im Blut zirkulieren, sondern auch gerade an den Eintrittsorten für Viren patrouillieren“, erklärt Prof. Überla. Der internationalen Forschergruppe aus Bochum und New York gelang dies nun über einen kleinen Umweg. Sie impften Mäuse zunächst mit einem Proteinimpfstoff. Das Protein, ein Bestandteil des schädlichen Virus, wird von Zellen des Immunsystems erkannt. Diese sog. dendritischen Zellen sind darauf spezialisiert, schädliche Fremdkörper anderen Immunzellen zu präsentieren. Das Immunsystem reagiert mit der Bildung von T-Helfer-Zellen, welche in der Lage sind, das schädliche Protein zu erkennen.

Das Immunsystem lernt

Im zweiten Schritt erhielten die Mäuse einen Gen-basierten Impfstoff. Er enthält unschädliche Viren, welche die Erbinformation für bestimmte Bestandteile des schädlichen Virus enthalten. Sie schleusen diese Information in Körperzellen des Wirts ein, die daraufhin mit der Herstellung der entsprechenden Viruspartikeln beginnen. Das Immunsystem lernt so, mit dem schädlichen Virus infizierte Zellen zu erkennen und zu vernichten.

Mehr Immunschutz in den Schleimhäuten

Spätere Tests ergaben, dass die Immunisierung mit dem Gen-basierten Impfstoff in Anwesenheit der zuvor aufgrund des Proteinimpfstoffs hergestellten T-Helferzellen zu einem stark verbesserten Schutz vor der Infektion mit dem kombinierten Pocken-HI-Virus führt. Die Forscher nutzten das kombinierte Virus, da Mäuse nicht mit HIV infizierbar sind. Das Kombinationsvirus wird über die Atemwege übertragen. „Nach der Impfung waren schnell viele zytotoxische T-Zellen in den Schleimhäuten der Atemwege, was den Schutz beträchtlich verstärkt haben dürfte“, erläutert Prof. Überla. „Wir nehmen an, dass die vorher hergestellten T-Helferzellen, wenn sie auf ein Virus stoßen, die T-Zellen anlocken.“

Die Forscher gehen davon aus, dass dieser Prozess auch in anderen Schleimhäuten funktioniert und schließen indirekt darauf, dass sich so auch eine HIV-Infektion bei Menschen verhindern lassen müsste. „Was genau das für HIV bedeutet, müssen natürlich weitere Studien zeigen“, unterstreicht Prof. Überla.

Godwin Nchinda, David Amadu, Christine Trumpfheller, Olga Mizenina, Klaus Überla, and Ralph M. Steinman: Dendritic cell targeted HIV gag protein vaccine provides help to a DNA vaccine including mobilization of protective CD8+ T cells. In: PNAS Early Edition, 15.-19. Februar 2010, doi:10.1073/pnas.1000621107

Ruhr Universität Bochum vom 17. Februar 2010
administrator - Sa 15 Mai, 2010 9:57 pm
Titel: Neue Hoffnung auf Impfstoff gegen HIV
Neue Hoffnung auf Impfstoff gegen HIV

Gen HLA B57 ermöglicht stärkere Killer-T-Zellen. Forscher sind neuem Aids-Impfstoff auf der Spur.

Cambridge - US-amerikanische Wissenschaftler sind laut eigenen Angaben dem Verständnis einen Schritt näher gekommen, warum manche Menschen über einen natürlichen Schutz gegen HIV verfügen.

Die Teams des Massachusetts Institute of Technology MIT http://web.mit.edu und der Harvard University http://www.harvard.edu gehen davon aus, dass jene wenigen Menschen bei denen Aids sehr langsam entsteht, über weiße Blutkörperchen verfügen, die das Virus besser bekämpfen können.

Die in Nature http://www.nature.com veröffentlichten Forschungsergebnisse könnten einen Beitrag zu den internationalen Anstregungen zur Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs gegen Aids leisten. Die Wissenschaftler Arup Chakraborty (MIT) und Bruce Walker (Harvard University) gehen allerdings auch davon aus, dass ein derartiger Impfstoff erst in wenigstens zehn Jahren zu erwarten ist.

Gen steuert Erkrankungsverlauf

Die aktuellen Forschungsergebnisse beziehen sich auf die so genannten Elite- Controller, jene kleine Gruppe von Menschen, die bei einer Infektion nur sehr langsam oder gar nicht an Aids erkranken. In den späten neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde entdeckt, dass diese Menschen - rund einer von 200 Infizierten - mit HLA B57 über ein spezifisches Gen verfügen.

Jetzt wurde herausgefunden, dass dieses Gen dem Körper ermöglicht, stärkere Killer-T-Zellen zu bilden. Dieser Typ weißer Blutkörperchen bekämpft Infektionen. Damit scheint es möglich zu sein, das Virus unter Kontrolle zu halten. Diese Menschen sind allerdings auch anfälliger für Autoimmunerkrankungen.

Impfstoff hemmt Aids-Ausbruch

Die aktuelle Studie basiert auf einem Computer-Modell das zeigt, wie Immunzellen sich im Thymus entwickeln. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ihre Forschungsergebnisse einen Einfluss auf die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes haben können. Denkbar sind Impfstoffe, die die gleiche Reaktion wie HIV bei Menschen mit einer natürlichen Immunität auslösen.

Bruce Walker erklärte gegenüber der BBC, dass es von entscheidender Bedeutung sei zu verstehen, wie manche Menschen das Virus selbst kontrollieren können. Die aktuelle Studie bringe die Forschung diesem Verständnis einen Schritt näher. Arup Chakraborty ergänzte, es handle sich um ein weiteres Stück des Puzzles.

Jason Warriner vom Terrence Higgins Trust berichtete, dass HIV die in Großbritannien am stärksten zunehmende schwere Erkrankung bleibe. 83.000 Menschen seien betroffen, daher sei es von entscheidender Bedeutung, dass man sich weiterhin mit Kondomen schütze.

Pressetext Austria vom 6. Mai 2010
administrator - So 25 Jul, 2010 12:00 am
Titel: Impfstoff gegen HIV wird in Russland an Freiwilligen geteste
Impfstoff gegen HIV wird in Russland an Freiwilligen getestet

NOWOSIBIRSK, 23. Juli (RIA Novosti). Das russische Forschungszentrum für Virologie und Biotechnologie „Vektor“ in Nowosibirsk bei der Russischen Verbraucherschutzbehörde hat einen Impfstoff gegen die HIV-Infektion entwickelt und alle notwendigen Dokumente für seine klinische Erprobung an Freiwilligen bekommen.

Wie der Pressedienst des Forschungszentrums „Vektor“ am Freitag weiter mitteilte, hat es in den Jahren 2008 bis 2010 große Arbeit zur Entwicklung des Impfstoffes gegen die HIV-Infektion geleistet. Im Ergebnis sei ein Impfstoff entstanden, der den Namen KombiVICvak bekam. In diesem Vakzin seien B-Zell- und T-Zell-Immunogene in einer Nanostruktur vereinigt.

Bei diesem Präparat handelt es sich dem Pressedienst zufolge um einen der aussichtsreichsten Impfstoffe weltweit. Der Impfstoff induziere Antikörper, die nicht nur Antigene HIV-1 erkennen, sondern auch das Virus im System „in Vitro“ neutralisieren können.

Wie das Institut mitteilt haben bis heute drei Serien des experimentellen Impfstoffs die Laborprüfungen bestanden. Jetzt könne das Präparat zu den klinischen Erprobungen an Freiwilligen zugelassen werden. Die erste Phase der klinischen Tests am Impfstoff KombiVICvak solle noch 2010 abgeschlossen werden.

23.7.10
http://de.rian.ru/onlinenews/20100723/127229420.html
administrator - Sa 04 Sep, 2010 10:58 pm
Titel: Therapeutische Impfung
Therapeutische Impfung: doch machbar?

Das Konzept einer ‘therapeutischen Impfung’ HIV-Positiver könnte entgegen früheren Einschätzungen doch machbar sein. Darauf deuten Daten kleinerer Studien hin.

Die Zahl der verfügbaren Medikamente zur Behandlung einer HIV-Infektion steigt. Doch – wäre es nicht sinnvoll, das Immunsystem des menschlichen Körpers selbst gegen das HI-Virus vorgehen zu lassen? Und das Immunsystem dabei zu unterstützen – mit einer ‘therapeutischen Impfung’? Diese Idee bewegt seit Jahren HIV-Positive, Behandler und Forscher.

Als “therapeutische Impfung” wird ein Impfstoff bezeichnet, der eine Immunreaktion auslösen soll, die der Behandlung einer bereits vorhandenen Infektion dient (im Gegensatz zu einer prophylaktischen Impfung, die der Verhinderung einer Infektion dienen soll).
Nun geben Ergebnisse einiger kleiner Studien Hinweise, dass das Konzept einer therapeutischen Impfung machbar sein könnte.

Auf der XVIII. Internationalen Aids-Konferenz in Wien wurden im Workshop “B52 Therapeutic vaccine and immune based therapy trials” Daten mehrerer kleiner Studien mit experimentellen Impfstoffen vorgestellt. Die Substanzen waren in der Lage, moderat aber signifikant die Viruslast zu reduzieren. Manche führten auch zu einer Erhöhung der CD4-Zellzahl.

Zwei von Biotechnologie-Unternehmen (Genetic Immunity sowie Argos Therapeutics) entwickelte Substanzen versuchen, die Wirksamkeit der Immunantwort der so genannten dendritischen Zellen (Immunzellen, die die Arbeit von T-Zellen beeinflussen) zu erhöhen. Ein anderer Ansatz (FIT Biotech) versucht, mit Gen-Schnipseln eine Immunität gegen bestimmte virale Proteine zu erzeugen.

Bei allen Studien handelt es sich um kleine Phase-II-Studien. Ob die Konzepte und Substanzen tatsächlich eine Wirksamkeit zeigen, können erst größere Phase-III-Studien ergeben. Schon die sehr geringe Anzahl an Studien-Teilnehmern sollte Anlass sein, jetzt nicht falsche Hoffnungen zu wecken, kommentierten Aids-Forscher. Joep Lange, Aids-Forscher aus Amsterdam und früherer Präsident der International Aids-Society, ergänzte, selbst wenn therapeutische Impfungen in der Praxis funktionieren würden, seien sie niemals in der Lage, antiretrovirale Medikamente zu ersetzen.

Das Konzept einer “therapeutischen Impfung”, einer Impfung HIV-Positiver mit dem Ziel ihrem Immunsystem einen effektiveren Kampf gegen HI-Viren zu ermöglichen, dieses Konzept wird schon seit vielen Jahren immer wieder diskutiert. Gerade nach diversen Rückschlägen bei der Erforschung eines prophylaktischen (eine Infektion verhindernden) Impfstoffes wurde eine therapeutische Impfung bei HIV zunehmend für prinzipiell nicht machbar erachtet.

Die jetzt vorgelegten Daten wecken Hoffnungen, dass eine therapeutische Impfung bei HIV-Infektion doch machbar sein könnte. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.

Weitere Informationen:
Vardas E. et al.: Indicators of therapeutic vaccine effect using GTU-MultiHIV B clade DNA in treatment-naïve subtype C HIV-1 infected subjects (abstract)
Routy, J.-P.: HIV-1 infected subjects treated with an autologous dendritic cell therapy (AGS-004), exhibited a significant reduction in viral load (when compared to pre-ART viral load) and delay in the time to viral rebound during a 12 week STI (abstract) Nature 27.07.2010: Therapeutic HIV vaccines show promise

ondamaris vom 26. August 2010
administrator - Fr 12 Nov, 2010 10:49 pm
Titel: Petersburger Wissenschaftler testen Aids-Impfstoff am Mensch
Petersburger Wissenschaftler testen Aids-Impfstoff am Menschen

An der Petersburger Pawlow-Universität haben Wissenschaftler damit begonnen, einen Impfstoff gegen den Aids-Virus an Menschen zu testen, schreibt Fontanka.ru. Bisher wurde das Medikament nur in Tierversuchen erprobt, und nun ist man dazu übergegangen es an gesunden Freiwilligen zu testen.

Diese ersten Tests am Menschen sollen sicherstellen, welche Nebenwirkungen der Impfstoff beim menschlichen Organismus hervorruft. Es sei noch verfrüht, von einem Durchbruch zu sprechen, betonen die Forscher. Vorläufig könne der Impfstoff lediglich die Widerstandsfähigkeit des Immunsystems gegenüber dem HIV erhöhen, aber noch keine Erkrankung verhindern.

Russland online - News vom 8. November 2010
administrator - Sa 19 Feb, 2011 12:42 pm
Titel: HPV-Impfstoff Gardasil wirkt auch bei Männern
HPV-Impfstoff Gardasil wirkt auch bei Männern

Der Impfstoff Silgard/Gardasil kann bei jungen Männern das Entstehen von Feigwarzen deutlich vermindern. Wie eine im Februar 2011 veröffentlichte Studie gezeigt hat, wirkt der Impfstoff auch bei Männern gegen die HPV-Stämme 6,11,16 und 18.

Die Subtypen 6 und 11 sind für etwa 90 % aller Feigwarzen an Genitalien, Anus oder Mund verantwortlich. Kann die Entstehung von Feigwarzen verhindert werden, besteht Hoffnung, dass auch das Risiko für Analkrebs gesenkt werden kann. Bisher ist der Impfstoff nur für Kinder von 9–15 Jahren und junge Frauen bis 26 Jahren zugelassen. Bei Mädchen und Frauen soll Silgard/Gardasil eine Infektion mit den HPV-Subtypen 16 und 18 verhindern, die für Gebärmutterhalskrebs hauptverantwortlich sind.

An der zwischen 2004 und 2009 in 18 Ländern durchgeführten Studie nahmen 4.065 Männer im Alter zwischen 16 und 26 Jahren teil. Die eine Hälfte erhielt den Wirkstoff, die andere ein Plazebo. Die durchschnittliche Beobachtungsdauer lag bei 2,9 Jahren. Die meisten Studienteilnehmer waren vor der Impfung noch nicht mit HPV in Kontakt gekommen, weil sie bis dato noch keinen Sex hatten. 3.436 Männer bezeichneten sich als heterosexuell, 602 gaben an, Sex mit Männern zu haben (MSM).

Die Studienteilnehmer wurden innerhalb eines halben Jahres dreimal geimpft. Einen Monat nach der letzten Schutzimpfung hatten 97,4 % Antikörper gegen HPV entwickelt. Untersucht wurde auch, ob sich durch diese Antikörper Feigwarzen und Vorstufen von Krebs verhindern lassen – schließlich gibt es neben HPV 6, 11, 16 und 18 noch über 100 weitere HPV-Subtypen. Tatsächlich traten in der Impfgruppe um 60 % weniger Zellveränderungen auf. Meist handelte es sich dabei um die relativ harmlosen, aber lästigen Feigwarzen, seltener um Krebsvorstufen.

Bei den Männern, die alle drei Impfungen erhielten und vorher noch keinen HPV-Kontakt hatten, lag die Schutzwirkung gegen Feigwarzen sogar bei ca. 90 %. Gegen HPV sollte daher möglichst vor dem ersten Sexualkontakt geimpft werden. Doch auch für diejenigen Männer, die bereits mit HPV infiziert waren, errechnete das Forscherteam eine Schutzwirkung von immerhin knapp 50 %.

Ob die Impfung auf lange Sicht Anal- und Peniskarzinome verhindern kann, ließ sich mit dieser Studie nicht klären: Diese Krebsformen entstehen erst nach etlichen Jahren, wenn das Immunsystem HPV nicht unschädlich machen konnte. Normalerweise schafft es das bis spätestens sechs Monate nach dem Ansteckungszeitpunkt.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die HPV-Impfung zurzeit nur für Mädchen von 12 bis 17 Jahren. Sie aktualisiert ihre Impfempfehlungen jedes Jahr im Juli. Die von ihr empfohlenen Impfungen werden von den Krankenkassen erstattet. Man darf gespannt sein, ob die STIKO ihre Empfehlungen auf Jungen erweitert. (Steffen Taubert)

Quelle:
Anna R. Giuliano u. a.: Efficacy of Quadrivalent HPV Vaccine against HPV Infection and Disease in Males. In: New EnglandJournal of Medicine, 2011; 364 (5): 401 DOI: 10.1056/NEJMoa0909537
Deutsche Aids-Hilfe vom 15. Februar 2011
administrator - So 13 März, 2011 12:14 pm
Titel: Neuer Impfstoff Kandidat
Neuer Impfstoff Kandidat

Französischen Forscher ist es gelungen, weibliche Makaken durch einen experimentellen Impfstoff vor einer AIDS-Infektion zu schützen.

Dieser Durchbruch, der am 25. Februar 2011 in der Fachzeitschrift Immunology veröffentlicht [1] wurde, ist das Ergebnis einer 15-jährigen Forschungsarbeit über das Eindringen des Virus in den Organismus und über die lokale Immunität der Schleimhäute.

An diesem Projekt waren Forscher der Universität Paris Descartes, des CNRS [2] und des Inserm [3] vom Cochin-Institut und das amerikanische Unternehmen Mymetics (Nyon, Schweiz) [4] beteiligt.

Finanziert wurden diese Forschungsarbeiten vom französischen Institut für Aids- und Hepatitis-Forschung (ANRS) [5], SIDACTION – gemeinsam gegen Aids [6] und der Stiftung für medizinische Forschung (FRM) [7].

Ziel der meisten Forschungsarbeiten ist es, die Produktion von Antikörpern im Blut und/oder Killerzellen gegen HIV anzuregen. Die Innovation bei diesem neuen Impfstoff-Kandidaten ist, dass er die Produktion von Antikörpern in den Schleimhäuten ankurbelt. Diese Antikörper können einer HIV-Infektion sehr früh entgegenwirken, indem sie die Vermehrung der Viren und ihre Ausbreitung im Blut verhindern.

Der Impfstoff wurde fünf weiblichen Makaken (Macaca mulatta) intramuskulär und über die Nase verabreicht. Nach sechs Monaten wurden sie 13 Mal dem HIV durch vaginale Inokulation ausgesetzt. Weitere sechs Monate später wurden sie getestet: Sie waren HIV-negativ.
Eine Vergleichsanalyse der Antikörper, die durch Impfung in das Blut und in die Schleimhäute injiziert wurden, zeigt, dass die Makaken nur dank der spezifischen Antikörper der mukösen Virus-Oberfläche vor der Infektion geschützt waren. Dieser Antikörpertyp wurde auch schon bei Frauen nachgewiesen, die somit auf natürliche Weise gegen Aids immun wären, selbst wenn sie ungeschützten Geschlechtsverkehr hätten.

"Aus diesem Grund gehen wir davon aus, dass unser Impfstoff-Kandidat diesen Typ von natürlicher Abwehr simuliert", erklärt Morgane Bomsel, Forscherin am CNRS. Der Impfstoff zeigte in vitro relativ gute Ergebnisse gegenüber dem HI-Virus der Subtypen B und C, die für 95% der Krankheitsfälle in den Vereinigten Staaten, Europa und Indien verantwortlich sind.

"Es liegt jedoch noch eine Menge Arbeit vor uns", so Morgane Bomsel. Denn die Ergebnisse sind nur bedingt gültig: Der Impfstoff wurde bislang nur an weiblichen Affen getestet und schützt nur vor einer nichttraumatischen vaginalen Infektion, was nicht unbedingt die Realität widerspiegelt. Als nächstes muss der Impfstoff an Männchen getestet und seine Wirksamkeit gegenüber anderen sexuellen Infektionswegen (Rektum, Oro- und Urogenitaltrakt) untersucht werden. Letztlich muss die Studie über einen längeren Zeitraum weitergeführt werden, insbesondere um die Wirkungsdauer der schützenden Immunantwort einschätzen zu können.

[1] Originalpublikation: "Immunization with HIV-1 gp41 Subunit Virosomes Induces Mucosal Antibodies Protecting Nonhuman Primates against Vaginal SHIV Challenges", Immunity – 25.02.2011
[2] CNRS – französisches Institut für wissenschaftliche Forschung
[3] INSERM – französisches Institut für Gesundheit und medizinische Forschung
[4] Internet Webseite von Mymetics
[5] Internetseite des ANRS (auf Französisch)
[6] Internetseite von SIDACTION – Ensemble contre le sida (auf Französisch):
[7] Internetseite der Stiftung für medizinische Forschung (auf Französisch)
Kontakt:
Morgane BOMSEL, Forscherin am CNRS – Cochin Institut – Tel: +33 140516497 +33 140516497 - E-Mail: morgane.bomsel@inserm.fr
Quelle: Pressemitteilung des Inserm - 10.02.2011
Informationsdienst Wissenschaft vom 4. März 2011
administrator - Fr 08 Apr, 2011 9:52 pm
Titel: HIV-Impfung: Doch noch ein Durchbruch?
HIV-Impfung: Doch noch ein Durchbruch?

von Pietro Vernazza

Eine wirksame Impfung gegen HIV würde die HIV-Prävention vereinfachen. Doch ob eine solche Impfung je einmal verfügbar sein wird, steht eigentlich immer noch in den Sternen. Einer Französischen Forschergruppe ist ein kleiner Durchbruch gelungen. Doch Vorsicht ist angesagt bei jeder HIV-Impf-Prognose!

Die Hoffnung auf eine Impfung gegen HIV ist so alt wie das Virus schon bekannt ist. Doch die eher bescheidenen Erfolgsberichte angeblicher Teilerfolge wurden immer und immer wieder durch enttäuschende weitere Experimente relativiert. Mit ganz großen Hoffnungen wurde 2009 der Bericht einer "wirksamen" Impfung in Thailand verbreitet. Die Medien feierten schon den großen Durchbruch (s. Videobeispiel abc-News). Leider ist auch dieses letzte Kapitel in Fachkreisen eher nüchtern aufgenommen worden.

Gegen HIV eine Impfung zu machen ist schon daher so schwierig, ja fast unmöglich, weil sich dieses Virus immer und immer wieder der Immunantwort entzieht. Anders als bei Krankheiten, für die wir gute Impfstoffe haben, gibt es unter den HIV-Infizierten praktisch niemanden, der von den Folgen der Infektion verschont bleibt, weil das Immunsystem das Virus zerstört hat. Daher ist es auch schwierig, einen Impfstoff zu entwickeln, der etwas erreichen kann, was in der Natur noch gar nie beobachtet wurde.

Tatsächlich wissen wir gar nicht recht, wie eine HIV-Impfung einen Schutz erzeugen könnte. Zuerst meinte man, dass die zytotoxische Immunantwort entscheidend sein dürfte. Doch die Strategie erlitt bald Schiffbruch. Dann die Hoffnung, man könne mit neutralisierenden Antikörpern eine Schutzwirkung erzielen. Noch nicht ganz verlassen, aber vielleicht auch zu sehr überbewertet.

Ob nun eine neue Strategie einen Erfolg zeigen wird? Vielleicht. Ein kleiner Durchbruch - von den Medien zum Glück noch weitgehend unbeachtet - ist einer französischen Gruppe im Tierversuch geglückt. Die Gruppe hat einen Impfstoff untersucht, der in einer virosomalen Hülle (ähnlich wie beim virosomalen Grippeimpfstoff) ein HIV-Protein (gp41) und ein kleines Peptid (p1) trug.

Der wesentliche Trick an diesem neuen Impfstoff ist nicht das Transportvehikel (virosomen) oder die verwendeten HIV-Proteine. Beides sind bekannte Strategien. Entscheidend ist, dass die Forschergruppe nicht eine Schutzwirkung im Blut (Immunzellen oder neutralisierende Antikörper) angestrebt hat. Die Gruppe hat vielmehr versucht, eine Immunantwort auf der Mukosa zu bewirken.

Diese Strategie scheint uns schon deswegen sehr Erfolg versprechend, weil - im Gegensatz zu allen anderen Strategien - solche Beispiele von erworbener Immunantwort in der Vaginalschleimhaut bekannt sind. Mario Clerici aus Mailand hat schon seit über 10 Jahren darauf hingewiesen, dass ein Drittel und mehr aller untersuchten Sexualpartner von HIV-Infizierten Menschen auf der Schleimhaut (meist Vaginalsekret) Immunglobuline vom Typ IgA besitzen, welche gegen HIV gerichtet sind. Diese eindeutig erworbene Immunantwort scheint diese Partner auch vor einer HIV-Infektion zu schützen.

In der aktuellen Nummer von AIDS-Reviews findet sich eine aktualisierte Übersicht über Mechanismen, welche bei der reduzierten Anfälligkeit auf HIV mitspielen (Restrepo et al, 2011). Dabei spielen viele angeborene und erworbene Faktoren mit. Genetische Faktoren sind schon seit vielen Jahren als mögliche Ursache einer Reduzierten Anfälligkeit für HIV bekannt (s. unseren Bericht aus 2004). Aber die IgA-Antikörper, welche sich im Vaginalsekret finden lassen, scheinen beim Menschen tatsächlich eine schützende Funktion zu haben. Denn diejenigen Partner, welche solche gegen HIV gerichtete Antikörper in der Schleimhaut haben, bleiben meist HIV-negativ, während sich die HIV-Übertragung bei Partnern ohne solche Antikörper finden lässt. In der nebenstehenden Abbildung links ist dargestellt, wie die verschiedenen Abwehrmechanismen wirken. Die IgA fangen dabei die fremden Viren schon an der Schleimhautoberfläche ab.

Wenn es nun also tatsächlich mit einer Impfung solche IgA-Antikörper auf der Schleimhaut hervorgerufen werden könnten, so hätte eine solche Strategie doch das Potenzial einer schützenden Wirkung. Dass das theoretisch möglich sein könnte, haben nun die Autoren der Französischen Studie im Tiermodell bewiesen. Dabei verwendeten sie eine Strategie, die sich von anderen Impfstrategien abgrenzt: Sie verwenden eine Kombination von 2 intramuskulären Injektionen gefolgt von zwei nasalen Impfungen im Abstand von 2 Monaten. Die Impfung der Nasenschleimhaut ist der entscheidende Schritt. Denn im Tierexperiment konnten sie zeigen, dass die Tiere, die so geimpft wurden, eine sehr hohe schützende Wirkung hatten (s. Abbildung rechts) im Gegensatz zu den Tieren, die nur intramuskulär geimpft wurden. Die Autoren konnten auch zeigen, dass sich bei den geschützten Tieren tatsächlich auch HIV-spezifische IgA in der Schleimhaut nachweisen ließen. Entscheidend natürlich auch, dass diese Tiere auf vaginalem Weg infiziert wurden.

Sicher noch kein Durchbruch, aber doch ein entscheidender Schritt in Richtung einer neuen Strategie.

Quelle: Bomsel et al, Immunity März 2011
Editorial: McElrath, Immunity März 2011
Infektiologie St. Gallen vom 30. März 2011
administrator - Do 14 Apr, 2011 10:16 pm
Titel: Fortschritte bei Forschung nach HIV Impfstoff
Fortschritte bei Forschung nach HIV Impfstoff

Chinesische Wissenschaftler waren bei der ersten Phase der klinischen Tests eines HIV-Impfstoffs erfolgreich. Die zweite Phase soll in wenigen Monaten beginnen.

Chinesische Wissenschaftler waren bei der ersten Phase der klinischen Tests eines HIV-Impfstoffs erfolgreich und werden die zweite Phase in wenigen Monaten beginnen, wie Shao Yiming, leitender Sachverständiger des chinesischen Staatlichen Zentrums für AIDS-Prävention, bekannt gab. Konkreter erklärte Shao gegenüber China Daily, dass die zweite Phase der Experimente für den Impfstoff, der von der Staatlichen Verwaltung für Medikamente genehmigt worden ist, wahrscheinlich in drei oder vier Monaten beginnen werde. Die Forschung nach einem HIV-Impfstoff war eines der 16 wichtigen Wissenschafts- und Technologieprojekte, das während des 11. Fünfjahresplans für 2006 bis 2010 bedeutende Fortschritte gemacht hatten.

Im Allgemeinen muss ein Impfstoff gegen eine Infektionskrankheit drei Phasen an klinischen Tests durchlaufen, um dessen Wirksamkeit bei Menschen mit Infektionsrisiko bewerten zu können. Auch wenn einige Länder die Tests der zweiten Phase bereits abgeschlossen haben, hat bislang kein Land die Stufe Drei erreicht.

China hat die Forschung nach einem HIV-Impfstoff 1993 begonnen, in dem das Land klinische Tests mit einem Impfstoff, der außerhalb des Landes produziert wurde, durchführte. Chinesische Wissenschaftler entwickelten dann 2005 einen neuen Impfstoff unter Verwendung des Pocken-Impfstoffs als Trägersubstanz. Pocken waren eine tödliche Infektionskrankheit, die Ende der 1970er Jahre auf der ganzen Welt grassiert hatte. "Der Pocken-Impfstoff hat eine lange Geschichte und findet viel Verwendung, daher haben wir ihn wegen seines immunogenen Potentials ausgewählt", wurde Shao von der Webseite der Zentralregierung, www.gov.cn, zitiert.

Klinische Tests des neuen Impfstoffs hatten 2007 begonnen, und Ende vergangenen Jahres wurde nachgewiesen, dass der Impfstoff fähig ist, eine Immunreaktion in den Zellen gesunder Menschen hervorzurufen. "Der Pockenimpfstoff wurde bei Hunderten von Millionen Menschen verwendet. Alle chinesischen Bürger im Alter von unter 25 Jahren wurden geimpft", so Shao, und stellte heraus, dass dies ein einzigartiges Merkmal unter den "über hundert derzeit durchgeführten Experimenten weltweit" sei. Wenn der Impfstoff sich als wirksam herausstelle, werde er einen riesigen Einfluss auf die Politik der HIV-Vorbeugung in China haben, so Shao in einem vorigen Interview mit China Central Television.

In China gibt es rund 740.000 Menschen mit HIV oder AIDS. Diese Zahl werde Schätzungen zufolge bis Ende 2015 rund 1,2 Millionen erreichen, so Hao Yao, stellvertretender Direktor des Amts für Krankheitsvorbeugung beim Gesundheitsministerium, im Februar.
Anfang des Jahres hat der Staatsrat zu mehr Engagement für die Kontrolle der Ausbreitung von HIV und für die Verbesserung der medizinischen Leistungen für HIV-Infizierte und AIDS-Patienten aufgerufen, darunter intensivierte Forschung und internationale Kooperation zur Entwicklung neuer Medikamente und Technologien.

Quelle: China Daily
China Internet Information Center vom 6. April 2011
administrator - So 09 Okt, 2011 11:06 am
Titel: Hoffnung auf Impfstoff
Hoffnung auf Impfstoff

Wirksame Antikörper gegen HIV entdeckt

Forscher haben das Blut von vier HIV-positiven Patienten untersucht, die weitgehend resistent gegen das HI-Virus zu sein scheinen. Dabei entdeckten sie 17 verschiedene Antikörper, die sehr effektiv gegen HIV wirken. Nun besteht die Hoffnung auf dieser Grundlage irgendwann einen Impfstoff entwickeln zu können.

In Kalifornien hat das Team der Wissenchaftlerin Laura Walker vo Scripps Research Institute in La Jolla die entdeckten Antikörper gegen insgesamt 162 verschiedene Varianten des HIV getestet. Das Ergebnis zeigte eine zehn- bis hundertfach potentere Wirksamkeit als bisher bekannte Antikörper: 27 bis 50 % der Virenvarianten wurden laut Forschern abgetötet. Zusätzlich seien mehrere der Antikörper gegen verschiedene Virenstämme gleichzeitig wirksam, darunter auch gegen das Virus des Typs C, der für die Hälfte aller weltweiten HIV-Infektionen verantwortlich sei und vor allem in Afrika südlich der Sahara weitverbreitet ist.

Das Problem bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen sich schnell verändernde Viren – wie z.B. HIV, Hepatitis C oder Grippe Viren – ist die weltweit große Anzahl unterschiedlicher Virenstämme sowie deren schnelle Veränderlichkeit. Ein Impfstoff sollte folglich den Körper in die Lage versetzen, gegen möglichst viele Virenstämme Antikörper bilden zu können, welche einzelne körperfremde Strukturen erkennen und sich an sie anlagern. Dies ermöglicht dem Körper die Elimination potentieller Krankheitserreger.

Ansätze zur Entwicklung eines aktiven Impfstoffs gegen HIV, bei denen der Körper Virenbestandteilen ausgesetzt wird um eigenständig Antikörper zu bilden, waren bisher wenig erfolgversprechend.

Aufgrund der großen Vielfalt der nun entdeckten Antikörper sind die Forscher optimistisch, eine Grundlage für die Entwicklujng eines auf Antikörpern basierenden Impfstoffes gefunden zu haben.

Quelle www.spiegel.de
Aktuelle Informationen, Oktober 2011, Birken-Apotheke, Köln
administrator - Sa 26 Nov, 2011 1:35 am
Titel: Vaginale Impfung als HIV-Mikrobizid
Vaginale Impfung als HIV-Mikrobizid

Vaginale Mikrobizide sind Substanzen, welche nur vaginal an-gewendet werden und dort eine sexuelle Übertragung von HIV verhindern sollen. Eine neuartige Impfung könnte dieser Präventionsform Vorschub leisten. Weltweit werden die meisten HIV Infektionen heterosexuell übertragen. Man geht davon aus, dass Vaginale Mikrobizide (VM) eine wichtige Ergänzung unserer Präventionsmaßnahmen wären, weil dadurch auch Frauen selbst für Ihren persönlichen Schutz etwas tun können. In den Hochendemiegebieten ist es den Frauen nicht möglich, sich gegen HIV zu schützen, respektive, bei ihrem Partner die Verwendung eines Kondoms durchzusetzen. Deshalb setzt die Weltgesundheitsorganisation WHO auf diese Präventionsform.

Mehr unter:
Infektiologie St. Gallen vom 3. November 2011
http://www.infekt.ch/kategorien/lehreforschung/literaturscreen/hiv/2424.html
administrator - Sa 11 Feb, 2012 12:01 pm
Titel: HIV: Neue Impfstoffe erfolgreich an Affen getestet
HIV: Neue Impfstoffe erfolgreich an Affen getestet

Erste klinische Studien am Menschen sollen demnächst beginnen. Forscher haben erstmals mehrere Kombinationsimpfstoffe gegen Aids getestet, die auch vor einer aggressiven, resistenten Virenmischung schützen. In Versuchen an Rhesusaffen reduzierten die gentechnisch hergestellten Vakzinen das Infektionsrisiko der Tiere bei einmaligem Kontakt mit Affenaids-Viren (Simian Immunodeficiency Virus, SIV) um 80 Prozent. Man habe mindestens vier Verabreichungen von Virenlösungen benötigt, um die Hälfte der geimpften Affen mit der HIV-ähnlichen Krankheit zu infizieren.

Mehr unter:
scinexx vom 5. Januar 2012
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14287-2012-01-05.html
administrator - So 29 Apr, 2012 11:28 am
Titel: Suche nach protektiven Antikörpern
Suche nach protektiven Antikörpern

Antikörper gegen eine bestimmte variable Region des HI-Virus könnten der Schlüssel zum Erfolg für den langgesuchten Impfstoff gegen die erworbene Immunschwäche Aids sein. Dies geht aus einer Analyse der RV144-Studie hervor, die vor zweieinhalb Jahren einen, allerdings nur begrenzten Impfschutz vor einer Neuinfektion erzielte.

Zum Thema: Abstract der Studie
Deutsches Ärzteblatt vom 5. April 2012
administrator - So 29 Apr, 2012 11:32 am
Titel: Forscher finden Weg zur HIV-Vakzine
Forscher finden Weg zur HIV-Vakzine

Neuer Anlauf zu einem HIV-Impfstoff: US-Forscher haben aus der nur mäßig erfolgreichen Impfstudie von 2009 ermittelt, wie sich eine höhere Effektivität erreichen ließe. Damals waren 8200 Probanden immunisiert worden, ebenso viele erhielten Placebo. In der Verumgruppe infizierten sich während sechs Jahren 51 neu, in der Kontrollgruppe 74, ein Unterschied von nur 31,2 Prozent.

mehr unter
Ärzte Zeitung vom 9. April 2012
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/article/809987/forscher-finden-weg-hiv-vakzine.html?sh=1&h=-863101792
administrator - So 06 Mai, 2012 12:33 am
Titel: Roche startet Forschung an Aids-Impfstoff
Roche startet Forschung an Aids-Impfstoff

Das französische Institut für Aids- und Hepatitisforschung (ANRS), Inserm Transfert, das Unternehmen Roche und das Baylor Research Institute (BRI) gaben am 3. April 2012 den Start eines neuen, langfristigen Kooperationsprojektes zur Entwicklung von therapeutischen Impfstoffen gegen chronische Infektionskrankheiten bekannt.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von Roche, dem ANRS und Inserm Transfert – 03.04.2012

Mehr unter:
Juraforum vom 15. April 2012
http://www.juraforum.de/wissenschaft/neue-partnerschaft-fuer-die-entwicklung-therapeutischer-impfstoffe-gegen-chronisch-395737
administrator - Fr 03 Aug, 2012 9:00 pm
Titel: Shanghaier Wissenschaftler & Aids-Impfstoff
Shanghaier Wissenschaftler könnten AIDS-Impfstoff gefunden haben

Wissenschaftlern aus Shanghai könnte ein entscheidender Durchbruch beim Kampf gegen die Immunschwächekrankheit AIDS gelungen sein. Nachdem die Forscher virusähnliche Partikel in Mäuse injiziert hatten, entwickelten diese eine Immunität gegen das HI-Virus. Wissenschaftler aus Shanghai behaupten, einen Durchbruch bei der Suche nach einem HIV-Impfstoff erzielt zu haben.

Mehr unter: China Internet Information Center vom 13. Juli 2012
http://german.china.org.cn/culture/txt/2012-07/13/content_25902447.htm
administrator - Do 30 Aug, 2012 11:17 pm
Titel: Doppelschlag soll HIV überlisten
Doppelschlag soll HIV überlisten

Immer noch sterben jährlich etwa 1,5 Millionen Menschen an Aids. Doch eine Impfung zu entwickeln, die sicher vor allen Varianten des HI-Virus schützt, scheint unmöglich. Forscher wollen dennoch nicht aufgeben - sie setzen auf eine Kombinationsstrategie. Doch das Ziel scheint weit entfernt: Was vor allem fehlt, ist eine Impfung. Die Suche danach lässt die Forscher verzweifeln.

DER SPIEGEL vom 24. Juli 2012

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/wissenschaftler-in-den-usa-suchen-nach-einer-hiv-impfung-a-844851.html
administrator - Sa 06 Okt, 2012 12:34 am
Titel: Hoffnung auf Impfstoff gegen Aids
Hoffnung auf Impfstoff gegen Aids

Der Weg zu einem umfassenden Impfstoff gegen den Aidserreger HIV ist noch lang. US-Forscher präsentieren nun neue Ergebnisse von Teilnehmern des bislang einzigen großen Impfstofftests. Sie zeigen, auf welche Weise der Impfstoff bei einem Teil der Menschen gewirkt haben könnte. US-Forscher haben eine Bestätigung dafür gefunden, dass eine Struktur im äußeren Bereich des HI-Virus als Ansatzpunkt für einen Impfstoff dienen könnte. Die Ergebnisse stammen aus Genanalysen von HI-Viren bei Teilnehmern eines Impfstofftests.

Mehr unter: ntv vom 10. September 2012
http://www.n-tv.de/wissen/Hoffnung-auf-Impfstoff-gegen-Aids-article7180746.html
administrator - Sa 17 Nov, 2012 7:59 pm
Titel: Neuer Ansatz für HIV Impfstoff-Entwicklung
Neuer Ansatz für HIV Impfstoff-Entwicklung

Für die Suche nach einem Impfstoff gegen das HI-Virus erhalten Forscher um Prof. Dr. Klaus Überla von der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität in den nächsten drei Jahren 2,3 Millionen Dollar Fördermittel von der Bill & Mellinda Gates Foundation. Das Projekt beruht auf unserer Beobachtung, dass bestimmte Immunantworten das Risiko für eine HIV-Infektion zu erhöhen scheinen.

Ruhr-Universität Bochum - Pressemeldung vom 29. Oktober 2012

http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2012/pm00362.html.de
administrator - So 18 Nov, 2012 12:07 pm
Titel: Neue Studie mit Vacc-4x und Revlimid
Neue Studie mit Vacc-4x und Revlimid

In Projekt Information Nr. 5/2012

„Der HIV-Impfstoffkandidat Vacc-4x der notwegischen Biotech-Firma Bionor konnte in einer ersten, kleinen Studie die Viruslast im Vergleich zu Plazebo zwar nicht dramatisch , aber immerhin statistisch signifikant senken. Außerdem konnte gezeigt werden, dass die „Qualität“ der Immunantwort verändert worden war.

Nun soll in einem nächsten Schritt versucht werden, durch eine Modulation des Immunsystems mit Rev limid (einem Wirkstoff, den man bereits in der Krebsbehandlung verwendet) die Immunantwort weiter zu verbessern. Dazu sollen 24 Patienten, die eine stabile antiretrovirale Therapie erhalten und eine Helferzellzahl zwischen 250 und 500/µl haben, über 26 Wochen zusätzlich Vac-4x und Revlimid oder Plazebo erhalten.

Man hofft, dass sich durch die experimentelle Behandlung die Helfezellzahlen von Patienten, die bisher nur unzureichend auf die Behandlung ansprachen, deutlich verbessern. Solche „immunologische Non-Responder“ sind immer noch ein Problemfall, da bei ihnen langfristig das risiko für HIV-bedingte Komplikationen erhöht ist.

Die Studie läuft in Deutschland an den Unikliniken in Eppendorf (Hamburg) und Köln sowie am Vivantes Klinikum Belin und an der Charite Berlin.“

Quelle: Pressemitteilung Bionor
administrator - Di 18 Dez, 2012 8:26 pm
Titel: Neuer Vollvirus-Impfstoff in Phase I
Neuer Vollvirus-Impfstoff in Phase I

Ontario - Ein neuer HIV-Impfstoff (SAV001-H), der auf einem genetisch modifizierten, abgetöteten Vollvirus basiert, wurde nun an der kanadischen University of Western Ontario in klinischen Studien der Phase I getestet.

Für das Projekt verantwortlich ist Dr. Chil-Yong Kang, der den Impfstoff mit der Unterstützung der Firma Sumagen Canada entwickelt hat. Der neue Impfstoff ist einzigartig, weil er ein volles abgetötetes HIV-1-Virus nutzt. Dieses ist gentechnisch verändert, so dass es nicht pathogen ist und in großen Mengen produziert.


http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/spektrum/news/2012/12/16/neuer-vollvirus-impfstoff-in-phase-i/9019.html
administrator - So 21 Apr, 2013 12:27 pm
Titel: HIV: Abwehrreaktion macht Hoffnung auf Impfstoff
HIV: Abwehrreaktion macht Hoffnung auf Impfstoff

Das "Ausbildungshandbuch" des Körpers für erfolgreiche Angriffe gegen HIV haben Wissenschaftler der Duke University http://duke.edu aufgezeichnet. Es bestehen Hoffnungen, dass es für die Entwicklung neuer Impfstoffe eingesetzt werden kann. HIV mutiert, um die Abwehr des Immunsystems von Patienten zu überleben. Manche Patienten entwickeln jedoch hochwirksame Antikörper, die große Teile der Mutationen neutralisieren.

Mehr unter: Pressetext vom 4. April 2013
http://www.pressetext.com/news/20130404018
administrator - Sa 27 Apr, 2013 1:25 am
Titel: Wegen Erfolglosigkeit: US-Regierung stoppt Test von HIV-Impf
Wegen Erfolglosigkeit: US-Regierung stoppt Test von HIV-Impfung

In den USA haben Mediziner einen Impfstoff gegen das HI-Virus erprobt. Doch der Versuch ist nun gestoppt - weil die Gesundheitsbehörden eingestehen mussten, dass die Therapie weder vor Ansteckung schützt, noch nach einer Infektion die Virenlast senkt.

Die Gesundheitsbehörden in den USA haben einen groß angelegten Test für eine Aids-Impfung gestoppt. Die National Institutes of Health erklärten am Donnerstag, die Testreihe mit dem Namen HVTN 505 werde nicht fortgesetzt. Man habe im Rahmen eines planmäßigen Zwischenberichts festgestellt, dass die Impfung nicht vor einer Infektion mit dem HI-Virus schütze. Außerdem senke sie im Fall einer Infektion auch nicht die Virenlast im Blut.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/wegen-erfolglosigkeit-us-regierung-stoppt-test-von-aids-impfung-a-896793.html
administrator - So 28 Apr, 2013 12:04 pm
Titel: HIV-Impfung: Nicht abschütteln lassen!
HIV-Impfung: Nicht abschütteln lassen!

Dem Aids-Erreger HIV ist schwer beizukommen - unverwundbar ist er aber nicht, berichten US-Forscher in einer Studie. Sie haben einen Patienten entdeckt, der HI-Viren neutralisieren kann. Nun wollen die Forscher die ungewöhnliche Immunreaktion in eine Impfung übersetzen.

Die Studie: "Co-evolution of a broadly neutralizing HIV-1 antibody and founder virus", Nature (3.4.2013; doi:10.1038/nature12053).
http://www.nature.com/nature/journal/v496/n7446/full/nature12053.html

Mehr unter: science.ORF vom 6. April 2013
http://science.orf.at/stories/1715596/
administrator - Sa 05 Okt, 2013 9:54 am
Titel: Durchbruch Heilung HIV: US-Forschern gelingt Affen-Heilung
Durchbruch Heilung HIV: US-Forschern gelingt Affen-Heilung in 50 Prozent

Forschern aus den USA ist ein weiterer wichtiger Durchbruch im Kampf gegen AIDS und HIV gelungen. Das teilte jetzt das "Vaccine and Gene Therapy Institute" der Oregon Health and Science University aus den USA in einem Beitrag der Zeitschrift Nature mit. So habe man ein HIV-ähnliches Virus - das Simian Immunodeficiency Virus (SIV) – erstmals in 50 Prozent der medizinisch behandelten Affen komplett eliminieren können. Damit steigt die Hoffnung auf Heilung von HIV und AIDS weiter.

Abstract der Studie in Nature
http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature12519.html

Siehe auch: Deutsches Ärzteblatt
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55831/Impfstoff-befreit-Affen-von-HIV-artigem-Virus

Mehr unter: Netztrends vom 12. September 2013
http://www.netz-trends.de/id/2766/Durchbruch-Heilung-HIV-US-Forschern-gelingt-Affen-Heilung-in-50-Prozent/
administrator - Di 29 Okt, 2013 10:16 pm
Titel: HIV-Impfung: Lange erwartet und nun endlich ein Durchbruch?
HIV-Impfung: Lange erwartet und nun endlich ein Durchbruch?

Wir sind vorsichtig mit Erfolgsmeldungen zu HIV-Impfungen. Dieses Mal müssen wir die online Publikation im NATURE von 11. September 13 aber sehr Ernst nehmen. Der Impfstoff hat in der Tat das Potential, nicht nur vor HIV zu schützen, sondern vielleicht sogar HIV zu heilen. Die Autoren aus der Gruppe von Louis Picker der Oregon University hatten bereits im Mai 13 berichtet (Hansen et al, Nature 2013), dass ihr Impfstoff bei Rhesusaffen eine wirksame Immunantwort gegen das SIV (Affen-HIV) aufbaut.

Quelle: Hansen et al, Nature Sept 2013
http://www.nature.com/nature/journal/v502/n7469/full/nature12519.html

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 18. September 2013
http://www.infekt.ch/kategorien/lehreforschung/literaturscreen/hiv/2689-hiv-impfung-lange-erwartet-und-nun-endlich-ein-durchbruch.html
administrator - Di 26 Nov, 2013 12:36 am
Titel: Dem HIV-Impfstoff ein Stück näher
Dem HIV-Impfstoff ein Stück näher

Forscher der südafrikanischen Wits-Universität haben in der Entwicklung eines Impfstoffes gegen den HI-Virus große Fortschritte gemacht. Über 17 Prozent der südafrikanischen Bevölkerung zwischen 15 und 49 Jahren sind mit HIV infiziert.

In der HIV-Forschung wurde an der Wits-Universität in Johannesburg ein bahnbrechender Erfolg erzielt: Ein Protein, das testweise Hasen gespritzt wurde, rief die Entwicklung gewünschter Antikörper hervor. Die Forscher Maria Papathanasopoulos und Penny Moore haben damit etwas erreicht, von dem viele Wissenschaftler träumen: Seit 1988 gab es weltweit 218 Versuche, ein potentielles Impfmittel zu finden, das eine Infektion mit HI-Viren verhindert – fast alle sind fehlgeschlagen. Das in Johannesburg entwickelte Protein könnte nun den entscheidenden Schritt darstellen. Allerdings muss es zunächst ebenfalls den Test an Affen bestehen, bevor es testweise Menschen verabreicht werden kann.

22.11.13
http://www.kapstadt.com/aktuelles/meldung/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=931&cHash=e9011c9d0b2ec1055c650f9c191d153c
administrator - Sa 18 Jan, 2014 8:11 pm
Titel: Wir brauchen einen Impfstoff
Wir brauchen einen Impfstoff

Wir brauchen einen Impfstoff, damit das Ende von AIDS Wirklichkeit wird. Als ich in den 1980er Jahren ein junger Medizinstudent in Mumbai war, war es wie ein Todesurteil, wenn man einem Patienten sagte, er sei HIV-positiv. Wer infiziert war, hatte wenig Hoffnung auf ein langes und gesundes Leben. Heute ist das zum Glück nicht länger der Fall.

Siehe auch Ärzte Zeitung:
HIV-Impfstoffe: Eine Entwicklung mit Höhen und Tiefen
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/article/850554/hiv-impfstoffe-entwicklung-hoehen-tiefen.html

Mehr unter: Huffington Post vom 28. November 2013
http://www.huffingtonpost.de/rajat-goyal/wir-brauchen-einen-impfst_b_4354575.html?utm_hp_ref=germany
administrator - So 16 März, 2014 7:49 pm
Titel: Brasilien entwickelt neuen Impfstoff gegen Aids
Brasilien entwickelt neuen Impfstoff gegen Aids

Brasilien prescht bei der Suche nach einem Aids-Impfstoff vor. Forscher der Universität São Paulo haben ein Vakzin entwickelt, das den Ausbruch der Krankheit verzögern und die HIV-Infektionsgefahr verringern könnte. "Wir waren von den positiven Resultaten selbst überrascht", sagt Edecio Cunha Neto, der für das HIV-Forschungsprojekt an der Universität São Paulo verantwortlich ist.

Mehr unter: Deutsche Welle vom 21. Februar 2014
http://www.dw.de/brasilien-forscht-an-impfstoff-gegen-aids/a-17449979
administrator - Mo 02 Jun, 2014 12:42 pm
Titel: Treibjagd auf HIV
Treibjagd auf HIV

Die Forschung an Impfstoffen gegen Aids kommt voran: Im Blut von Patienten wurden potente Antikörper gefunden. Ihre Entstehungsgeschichte hilft Impfstoffentwicklern. Bei der Entwicklung potentieller Impfstoffe gegen HIV sollen vor allem so genannte breit neutralisierende Antikörper (aus dem Englischen broad neutralizing antibodies, bnAbs) entstehen. Die potenten Immunmoleküle können ein großes Spektrum an unterschiedlichen Virus-Stämmen effizient abwehren, weil sie an essenziellen und deshalb vielen Stämmen gemeinsamen Stellen an der Oberfläche des Virus andocken.

Mehr unter: FAZ vom 14. Mai 2014
http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/suche-nach-aids-impfstoff-treibjagd-auf-hiv-12935567.html
administrator - Mo 02 Jun, 2014 12:43 pm
Titel: HIV-Impfstoff noch 2014 testbereit
HIV-Impfstoff noch 2014 testbereit

Russische Forscher werden laut Gesundheitsministerin Veronika Skworzowa noch in diesem Jahr die Arbeit an einem Impfstoff gegen das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) abschließen und mit klinischen Studien beginnen.

Mehr unter: RIA Novosti vom 13. Mai 2014
http://de.ria.ru/science/20140512/268479953.html
administrator - Mo 22 Sep, 2014 11:32 pm
Titel: Wettrüsten mit einem Virus
Wettrüsten mit einem Virus

Seit 30 Jahren suchen Forscher nach einem Impfstoff gegen Aids. Nun hoffen sie, im Blut einiger Infizierter endlich eine Lösung gefunden zu haben. Eine Serie von Impfungen soll das Immunsystem schulen, damit es das Virus in den Griff bekommt. Es ist Freitagmorgen in Kenia, kurz nach neun, als den HIV-Forscher Eduard Sanders der ängstliche Anruf eines Mitarbeiters erreicht. Die kleine Klinik in Mtwapa werde von einer aufgebrachten Menge angegriffen, sagt der junge Mann. Sanders ist etwa eine Stunde entfernt, er springt sofort in sein Auto und fährt los.

Tagesspiegel vom 25. Juli 2014
http://www.tagesspiegel.de/wissen/impfstoff-gegen-aids-wettruesten-mit-einem-virus/10252868.html
administrator - So 09 Nov, 2014 9:30 pm
Titel: HIV-Impfstoffkandidat erhält Finanzierung
HIV-Impfstoffkandidat erhält Finanzierung

Viel versprechender HIV-Impfstoffkandidat von Mymetics erhält Finanzierung zur Einleitung einer präklinischen Studie am Texas Biomedical Research Institute. Die Mymetics Corporation, ein Vorreiter in der Erforschung und Entwicklung virosombasierter Impfstoffe, die eine Übertragung von infektiösen Erkrankungen beim Menschen über die Schleimhäute verhindern sollen, gab heute bekannt, dass sein innovativer HIV-Impfstoffkandidat in einer neuen präklinischen Studie getestet wird, um die in einer früheren Studie erhaltenen ausgezeichneten Ergebnisse zu bestätigen.

Mehr unter:MYNEWSDESK Pressemitteilung 30. September 2014
http://www.aktiencheck.de/news/Artikel-DJ_PRESSEMITTEILUNG_MYNEWSDESK_Vielversprechender_HIV_Impfstoffkandidat_von_Mymetics_erhaelt_Finanzierung_zur_Einleitung_einer_praeklinischen_Studie_am_Texas_Biomedical_Research_Institute_mit_Bildern-6033345
administrator - So 09 Nov, 2014 9:36 pm
Titel: Hoffnung auf Impfstoff wächst
Hoffnung auf Impfstoff wächst

Kampfansage an HIV: Forscher knacken Viren-Geheimnis. Bis heute ist es den Wissenschaftlern nicht gelungen, einen Impfstoff gegen Aids zu entwickeln. Doch nachdem Forscher erstmals in Echtzeit beobachtet haben, wie sich das Virus während des Befalls menschlicher Zellen verändert, schöpfen sie Hoffnung: In ihren Beobachtungen könnte der Schlüssel liegen. Erstmals haben Forscher detailliert in Echtzeit beobachtet, wie der Aids-Erreger beim Befall menschlicher Zellen mutiert. Die Dynamik der Oberflächenstruktur liefert wichtige Hinweise für Antikörper und Impfstoffe die eine Infektion verhindern könnten.

Mehr unter: Focus vom 10. Oktober 2014
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/sexualitaet/risiko/aids/dynamische-hiv-erreger-kampfansage-an-hiv-forscher-beobachten-zellbefall-erstmals-in-echtzeit_id_4193719.html
administrator - Mo 27 Jul, 2015 4:46 pm
Titel: Neue Impfstrategie schützt jeden zweiten Rhesus-Affen
Neue Impfstrategie schützt jeden zweiten Rhesus-Affen

Eine neuartige Impfstrategie, die derzeit auch in klinischen Versuchen gegen E-bola erprobt wird, hat in präklinischen Studien in Science (2015; doi: 10.1126/science.aab3886) die Hälfte aller Makaken vor einer Infektion mit dem Simianen Immundefizienz-Virus (SIV) geschützt, einem Verwandten des HI-Virus. Der Hersteller plant eine erste klinische Studie.

Siehe auch: PDF der Studie
http://www.natap.org/2015/HIV/Science2015Barouchscience.aab3886.pdf

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 6. Juli 2015
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/63387
administrator - Do 03 Dez, 2015 11:09 pm
Titel: HIV-Impfstoff in der Testphase – Ein Schlag gegen AIDS?
HIV-Impfstoff in der Testphase – Ein Schlag gegen AIDS?

„Einen Impfstoff finden wir binnen eines Jahres,“ hieß es noch 1984, als HIV entdeckt wurde. Über hundert Anläufe später ist die Forschung vorsichtiger geworden. Das Institut of Human Virology (zur Universität Maryland gehörend), gegründet von Dr. Robert Gallo, könnte nun einen entscheidenden Schritt machen. Gallos Team will einen Impfstoff in klinischen Versuchen an Menschen testen. Es könnte eines Tages Menschen gegen HIV immun machen.

Siehe auch Deutschlandradio Kultur: Auf der Suche nach einem Aids-Impfstoff
http://www.deutschlandradiokultur.de/hiv-studie-in-suedafrika-auf-der-suche-nach-einem-aids.2165.de.html?dram:article_id=334607

Mehr unter: Galileo TV vom 2. November 2015
http://www.galileo.tv/science/gibt-es-irgendwann-eine-impfung-gegen-hiv-und-ein-ende-fuer-aids/
administrator - So 31 Jan, 2016 8:12 pm
Titel: Zellen im Blut entdeckt - Auf der Suche nach dem HIV-Impfsto
Zellen im Blut entdeckt - Auf der Suche nach dem HIV-Impfstoff

Die Suche nach einem wirksamen Impfstoff gegen das Immunschwächevirus HIV ist möglicherweise einen entscheidenden Schritt voran gekommen: Im Blut konnten Forscher an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum (UK) Essen erstmals eine kleine Population körpereigener Zellen auffindbar machen, so genannte „T-follikuläre Helferzellen“ (Tfh-Zellen).

Literatur: Bruce T. Schultz, Jeffrey E. Teigler, Franco Pissani et al. Circulating HIV-Specific Interleukin-21+CD4+ T Cells Represent Peripheral Tfh Cells with Antigen-Dependent Helper Functions. Immunity Dez 18, 2015.
http://www.cell.com/immunity/abstract/S1074-7613(15)00537-3

Mehr unter: Universität Duisburg-Essen – Pressemeldung vom 13. Januar 2016
https://www.uni-due.de/med/meldung.php?id=102
administrator - So 14 Feb, 2016 6:23 pm
Titel: Europäische Allianz zur Förderung der HIV-Impfstoff-Forschun
Europäische Allianz zur Förderung der HIV-Impfstoff-Forschung

Die Europäische Kommission hat über 22 Millionen Euro für die „European HIV Alliance“ (EHVA) bewilligt, mit dem Ziel eine multidisziplinäre Plattform zu entwickeln, die neue präventive und therapeutische Impfstoffe gegen HIV voranbringen soll. Für die Partner aus der Schweiz werden weitere sechs Millionen Euro von der Schweizer Regierung gestellt.


Mehr unter: Heinrich-Pette-Institut – Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie – Pressemeldung vom 27. Januar 2016

http://www.hpi-hamburg.de/de/aktuelles/presse/einzelansicht/archive/2016/januar/article/europaeische-allianz-zur-foerderung-der-hiv-impfstoff-forschung/
administrator - So 28 Feb, 2016 12:04 pm
Titel: AIDS-Impfstoffproduktion in Algen
AIDS-Impfstoffproduktion in Algen

Entwicklung einer neuen Produktionsstätte für Medikamente. Pflanzen und Mikroorganismen werden vielfältig zur Medikamentenproduktion genutzt. Die Produktion solcher Biopharmazeutika in Pflanzen nennt man auch „Molecular Pharming“. Sie ist ein stetig wachsendes Feld der Pflanzenbiotechnologie. Hauptorganismen sind vor allem Bakterien, Hefe und Nutzpflanzen, wie Mais und Kartoffel – Pflanzen mit einem hohen Pflege- und Platzbedarf. Forscher um Prof. Ralph Bock am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm wollen mit Hilfe von Algen ein ressourcenschonenderes System für die Herstellung von Medikamenten und Impfstoffen verfügbar machen. Die Praxistauglichkeit untersuchten sie an einem potentiellen AIDS-Impfstoff.

Rouhollah Barahimipour, Juliane Neupert und Ralph Bock; Efficient expression of nuclear transgenes in the green alga Chlamydomonas: synthesis of an HIV antigen and development of a new selectable marker; Plant Molecular Biology, 8.01.2016, doi: 10.1007/s11103-015-0425-8

Mehr unter: Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie – Pressemeldung vom 9. Februar 2016
http://www.mpimp-golm.mpg.de/2044695/HIV-Impfstoff_in_Algen
administrator - Do 23 Jun, 2016 6:48 pm
Titel:
Ist der Schlüssel zur HIV-Impfung gefunden?

Forscher haben im Blut von HIV-Patienten spezielle Helferzellen gefunden: Damit ist die Suche nach einem Impfstoff einen großen Schritt vorangekommen. Die Suche nach einem wirksamen Impfstoff gegen das Immunschwächevirus HIV ist möglicherweise einen entscheidenden Schritt voran gekommen: Im Blut konnten Forscher an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum (UK) Essen erstmals eine kleine Population körpereigener Zellen auffindbar machen, so genannte "T-follikuläre Helferzellen" (Tfh-Zellen).

Mehr unter: Ärztezeitung vom 7. April 2016
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/default.aspx?sid=906644&cm
administrator - Mo 18 Jul, 2016 9:10 pm
Titel:
Ist der Schlüssel zur HIV-Impfung gefunden?

Forscher haben im Blut von HIV-Patienten spezielle Helferzellen gefunden: Damit ist die Suche nach einem Impfstoff einen großen Schritt vorangekommen. Die Suche nach einem wirksamen Impfstoff gegen das Immunschwächevirus HIV ist möglicherweise einen entscheidenden Schritt voran gekommen: Im Blut konnten Forscher an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum (UK) Essen erstmals eine kleine Population körpereigener Zellen auffindbar machen, so genannte "T-follikuläre Helferzellen" (Tfh-Zellen).

Mehr unter: Ärztezeitung vom 7. April 2016
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/default.aspx?sid=906644&cm
administrator - So 04 Dez, 2016 8:06 pm
Titel: Gibt es bald einen HIV-Impfstoff?
Gibt es bald einen HIV-Impfstoff?

Im November startet in Südafrika eine groß angelegte eines HIV-Impfstoffes. Forscher wollen dabei herausfinden, ob das von ihnen entwickelte Serum, die Chancen sich mit HIV zu infizieren über einen längeren Zeitraum maßgeblich mindern kann. Sie selbst beschreiben ihr Ziel so: „Wir möchten testen, ob unsere Impfung „sicher ist, vom Körper gut angenommen wird und Erwachsenen in Südafrika helfen kann, sich vor einer HIV-Infektion zu schützen.

Mehr unter: Männer vom 19. Mai 2016
http://m-maenner.de/2016/05/34892/
administrator - So 12 Feb, 2017 10:10 pm
Titel:
HIV-Antikörper mit breiter Wirkung als Basis für einen Impfstoff

Ein kleiner Teil von HIV-infizierten Menschen produziert Antikörper mit einer verblüffenden Wirkung: Sie richten sich nicht nur gegen einen bestimmten Virustyp, sondern gegen unterschiedliche Virustypen. Forschende der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich konnten nun zeigen, welche Faktoren verantwortlich sind, dass der Körper solche breit neutralisierenden HIV-Antikörper bildet. Damit legen sie einen wichtigen Grundstein, um einen HIV-Impfstoff zu entwickeln.

Links:

Swiss HIV Cohort Study (SHCS)
http://www.shcs.ch/

Zurich Primary HIV Infection Study (ZPHI)
http://www.viralinfectiousdiseases.uzh.ch/en/ZPHI.html

Mehr unter: Universität Zürich – Pressemeldung vom 26. September 2016
http://www.media.uzh.ch/de/medienmitteilungen/2016/HIV-Antikoerper.html
administrator - So 23 Apr, 2017 9:26 pm
Titel: Impfstoff-Studie - Das HI-Virus endlich klein kriegen
Impfstoff-Studie - Das HI-Virus endlich klein kriegen

Wenn eine klinische Studie scheitert, heißt es oft schnell: Sie war ein Fehlschlag. Das ist eigentlich falsch - wie die Vorgeschichte von HVTN 702 zeigt. Diese Studie wurde Ende 2016 gestartet und ist die erste Wirksamkeitsstudie für einen HIV-Impfstoff weltweit, nachdem die "Thailand-Studie" vor sieben Jahren erstmals zeigen konnte, dass ein Impfstoff vorbeugend gegen HIV wirksam sein kann. Sanofi Pasteur und GlaxoSmithKline entwickelten und produzierten die Impfstoffe.

Mehr unter: Pharma Fakten vom 18. Januar 2017
https://www.pharma-fakten.de/news/details/457-impfstoff-studie-das-hi-virus-endlich-klein-kriegen/
administrator - Mo 01 Mai, 2017 7:16 pm
Titel:
Trump und die öffentliche Gesundheit

Am Vortag der Inauguration des neuen US-Präsidenten Donald Trump berichtet NATURE von einem unglaublichen Gefahrenpotential für die Entwicklung von Impfstoffen. Der Umweltanwalt Robert F. Kennedy Jr. berichtet, der neue Präsident beabsichtige, ihn als Vorsitzender einer neuen Kommission zur Impfstoffsicherheit einzusetzen. Kennedy hat schon wiederholt behauptet, dass Konservierungsstoffe in Impfungen zu Autismus im Kindesalter führen würden.

Literatur: Trump’s vaccine-commission idea is biased and dangerous: Nature News & Comment
http://www.nature.com/news/trump-s-vaccine-commission-idea-is-biased-and-dangerous-1.21310

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 20. Januar 2017
http://infekt.ch/2017/01/trump-und-die-oeffentliche-gesundheit/
administrator - So 06 Aug, 2017 9:19 pm
Titel: HIV-Impfstoff: Schluss mit Scheitern
HIV-Impfstoff: Schluss mit Scheitern

Die Forschung zu einer HIV-Vakzine ist von Rückschlägen geprägt. Von 200 Kandidaten in klinischer Prüfung war nur ein einziger in einer Wirksamkeitsstudie mäßig effektiv. Neue Technologien und ein verbessertes Verständnis des Erregers sollen das jetzt ändern. Seit der Erstbeschreibung im Jahr 1981 hat die Immunschwächekrankheit Aids etwa 39 Millionen Menschenleben gekostet. Der Erreger, das humane Immundefizienz Virus (HIV), hat sich seitdem weltweit stark verbreitet. Insgesamt leben derzeit etwa 37 Millionen Menschen mit einer HIV-Infektion. Um die Pandemie zu beenden oder zumindest stark einzudämmen, ist eine effiziente Vakzine notwendig.

Mehr unter: Pharmazeutische Zeitung - Ausgabe 13 / 2017
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=68510
administrator - So 20 Aug, 2017 11:55 pm
Titel: Impfung gegen Ebola und HIV in Reichweite
Impfung gegen Ebola und HIV in Reichweite

Der US-Arzneimittelhersteller Janssen Vaccines hat eigenen Angaben zufolge große Fortschritte bei der Entwicklung einer Impfung gegen Ebola und HIV gemacht. Neue Biotech-Verfahren lassen die Entwicklung völlig neuer Impfstoffe gegen Krankheiten zu, die einer Prophylaxe durch Vakzine bisher nicht zugänglich waren. Janssen Vaccines hat Hinweise dafür gesammelt, dass ein Kandidatimpfstoff perfekt gegen Ebola schützen könnte.

Siehe auch der Standard: Genome-Editing: Präzisionswaffe gegen Krebs und Co
http://derstandard.at/2000059254543/Genome-Editing-Praezisionswaffe-gegen-Krebs-und-Co

Mehr unter: der Standard vom 10. Juli 2017
http://derstandard.at/2000059254543/Genome-Editing-Praezisionswaffe-gegen-Krebs-und-Co
administrator - Mi 01 Nov, 2017 11:47 am
Titel: Impfung gegen Ebola und HIV in Reichweite
Impfung gegen Ebola und HIV in Reichweite

Der US-Arzneimittelhersteller Janssen Vaccines hat eigenen Angaben zufolge große Fortschritte bei der Entwicklung einer Impfung gegen Ebola und HIV gemacht. Neue Biotech-Verfahren lassen die Entwicklung völlig neuer Impfstoffe gegen Krankheiten zu, die einer Prophylaxe durch Vakzine bisher nicht zugänglich waren. Janssen Vaccines hat Hinweise dafür gesammelt, dass ein Kandidatimpfstoff perfekt gegen Ebola schützen könnte.

Siehe auch der Standard: Genome-Editing: Präzisionswaffe gegen Krebs und Co
http://derstandard.at/2000059254543/Genome-Editing-Praezisionswaffe-gegen-Krebs-und-Co

Mehr unter: der Standard vom 10. Juli 2017
http://derstandard.at/2000061049790/Impfung-gegen-Ebola-und-HIV-in-Reichweite
administrator - So 12 Nov, 2017 1:02 pm
Titel:
HIV-Bekämpfung an mehreren Fronten könnte zu Impfstoff führen

Eine Kombination von Antikörperstrategien könnte der Schlüssel zum Stoppen der Verbreitung von HIV, entsprechend von Resultaten zweier viel versprechenden Tierstudien, sein. Zwei separate Forschungsgruppen schützten ihre eigenen Laboraffen-Sets mit dieser kombinierten Impfstrategie komplett vor einer HIV-Infektion, wenn auch auf zwei sehr unterschiedliche Arten. Eine Gruppe ihrer Affen wurde mit einem „Cocktail“ aus zwei HIV-Antikörpern geimpft, während die andere Gruppe einen einzigen gentechnisch veränderten Antikörper erhielt, der HIV auf drei verschiedene Arten angreifen konnte.

Mehr unter: Healthnews vom 22. September 2017
http://healthnewsnet.de/forschung/hiv-bekaempfung-an-mehreren-fronten-koennte-zu-impfstoff-fuehren-11785/
administrator - So 12 Nov, 2017 1:07 pm
Titel:
Kombination breit wirksamer und trivalenter Antikörper könnten HIV schützen

In den USA beginnen demnächst klinische Studien mit breit wirksamen Antikörpern, die vor einer Infektion mit dem HI-Virus schützen sollen. Vorbereitende tierexperimentelle Studien in Science Translational Medicine (2017; 9: eaao4235) zeigen, dass vermutlich mehrere Antikörper kombiniert werden müssen, um eine Infektion zu verhindern. In Science (2017; doi: 10.1126/science.aan8630) stellen Forscher einen synthetischen Antikörper vor, der gleich drei Antigene des HI-Virus erkennt.

Abstract der Studie zur Kombinations-Impfung bei Rhesus-Affen
http://stm.sciencemag.org/content/9/408/eaao4235

Pressemitteilung der American Association for the Advancement of Science
https://www.eurekalert.org/pub_releases/2017-09/aaft-taa091817.php

Abstract der Studie zum trispezifischen Antikörper
http://science.sciencemag.org/content/early/2017/09/19/science.aan8630

Siehe auch China Internet Information Center: Neuer Antikörper greift 99 Prozent aller HIV-Stämme an
http://german.china.org.cn/txt/2017-09/25/content_50025436.htm

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 22. September 2017
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/80497/Kombination-breit-wirksamer-und-trivalenter-Antikoerper-koennten-HIV-Infektion-schuetzen
administrator - So 10 Dez, 2017 12:29 pm
Titel:
HIV-Bekämpfung an mehreren Fronten könnte zu Impfstoff führen

Eine Kombination von Antikörperstrategien könnte der Schlüssel zum Stoppen der Verbreitung von HIV, entsprechend von Resultaten zweier viel versprechenden Tierstudien, sein. Zwei separate Forschungsgruppen schützten ihre eigenen Laboraffen-Sets mit dieser kombinierten Impfstrategie komplett vor einer HIV-Infektion, wenn auch auf zwei sehr unterschiedliche Arten. Eine Gruppe ihrer Affen wurde mit einem „Cocktail“ aus zwei HIV-Antikörpern geimpft, während die andere Gruppe einen einzigen gentechnisch veränderten Antikörper erhielt, der HIV auf drei verschiedene Arten angreifen konnte.

Mehr unter: Healthnews vom 22. September 2017
http://healthnewsnet.de/forschung/hiv-bekaempfung-an-mehreren-fronten-koennte-zu-impfstoff-fuehren-11785/
administrator - So 10 Dez, 2017 12:33 pm
Titel:
Kombination breit wirksamer und trivalenter Antikörper könnten HIV schützen

In den USA beginnen demnächst klinische Studien mit breit wirksamen Antikörpern, die vor einer Infektion mit dem HI-Virus schützen sollen. Vorbereitende tierexperimentelle Studien in Science Translational Medicine (2017; 9: eaao4235) zeigen, dass vermutlich mehrere Antikörper kombiniert werden müssen, um eine Infektion zu verhindern. In Science (2017; doi: 10.1126/science.aan8630) stellen Forscher einen synthetischen Antikörper vor, der gleich drei Antigene des HI-Virus erkennt.

Abstract der Studie zur Kombinations-Impfung bei Rhesus-Affen
http://stm.sciencemag.org/content/9/408/eaao4235

Pressemitteilung der American Association for the Advancement of Science
https://www.eurekalert.org/pub_releases/2017-09/aaft-taa091817.php

Abstract der Studie zum trispezifischen Antikörper
http://science.sciencemag.org/content/early/2017/09/19/science.aan8630

Siehe auch China Internet Information Center: Neuer Antikörper greift 99 Prozent aller HIV-Stämme an
http://german.china.org.cn/txt/2017-09/25/content_50025436.htm

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 22. September 2017
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/80497/Kombination-breit-wirksamer-und-trivalenter-Antikoerper-koennten-HIV-Infektion-schuetzen
administrator - So 17 Dez, 2017 10:16 pm
Titel: Impfung und Heilung von AIDS: Sanofi vs. Abivax
Impfung und Heilung von AIDS: Sanofi vs. Abivax

Weltweit sind geschätzte 36,7 Mio. Menschen mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) infiziert. Die AIDS-Pandemie hat bisher schon ca. 39 Mio. Menschen das Leben gekostet. Doch jetzt gibt es Ansätze und schon viel versprechende Ergebnisse, die eine echte Heilung von AIDS möglich machen könnten. Niemand hat mehr so wirklich an Fortschritte gegen AIDS geglaubt, aber zwei Unternehmen könnten hier zum Gamechanger werden.

Mehr unter: The Motley Fool – Meldung vom 9. Oktober 2017
https://www.fool.de/2017/10/09/impfung-und-heilung-von-aids-sanofi-vs-abivax/
administrator - So 21 Jan, 2018 3:33 pm
Titel:
Studie für wirksamen HIV-Impfschutz startet

Eine Impfung gegen HIV könnte 100.000 gefährdeten Menschen vor einer Infektion mit dem Virus und dem Ausbruch von AIDS schützen. Janssen unterstützt zusammen mit der Bill and Melinda Gates Stiftung sowie den National Institutes of Health den Start einer Studie zur Entwicklung einer wirksamen HIV-Impfung. Die Partner schließen sich zusammen, um eine „globale Impfung“ zu entwickeln, die einem breiten Spektrum von HIV-Erregern vorbeugen kann. Gemeinsames Ziel ist eine Welt ohne HIV.

Mehr unter: Journalmed - Pressemeldung von Janssen-Cilag vom 6. Dezember 2017
https://www.journalmed.de/news/anzeigen/Studie_fuer_wirksamen_HIV_Impfschutz_startet
administrator - Fr 11 Mai, 2018 1:15 am
Titel: Neue Hoffnung auf einen HIV-Schutz
Neue Hoffnung auf einen HIV-Schutz

Forscher haben auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Virologie ein neues Impfkonzept gegen HIV vorgestellt. Der Impfstoff soll nach viel versprechenden Versuchen mit Rhesusaffen nun auch an Menschen getestet werden. Seit 30 Jahren suchen Forscher nach einem Impfstoff gegen das HI-Virus, den Erreger von Aids. Alle Versuche mit dem Virus selbst sind bislang gescheitert. Der Erreger löst nur eine sehr schwache Immunreaktion aus. Zu wenig, um das Virus abzutöten. Zu wenig für eine Impfung. Hinzu kommt, dass das Virus sich schnell verändert, sagt Professor Klaus Früh vom Institut für Impfungen und Gentherapien an der Oregon Health and Science University in Portland.

Mehr unter: Deutschlandfunk vom 19. März 2018
http://www.deutschlandfunk.de/impfungen-neue-hoffnung-auf-einen-hiv-schutz.676.de.html?dram:article_id=413413
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