Helferzelle

HIV & Hepatitis, Syphilis... - Hepatitis C

administrator - Fr 29 Jan, 2010 11:07 pm
Titel: Hepatitis C
Schutz vor Hepatitis C mit den richtigen Genen

Weltweit sind etwa 130 Millionen Menschen mit dem Hepatitis C Virus (HCV) infiziert. Etwa 27% der Leberzirrhosen und 25% der Leberkrebse sind auf Infektionen mit diesem Virus zurückzuführen. Damit stellt die HCV-assoziierte Leberzirrhose in vielen Ländern einschließlich Deutschland die häufigste Indikation zur Lebertransplantation dar. Ein effektiver Impfstoff gegen HCV steht nicht zur Verfügung.

Bei der Erhebung exakter Daten zur Epidemiologie und dem natürlichen Verlauf der HCV-Infektion ergeben sich allerdings erhebliche Schwierigkeiten, da in der akuten Phase das klassische Bild einer Hepatitis mit Gelbsucht und deutlicher Erhöhung der Leberwerte häufig fehlt. Daher ist die Diagnose der akuten HCV-Infektion sehr selten und wird bei asymptomatischen Patienten lediglich im Rahmen von Nachbeobachtungen bei Verdacht auf Exposition zu HCV (z.B. nach Nadelstichverletzung) gestellt. Der klinische Verlauf in der akuten Phase scheint für den späteren Ausgang der HCV Infektion von großer Bedeutung zu sein.

Untersuchungen zeigen, dass Patienten mit einem asymptomatischen Verlauf in der akuten HCV Infektion eher eine chronische Erkrankung entwickeln. Im Gegensatz dazu scheinen Patienten mit einem symptomatischen Verlauf eine Disposition zur spontanen Ausheilung der Infektion zu haben. Die Ursachen für den unterschiedlichen Ausgang der akuten HCV-Infektion - komplette Ausheilung oder chronische Hepatitis C - sind nicht hinreichend geklärt.

Für verschiedene Komponenten der adaptiven Immunantwort konnte eine Rolle für den Ausgang der Infektion gezeigt werden. Es wird angenommen, dass die adaptive Immunantwort durch zytotoxische T-Zellen ursächlich für den Leberschaden in der akuten Infektion ist. Diese Immunantwort scheint gleichzeitig - zumindest bei einem Teil der Patienten - zu einer Ausheilung der Infektion zu führen.

In dem hier geplanten Projekt soll die Virus-Wirt-Interaktion in Patienten mit ungünstigem Verlauf der HCV-Infektion (chronische Hepatitis) und mit günstigem Verlauf (spontane Ausheilung) untersucht und verglichen werden. Die Komplexität der möglichen Interaktionen zwischen Virus und Wirt im Rahmen einer HCV-Infektion erfordert, dass weitgehend kontrollierte Bedingungen für Untersuchungen geschaffen werden. Gleichzeitig ist es notwendig, diese Untersuchungen an relativ großen Patientenkollektiven durchzuführen, um den Einfluss störender Faktoren auf das Gesamtbild zu minimieren.

Da es kein geeignetes Modell für die HCV Infektion gibt, stellen HCV-Ausbrüche mit einem identischen Virusisolat besonders wertvolle Kohorten für die Untersuchung von Virus-Wirt Interaktionen dar. In den Jahren 1978/79 wurden im Rahmen einer Anti-D-Rhesus-Prophylaxe 2867 Frauen in Ostdeutschland durch eine kontaminierte Impfcharge mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert. Diese Patientengruppe stellt damit ein einzigartiges Kollektiv dar.

Da der Infektionszeitpunkt und die Virussequenz der Infektionsquelle bekannt sind, können der natürliche Infektionsverlauf untersucht und verglichen werden. Der natürliche Verlauf der Infektion wurde bereits nach 20 und 25 Jahren untersucht. Dabei zeigt sich, dass 50% der Frauen, denen ein mit HCV verseuchtes Immunglobulin-Präparat verabreicht wurde, eine chronische Infektion mit HCV entwickelt haben. Damit bietet diese "Anti-D Kohorte" ideale Voraussetzungen für die Untersuchung des Einflusses von Virus- und Wirtsfaktoren für den natürlichen Verlauf der Erkrankung.

In dem hier geplanten Projekt soll die Virus-Wirt-Interaktion in Patienten mit ungünstigem Verlauf der HCV-Infektion (chronische Hepatitis) und mit günstigem Verlauf (spontane Ausheilung) untersucht und verglichen werden.

Bei der Untersuchung von Wirtsfaktoren, die für den natürlichen Verlauf eine Bedeutung haben können, sind Faktoren, durch die die antivirale Immunantwort beeinflusst wird, von besonderem Interesse. Dazu gehört z.B. der HLA-Genotyp, der darüber entscheidet, welche Bereiche aus dem Virusprotein an der Zelloberfläche den immunkompetenten Zellen wie z.B. T-Zellen präsentiert werden können. Neben dem HLA-Genotyp finden sich weitere wirts-genetische Faktoren, die den Verlauf der HCV-Infektion beeinflussen.

Eine wichtige Rolle kommt diesbezüglich möglicherweise Polymorphismen im Zytokin/Zytokin-Rezeptor-System zu. Zytokine umfassen eine heterogene Gruppe multifunktionaler Proteine (Chemokine, Interleukine, Interferone und Mitglieder der Tumor Nekrose Faktor-Familie), die eine zentrale Bedeutung in der Initiierung und Regulation von Immunantworten besitzen. Auf der Seite des Virus ist die Proteinsequenz von entscheidender Bedeutung für die Immunantwort. HCV kann z.B. dem Immunsystem entkommen, indem Mutationen in wichtigen Zielbereichen der Immunantwort selektiert werden, die letztlich dazu führen, dass das Virus nicht mehr erkannt wird.

Ziel dieses Projekts ist es, wirts-genetische Faktoren zu identifizieren, die mit einem günstigen Verlauf der HCV-Infektion assoziiert sind und die immunologischen Grundlagen für eine erfolgreiche Abwehr der Infektion zu charakterisieren. Für die erfolgreiche Entwicklung von prophylaktischen oder therapeutischen Immunisierungen gegen HCV ist die Charakterisierung von wichtigen Zielen der Immunantwort und modulierenden Faktoren von entscheidender Bedeutung. Die Ostdeutsche Anti-D Kohorte bietet die einmalige Möglichkeit, diese Untersuchungen unter weitgehend standardisierten Bedingungen durchzuführen.

Wilhelm Sander-Stiftung – Pressemeldung vom 25. Januar 2010
administrator - Fr 29 Jan, 2010 11:14 pm
Titel: Kaffee verlangsamt die Leberfibrosierung
Hepatitis C: Kaffee verlangsamt die Leberfibrosierung

von Patrick Schmid

Aus Kohortenstudien haben wir Hinweise darauf, dass regelmäßiger Kaffeekonsum zu weniger Lebererkrankungen führt.

Die chronische Hepatitis C Infektion führt zu einer langsam fortschreitenden Entzündungsreaktion in der Leber, welche zu einem langsamen Umbau des normalen Lebergewebes in Narbengewebe führt. Diese Veränderungen bezeichnet man als Leberfibrose. Das Lebergewebe wird durch Bindegewebe (Fibrose) durchsetzt.

Die Beobachtungen aus Kohrtenstudie eines verlangsamten Fortschreitens der Lebererkrankungen wirft die Frage auf, ob Koffein selbst oder ein anderer Inhaltsstoff den Umbau der Leber zur Leberfibrose stoppen kann.

Gemäss einer neuen Studie, im Januar 2010 im Hepatology publizierten Studie, können etwas mehr als zwei Tassen Kaffee täglich die Leberfibrosierung bei chronischer Hepatitis C aufhalten.

177 Patienten, die an chronischen Lebererkrankung litten (121 davon litten an einer chronischen Hepatitis C) und sich einer Leberbiopsie unterziehen mussten, wurden wiederholt ausführlich nach ihrem Koffeinkonsum befragt.

Der durchschnittliche Koffeinkonsum betrug 195mg pro Tag, was etwa eineinhalb Tassen Kaffee (1,4) entspricht. Eine tägliche Einnahme von >308mg Koffein, was etwas mehr als zwei (2,25) Tassen Kaffee entspricht, war mit einer verminderten Leberfibrosierung assoziiert (OR 0.33, 95% CI 0.14-0.80). Dieser günstige Effekt blieb auch bestehen, wenn für Störfaktoren wie Alter, Geschlecht, Rasse, Art der Lebererkrankung, body mass index und Alkoholkonsum statistisch korrigiert wurde (OR 0.19, 95% CI 0.05-0.66).

Koffein aus anderen Quellen (Tee, coffeinhaltige Süßgetränke...) zeigte hingegen diesen günstigen Effekt deutlich weniger stark. In der nebenstehenden Abbildung (Vergrößerung durch Klick auf Bild) ist in einem so genannten "Forest plot" die Risikoreduktion einer progredienten Fibrose in Abhängigkeit von unterschiedlichen Messgrößen für den Kaffeekonsum dargestellt.

Da mit den jetzigen Therapien längst nicht bei allen Patienten eine Elimination des Hepatitis C-Virus erreicht werden kann, ist die Frage nach antifibrotischen Substanzen klinisch durchaus relevant. Diese neuen Daten sprechen dafür, dass Kaffee tatsächlich einen antifibrotischen Effekt in der Leber haben könnte. Bereits gibt es auch erste in vitro Studien, die diese Hypothese unterstützen. Eine wirkliche Klärung der Fragestellung wäre aber wohl nur durch eine prospektive Studie möglich.

Quelle: Modi et al.; Hepatology, Vol 51, 2010
Infektiologie St. Gallen vom 26. Januar 2010
administrator - So 21 Feb, 2010 1:23 am
Titel: Silibinin aus Mariendistel unterstützt Standardtherapie
Silibinin aus Mariendistel unterstützt Standardtherapie bei chronischer Hepatitis C

Wenn Patienten mit chronischer Hepatitis C nicht auf die Standardtherapie ansprechen, könnte ein Versuch mit Silibinin aus den Früchten der Mariendistel doch noch Erfolg bringen.

Patienteninnen und Patienten mit chronischer Hepatitis C, die auf eine Standardtherapie mit pegyliertem Interferon alfa plus Ribavirin nicht oder nur ungenügend ansprechen, kann womöglich mit einem Inhaltsstoff der Mariendistel (Silybum marianum) zum Durchbruch verholfen werden.

Angeregt durch hoffnungsvolle Behandlungsversuche einer Arbeitsgruppe um Professor Peter Ferenci aus Wien hat inzwischen auch eine Arbeitsgruppe um Dr. Michael Biermer von der medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Gastroenterologie und Hepatologie der Charité Berlin diese neue Strategie mit dem alten Naturheilmittel unter die Lupe genommen.

Die Berliner Arbeitsgruppe verabreichte elf Patienten mit chronischer Hepatitis C, bei denen eine Standardbehandlung mit pegyliertem Interferon alfa und Ribavirin innerhalb von 24 Wochen zu keiner befriedigenden Verminderung der Viruslast geführt hatte, an zwei aufeinander folgenden Tagen Infusionen mit täglich 1400 mg Silibinin (Legalon® SIL). Im Verlauf der nächsten Woche fiel unter fortgesetzter Standardbehandlung die Virusmenge bei acht Patienten unter die Nachweisgrenze. Das erklärte Dr. Michael Biermer auf einer Pressekonferenz des Komitees Forschende Naturmedizin (KFN) in München.

Bei zwei weiteren Patienten kam es immerhin zu einer deutlichen Reduktion der Viruskonzentration im Serum. Möglicherweise wären diese beiden Patienten bei einer drei- oder viertägigen adjuvanten Silibinin-Infusion ebenfalls negativ geworden, meinte Biermer. Damit verwies der Hepatologe darauf, dass die optimale Dosierung und Anwendungsdauer des Mariendistelinhaltsstoffes für das neue Einsatzgebiet noch zu finden ist.

Von den acht Patienten, bei denen im Anschluss an die Silibinintherapie keine Hepatitis-C-Viren (HCV) im Serum nachweisbar waren, blieben mit der fortgesetzten Standardtherapie sechs Patienten im bisherigen Beobachtungszeitraum von acht bis 40 Wochen weiterhin negativ. Ob bei ihnen wirklich eine Ausheilung der chronischen Hepatitis C stattgefunden hat, wird erst ein HCV-RNA-Test sechs Monate nach Abschluss der Standardbehandlung zeigen können.

Weitere auf größeren Patientenzahlen basierende Studienresultate zur Anwendung von Silibinin bei Hepatitis C seien dringend erforderlich, so Biermer. Silibinin ist bisher bei Lebervergiftungen durch Knollenblätterpilze sowie als Adjuvans (Mittel zur Unterstützung einer Standardtherapie) bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen und Leberzirrhose zugelassen.

Wirkungsweise von Silibinin

Silibinin ist ein Hauptbestandteil des in Früchten der Mariendistel (Silybum marianum) vorkommenden Flavonoidgemischs Silymarin. Silibinin soll sich in experimentellen Untersuchungen als signifikanter Hemmer der Hepatitis-C-Virus-spezifischen Polymerase erwiesen haben. Das erklärte der Hepatologe Dr. Michael Biermer zum Wirkmechanismus des Mariendistel-Inhaltsstoffes. Ob sich die viel versprechenden vorläufigen klinischen Resultate allein damit erklären lassen, ist noch unklar.

Die Arbeitsgruppe von Dr. Biermer hat Silibinin auch schon gegen andere Viren wie etwa das Hepatitis-B-Virus oder HIV untersucht und dabei keine Hinweise auf einen potenziellen Nutzen gefunden.

Quelle:
http://www.aerztezeitung.de

Kommentar & Ergänzung:

Von allen Heilpflanzen, die bei Lebererkrankungen eingesetzt werden, ist keine so gut wissenschaftlich untersucht wie die Mariendistel. Der Arbeitsgruppe von Dr. Biermer scheint nun ein weiterer Schritt zur Klärung der Mariendistel-Wirkung geglückt zu sein.

Für die praktische Anwendung der Mariendistel in der Phytotherapie ist allerdings zu beachten, dass es zahlreiche Mariendistel-Präparate im Handel gibt, die stark unterdosiert sind und deren Wirksamkeit daher sehr fraglich bleibt.
Auch ist Mariendisteltee keine gute Option. Silymarin löst sich nämlich nur schlecht im Wasser.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen
www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde
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moodle.heilpflanzen-info.ch/

19.2.2010
http://heilpflanzen-info.ch/blog/archive/2010/02/19/silibinin-aus-mariendistel-unterstuetzt-standardtherapie-bei-chronischer-hepatitis-c.html
administrator - So 07 März, 2010 12:20 am
Titel: Gen verhindert Anämie
Hepatitis C: Gen verhindert Anämie

Durham – Eine durch Ribavirin induzierte Anämie könnte künftig vorhersehbar sein. Eine genomweite Assoziationsstudie bringt die häufige Komplikation in der Therapie der Hepatitis C in Nature (2010; doi: 10.1038/nature08825) mit Varianten im Gen für das Enzym Inosin-Triphosphatase (ITPA) in Verbindung.

Etwa 30 bis 40 Prozent aller Patienten entwickeln während der Behandlung der Hepatitis C, die heute mit einer Kombination aus einem (pegylierten) Interferon plus Ribavirin erfolgt, eine hämolytische Anämie. Bei etwa 15 Prozent muss deshalb sogar die Ribavirin-Dosis reduziert werden, was den Therapieerfolg beeinträchtigen kann.

In der IDEAL-Studie, die die Wirkung zweier Interferone jeweils in Kombination mit Ribavirin an 1.286 Patienten verglich, war diese Komplikation an Genvarianten auf dem Chromosom 20 gebunden, die David Goldstein von der Duke Universität in Durham/North Carolina jetzt im Gen für das Enzym ITPA fand.

ITPA ist ein wichtiges Enzym in der Purinsynthese, dem Ausgangsmaterial der DNA. Wieso die Varianten die Patienten vor einer Anämie schützten, ist unbekannt. Ribavirin ist ein Nukleosid-Analogon und damit mit den DNA-Bausteinen verwandt. Möglicherweise besteht hier eine pathogenetische Verbindung zur Anämieentwicklung. Die gefundenen Genvarianten waren in früheren Studien mit einem Enzyms ITPA-Mangel assoziiert.

Deutsches Ärzteblatt vom 22. Februar 2010
administrator - Do 10 Jun, 2010 8:44 pm
Titel: Teleprevir
Telaprevir: deutliche Therapieverbesserung bei Hepatitis C?

Telaprevir, ein experimenteller Proteasehemmer, könnte nach Angaben des Herstellers den Erfolg von Therapien gegen Hepatitis C deutlich verbessern.

75% der Patienten in einer Phase-III-Studie, die zusätzlich zur Standard-Therapie auch den experimentellen HCV-Proteasehemmer Telaprevir erhielten, erzielten einen virologischen Therapieerfolg (sustained viral response). Dies berichtete das Pharmaunternehmen Vertex in einer Pressemitteilung über eine Phase-III-Studie.

Die Teilnehmer der Studie (geplant: 1.050 Teilnehmer) waren mit Hepatitis C (HCV) Genotyp 1 infiziert und bisher nicht mit anderen Therapien vorbehandelt. Die Studienteilnehmer erhielten zur Standardtherapie gegen Hepatitis C (pegyliertes Interferon plus Ribavirin) auch (für 8 oder 12 Wochen) den oral einzunehmenden experimentellen HCV-Proteasehemmer Telaprevir. Anschließend wurde weiterhin die Standardtherapie gegeben. 75% der Patienten, die 12 Wochen Standardtherapie plus Telaprevir mit anschließend 12 Wochen Standardtherpaie erhielten, erreichten einen virologischen Therapieerfolg.

Telaprevir wird von Vertex Pharmaceuticals in Zusammenarbeit mit Tibotec entwickelt. Tibotec beabsichtigt, in den USA noch im zweiten Halbjahr 2010 die Zulassung von Telaprevir für die Behandlung der Hepatitis C bei therapienaiven wie auch therapieerfahrenen Patienten zu beantragen.
Weitere Informationen:
New York Times 25.05.2010: Hepatitis C Drug Raises Cure Rate in Late Trial
Vertex Pharmaceuticals Pressemitteilung 25.05.2010: 75% of Treatment-Naïve Patients with Chronic Hepatitis C Achieve SVR (Viral Cure) with Telaprevir-Based Treatment in Phase 3 Trial
ondamaris vom 26. Mai 2010
administrator - Do 10 Jun, 2010 8:49 pm
Titel: Der genetische Schlüssel zur besseren Therapie
Der genetische Schlüssel zur besseren Therapie

Essener Forscher individualisieren die Behandlung von Hepatitis C.

Neue Hoffnung für Menschen, die an Hepatitis C erkrankt sind: Die gezielte Unterdrückung eines Gens kann auch jenen Patienten helfen, die auf die üblichen Kombinationstherapien nicht ansprechen. Über 170 Millionen Menschen sind weltweit mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert und tragen die chronische Krankheit in sich. Während der Großteil davon auf die klassischen Kombinationstherapien mit Interferon-? und Ribavirin anspricht, zeigen die Mittel – je nach Virustyp – bei bis zu 50 Prozent der Patienten nicht die gewünschte Wirkung.

Hepatologen am Universitätsklinikum Essen haben nun erforscht, warum die Medikamente einigen Patienten helfen und anderen nicht – und sind dabei auf die Funktionsweise eines ganz bestimmten Gens gestoßen. „Wenn Hepatitis-C-Viren nicht auf eine Kombinationstherapie ansprechen, dann hängt das mit einer Überproduktion des Interferon Stimulierten Gens 15 (ISG15) in der Leber zusammen“, erklärt Prof. Dr. Jörg Friedrich Schlaak, Gastroenterologe und Hepatologe am Universitätsklinikum Essen. „ISG15 begünstigt die Replikation der Hepatitis-C-Viren, daher verstärkt sich die Viruslast im Körper.“ Ob ein Organismus dabei mehr oder weniger ISG15 ausschüttet, ist zum großen Teil genetisch bedingt. So kann ein Gentest schon vor dem Beginn einer Behandlung zeigen, ob die klassische Kombinationstherapie gegen Hepatitis C anschlagen wird oder nicht. Eine Behandlung kann deshalb künftig sehr viel zielgerichteter erfolgen.

Das Virus macht sich ein ganz bestimmtes Gen zu Nutze

„ISG15 wird von ganz bestimmten Abwehrstoffen, so genannten Interferonen, induziert“, sagt Prof. Schlaak. Eigentlich wird den Interferonen eine antivirale Wirkung zugeschrieben. „Das Hepatitis-C-Virus schafft es aber, sich ISG15 zu Nutze zu machen und es so zu stimulieren, dass andere Gene, die das Virus hemmen würden, nicht mehr so stark zum Zuge kommen.“ Das Virus hat dann freie Bahn – und kann sich ungestörter ausbreiten. „Die Erkenntnis darüber, welcher Mechanismus hinter dem Zusammenspiel der einzelnen Gene und dem Hepatitis-C-Virus steckt, ebnet den Weg für neue Therapiekonzepte“, betont Prof. Schlaak. So kann eine Kombinationstherapie mit Interferon-? und Ribavirin dadurch verstärkt werden, dass man zugleich Hemmstoffe, beispielsweise so genannte siRNAs, einsetzt, die eine vermehrte Bildung von ISG15 unterbinden. „Eine Absenkung von ISG15 auf normales Niveau reicht möglicherweise aus, um auch jenen Menschen, bei denen eine Kombinationstherapie bislang wirkungslos war, mit diesen Standardmedikamenten zu helfen. Die Therapie schlägt dann nach einer Herunterregelung von ISG15 sehr viel besser an.“ Diese Beobachtung wurde zwischenzeitlich auch von anderen Forschern bestätigt.

Studie soll patientenorientierte Therapie ermöglichen

Mit einer groß angelegten Studie wollen die Essener Forscher nun herausfinden, ob es noch weitere Marker gibt, die erkennen lassen, welche Therapie bei welchen Patienten optimal wirkt. „Unser Ziel ist es, in ein paar Jahren auf den individuellen Patienten abgestimmte Therapien auf den Weg zu bringen. Damit wir jene Menschen mit dieser chronischen Erkrankung, die nicht auf eine bestimmte Therapie ansprechen, erst gar nicht mit den Nebenwirkungen der Behandlung belasten müssen“, erläutert Prof. Schlaak. Die Ergebnisse seiner Forschungsgruppe zum Thema ISG15 erscheinen in Kürze mit einem Beitrag in der renommierten Fachzeitschrift „GUT“.

Universitätsklinikum Essen - Pressemeldung vom 28. Mai 2010
administrator - Sa 12 Jun, 2010 1:48 pm
Titel: Wie stabil ist das Hepatitis C Virus?
Wie stabil ist das Hepatitis C Virus?

Grundlagenforscher und Kliniker untersuchen gemeinsam die Widerstandsfähigkeit von HCV.

Die Hepatitis-C-Virus– kurz HCV – Infektion ist eine tückische Krankheit. Das Virus führt bei etwa 70 Prozent der Infizierten meist unbemerkt zu einer chronischen Leberinfektion. Mit dieser steigt für die Patienten das Leberkrebsrisiko. Meist gelangt das Virus über einen Nadelstich in den Körper oder über Blut-Blut Kontakt.

Wissenschaftler vom TWINCORE und der Medizinischen Hochschule Hannover wollten wissen, wie lange das Virus ohne einen Wirt in Flüssigkeiten überlebt – um Patienten, Pflegepersonal und Ärzte sicher vor Infektionen schützen zu können.

"Die Stabilität von HCV konnte bisher nicht direkt untersucht werden“, sagt Dr. Sandra Ciesek, Ärztin der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der MHH und gleichzeitig Wissenschaftlerin am TWINCORE, „denn das Virus konnte nicht im Labor gezüchtet und nachgewiesen werden.“ Die Stabilität von HCV, etwa in einer Spritzen-Spülflüssigkeit oder einer Infusionslösung, konnten Mediziner nur schätzen – durch Untersuchungen mit Ersatzviren, die Rinder infizieren, aber nicht Menschen. Und auch der Nachweis der Viren war nur über einen Umweg möglich: Forscher haben nur das Erbgut der Viren nachgewiesen. „Teile des Erbguts allein sind aber noch nicht ansteckend“, sagt Dr. Eike Steinmann, Wissenschaftler in der Arbeitsgruppe Experimentelle Virologie am TWINCORE. „Wir haben in diesem Projekt mit einem neuen Zellkultursystem in der Arbeitsgruppe um Prof. Thomas Pietschmann gearbeitet. Damit können wir direkt die infektiösen Viren nachweisen.“

Die beiden Forscher haben HCV über zwei Jahre auf alle möglichen Arten zerstört: Sie haben die Viren in den Kühlschrank gestellt, erhitzt, bei Raumtemperatur stehen lassen, mit Säuren und Laugen versetzt und sie mit verschiedenen Alkoholen und handelsüblichen Desinfektionsmitteln behandelt. Die gute Nachricht: Alle Alkohole und Desinfektionsmittel wirken. „Allerdings ist das Virus bei Raumtemperatur relativ stabil. Es hält sich drei Wochen lang in einer Flüssigkeit“, sagt Sandra Ciesek. „Das bedeutet in der Praxis, dass unsere strengen klinischen Hygienemaßnahmen tatsächlich gerechtfertigt sind.“

Und wenn Klinik und Grundlagenforschung sich zusammentun, entstehen wie von selbst reihenweise neue Fragen. So hat der Nachweis der aktiven Viren – gegenüber den Erbgutteilen – gezeigt, dass die Ansteckungsgefahr durch HCV in einigen Bereichen neu geprüft werden muss. Offenbar lauert nicht überall, wo Erbgut zu finden ist, auch unbedingt Ansteckungsgefahr. Zwar ist das Risiko, sich in einem gemeinsamen Haushalt oder über sexuelle Kontakte mit HCV zu infizieren, ohnehin extrem gering, aber diese Risiken genau zu kennen, kann sie noch weiter verringern. So sind diese Fragen – etwa für Samenflüssigkeit – noch längst nicht alle geklärt. Und auch der Stabilität des Virus gehen die Wissenschaftler weiter auf den Grund: „Wir werden gemeinsam untersuchen, wie sich das Virus verhält, wenn es antrocknet. Handschuhe, Holz, Stahl – wir werden alle Arten von Oberflächen testen, die in der Klinik vorkommen“, plant Eike Steinmann. Denn ein Tropfen Flüssigkeit trocknet schnell ein und dann deutet nicht einmal mehr etwas auf eine Gefahr hin.

Twincore – Pressemeldung vom 24. Mai 2010
administrator - Mo 28 Jun, 2010 10:01 pm
Titel: Vitamin D bei Hepatitis C-Therapie
Vitamin D kann Ansprechrate der Hepatitis C-Therapie verdoppeln!

In Projekt Information Nr. 3/2010

"Die Vitamin D-Story wird immer spannender. Ganz offensichtlich kann diese Substanz mehr als nur müde Knochen wieder munter machen. Es wird immer deutlicher, dass Vitamin D einen sehr starken Einfluss auf das Immunsystem hat. Vermutlich ist auch Vitamin D der Grund, warum man Erkältungen vor allem im Winter bekommt. Durch die geringe Sonneneinstrahlung bildet der Körper zu wenig Vitamin D und wird deshalb anfälliger für Infektionen.

Neuere Studien bei Patienen mit Hepatitis C brachten ebenfalls erstaunlich positive Ergebnisse.

Genau genommen ist Vitamin D gar kein Vitamin, denn der Begriff „Vitamin“ ist definiert als lebenswichtige Substanz, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Vitamin D kann der Körper ab – bei ausreichender Sonneneinstrahlung – in rauen Mengen selbst herstellen. Erst durch neuere Forschungen setzt sich die Erkenntnis durch, dass Vitamin D eigentlich ein Hormon ist, das in der Vielfältigkeit seiner Wirkungen anderen Hormonen wie Testosteron, Östrogen oder Kortison in nichts nachsteht. Forscher haben in fast allen Geweben Rezeptoren für Vitamin D gefunden, vor allem aber auch in Zellen des Immunsystems.

Nun untersuchte eine israelische Arbeisgruppe die zusätzliche Gabe von 2.000 – 4.000 internationalen Einheiten (IU) Vitamin D3 pro Tag in den ersten vier Wochen der Therapie bei Patienten, die wegen einer chronischen Hapatitis C mit pegyliertem Interferon (pegIFN) und ribavirin (RBV) behandelt wurden.

Im Vorfeld der Untersuchung stellten sie fest, dass 84 % der Patienten niedrige Vitamin D-Spiegel hatten und ein Drittel sogar einen schweren Mangel aufwies. Vermutlich haben Patienten mit einer chronischen Hepatitis auch deshalb häufiger erniedrigte Vitamin D-Spiegel, weil durch die Erkrankung die Syntheseleistung der Leber herabgesetzt ist und die Leber bei der körpereigenen Herstellung von Vitamin D3 eine wichtige Rolle spielt.

Alle Patienten hatten den eher schwer zu behandelnden Subtyp 1 des Hepatitis C-Virus. In der Vitamin D-Gruppe hatten bereits 55 % eine forgeschrittene Leberfibrose im Vergleich zu 18 % in der Gruppe, die kein zusätzliches Vitamin D erhielt.

Die Vitamin D-Spiegel waren zwölf Wochen nach Beginn der Behandlung in der Gruppe, die das Vitamin zusätzlich einnahm, deutlich angestiegen, von etwa 25 ng/ml auf etwa 37 ng/ml.

Im Bezug auf die Hepatitis C war bereits nach vier Wochen ein deutlicher Unterschied zwischen beiden Gruppen feststellbar, der nach Woche zwölf bestehen blieb. In der Gruppe, die Vitamin D einnahm, war die Rate der Patienten, bei denen die HC-Viruslast nicht mehr nachweisbar war, etwa doppelt so hoch! Ein solches frühes Ansprechen auf die Therapie bedeutet eine gute Prognose, das heißt es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Hepatitis C ausgeheilt werden kann.

Die Behandlung wurde über 48 Wochen nach den gängigen Therapiestandards durchgeführt. Weitere 24 Wochen nach Ende der Behandlung wurde dann der Anteil der Patienten bestimmt, bei denen nach wie vor kein Hepatitis-C-Virus mehr nachweisbar war, die also geheilt waren.

Auch hier war das Ergebnis umwerfend: In der Vitamin D-Gruppe wurden dopppelt so viele Patienten virusfrei wie in der Gruppe mit der Standardtherapie. Gleichzeitig waren durch die Gabe von Vitamin D nicht mehr Nebenwirkungen aufgetreten als in der Kontrollgruppe.

Die Wissenschaftler diskutieren verschiedene Mechanismen, die dieses Ergebnis erklären könnten. Zum einen hat Vitamin D wohl einen direkten, hemmenden Einfluss auf die Vermehrung von HCV, zum anderen verstärkt es auch die Reaktion des Körpers auf das verabreichte Interferon.

In anderen Studien wurde gefunden, dass erniedrigte Vitamin D-Spiegel bei chronischer Hepatitis C mit einer höheren Entzündungsaktivität und stärkerer Fibrose (Vernarbung der Leber) einhergehen.

Ein weiterer interessanter Befund dieser Forschergruppe ist, dass das unterschiedliche Ansprechen verschiedener Rassen auf die Hepatitis C-Therapie wohl auf die unterschieldiche Hautfarbe und damit auf die unterschiedliche Vitamin D-Produktion zurückzuführen ist.

Einziger Wermutstropfen an dieser Studie ist die kleine Patientenzahl von nur etwas über 30 Patienten in beiden Gruppen. Angesichts der fantastischen Ergebnisse ist zu hoffen, dass möglichst bald eine Studie zu Vitamin D bei Hapatitis C mit mehr Patienten durchgeführt wird. Leider ist die Bestimmung von Vitamin D im Blut mit etwa 50 € pro Untersuchung relativ teuer. Vitamin D-Präparate (z.B. Dekristol 20.000 IE, rezeptpflichtig) mit 19,90 € für 50 Kapseln vergleichsweise günstig, da man nur eine Kapsel pro Woche einnehmen muss.

Sobald sich aber der Sommer tatsächlich sommerlich gibt, reicht auch ein 30-minütiges Sonnenbad (ohne Sonnenschutz, aber möglichst nicht in den Mittagsstunden von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr wegen der Sonnenbrandgefahr) aus, um sich mit reichlich selbstproduziertem Vitamin D zu versorgen.

In Solarien funktioniert dies übrigens nicht, da dort die für die Vitamin D-Produktion notwendigen UVB-Strahlen gezielt herausgefiltert werden.

Da Vitamin D auch antientzündliche Wirkungen nachgesagt werden und es wohl auch bei der Verhinderung von Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und einigen Krebsarten eine wichtige Rolle spielt, wären auch Studien zu dieser hochwirksamen Substanz bei HIV-Patienten dringend notwendig. Scheinbar kann Vitamin D viele der Prozesse günstig beeinflussen, die bei Langzeit-HIV-Infizierten zunehmend an Bedeutung gewinnen."

Kommentar

1. Daß Vitamin D eigentlich ein Hormon ist, ist keineswegs neu, sondern bereits ein alter Hut.

2. Der Preis für die Untersuchung von Vitamin D (25OH) liegt in meinem Labor für Selbstzahler bei 28,00 €. Insofern wird in dem Artikel ein überhöhter Kostenbetrag genannt.

3. Vitamin D ist nicht nur für Langzeit-HIV-Infizierte wichtig, sondern auch und gerade für therapienaive HIV-Patienten.

4. Natürlich wären Studien mit Vitamin D bei HIV-Patienten interessant. Nur, was soll das bringen? Es geht bei der HIV-Infektion um viele Aspekte bzw. um viele Mikro- und Makronährstoffe. Die Untersuchung eines einzelnen Stoffes kann nur beschränkte Ergebnisse bringen.

5. Viel wichtiger wäre, daß Vitamin D bei jedem HIV-Patienten regelmäßig untersucht und ggf. behandelt wird. Der Einsatz des genannten Präparates Dekristol ist nur bei einem starken Vitamin D-Mangel mit 1 Kps. pro Woche angezeigt für etwa 8 Wochen. Danach sollte die Einnahme individuell geregelt werden. Eine Überdosierung kann durchaus zu Nebenwirkungen führen. Daher ist es empfehlenswert dies nicht in Eigenregie zu machen, sondern von einem Therapeuten begleiten und durch regelmäßige Untersuchung überprüfen zu lassen.

6. Meine Erfahrung ist allerdings, daß bislang noch kein einziger HIV-Schwerpunktarzt von sich aus Viamin D untersucht hat. Traurige Realität ist, daß es in jüngster Zeit sogar HIV-Schwerpunktärzte gab, die sich weigerten die Vitamin D-Untersuchung über die gesetzliche Krankenkasse zu unterstützen. Das gleiche gilt für wichtige Parameter wie Zink, Selen, Coenzym Q 10.
administrator - Do 29 Jul, 2010 8:34 pm
Titel: Chronische HCV-Infektionen verhindert Erholung der CD4-Werte
Chronische HCV-Koinfektion verhindert Erholung der CD4-Werte

HIV-Patienten, die gleichzeitig an einer chronischen Hepatitis C-Infektion leiden, haben nach einer Auswertung von Daten einer kanadischen Kohortenstudie eine geringere Aussicht auf eine zügige Erholung der CD4-Werte. Der Anstieg der CD4-Werte nach Beginn einer antiretroviralen Therapie ist bei einer chronischen HCV-Infektion um das 7fache verlangsamt.

Ongoing hepatitis C virus (HCV) replication stifles CD4-cell recovery in people with HIV, according to results of a Canadian prospective cohort study of people coinfected with HIV and HCV.

(...) Canadian Co-infection Cohort Study investigators compared two groups of coinfected patients: 236 people with chronic HCV infection (persistent HCV RNA detection) and 35 with spontaneous HCV RNA clearance. The spontaneous clearance group differed from the chronic infection group only in markers of HCV disease.

CD4-cell recovery was 7 times slower in people with chronic HCV infection than in those who spontaneously cleared HCV. Adjusted change in absolute CD4 count stood at 4 cells/µL per year (95% confidence interval -0.6 to Cool in people with chronic HCV versus 26 cells/µL per year (95% confidence interval 12 to 41) in spontaneous controllers (P < 0.001).(...)

The investigators found a trend to greater CD4 declines before antiretroviral therapy began in the group with chronic HCV.

The researchers believe their results suggest “active HCV infection affects immune restoration even after years of antiretroviral therapy exposure.”

http://www.iasociety.org/Default.aspx?p ... ntId=12831

http://forumhiv.de/viewtopic.php?f=14&t=1892&sid=d23a4edc38e44f7e52f46dda6f1423c3
administrator - Fr 13 Aug, 2010 12:08 am
Titel: Medikamentenkombination stoppt Leberentzündung
Medikamentenkombination stoppt Leberentzündung

Heilungsquote bei ungefähr 75 Prozent

Eine erweiterte Kombination aus unterschiedlichen Medikamenten steigert die Heilungschancen der chronischen Entzündungen der menschlichen Leber. Das haben erste klinische Tests an menschlichen Probanden nachgewiesen.

In der Bundesrepublik Deutschland leiden ziemlich genau 500.000 Patienten an chronischer Hepatitis C, auf der ganzen Welt sind es ungefähr 170 Millionen Personen. Die meist durch Blut übertragene Infektion verursacht zu Beginn so gut wie keine Beschwerden. Die geringen Symptome nehmen infizierte Personen ziemlich häufig lediglich als grippalen Infekt wahr.

Die Erkrankung verläuft jedoch in den meisten Fällen chronisch und führt bei ungefähr einem Viertel der Erkrankten zu einer so genannten Leberzirrhose – der häufigsten Ursache für eine entsprechende Lebertransplantation. Eine Impfung gegen Hepatitis C gibt es zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht, die Standardtherapie mit den Wirkstoffen Peginterferon und Ribavirin hat einen sehr große Nachteil: Kaum die Hälfte der Patienten spricht auf diese Therapie an.

Wissenschaftler haben nun eine neue wirksamere Therapie für Hepatitis C Patienten in klinischen Studien mit großem Erfolg getestet. Dabei ergänzten die Wissenschaftler den aktuellen Angaben zufolge die aktuelle Standardmedikation um einen Wirkstoff namens Boceprevir. Der Wirkstoff hindert das gefährliche Virus daran, sich im Laufe der Zeit immer weiter zu vermehren.

Patienten, die eine solche Kombinationsbehandlung von den Forschern bekamen, hatten eine fast doppelt so hohe Heilungschance wie Testpersonen mit der normalen Medikation. Das Grundprinzip von dem Wirkstoff Boceprevir: Der Wirkstoff hemmt ganz bestimmte Proteasen im menschlichen Körper, also Enzyme, die Proteine spalten können. Die besagten Proteasen benötigt das Hepatitis C Virus in erster Linie für seine Vermehrung.

Krankenkassenvergleich vom 9. August 2010
administrator - Fr 20 Aug, 2010 9:05 pm
Titel: Tätowierte snd häufiger mit Hepatitis-C-Erreger infiziert
Tätowierte sind häufiger mit Hepatitis-C-Erreger infiziert

Studien aus 30 Ländern ausgewertet. Fazit: Prävention für junge Leute und Häftlinge muss verstärkt werden. Tätowierte sind häufiger mit Hepatitis C Erreger infiziert.

Menschen mit Tattoos sind häufiger mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert als Untätowierte. Das ergab eine Untersuchung kanadischer Forscher, die jetzt im International Journal of Infectious Diseases veröffentlicht wurde. Die Forscher werteten 124 Studien aus 30 Ländern aus, 83 Studien gingen in eine statistische Meta-Analyse ein.

Die Wahrscheinlichkeit einer Hepatitis-Infektion ist bei Menschen mit Tätowierungen demnach unabhängig von weiteren Risikofaktoren erhöht. Zugleich steigt die statistische Wahrscheinlichkeit eine HCV-Infektion mit der Zahl der Tätowierungen. Die Forscher führen dies darauf zurück, dass Tätowierungen häufig unter unzureichenden hygienischen Bedingungen gestochen werden.

Am stärksten betroffen sind tätowierte Drogenkonsumenten, die ihre Drogen nicht injizieren. In dieser Gruppe sind Tätowierte demnach fast sechsmal häufiger HCV-positiv als Nicht-Tätowierte. Tätowierte, die sich Drogen spritzen, sind rund dreimal häufiger von Hepatitis C betroffen als Untätowierte in dieser Gruppe. Auch tätowierte Menschen in Haft sind besonders häufig HCV-infiziert.

Die Forscher folgern: „Weil Tätowieren bei der Jugend und bei jungen Erwachsenen besonders beliebt ist und weil Hepatitis C in Gefängnissen sehr häufig vorkommt, muss Prävention junge Leute und Häftlinge in den Blick nehmen, um die Verbreitung von Hepatitis zu vermindern.“
Ärzte Zeitung

Abstract zur Studie
Deutsche AIDS-Hilfe e.V. - Meldung vom 13. August 2010
administrator - Di 28 Sep, 2010 11:06 am
Titel: Vitamin D und Hepatitis C-Therapie
Vitamin D und Hepatitis C-Therapie

Das Sonnenschein Vitamin - nicht nur gut für die Knochen, sondern auch für den Erfolg der Hepatitis C-Therapie

von Dr. Andrea Witteck

Der Stellenwert des Vitamin D in der Osteoporose-Therapie ist unbestritten. Nun mehren sich die Hinweise darauf, dass es als Ergänzung zur Standardtherapie mit Peg-Interferon und Ribavirin auch den Therapieerfolg bei Hepatitis C verbessern kann.

Vitamin D3 (Cholecalciferol) wird entweder aus 7-Dehydrocholesterol unter UV-Lichteinfluss in der Haut gebildet oder muss mit der Nahrung zugeführt werden. In der Leber erfolgt ein erster Hydroxylierungsschritt zum 25-OH-D3 (25-Hydroxy-Cholecalciferol) und in der Niere anschliessend ein zweiter Hydroxylierungsschritt zu dem biologisch sehr aktiven 1alpha-25(OH)2-D3 (1,25-Dihydroxy-Cholecalciferol = Calcitriol).

Calcitriol spielt in der Regulation des Calcium-Phosphat-Stoffwechsels eine wichtige Rolle, indem es die Calcium- und Phosphat-Resorption aus dem Darm fördert. Daneben scheint es aber auch noch immunregulatorische Funktion zu haben (bei Vitamin D-Mangel erhöhtes Risiko für Mycobacterium tuberculosis-Infektion und virale Infektionen der oberen Atemwege sowie für akute zelluläre Abstoßung nach Lebertransplantation ? Risikominderung durch Vitamin-D-Substitution).

In einer von Petta et al. 2010 in Hepatology publizierten retrospektiven Studie fanden sich bei den 197 Patienten mit Biopsie-bestätigter chronischer Hepatitis C Genotyp 1 signifikant tiefere 25-Hydroxy-Cholecalciferol-Serum-Spiegel (25-OH-D) als bei den 49 bzgl. Alter und Geschlecht gematchten, gesunden Kontrollen (Mittelwert: 25,1+/-9,9ug/l versus 43,1+/-10,2ug/l bzw. Anteil mit Spiegel <30ug/l: 73% versus 6%; p<0>=55jährigen nochmals tiefer waren als bei den <55jährigen>1 Jahr substituiert, Vitamin-D-Substitution während der gesamten HCV-Therapie ununterbrochen fortgesetzt), um bei bereits vor Transplantation bestehender Osteopenie/Osteoporose einem weiteren Knochenabbau vorzubeugen (kein bestimmter Vitamin D-Spiegel angestrebt, Normalisierung des Vitamin D-Spiegels lediglich bei 50% der Supplementierten).

1/10 (10%) der Patienten mit schwerem Vitamin D-Mangel (<10ng>20ng/ml) erreichten eine SVR (p<0,05). Vitamin D-Mangel war somit mit einem schlechteren HCV-Therapie-Ansprechen assoziiert, während eine Vitamin-D-Susbtitutionstherapie die Chancen, eine SVR zu erreichen, verbesserte (8/15 (53%) versus 5/27 (19%), p<0,02) und die Zeit bis zur HCV-Clearance signifikant verkürzte. Baseline 25-OH-D-Spiegel und Vitamin-D-Substitution hatten dabei einen synergistischen Effekt (25-OH-D <20ng>20ng/ml ohne Vitamin D-Substitution oder 25-OH-D<20ng>20ng/ml und Vitamin D-Substitution: 5/7 (71%) SVR), welcher sich auch in der Zeit bis zur Viruselimination widerspiegelte.

In die gleiche Richtung weisen die Resultate einer prospektiven, randomisierten Studie von Abu Mouch et al., welche bisher nur in Abstract-Form am EASL 2010 in Wien publiziert wurde. 58 Therapie-naive Patienten mit chronischer Hepatitis C Genotyp 1 wurden auf 2 Gruppen randomisiert: 27 Patienten im Behandlungsarm erhielten Peg-IFN-alpha 2b (1,5ug/kg 1x/Wo s.c.) plus Ribavirin (1000-1200mg/d p.o.) mit Vitamin D3 (1000-4000 IU/d p.o., Serum-Spiegel >32 ng/ml) und 31 Patienten im Kontrollarm wurden mit der gleichen Therapie ohne Vitamin D behandelt.

Die Patienten im Vitamin-D-Behandlungsarm hatten etwas schlechtere Voraussetzungen für ein Therapieansprechen (höherer BMI: 27+/-4 vs 24+/-3 (p<0,01), größerer Anteil mit hoher Viruslast: 68% vs 58% (p<0>=F2: 55% vs 18% (p<0,001)). Nichtsdestotrotz waren bis auf einen alle Patienten im Behandlungsarm (96%), jedoch nur 48% (15/31) der Patienten im Kontrollarm nach 12 Therapiewochen HCV-RNA-negativ (complete early virological response (EVR)) (p<0,0001). Eine SVR (HCV-RNA 24 Wochen nach Therapieende nicht nachweisbar) wurde bei 86% (13/15) der mit Vitamin D behandelten Patienten versus 41% (5/12) der Patienten im Kontrollarm erreicht (p<0,001).

Die Ergänzung der HCV-Standardtherapie mit Peg-IFN/RBV um Vitamin D führte somit bei therapienaiven Genotyp 1-Patienten zu einer deutlichen Verbesserung der SVR-Rate. Als mögliche zugrunde liegende Mechanismen diskutierten die Autoren eine Vitamin D-vermittelte Normalisierung der T-Zell-Funktion, eine Verminderung der HCV-Replikation sowie eine Reduktion der Insulinresistenz (signifikante Reduktion des HOMA-Scores nach vierwöchiger Vitamin D-Substitution). Das verglichen mit Kaukasiern (ca. 50% SVR) schlechtere Therapieansprechen bei Afrikanern (ca. 19% SVR) und Latinos (ca. 34% SVR) wurde mit einem aufgrund der dunkleren Hautfarbe niedrigeren Vitamin D-Spiegel in Verbindung gebracht.

Quellen:
1) Petta et al., Hepatology 2010;51:1158-1167
2) Bitetto et al., Transplant International 2010;30(3):417-444
3) Abu Mouch et al., Journal of Hepatology 2010; 52 (Supp 1):S26
Infektiologie St. Gallen vom 14. September 2010
administrator - Mo 18 Okt, 2010 12:26 am
Titel: Virusfreiheit auch ohne Interferon
Hepatitis C: Virusfreiheit auch ohne Interferon

Auckland – Die Behandlung mit zwei neuartigen oral verfügbaren Hepatitis-C-Medikamenten hat in einer Studie im Lancet (2010; doi: 10.1016/S0140- 6736(10)61384-0) die Viruslast innerhalb von zwei Wochen deutlich, teilweise sogar unter die Nachweisgrenze gesenkt. Ein Editorialist hofft auf den baldigen Beginn einer neuen Ära in der HCV-Behandlung.

Während in den letzten 2 Jahrzehnten nicht weniger als 24 neue Wirkstoffe gegen die HIV-Infektion eingeführt wurden, die sehr gezielt in die Virusreplikation eingreifen, basiert die Hepatitis-C-Behandlung weiterhin auf das unspezifische Virustatikum Ribavirin und Wirkstoffen, die sich von Interferon-alpha ableiten.

Die Entwicklung von spezifischen Medikamenten kam nur langsam voran. Nach Auskunft des Editorialisten David Thomas von der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore befinden sich derzeit aber fünf verschiedene Wirkstoffklassen in der klinischen Entwicklung.

Als erste Wirkstoffe könnten im nächsten Jahr Telaprevir und Boceprevir, zwei Protease-Inhibitoren, eingeführt werden. Beide haben, jeweils in Kombination mit einem pegylierten Interferon, bei bis zu 75 Prozent der Patienten eine dauerhafte Virussuppression erzielt. Sie waren auch beim schwierigen Genotyp 1 erfolgreich, wo die derzeitigen Standardtherapien häufig versagen.

Jetzt liegen erste Ergebnisse zu zwei weiteren Wirkstoffen vor: RG7128 ist ein Polymerase-Inhibitor von Pharmasset aus Princeton/New Jersey. Er blockiert die Synthese neuer HCV-RNA. Bei Danoprevir von Intermune aus Brisbane/Kalifornien handelt es sich um einen Protease-Inhibitor, der die Produktion der Viruskomponenten behindert.

Verschiedene Kombinationen aus den beiden Wirkstoffen, die beide oral verfügbar sind, wurden jetzt in einer ersten Dosis-Findungsstudie an 88 Patienten untersucht, die mit dem Genotyp 1 von HCV infiziert waren.

Endpunkt der Studie war die Virussuppression bis zum Tag 13. Hier wurden, wie Edward Gane von der New Zealand Liver Unit in Auckland berichtet, erstaunlich gute Ergebnisse erzielt. Bei nicht vorbehandelten Patienten senkte die Kombination mit der höchsten Dosierung beider Wirkstoffe die Viruslast um 5,1 log10 IU/ml.

Bei einigen Patienten sank die Viruskonzentration unter die Nachweisgrenze. Selbst bei Therapieversagern einer früheren Ribavirin/Peginterferon-Therapie ging die Viruslast um 4,9 log10 IU/ml zurück, während es unter Placebo zu einem leichten Anstieg um 0,079 log10 IU/ml kam.

Die Kombination wurde gut vertragen und es gab keine Hinweise auf eine Resistenzentwicklung. Dennoch ist es für eine abschließende Bewertung viel zu früh. Das SVT-Kriterium (Sustained Virologic Response) fordert, dass die Patienten mindestens 24 Wochen nach Ende der Therapie noch immer virusfrei sind.

Dem geht bei der derzeitigen Standardtherapie eine Therapie von mindestens 24 bis 48 Wochen voraus. Da alle Teilnehmer der Studie nach dem Ende der 14-tägigen Therapie mit Ribavirin/Interferon weiter behandelt wurden, bleibt die Frage nach der SVR-Rate der neuen Kombination künftigen Studien vorbehalten.

© rme/aerzteblatt.de
15.10.2010
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43118/Hepatitis_C_Virusfreiheit_auch_ohne_Interferon.htm
administrator - Sa 06 Nov, 2010 2:20 am
Titel: Verhaltensänderungen bei Hepatitis-C-Behandlung
Verhaltensänderungen bei Hepatitis-C-Behandlung

Schon länger ist bekannt, dass die Behandlung der Hepatitis C mit pegyliertem Interferon und Ribavirin auch Auswirkungen auf das psychische Befinden haben und in Einzelfällen zu aggressivem Verhalten führen kann.

Auch Mordgedanken kommen offenbar vor: Das pharmakritische „arznei-telegramm“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass die Firma SP Europe bis zum März 2008 insgesamt 334 Meldungen über Mordgedanken unter Interferon alfa-2b (INTRON A) und die Firma Roche bis zum Dezember 2008 insgesamt 56 Meldungen für Peginterferon alfa-2a (PEGASYS) registriert hätten. Zu ähnlichen Ergebnissen kam die groß angelegte IDEAL-Studie, in deren Rahmen die Wirksamkeit der führenden Therapien bei chronischer Hepatitis C untersucht wurde. Ausgewertet wurden die Behandlungsverläufe von 3000 Patienten aus über 118 US-amerikanischen Studienzentren.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA (ehemals EMEA) hat nun seine Medikamenteninformationen unter anderem auch zu Ribavirin aktualisiert und einen Warnhinweis zu aggressivem Verhalten und Mordgedanken aufgenommen. Insbesondere Kinder und Jugendliche scheinen von solchen psychiatrischen Nebenwirkungen betroffen zu sein. Insgesamt sind die Fallzahlen aber nicht besonders hoch.

Für Patienten und Angehörige ist es wichtig, Verhaltensänderungen während einer Therapiephase nicht „persönlich zu nehmen“ und rechtzeitig mit dem behandelnden Arzt Kontakt aufzunehmen.

EMA-Produktinformationen Ribavirin
EMA-Produktinformationen IntronA (Interferon-alfa2b)
Deutsche AIDS-Hilfe - Meldung vom 28. Oktober 2010
administrator - Mo 24 Jan, 2011 4:47 pm
Titel: Neue Medikamente erhöhen Heilungschancen
HCV: Neue Medikamente erhöhen die Heilungschancen

Hepatitis-C-Behandlung: Bald gibt es mehr Pfeile im Köcher

Die Standardtherapie bei der virusbedingten Leberentzündung Hepatitis C ist pegyliertes Interferon plus Ribavirin. Damit lässt sich aber nur bei 40–50 % der Patienten eine Heilung erreichen. Deutlich erhöhen lässt sich diese Rate mit dem neuen Proteasehemmer Boceprevir, wie Studien des Herstellers Merck gezeigt haben: 66 % der untersuchten Patienten im Spätstadium einer HCV-Infektion, die 48 Wochen Boceprevir zusätzlich zur Standard-Medikation bekommen hatten, waren anschließend geheilt.

Die US-amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA) und die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) haben daher ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Boceprevir angekündigt. Die Chancen stehen gut, dass das oral verabreichte Medikament schon bald auf dem Markt verfügbar sein wird.

„Angesichts der Zunahme von Hepatitis C Infektionen vor allem bei Drogengebrauchern und Männern, die Sex mit Männern haben, begrüßen wir es, dass nun bald ein neues, hoch wirksames HCV-Medikament auf den Markt kommen soll“, so Marianne Rademacher, Frauenreferentin und Ärztin von der Deutschen AIDS-Hilfe. „Wir wissen aber noch nicht, inwieweit auch jene Patientinnen und Patienten davon profitieren, die neben HCV auch noch mit HIV infiziert sind. Wünschenswert wäre außerdem, dass die Nebenwirkungen und die Dauer der HCV-Therapie reduziert werden können.“

Gute Studienergebnisse erbrachte ebenso das HCV-Medikament Telaprevir des Pharma-Konkurrenten Jansen, das im Dezember bei der EMA für die Zulassung eingereicht wurde: Mit der Kombination Telaprevir plus Standardtherapie konnte die Heilungsrate bei HCV-Patienten im Spätstadium von 44 % auf 75 % erhöht werden.

Deutsche Aids-Hilfe vom 14. Januar 2011
administrator - Sa 12 Feb, 2011 9:50 am
Titel: Auf Alkohol besser ganz verzichten
Hepatitis C: Auf Alkohol besser ganz verzichten

Alkohol geht bekanntlich auf die Leber. Ist sie ohnehin schon geschädigt, sollte man ihn am besten ganz meiden, wie z. B. bei einer chronischen Infektion mit Hepatitis-C-Virus (HCV). Dieser wichtige ärztliche Rat zielt aber oft ins Leere, weil er fast immer gegeben wird, wenn es um die Gesundheit geht. Das ist gefährlich, weil Alkohol das Risiko für Leberzirrhose, Leberkrebs und Leberversagen erhöht. Auch während einer HCV-Therapie sollte man sich besser an das Abstinenzgebot halten: Möglicherweise reduziert Alkohol die Chancen auf einen Erfolg der Behandlung.

Es gibt zahlreiche Belege, dass Alkohol eine chronische Hepatitis C verschlimmert. So fand eine 2007 veröffentlichte New Yorker Studie heraus, dass die Lebererkrankung bei Alkoholkonsumenten schwerer verläuft als bei HCV-Patienten, die keinen Alkohol trinken. Laut einer italienischen Studie aus dem Jahr 2009 beschleunigt Alkoholkonsum eine Leberfibrose (Umbau von Leberzellen in Bindegewebszellen) und wirkt sich nachteilig auf die Lebenszeit der Betroffenen aus. Folgende Mechanismen machen die Forscher dafür verantwortlich: Alkohol fördere die HCV-Vermehrung, erhöhe den oxidativen Stress, zerstöre die Leberzellen und beeinträchtige das Immunsystem. Durch Alkoholabstinenz könne man dagegen verhindern, dass die Lebererkrankung fortschreitet.

Eine 2010 veröffentlichte US-amerikanische Laborstudie kam nun zu dem Ergebnis, dass auch eine HCV-Therapie mit Interferon (Standardmedikation: pegyliertes Interferon plus Ribavirin) kein Grund sei, wieder (mehr) Alkohol zu trinken. Das Forscherteam aus Philadelphia hatte untersucht, ob Alkohol die Immunfunktion der Leberzellen beeinträchtige, was den Krankheitsverlauf und die Virusvermehrung fördern würde. Der Befund: Alkohol hemmt die Produktion von natürlichem Interferon in der Leber (Interferon gehört zum Immunsystem, mit dem der Körper Krankheiten abwehrt). Die Autoren schließen daraus, dass dies den Krankheitsverlauf beschleunigen und die Wirkung der Interferon-Therapie beeinträchtigen könnte.

Quelle: http://www.hepatitis-central.com/
DAH blog vom 8. Februar 2011
administrator - Do 17 Feb, 2011 12:57 am
Titel: Mariendistel: auch antivirale Eigenschaften?
Mariendistel: auch antivirale Eigenschaften?

Projekt Information Nr. 6/2010

Der Mariendistel werden seit jeher bei Lebererkrankungen günstige Wirkungen zugeschrieben. Nun läßt ein Einzelfallbericht die Vermutung zu, dass ein Inhaltsstoff, das Silibinin, intravenös verabreicht auch eine direkte antivirale Wirkung hat.

Eine HIV/HCV-koinfizierte Patientin hatte auf eine frühere Hepatitis-C-Behandlung mit Interferon/Ribavirin nicht angesprochen. Eine HIV-Therapie wurde wegen der guten Helferzellzahlen und der niedrigen Viruslast für nicht notwendig erachtet. Die Frau hatte den für die Hepatitis-C-Behandlung ungünstigen IL28-Genotypen T/T. Sie erhielt Silibinin intravenös und nach einer Woche eine reguläre Interferon/Ribavirin-Therapie, die sie allerdings nach 16 Wochen wegen Nebenwirkungen beendete. Nach zwei Wochen Therapie waren sowohl die HCV- als auch die HIV-Viruslast nicht mehr nachweisbar. Die HCV-Viruslast blieb auch 24 Wochen nach Ende der Behandlung noch unter der Nachweisgrenze, während die HIV-Viruslast nach Behandlungsende wieder anstieg. Weitere Untersuchungen zur antiviralen Wirksamkeit von Mariendistelextrakten, vielleicht auch bei oraler Gabe, wären wünschenswert.
administrator - So 20 März, 2011 11:26 am
Titel: Hepatitis C: Neue Medikamente erhöhen die Heilungschancen
Hepatitis C: Neue Medikamente erhöhen die Heilungschancen

Die Standardtherapie bei der virusbedingten Leberentzündung Hepatitis C ist pegyliertes Interferon plus Ribavirin. Damit lässt sich aber nur bei 40–50 % der Patienten eine Heilung erreichen. Deutlich erhöhen lässt sich diese Rate mit dem neuen Protease-Hemmer Boceprevir, wie Studien des Herstellers Merck gezeigt haben: 66 % der untersuchten Patienten im Spätstadium einer HCV-Infektion, die 48 Wochen Boceprevir zusätzlich zur Standard-Medikation bekommen hatten, waren anschließend geheilt.

Die US-amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA) und die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) haben daher ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Boceprevir angekündigt. Die Chancen stehen gut, dass das oral verabreichte Medikament schon bald auf dem Markt verfügbar sein wird.

„Angesichts der Zunahme von Hepatitis-C-Infektionen vor allem bei Drogengebrauchern und Männern, die Sex mit Männern haben, begrüßen wir es, dass nun bald ein neues, hoch wirksames HCV-Medikament auf den Markt kommen soll“, so Marianne Rademacher, Frauenreferentin und Ärztin von der Deutschen AIDS-Hilfe. „Wir wissen aber noch nicht, inwieweit auch jene Patientinnen und Patienten davon profitieren, die neben HCV auch noch mit HIV infiziert sind. Wünschenswert wäre außerdem, dass die Nebenwirkungen und die Dauer der HCV-Therapie reduziert werden können.“

Gute Studienergebnisse erbrachte ebenso das HCV-Medikament Telaprevir des Pharma-Konkurrenten Jansen, das im Dezember bei der EMA für die Zulassung eingereicht wurde: Mit der Kombination Telaprevir plus Standardtherapie konnte die Heilungsrate bei HCV-Patienten im Spätstadium von 44 % auf 75 % erhöht werden.

13.1.2011
http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/hepatitis-c-neue-medikamente-erhoehen-die-heilungschancen
administrator - Do 14 Apr, 2011 9:12 pm
Titel: Hepatitis C Therapie wird erwachsen
Hepatitis C Therapie wird erwachsen

von Pietro Vernazza

Pünktlich zum EASL Kongress hat das NEJM heute gleich zwei Artikel zur Wirksamkeit eines neuen Proteasehemmer zur Behandlung der HCV-Infektion publiziert. Eine neue Ära der HCV-Therapie kann losgehen …

Als die hervorragenden Resultate der HIV-Dreierkombinationen 1996 publiziert wurden, sprach man von Paradigmenwechsel. Dies ist bei HCV sicher nicht vergleichbar. Wir können jetzt schon einen guten Teil der infizierten Patienten heilen. Das ist beachtlich für eine chronisch verlaufende Virusinfektion.

Doch noch immer gibt es Probleme mit der HCV-Therapie: Die Nebenwirkungen der Standardbehandlung (Interferon!) sind happig, die Resultate insbesondere beim Virus-Genotyp 1 und 4 noch dürftig und die Dauer der Behandlung gerade bei HIV-Koinfektion lang. Neue Therapiestrategien sind also erwünscht.

Analog zur Situation bei HIV wurden nun Proteasehemmer entwickelt, welche sehr spezifisch die Neubildung von Viruseigenen Proteinen hemmen. Virale Proteasen haben die Aufgabe, bei der Neubildung von Viren die zunächst entstehenden Protein-Vorstufen in die endgültigen Proteine aufzuspalten. Die hohe Spezifität dieser Protease ist zwar ein Vorteil, indem unerwünschte Wirkungen aufgrund Hemmung von Proteasen der menschlichen Zellen weniger wahrscheinlich werden. Doch gleichzeitig hat dies auch den Nachteil, dass diese neuen Medikamente nur gegen spezielle HCV-Genotypen wirken.

In der heutigen Nummer des NEJM wurden nun gleich die Daten von vier Phase 3 Studien zu Boceprevir vorgestellt. Dabei handelt es sich um zwei Studien (SPRINT 1 und 2) bei zuvor unbehandelten Patienten und zwei (Zwillings-)Studien (RESPONSE 1&2) bei vorbehandelten Patienten, wobei die jeweiligen Zwillingsstudien parallel behandelt wurden. Diese Aufspaltung in zwei parallel angelegte Studien für regulatorische Zwecke hat sich bei HIV schon länger eingebürgert.

Da die häufigsten Probleme mit ungenügendem Therapieansprechen beim Genotyp 1 anfallen, sind die ersten Proteasehemmer nun gegen diesen Genotyp entwickelt worden. Am weitesten entwickelt sind Boceprevir und Telaprevir. Wir haben kürzlich schon über die Resultate der Phase II Studien mit Boceprevir (Lancet 6.8.2010) berichtet und auch am virutual CROI hatten wir SPRINT und RESPONSE zusammengefasst. Speziell an diesen beiden Studien ist die sog. "lead-in-Phase". Dabei wird vorgängig zur Therapie mit dem Proteasehemmer während 4 Wochen eine normale Kombinationstherapie mit Peg-Interferon (IFN) und Ribavirin durchgeführt. Damit soll verhindert werden, dass bereits in der ersten Phase der Therapie mit hoher Viruslast Resistenzen gegen Bocepravir auftreten.

Das Studien-Design war entsprechend komplex (s. Abbildung). Während die Kontrollgruppe während 48 Wochen Peg-IFN und Ribavirin erhielt, wurde in den zwei weiteren Gruppen entweder 24 oder 48 Wochen zusätzlich Boceprevir gegeben. Bei den Patienten, die in der Gruppe 2 randomisiert waren (24 Wochen Boceprevir) wurde die Therapie nach total 28 Wochen abgesetzt, wenn bei Woche 8 kein Virus mehr nachweisbar war. Die Resultate sind insofern komplex, als man noch Untergruppen für schwarze und nicht schwarze Patienten bildete. Hier gibt es bekanntermaßen genetische Unterschiede im Ansprechen auf die Therapie. Wenn wir nur die nicht schwarze Kohorte betrachten, so sind die Resultate für die kurze und die lange Bocepravir Behandlung mehr oder weniger identisch: In beiden Armen führte die Behandlung in knapp 30% mehr Patienten zur gewünschten Heilung (Standardtherapie 40% SVR).

Die Analyse der RESPONSE-Daten (vorbehandelte Patienten) ist noch deutlicher komplexer. Das Design war zwar dasselbe (Lead-in, Kurze oder lange Boceprevir-Th). Hier wurden zusätzlich noch viele Subanalysen (insb. nach frühren Therapieresultaten) gemacht. Doch auch in dieser Gruppe kann gesagt werden. Das Therapieresultat für alle Gruppen war aber sehr viel besser als in der Kontrollgruppe mit fast gleich guter Heilungsrate (SVR) wie in den unbehandelten Patienten (s. Abbildung links).

Dies sind Behandlungen, bei den am schwierigsten zu behandelnden Patienten. Eine Ansprechrate von 60% bei vorbehandelten Patienten mit früherem Therapieversagen und dem Virus mit der schlechtesten Ansprechrate (Genotyp 1) ist beachtlich. Die Zukunft wird hier noch einige Neuigkeiten bringen: Polymerasehemmer werden auch für andere Genotypen eingesetzt und dürften in der Kombination mit Proteasehemmern noch weitere Verbesserungen (höhere Heilungsraten, kürzere Therapiedauer, weniger Interferon) bringen. Wir sind gespannt auf die nächsten Erfolgsbotschaften in diesem kompetitiven, spannenden Feld!

Quellen:
Bacon et al, NEJM, 31.3.11 (RESPOND: Boceprevir bei vorbehandelten Patienten)
Poordad et al, NEJM, 31.3.11 (SPRINT: Boceprevir als erste Therapie bei HCV)
Jensen. NEJM, 31.3.11 (Editorial: Eine Neue Ära der HCV-Therapie beginnt)
Infektiologie St. Gallen vom 31. März 2011
administrator - So 22 Mai, 2011 8:15 pm
Titel: Hängt Therapieerfolg mit Genveränderung zusammen?
HIV und HCV: hängt Therapieerfolg mit Genveränderung zusammen?

HIV-Positive, die mit Hepatitis C koinfiziert sind, haben eine bessere Erfolgsrate bei ihrer Hepatitis C Therapie, wenn eine bestimmte genetische Veränderung vorliegt. Dies berichten spanische Forscher online in einem Fachjournal.

Die derzeitige Standard-Therapie gegen eine Infektion mit dem Hepatitis C Virus (HCV) besteht aus pegyliertem Interferon und Ribavirin. Diese Therapie hat nicht nur unangenehme Nebenwirkungen – insbesondere bei gleichzeitig mit HIV und HCV infizierten ist zudem die Erfolgsrate der Therapie unbefriedigend.

Schon früher zeigten Studien, dass bei Menschen die nur mit HCV infiziert waren (Mono-Infektion), eine Veränderung des Gens IL28B ein Marker für einen besseren Therapieerfolg darstellt.

Spanische Forscher untersuchten nun 196 sowohl mit HCV als auch mit HIV Infizierte (Koinfektion). Bei 54% von ihnen war die HCV-Therapie erfolgreich (HCV-Viruslast nicht nachweisbar sechs Monate nach Beendigung der Therapie). 21% hatten sogar einen schnellen Therapieerfolg (HCV-Viruslast vier Wochen nach Therapiebeginn nicht nachweisbar).

Patienten mit der Genveränderung IL28B hatten eine deutlich höhere Rate an Therapieerfolg. Die bessere Erfolgsrate bei Vorliegen der Genveränderung zeigte sich allerdings nur bei Infektion mit den HCV-Genotypen 1 und 4.

In einer getrennten kleineren Studie an 62 Patienten konnten die spanischen Forscher zudem zeigen, dass auch bei einer zweiten gegen Hepatitis C gerichteten Therapie die Genveränderung mit einer erhöhten Therapie-Erfolgsrate verbunden ist.

Die Forscher äußern die Hoffnung, hieraus zukünftig Hilfestellungen für Therapieentscheidungen entwickeln zu können.

Weitere Informationen:
aidsmap 05.05.2011: Genetic variation associated with response to hepatitis C therapy in HIV co-infected patients
aidsmap 01.03.2010: IL28B gene variation predicts response to hepatitis C treatment: will it change treatment of co-infection?
Rallon NI et al. IL28B gene polymorphisms and viral kinetics in HIV/hepatitis C virus-coinfected patients treated with pegylated interferon and ribavirin. AIDS 26, online edition: doi: 10.1097/QAD.0b013e3283471cae, 2011 (abstract)
Labarga P et al. Impact of IL28B polymorphisms on response to preginterferon plus ribavirin in HIV-HCV coinfected patients with prior non-response or relapse. AIDS 25, online edition: doi: 10.1097/QAD.0b013e3283471d83, 2011 (abstract)
ondamaris vom 11. Mai 2011
administrator - So 22 Mai, 2011 8:30 pm
Titel: HepatitisImpfung bei HIV optimieren
Hepatitis-Impfung bei HIV optimieren

von Pietro Vernazza

Die Immunantwort ist bei HIV-infizierten Menschen oft abgeschwächt. Das betrifft auch die Impfantwort. Eine Französische Studie konnte mit einer Modifikation des Impfschemas die Ansprechrate verbessern.

Die HBV-Impfung ist eine hochwirksame, gut verträgliche Impfung zur Verhinderung der durch Blut und Sexualverkehr übertragbaren chronischen Hepatitis B.

Einfache Methode zur Verbesserung

Zwei neue Impfschemata wurden in der randomisierten Studie mit der Standard-Methode (je 1 intramuskuläre Dosis Monat 0, 1 und 6) verglichen. Die beiden alternativen Schemata erhöhten die Anzahl Injektionen auf 4 (0, 1, 2, 6 Monat) und verstärkten die Antwort entweder durch Gabe der doppelten Impfdosis (2 Spritzen à je 20µg) oder durch eine intrakutane Applikation.

Intrakutan spritzen muss gekonnt sein, aber richtig gemacht kann wird der Impfstoff viel besser von den dendritischen Zellen der Haut aufgenommen und in die Lymphknoten zum Aufbau der Immunantwort transportiert.

Deutlich verbesserte Wirksamkeit

Die Wirksamkeit einer HBV-Impfung messen wir an der Antikörper-Antwort (anti-HBs-Titer). Diese war signifikant besser bei Personen, die mit einem neuen Schema geimpft wurden. Wie zu erwarten, ist die Immunantwort bei älteren Menschen schlechter. Interessant ist aber auch die Beobachtung, dass Patienten mit nachweisbarer Viruslast im Blut (keine Therapie!) ein schlechteres Ansprechen hatten, auch wenn ihre CD4 Zellzahl über 350 lag.

Einfache Maßnahme, rasch umzusetzen

Die Wirksamkeit der doppelten Dosis ist ausgezeichnet. Ein Titer über 100 wird heute gefordert und ist bei der konventionellen Studie (Abb.) bei über 75% nicht erreicht. Die neue Form würde diese Antwort praktisch bei allen Geimpften erreichen. Wir denken, diese Maßnahme könnte sofort, ohne größere Umtriebe eingeführt werden, da ja die Verträglichkeit ausgezeichnet ist und die schlechte Wirksamkeit der HBV-Impfung bei HIV-positiven Patienten ein bekanntes Problem darstellt. Der Mehraufwand (total 6 Dosen, ca. 300 Franken) ist allerdings auch zu berücksichtigen. Doch für Menschen mit klarem Risiko (iv. Drogenkonsum, MSM) dürfte sich die Verbesserung auch bezahlt machen.

Quelle: Launay et al, JAMA. 2011; 305(14):1432-1440
Infektiologie St. Gallen vom 13. Mai 2011
administrator - So 05 Jun, 2011 11:14 am
Titel: Boceprevir und Telaprevir
Boceprevir und Telaprevir – zwei neue Medikamente gegen Hepatitis C in den USA zugelassen

In den USA sind jüngst gleich zwei neue Medikamente gegen Hepatitis C zugelassen worden: zwei HCV-Proteasehemmer.

Hepatitis C ist eine potentiell schwere Infektions-Krankheit, die bisher mit Interferon plus Ribavirin behandelt wird. Diese nicht eben nebenwirkungsarme Therapie ist bei weitem nicht bei allen Patienten erfolgreich, besonders Menschen, die sowohl mit HIV als auch Hepatitis C infiziert sind, haben (je nach Serotyp des HCV) vergleichsweise niedrigere Therapie-Erfolgsraten.

http://www.ondamaris.de/?p=26461
administrator - Sa 25 Jun, 2011 9:56 am
Titel: HCV Therapieansprechen bei HIV/HCV-Koinfizierten
HCV Therapieansprechen bei HIV/HCV-Koinfizierten

Höhere LDL (low density lipoprotein)-Cholesterinwerte sind mit einem besseren HCV-Therapieansprechen assoziiert und der LDL-Rezeptor fungiert gleichzeitig als HCV-Rezeptor. Somit ist vorstellbar, dass der LDL-Rezeptor-Genotyp das HCV-Therapieansprechen beeinflusst.

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 21. Juni 2011

http://www.infekt.ch/kategorien/2347-hcv-therapieansprechen-bei-hiv-hcv-koinfizierten-ldl-rezeptor-genotypisierung-verbessert-vorhersagewert-des-il28b-genotyps.html
administrator - Sa 30 Jul, 2011 12:28 am
Titel: Polymerasehemmer soll Hepatitis C Virus stoppen
Polymerasehemmer soll Hepatitis C Virus stoppen

Zu den beiden Proteasehemmern Boceprevir und Telaprevir könnten sich bald auch Polymerasehemmer gesellen. Daten zweier Phase-Ib-Studien wurden jetzt publiziert. Um gegen chronische Hepatitis C weitere Therapieoptionen zu entwickeln - die auch weniger unerwünschte Wirkungen haben - setzen Forscher auch am Nichtstruktur-Protein 5B an. Gegen diese NS5B-Polymerase ist der nichtnukleosidische Hemmstoff Filibuvir gerichtet.

Mehr unter:
Ärzte-Zeitung vom 21. Juli 2011
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/default.aspx?sid=661989
administrator - Do 25 Aug, 2011 9:45 pm
Titel: Boceprevir: neue Therapieoption bei Hepatitis C
Boceprevir: neue Therapieoption bei Hepatitis C

Boceprevir ist der erste Vertreter einer neuen Substanzgruppe gegen Hepatitis C – den Proteasehemmern. Sie hemmen die Vermehrung des Virus durch Blockade eines Schlüsselenzyms (NS3/4A Serin- Protease).

Mehr unter:
HIV&More vom 30. Juli 2011
http://hivandmore.de/aktuell/2011-07/boceprevir.shtml
administrator - Sa 03 Sep, 2011 9:08 am
Titel: HIV.Report zu HCV Risiken und Therapie
HIV.Report zu HCV Risiken und Therapie erschienen

Die neue Ausgabe des „HIV.Report“ stellt dazu aktuelle Studien vor. Mögliche Infektionsquellen im Alltag können beispielsweise Alaunsteine sein, wie sie zur Stillung von Schnittwunden verwendet werden, oder nicht ausreichend desinfizierte Rasiermesser beim Frisör. Auch gemeinsam mit Sexpartnern benutzte Dildos und Gleitmitteltöpfe bergen Risiken.

Download unter:
http://www.aidshilfe.de/sites/default/files/2011_04_HIVReport_0.pdf

Mehr unter:
Deutsche AIDS-Hilfe vom 19. August 2011
http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/hivreport-zu-hepatitis-c-risiken-und-neuen-therapie-moeglichkeiten-erschienen
administrator - So 18 Sep, 2011 3:19 pm
Titel: Neue Therapie gegen Virusinfektion Hepatitis C
Neue Therapie gegen Virusinfektion Hepatitis C

Neue Medikamente gegen Hepatitis C vom Genotyp 1 könnten bis zu drei Viertel aller nicht vorbehandelten Patienten heilen. Die Heilungsrate steigt dadurch bei dieser Form um 30 Prozent, für viele Betroffene verkürzt sich die Therapie. Für Mitte September erwarten Ärzte die Zulassungsrichtlinien für die neuen Präparate.

Mehr unter:
Informationsdienst Wissenschaft vom 1. September 2011
http://idw-online.de/pages/de/news438652
administrator - So 25 Sep, 2011 10:07 am
Titel: HCV-Proteasehemmer Boceprevir in Europa zugelassen
HCV-Proteasehemmer Boceprevir in Europa zugelassen

Die European Medicine Agency (EMA) hat den Hepatitis-C-Proteasehemmer Boceprevir zur Behandlung der chronischen Infektion mit dem Hepatitis C-Virus (HCV) vom Genotyp 1 zugelassen. Es ist damit der erste Vertreter der neuen Substanzklasse der HCV-Proteasehemmer und gehört zu den direkt wirkenden antiviralen Arzneimitteln (DAA).

Proteasehemmer unterbrechen den Vermehrungszyklus der Viren, indem sie die Bindungsstelle für das Enzym Protgease an einer Vorstufe des endgültigen Proteins besetzen. Daraufhin können keine funktionellen Virusbausteine mehr produziert werden. Boceprevir (Victrelis) blockiert das Schlüsselenzym NS3/4A-Serinprotease und hemmt so die Fähigkeit des Virus, sich zu vermehren.

Die bisherige Standardtherapie mit Peginterferon alfa und Ribacirin regt das Immunsystem an, um ein Ansprechen auf den Erreger auszulösen, was jedoch bei der Mehrzahl der Patienten nicht zu einem dauerhaften Schutz führte. Der neue Wirkstoff wird in Kombination mit diesen beiden Arzneimitteln bei erwachsenen Patienten mit chronischer Haptitis C-Infektion vom Genotyp 1 und kompensierter Lebererkrankung eingesetzt, die therapienaiv sind oder bei denen eine vorausgegangene Behandlung nicht erfolgreich war.

Basis für die Zulassung von Boceprevir waren zwei großangelegte Phase-III-Studien bei 1.500 therapienaiven oder erfolglos vorbehandelten Patienten. Boceprevir steigert sowohl für unbehandelte als auch für bisher erfolglos vorbehandelte Patienten die Heilungschancen: In beiden Studien führte die Zugabe des Proteasehemmers zur Standardtherapie zu einer signifikanten Verbesserung der SVR-Raten (substained virilogic response) im Vergleich zur Standardtherapie. Als Heilung oder auch SVR wird das dauerhafte Ansprechen auf die Therapie in den Studien definiert. Dies erfordert, dass 24 Wochen nach Ende der Therapie keine Virusgene mehr im Blut nachweisbar sind, was vermutlich einer Ausheilung der Erkrankung gleichkommt. Anders als bei HIV wird die Therapie der chronischen Hepatitis nicht lebenslang fortgeseetzt.

Darüber hinaus konnte mit der Response-gesteuerte Triple-Therapie bei etwa der Hälfte der Patienten die bisherige Standard-Therapiedauer von 48 Wochen um bis zu 20 Wochen verkürzt werden.

Die häufgisten Nebenwirkungen der antiviralen Kombinationstherapie mit Boceprevir waren Müdigkeit, Anämie, Übelkeit, Kopfschmerzen und Geschmacksstörungen.

Quelle: daz.de
Aktuelle Informationen, September 2011, Birken-Apotheke, Köln
administrator - Fr 28 Okt, 2011 9:07 pm
Titel: Sexuelle Übertragung von Hepatitis C: Auch Frauen gefährdet
Sexuelle Übertragung von Hepatitis C: Auch Frauen gefährdet

Hepatitis C wird durch Blut und Blutprodukte übertragen, heute fast ausschließlich beim intravenösen Drogenkonsum. Weiterhin offen ist die Frage des sexuellen Übertragungsrisikos. Bei HIV-positiven Männern, die Sex mit Männern haben, ist die sexuelle Übertragung gesichert und nicht selten. Doch sonst?

mehr unter
Infektiologie St. Gallen vom 3. Oktober 2011
http://www.infekt.ch/kategorien/sitemap/newsarchivinfektweb/2406-sexuelle-Uebertragung-von-hepatitis-c-auch-frauen-gefaehrdet.html
administrator - Sa 24 Dez, 2011 1:39 am
Titel: IQWiG sieht Zusatznutzen bei Boceprevir
IQWiG sieht Zusatznutzen bei Boceprevir

KÖLN - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat dem Virostatikum Boceprevir (Victrelis®) einen Zusatznutzen für einen Teil der Patienten mit chronischer Hepatitis C bescheinigt. Vorteile könne das Präparat bei Patienten haben, die noch keine Leberzirrhose haben, teilte das IQWiG mit. Das Institut hatte das Dossier des Herstellers MSD Sharp & Dohme im Rahmen der frühen Nutzenbewertung für den GBA bewertet. Für zwei weitere Indikationen haben die vorgelegen Daten laut IQWiG nicht ausgereicht, so dass der Zusatznutzen für diese Patienten nicht belegbar sei.

Mehr unter:
Ärzte-Zeitung vom 2. Dezember 2011
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/default.aspx?sid=681907
administrator - Mo 16 Jan, 2012 10:52 pm
Titel: PSI-7977 plus Ribarin-Studie
ELECTRON: Interferon-alfa bei PSI-7977 nicht nötig

Auf die duale 12-wöchige Therapie mit dem einmal täglichen Uridin-Nukleotidanalogon PSI-7977 plus Ribavirin sprachen alle 40 Patienten mit dem HCV-Genotyp 2 und 3 rasch an (100% RVR) und erreichten auch alle eine SVR (100% SVR).

mehr unterhttp://www.hivandmore.de/kongresse/aasld2011/electron--interferon-alfa-bei-psi-7977-nicht-noetig.shtml
administrator - Mo 16 Jan, 2012 10:54 pm
Titel: Mediziner arbeiten an Hepatitis-C-Impfstoff
Mediziner arbeiten an Hepatitis-C-Impfstoff aus Affenviren

Seit Jahren suchen Forscher nach einem Schutz vor Hepatitis-C-Viren. Nun haben sie eine Vakzine entwickelt, die der Mensch verträgt. Ob sie wirkt, wird nun getestet.

Hepatitis C ist eine stille Seuche, die sich weltweit ausgebreitet hat. Bis zu 170 Millionen Menschen tragen den tückischen Erreger in sich, 350.000 sterben jedes Jahr nach einer Infektion an Leberschäden, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Meist werden die äußerst variablen Viren über das Blut übertragen, etwa durch Drogenbesteck oder belastete Blutkonserven. Nur mit neuen und teuren Medikamenten können Folgeerkrankungen im Zaum gehalten werden. Anders als bei Hepatitis A und B gibt es keine Impfung gegen die C-Varianten. Nun wagen Wissenschaftler erneut einen Anlauf, um eine Vakzine zu finden – mit ersten Erfolgen.

mehr unter
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2012-01/hepatitis-c-impfstoff-affenvirus
administrator - Sa 11 Feb, 2012 11:08 am
Titel: Impfstoff gegen Hepatitis C zeigt erste Erfolge
Impfstoff gegen Hepatitis C zeigt erste Erfolge

Neue Hoffnung im Kampf gegen Hepatitis C: Ein neues Impfkonzept hat sich in ersten Studien als vielversprechend erwiesen. Bei der Entwicklung eines dringend benötigten Impfstoffs gegen das Hepatitis-C Virus (HCV) melden britische Forscher Fortschritte. Für den neuen Impfstoff wurden dabei Antigene aus dem Virusinneren gewählt, so genannte nicht-strukturelle Proteine. Die bei herkömmlichen Impfstoffen meist verwendeten Oberflächenantigene hatten sich nämlich bei HCV als unwirksame Impfstoffkandidaten erwiesen, weil das Virus die Struktur seiner Hülle häufig verändert.

Mehr unter:
Ärzte Zeitung vom 10. Januar 2012
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/default.aspx?sid=800570
administrator - Sa 18 Feb, 2012 11:15 pm
Titel: Interaktionen gefährden Therapieerfolg
HCV-HIV-Koinfektion: Interaktionen gefährden Therapieerfolg

Rockville/London – Die beiden Protease-Inhibitoren Victrelis (Wirkstoff: Boceprevir) und Incivek (Wirkstoff: Telaprevir), die kürzlich zur Behandlung der Hepatitis C eingeführt wurden, haben eine Wechselwirkung mit dem Protease-Inhibitor Ritonavir, der seit längerem als Booster bei der HIV-Infektion eingesetzt wird. Bei gleichzeitiger Gabe kann es zu niedrigen Wirkstoffspiegeln kommen, die den Therapieerfolg bei beiden Erkrankungen gefährden. Darauf machen jetzt die Arzneimittelagenturen in den USA und Europa aufmerksam.

mehr unter
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49176
administrator - Fr 24 Feb, 2012 11:00 am
Titel: Nebenwirkungen von Hepatitis C Proteasehemmern
Nebenwirkungen von Hepatitis C Proteasehemmern

Neue Medikamente zur Behandlung der Hepatitis C sind zugelassen: zwei HCV-Proteasehemmer. Doch mit den neuen Substanzen kommen auch neue Nebenwirkungen. Wie damit umgehen? Ein gerade veröffentlichter Artikel gibt Hinweise. Die beiden Substanzen Telaprevir (Incivek® / Incivo®) und Boceprevir (Victrelis®), beide Hepatitis-C- Proteasehemmer, wurden erst vor kurzem zugelassen. Beide stellen weitere, dringend benötigte Therapie-Möglichkeiten dar – bringen aber auch neue Nebenwirkungs-Risiken mit sich.

Mehr unter:
ondamaris vom 24. Januar 2012
http://www.ondamaris.de/?p=30119
administrator - Fr 02 März, 2012 12:55 am
Titel: Warnhinweis zu Civtrelis
Warnhinweis zu Victrelis

Wechselwirkungen mit HIV-Medikamenten möglich. Das seit Sommer 2011 auch in Europa zugelassene Hepatitis-C-Medikament Victrelis kann die Wirkspiegel von HIV-Medikamenten senken, die mit der Substanz Ritonavir verstärkt werden. In einem Warnhinweis des Herstellers vom 6. Februar werden Ergebnisse einer Studie zitiert, wonach Victrelis (Boceprevir) die Wirkspiegel der HIV-Medikamente Reyataz und Prezista sowie Kaletra senken kann, die mit der Substanz Ritonavir (Norvir) verstärkt werden.

Mehr unter:
Deutsche AIDS-Hilfe e.V. vom 9. Februar 2012
http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/warnhinweis-zu-victrelis-wechselwirkungen-mit-hiv-medikamenten-moeglich
administrator - Sa 17 März, 2012 12:38 am
Titel: An Hepatitis C sterben mehr Menschen als an Aids
An Hepatitis C sterben mehr Menschen als an AIDS

In den USA fordert die Leberentzündung Hepatitis C mehr Todesopfer jährlich als eine Infektion mit dem HI-Virus. Das berichtet die amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Bereits im Jahr 2007 habe die Zahl der Hepatitis C Toten die Zahl der AIDS-Toten überschritten. In den kommenden Jahren wird die Zahl wahrscheinlich aber noch weiter steigen.

Aponet vom 22. Februar 2012
http://www.aponet.de/aktuelles/forschung/2012-02-wachsende-zahl-hepatitis-c-toter.html
administrator - Di 27 März, 2012 11:20 pm
Titel: Hepatitis C - RKI-Ratgeber
Hepatitis C – RKI-Ratgeber

http://www.rki.de/cln_162/nn_468106/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber__HepatitisC.html

Epidemiologisches Bulletin zu HCV

http://www.rki.de/cln_162/nn_2291912/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2012/4__12,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/4_12.pdf
administrator - Fr 30 März, 2012 9:32 am
Titel: Arzneimittelinteraktionen zwischen Boceprevir und Ritonavir
Rote-Hand-Brief: Arzneimittelinteraktionen zwischen Boceprevir und
Ritonavir-geboosterten HIV-Proteaseinhibitoren


In Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde (EMA) möchte MSD Sie mit diesem Schreiben über
neue Erkenntnisse zu Arzneimittelinteraktionen zwischen Boceprevir, einem oralen Inhibitor der Hepatitis C-Virus (HCV)-NS3/4A-Protease
und Ritonavir-geboosterten HIV-Proteaseinhibitoren informieren.


mehr unter
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=36935
administrator - Fr 30 März, 2012 9:34 am
Titel: Gefä#hrlicher mis: Cholesterinsenker und Proteasehemmer
Gefährlicher Mix: Cholesterinsenker und Proteasehemmer gegen HIV und HCV

Die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA warnt in ihren aktualisierten Richtlinien vor Wechselwirkungen zwischen Cholesterinsenkern und Protease-Inhibitoren. Statine sind Medikamente zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut und werden oft Patienten verschrieben, die auch PI einnehmen. Mögliche Folge sind Stoffwechselstörungen, die mit einer Erhöhung von Cholesterin und Fetten im Blut einhergehen.

Mehr unter:
Deutsche AIDS-Hilfe vom 6. März 2012
http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/gefaehrlicher-mix-cholesterinsenker-und-proteasehemmer-gegen-hiv-und-hcv
administrator - So 22 Apr, 2012 11:24 am
Titel: Behandlung der Hepatitis C bei HIV-Koinfektion
Behandlung der Hepatitis C bei HIV-Koinfektion

Keine Interaktionen zwischen Proteasehemmer Boceprevir und Integrasehemmer Raltegravir zu erwarten. Der HCV-Proteasehemmer Boceprevir zeigte in einer Phase-I-Studie bei gesunden Probanden keinen Einfluss auf die Plasmakonzentration des HIV-Integrasehemmers Raltegravir und umgekehrt - Patienten mit einer HIV/HCV-Koinfektion, die eine Raltegravir-basierte HIV-Therapie erhalten, können demnach gleichzeitig mit einer Boceprevir-haltigen HCV-Therapie behandelt werden.

Mehr unter:
MSD SHARP & DOHME GMBH – Pressemeldung vom 3. April 2012
http://www.msd.de/uebermsd/inno/therapieoption-hepatitis-c.html
administrator - Sa 05 Mai, 2012 11:29 pm
Titel: Interferonfreie Kombinationstherapien
Interferonfreie Kombinationstherapien zur Behandlung von Hepatitis C

In der als „Co-Pilot“ bekannten Studie wurden über 12 Wochen verschiedene Dosierungen von ABT-450/r in Kombination mit ABT-333 und Ribavirin gegeben, die bei 95 % bzw. 93 % der bisher unbehandelten Patienten vom Genotyp 1 (GT1) ein anhaltendes virologisches Ansprechen in Woche 12 nach der Behandlung (SVR12) zeigten.

Mehr unter:
Vollständige Pressemeldung ABBOTT
http://praxis-psychosoziale-beratung.de/PM_04_04_12_HEP%20C_positive%20Ergebnisse%20Phase%202%20Studien_final.pdf
administrator - Mi 16 Mai, 2012 11:25 pm
Titel: Boceprevir nicht mit Ritonavir kombinieren
FDA: Boceprevir nicht mit Ritonavir-geboosteten PI´s kombinieren

Die US-Arzneimittelbehörde FDA Food and Drug Administration empfiehlt, den Hepatitis-C – Proteasehemmer Boceprevir (Handelsname Victrelis) nicht mir Ritonavir-verstärkten HIV-Proteasehemmern zu kombinieren. Hintergrund sind Wechselwirkungen, die zu gegenseitigen Wirkungsbeeinträchtigungen führen können.

ondamaris vom 2. Mai 2012
http://www.ondamaris.de/?p=31650
administrator - Di 29 Mai, 2012 10:45 pm
Titel: HCV-Therapie auch mit weniger Ribavirin
HCV-Therapie auch mit weniger Ribavirin

Unter der Therapie entwickeln Patienten mit chronischer Infektion durch Hepatitis-C-Viren (HCV) mitunter eine Anämie. Dann ist eine Reduktion der Ribavirin-Dosis möglich, ohne die Heilungsrate wesentlich zu beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommt die Subanalyse von Studiendaten, in denen zuvor nicht behandelte Patienten mit HCVInfektion vom Genotyp 1 eine Triple-Therapie aus PEG-Interferon, Ribavirin und Telaprevir (Incivo) erhalten hatten.

Mehr unter:
Ärzte Zeitung vom19. Mai 2012
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/default.aspx?sid=812858&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20120510-_-Hepatitis+A%2fB%2fC
administrator - Di 29 Mai, 2012 10:50 pm
Titel: Depressionen bei Hepatitis C Therapie mit Interferon
Depressionen bei Hepatitis C Therapie mit Interferon

Früherkennung wichtig, Prophylaxe weiter unklar. Bei Therapien der Hepatitis C mit Einsatz von Interferon treten häufig als Nebenwirkung Depressionen auf, Patienten erleben diese teils als massive Beeinträchtigung. Antidepressiva der Gruppe der SSRIs (Seronotin-Wiederaufnahme-Hemmer) sind sicher und wirksam zur Behandlung der Depressionen während einer Interferon-Behandlung.

Mehr unter:
ondamaris vom 10. Mai 2012
http://www.ondamaris.de/?p=31758
administrator - Mi 22 Aug, 2012 9:09 pm
Titel: Hepatitis C-Therapie: Was bringt die Zukunft?
Hepatitis C-Therapie: Was bringt die Zukunft?

"It's closer than you think" - Motto Welt-Hepatitis-Tag 2012. "Näher als Du denkst" lautet das Motto des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages. Dies dürfte auch für neue Therapieoptionen bei der Hepati-tis C zutreffen.

Infektiologie St. Gallen vom 18. Juli 2012
http://www.infekt.ch/kategorien/aktuelles/2526-hepatitis-c-therapie-was-bringt-die-zukunft.html
administrator - Fr 21 Sep, 2012 9:05 pm
Titel: Hepatitis C Arznei gestoppt
Hepatitis C Arznei gestoppt

Schwere Nebenwirkungen: Der Hersteller BMS hat die Entwicklung einer neuer Arznei gegen Hepatitis-C gestoppt - und muss deswegen fast 1,5 Milliarden Euro abschreiben. Bristol-Myers Squibb (BMS) hat die Entwicklung seines Hepatitis C Medikaments BMS-986094 wegen schwerwiegender Nebenwirkungen gestoppt. Nach Angaben des US-Parmakonzerns ist während einer Phase-II-Studie mit dem Nukleotid-Polymerase-Inhibitor (NS5B-Inhibitor) ein Teilnehmer herzinsuffizient geworden und später an einem Herzinfarkt gestorben.

Mehr unter: Ärzte Zeitung vom 28. August 2012
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/default.aspx?sid=820474&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20120829-_-Hepatitis+A%2fB%2fC...
administrator - Fr 05 Okt, 2012 11:33 pm
Titel: Vitamin B12: erstaunliche Wirkung bei HCV-Therapie?
Vitamin B12: erstaunliche Wirkung bei HCV-Therapie?

Kann eine billige und praktisch nebenwirkungsfreie Vitamin B12-Gabe die HCV-Therapie in ähnlichem Maß verbessern, wie die teuren und schlecht verträglichen Proteaseinhibitoren? In einer kleinen italienischen Pilotstudie zeigen sich eindrückliche Verbesserungen der HCV-Therapie durch Substitution hoher Vitamin B 12 Dosen.

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 7. September 2012
http://www.infekt.ch/kategorien/2536-vitamin-b12-erstaunliche-wirkung-bei-hcv-therapie.html
administrator - So 11 Nov, 2012 10:25 am
Titel: Hepatitis C: Triple-Therapie führt fast immer zur „Ausheilun
Hepatitis C: Triple-Therapie führt fast immer zur „Ausheilung“

Bei der Hepatitis C deutet sich eine weitere deutliche Verbesserung der Therapieergebnisse an. Eine Kombination aus drei direkt wirksamen antiviralen Arzneistoffen (DDA) erzielte in einer Phase-II-Studie nach nur 12 Wochen bei fast allen Patienten eine anhaltende virologische Antwort (SVR). Dabei kam die Therapie völlig ohne Interferone aus, dem heutigen Standardmedikament.

Deutsches Ärzteblatt vom 16. Oktober 2012
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52047
administrator - So 18 Nov, 2012 11:16 am
Titel: Vitamin B 12 kann Ansprechraten bei Hepatitis C-Therapie ver
Vitamin B 12 kann Ansprechraten bei Hepatitis C-Therapie verbessern

In Projekt Information Nr. %/2012

„Die Therapie der Hapatitis C hat sich durch die Einführung der HepC-Proteasehemmer hinsichtlich der ansprechraten verbessert – aber in Bezug auf die Neben- und Wechselwirkungen wurde sie noch problematischer. Nun gibt es schon die zweite Publikation, die darauf hindeutet, dass sich auch mit weniger drastischen Mitteln die Ansprechraten verbessern lassen.

Eine italienische Arbeitsgruppe berichtet über einen besseren Therapieerfolg bei chronischer Hepatitis C durch die Gabe vo Vitamin B12. 94 Patienten mit chronischer Hepatitis C erhielten entweer die Standardbehandlung (pygyliertees Interferon und Ribavirin) oder die Standardbehandlung un dzusätzlich 5.000 µg Vitmin B12 i.m. alle 4 Wochen. Beide Behandlungsgruppen waren hinsichtlich der Verteilung der Genotypen (68% Genotyp 1, 28% Genotyp 2), Leberfibrosegrad und IL-28B-Polymorphismus vergleichbar.

Serchs Monate nach Therapieende hatten 22% der herkömmlich behandelten Patienten eine nicht nachweisbare HC-Viruslast im Vergleich zu 63% der Patienten, die zusätzlich Vitamin B12 erhalten hatte. Insbesondere Patienten mit hoher Ausgangsviruslast (> 500.000 IU/l) profitierten (SVR-Rate 70% vs. 32%). Dies sind Verbesserungen in einer Größenordnung, wie sie auch durch die Proteasehemmer erzielbar sind – allerdings bei viel niedrigeren Kosten und deutlich besserer Verträglichkeit.

Zwar ist die Anzahl der Patienten vergleichsweise klein und die Studie war auch nicht vebrlindet. Doch Vitamin B 12 ist günstig und schadet auch nicht – einen Versuch ist es allemal wert. Dies ist übrigens bereits die zweite Studie, die einen günstigen Effekt eines vitamins auf die Heilung einer chronischen Hepatitis C fand. Bereits letztes Jahr berichteten wir über eine israelische Studie, in der deutlich verbesserte Heilungslraten durch die Gabe von Vitamin D 20.000 - 40.000 IU/Woche) beobachtet wurden.“
administrator - Sa 01 Dez, 2012 12:39 am
Titel: Übertragungswege von HCV bei iv. Drogengebrauch
Übertragungswege von HCV bei iv. Drogengebrauch

Das Hepatitis C-Virus ist – so neue experimentelle Untersuchungen - in Wasser bis zu drei Wochen infektiös. Dies ist insbesondere bei intravenösem Drogenkonsum ein potentieller Übertragungsweg. Drogenkonsum verläuft nicht nach einem festen Schema, allerdings wiederholen sich bestimmte Verhaltensmuster: Zunächst muss die Substanz, beispielsweise Heroin oder Kokain, in Flüssigkeit gelöst werden.

HIV&More vom 9. November 2012
http://hivandmore.de/aktuell/2012-11/bertragungswege_von_hcv_im_drogenmilieu.shtml
administrator - Di 01 Jan, 2013 3:01 pm
Titel: Vitamin D bei Hepatitis-C-Behandlung
Niedrige Vitamin D-Spiegel gehen mit schlechterem Ansprechen auf die Hepatitis-C-Behandlung einher

In Projekt Informtion Nr. 6/2012

„Zellen des Immunsystems haben eine beonders hohe Dichte an Vitamin D-Rezeptoren. Dies legt die Vermutung nahe, dass Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr spielt.
Eine österreichische Arbeitsgruppe untersuchte nun den Zusammenhang zwischen Vitamin D-Spiegeln und Ansprechen auf die Hepatitis-C-Behandlung bei HIV-koinfizierten.


Die Vitamin D-Spiegel wurden klassifiziert als
- Mangel („deficient“): weniger als 10 ng/ml
- Unterversorgung („insufficient“): 10 bis 30 ng/m
- Normal: mehr als 30 ng/ml

Außerdem wurden als Risikofaktoren für ein schlechteres Therapieansprechen berücksichtigt: HCV-Genotyp 1 oder 4, hohe HC-Viruslast (>60.000 IU/ml), fortgeschrittene Leberfibrose (Metavir-Score F3/F4) und IL28B non C/C Genotyp.

Die Patienten verteilten sich folgendermaßen:
Vitamin D-Mangel: 15 (23 %)
Vitamin D-Unterversorgung: 37 (57 %)
Normale Spiegel: 13 (20%)

In der Grafik wird deutlich, wie unterschiedlich die Patienten auf die Behandlung ansprachen: Sowohl die eEVR (complete early virologic response, d.h. nicht nachweisbare HCV-RNA nach 12 Wochen Behandlung) als auch die SVR („sustained virologic response“, d.h. nicht nachweisbare HCV-RNA sechs Monate nach Therapieende) waren umso besser, je höher die Vitamin D-Spiegel waren. Die Behandlung wurde mit pegyliertem Interferon und Ribavirin durchgeführt.

Die Autoren bemerken, dass - wie auch in anderen Studien zuvor – bei denm hier untersuchten HIV-Patienten ein hoher Anteil (80 %) unzureichende Vitamin D-Spiegel hatten. Der Unterschied im Therapieansprechen zwischen Patienten mit normalen und unzureichenden Vitamin D-Spiegeln war statistisch signifikant. Deshalb schlagen die Autoren eine Gabe von Vitamin D bei entsprechenden Patienten sowie prospektive Studien zum Nutzen von Vitamin D vor.

………………………………………………....Frühes Ansprechen (cEVR)……Ausheilung
normal 25 (OH)D…………………….= 92 %.....................................= 85 %
Unterversorgung 25(OH)D…….= 68 %.....................................= 60 %
Mangel 25 (OH)D……………………= 47 %......................................= 40 %


Quelle:
Mandorfer M et al.: „Low vitamin D levels are associated with impaired virologic response to PEGIFNRRBV therapy in HIV/JCV coinfected patients“, AIDS 2012, 26
administrator - So 17 Feb, 2013 1:31 am
Titel: Hepatitis-Koinfektion als Risikofaktor für Osteoporose bei F
Hepatitis-Koinfektion als Risikofaktor für Osteoporose bei Frauen mit HIV

Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung haben HIV-positive Menschen ein höheres Risiko für Verlust der Knochendichte. Die Ursachen hierfür sind noch nicht ganz geklärt. Klassische Risikofaktoren für Knochendichteverlust sind z.B. höheres Lebensalter und Zigarettenkonsum, Kalzium und Vitamin D Mangel, Untergewicht, zu schneller Gewichtsverlust sowie schwere Nierenfunktionsstörungen.

med update download pdf
http://praxis-psychosoziale-beratung.de/med%20update%2001_13.pdf

Mehr unter: med update - Nr. 01 / 2013
http://www.aidshilfen.at/publikationen
administrator - So 24 Feb, 2013 6:41 pm
Titel: Therapieversager - Finger weg von Interferon
Therapieversager - Finger weg von Interferon

Bestimmte Patienten mit Hepatitis C sollten nach dem Versagen der antiviralen Ersttherapie wegen des erhöhten Sterberisikos nicht mit pegyliertem Interferon behandelt werden. Patienten mit Hepatitis C, die eine schwere Fibrose haben und nicht auf eine initiale antivirale Therapie ansprechen, sollten nicht mit pegyliertem Interferon behandelt werden. Der Grund: Nach Monotherapie mit dem Zytokin über mehrere Jahre ist einer aktuellen Metaanalyse placebokontrollierter Studien zufolge das Sterberisiko leicht erhöht.

Mehr unter: Ärzte Zeitung vom 11. Februar 2013

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/default.aspx?sid=830733&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20130211-_-Hepatitis+A/B/C
administrator - Mi 10 Apr, 2013 11:54 pm
Titel: Therapie der chronischen Hepatitis C bei HIV-Koinfektion
Therapie der chronischen Hepatitis C bei HIV-Koinfektion

Interimergebnisse einer Phase-III-Studie zur Therapie der chronischen Hepatitis C bei Patienten mit HIV-Koinfektion. Die kürzlich auf der Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections (CROI) in Atlanta, USA, präsentierten Interimergebnisse der Phase-III-Studie STARTVerso™ 4 zeigen, dass 80% der sowohl mit HCV als auch mit HIV infizierten Patienten bei einer Therapie mit Faldaprevir sowie PegIFN/RBV einen frühen Behandlungserfolg erreichten.

Mehr unter: JournalMed vom 17. März 2013

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=40180
administrator - Do 11 Apr, 2013 10:06 pm
Titel: Hepatitis C: Tödliche Hautreaktion unter Incivo
Hepatitis C: Tödliche Hautreaktion unter Incivo

Bonn – Der Proteaseinhibitor Telaprevir, der im September 2011 als Incivo zur Behandlung der Hepatitis C zugelassen wurde, kann in Einzelfällen schwere Hautreaktionen auslösen. Der Hersteller berichtet jetzt erstmals über zwei Fälle einer Toxischen Epidermalen Nekrolyse (TEN), von denen einer tödlich endete.

Die beiden Zwischenfälle waren in Japan aufgetreten. Die Patienten hatten eine Kombinationstherapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin erhalten, wie sie auch in Deutschland üblich ist. Da auch Peginterferon alfa und Ribavirin Hautreaktionen auslösen können, lässt sich die Ursache nicht zweifelsfrei zuweisen.


http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54006
gutemine - Mi 08 Mai, 2013 11:40 am
Titel: hepatitis c und homöopathische begleittherapie
hej liebe leute!

die tinte zu folgendem link fliesst aus meiner modernen feder; soll allerdings nicht mich bewerben, sondern bloss impulsgebend wirken:
http://www.experto.de/b2c/gesundheit/homoeopathie/homoeopathische-behandlung/interferon-therapie-eine-homoeopathische-ausleitung-kann-bei-beschwerd.html

eine meiner bekannten wurde ihre schwere leberzyrrhose komplett los, obs an hydrastis canadensis lag oder anderen naturheilkundlichen methoden
bleibt natürlich auf immer ungeklärt.

mit besten grüssen! gutemine
administrator - So 12 Mai, 2013 9:57 am
Titel: Nebenwirkungen und Kosten minimierbar
Hepatitis: Nebenwirkungen und Kosten minimierbar

MHH-Forscher führten Europas größte Studie zur akuten Hepatitis C durch. Eigenverantwortung der Patienten wichtig. Akute Hepatitis C-Virusinfektionen behandeln Ärzte in der Regel umgehend mit einer Interferon-Therapie. Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und des Kompetenznetz Hepatitis fanden in Europas bisher größter Studie zur akuten Hepatitis C heraus, dass es auch möglich ist, dem Körper zunächst für einige Monate die Chance zu geben, sich ohne Therapie gegen das Virus zu wehren.

Link zur Originalpublikation: Delayed versus immediate treatment for patients with acute hepatitis C.

http://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(13)70059-8/abstract

Mehr unter: Medizinische Hochschule Hannover – Pressemeldung vom 22. April 2013
http://www.mh-hannover.de/46.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=2955&cHash=3f083cd67f5c925b206cec7f92bb203f
administrator - So 12 Mai, 2013 9:58 am
Titel: Neues Hepatitis C-Medikament
Neues Hepatitis C-Medikament überzeugt in klinischen Studien

Der Polymerase-Inhibitor Sofosbuvir könnte die Therapieoptionen bei der Hepatitis C weiter verbessern. Nach den jetzt im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studienergebnissen erzielte Sofosbuvir in Kombination mit Ribavirin und Peginterferon bei Genotyp-1-Infektionen SVR-Raten von bis zu 90 Prozent. Beim Genotyp 2 und 3 wurden auch ohne Interferon bis zu 78 Prozent der zuvor aus­therapierten Patienten geheilt. Der Hersteller hat die Zulassung beantragt.

Abstract der POSITRON and FUSION-Studie
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1214854
Abstract der FISSION and NEUTRINO-Studie
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1214853

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 23. April 2013

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54160
administrator - Fr 28 Jun, 2013 11:32 pm
Titel: Hepatitis C Therapie - rasante Entwicklung
Hepatitis C Therapie - rasante Entwicklung

Die Entwicklung in der Hepatitis C-Therapie läuft rasant. Der Polymerasehemmer Sofosbuvir dürfte die Therapieoptionen bei der Hepatitis C bald weiter verbessern.
Im New England Journal of Medicine vom 16. Mai 2013 wurden gleich mehrere Studienergebnisse zu diesem Medikament publiziert. Die wichtigsten Resultate werden hier zusammengefasst.


Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 23. Mai 2013
http://www.infekt.ch/kategorien/aktuelles/2673-hepatitis-c-therapie---rasante-entwicklung.html
administrator - Sa 20 Jul, 2013 8:45 am
Titel: Der Ursprung des Hepatitis C Virus
Der Ursprung des Hepatitis C Virus

Hepatitis C Viren sind für Infektionen von über 185 Millionen Menschen auf der Welt verantwortlich, die unbehandelt zum Tod führen können. Der Ursprung des Erregers lag bislang im Dunkeln. Ein internationales Forscherteam unter Federführung von Virologen des Bonner Universitätsklinikums hat in einer aufwendigen evolutionsbiologischen Studie nun die mögliche Herkunft der Erreger in Nagetieren und Fledermäusen ausgemacht.

Publikation: Evidence for Novel Hepaciviruses in Rodents, PLOS Pathogens, DOI: 10.1371/journal.ppat.1003438

Universitätsklinikum Bonn - Pressemitteilung vom 25. Juni 2013
http://www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/156-2013
administrator - Fr 04 Okt, 2013 8:21 am
Titel: Hepatitis C: Curcumin erteilt Eintrittsverbot
Hepatitis C: Curcumin erteilt Eintrittsverbot

Der Farbstoff Curcumin wirkt krebshemmend. Forscher wiesen zudem nun nach, dass Curcumin ebenfalls gegen Hepatitis C Viren (HCV) wirkt: Der gelbe Farbstoff hindert die Viren daran, in die Leberzellen einzudringen.
Weltweit gelten etwa 130 Millionen Menschen als HCV-infiziert – in Deutschland leben ungefähr eine halbe Million Menschen mit dem Virus. “Das Hepatitis C Virus ist auf Leberzellen spezialisiert und eine chronische Leberinfektion mit dem HCV ist inzwischen die häufigste Ursache für Lebertransplantationen“, erklärt PD Dr. Eike Steinmann, Wissenschaftler am Institut für Experimentelle Virologie des TWINCORE Hannover.


Originalpublikation: Turmeric curcumin inhibits entry of all hepatitis C virus genotypes into human liver cells; Eike Steinmann et al.; Gut, doi: 10.1136/gutjnl-2012-304299; 2013
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23903236

Mehr unter: DocCheck news vom 27. August 2013
http://news.doccheck.com/de/24402/hepatitis-c-curcumin-hindert-viren-am-leberzelleintritt/
administrator - Fr 04 Okt, 2013 11:11 am
Titel: Hepatitis C: Bluter attackieren Bahr
Hepatitis C: Bluter attackieren Bahr

Noch immer blockiert die Bundesregierung eine Entschädigung der mit Hepatitis C infizierten Bluter. Die Betroffenen finden das Verhalten beschämend. Mehr als 5.000 Unterschriften hat die Deutsche Hämophiliegesellschaft gesammelt, um ihre Forderung nach einer Entschädigung der in den 1980er Jahren mit Hepatitis C infizierten Hämophilie-Kranken zu bekräftigen. Eine Übergabe dieser Unterschriften an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sei nach mehrmaligen Bitten gescheitert. In den 1970er und 1980er Jahren sind etwa 4500 Hämophilie-Kranke in den neuen und alten Bundesländern durch kontaminierte, nicht virusinaktivierte Gerinnungspräparate mit HIV und/oder HCV infiziert worden.

Mehr unter: Ärzte Zeitung vom 5. September 2013
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/article/845402/hepatitis-c-bluter-attakieren-bahr.html
administrator - Di 12 Nov, 2013 10:35 am
Titel: Hepatitis C
Hepatitis C

Zur Tripletherapie wurden von der französischen Arbeitsgruppe ANRS sogenannte „real life“ Daten von HIV/HCV-Koinfizierten vorgestellt. Mit ähnlichen Daten bei Monoinfizierten hatte die Gruppe bei den Hepatologen Furore gemacht, denn die Nebenwirkungsrate war hier insbesondere bei Zirrhotikern deutlich höher als in den Studien.

Bei den Koinfizierten scheint das nicht so zu sein. Der Vergleich von 114 Patienten unter Tripletherapie mit 208 Patienten unter konventioneller Behandlung zeigt nach 24 Wochen keine unerwarteten Nebenwirkungen. Zu Woche 24 waren 74% der Telaprevir- und 60% der Boceprevir-Patienten HCV-RNA negativ. Zirrhotiker sprachen schlechter an (60% und 50%). Ein virologisches HCV-Versagen wurde bei 10 Patienten unter Telaprevir und bei vier Patienten unter Boceprevir beobachtet (Poizot-Martin I et al., TUAB0102).

Akute HCV-Infektionen bei HIV-positiven MSM werden mittlerweile in jeder deutschen Großstadt beobachtet. Am Londoner Chelsea and Westminster Hospital wurde analysiert, wie viele Patienten sich nach Ausheilung einer akuten Hepatitis C erneut mit HCV infizierten. In den Jahren 2004 bis 2012 wurden 191 Fälle mit spontan ausgeheilter oder erfolgreich behandelter Hepatitis C dokumentiert. 145 davon hatten im Jahr zuvor negative Antikörper gegen HCV, d.h. es handelte sich um eine akute Hepatitis C. Von diesen 145 MSM infizierten sich im Lauf der Beobachtungszeit von zwei Jahren 32 erneut mit HCV – am häufigsten mit Genotyp 1. 4/27 Reinfektionen heilten von spontan aus, 27 Patienten wurden behandelt. Rechnerisch ergab sich daraus eine Reinfektionsrate von 7,8 pro 100 Personenjahre. Diese ist damit niedriger als die in Amsterdam beobachtete Reinfektionsrate von 15,2 pro 100 Personenjahre (Abb. 6) (Martin T et al., TUAB0101).

IAS KONFERENZ 2013 IN KUALA LUMPUR, MALAYSIA
Frühe Therapie ist besser
http://www.hivandmore.de/archiv/2013-3/fruehe-therapie-ist-besser.shtml
administrator - Di 12 Nov, 2013 10:37 am
Titel: Fibroscan zuverlässig
Fibroscan zuverlässig

Bislang war die Leberbiopsie und -histologie Leberbiopsie und -histologie Methode der Wahl zur Beurteilung des Schweregrads von Lebererkrankungen. Eine spanische Arbeit zeigt nun, dass der Fibroscan auch bei HIV/HCV-Koinfizierten die Progression der Lebererkrankung vergleichbar gut vorhersagen kann.

In der spanischen Studie wurden Daten von Koinfizierten in den Jahren 2005-2011 ausgewertet, bei denen sowohl eine Biopsie als auch ein Fibroscan durchgeführt wurde. 90% der Patienten waren antiretroviral behandelt, hatten Genotyp 1 oder 4. Zwei Drittel hatten eine Hepatitis C-Therapie hinter sich. 27% hatten eine F3 bzw. F4-Fibrose. Insgesamt wurden bei 12 Patienten Aszites, bei vier eine gastrointestinale Blutung und bei zwei eine hepatische Enzephalopathie beobachtet, wobei der Fibroscan insbesondere bei Zirrhose ein besserer Prädiktor war (Macías J et al., TUAB0103).

IAS KONFERENZ 2013 IN KUALA LUMPUR, MALAYSIA
Frühe Therapie ist besser
http://www.hivandmore.de/archiv/2013-3/fruehe-therapie-ist-besser.shtml
administrator - So 24 Nov, 2013 12:01 pm
Titel: Hepatitis C jetzt behandeln oder warten?
HIV / HCV: Hepatitis C jetzt behandeln oder auf bessere Medikamente warten?

Das ist die Frage, die wir uns im Moment bei jedem koinfizierten Patienten stellen müssen. Durch den neuen Therapiestandard bei HCV-Genotyp 1 (Tripletherapie mit Peginterferon / Ribavirin + Telaprevir oder Boceprevir) können schon heute deutlich mehr Personen mit chronischer Hepatitis C geheilt werden als bisher. Leider sind die Therapieregime kompliziert und die Behandlungskombination führt häufig zu erheblichen Nebenwirkungen. Bessere Medikamente diesbezüglich stehen kurz vor der Zulassung.

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 25. Oktober 2013
http://www.infekt.ch/kategorien/aktuelles/2698-hivhcv-koinfektion-hepatitis-c-jetzt-behandeln-oder-auf-bessere-medikamente-warten.html
administrator - So 24 Nov, 2013 12:03 pm
Titel: Muttermilch inaktiviert Hepatitis C Viren
Muttermilch inaktiviert Hepatitis C Viren

Darüber, dass Muttermilch in den ersten Lebensmonaten die beste Nahrung für Säuglinge ist, sind sich die Experten einig. Was jedoch tun, wenn die Mutter an einer Hepatitis C Virusinfektion leidet? Ist Breast dann immer noch best? Wissenschaftler des TWINCORE haben untersucht, was mit Hepatitis C Viren in der Muttermilch geschieht.

Mehr unter: TWINCORE – Pressemeldung vom 28. Oktober 2013
http://www.twincore.de/infothek-und-presse/mitteilungen/newsdetails/artikel/683/
administrator - Sa 18 Jan, 2014 7:21 pm
Titel: HIV & More Ausgabe 4 - Dezember 2013 erschienen
HIV & More Ausgabe 4

Dezember 2013

HIV, Hepatitis und Haft » Resistenztestung aus proviraler DNA » ART ohne Nukes und ohne PI? » Liver Meeting: Vorbereitung auf eine neue Ära » Neue Trends bei STI ... uvm.

Mehr unter: HIV & More vom Dezember 2013
http://www.hivandmore.de/archiv/2013-4/
administrator - Mo 10 Feb, 2014 11:05 am
Titel: Hepatitis C – Übertragung eher durch Tattoo als sexuell
Hepatitis C – Übertragung eher durch Tattoo als sexuell

Wir haben schon oft über die Übertragung des Hepatitis C Virus (HCV) spekuliert. Es gibt immer wieder Spekulationen, wonach HCV zu den sexuell übertragbaren Viren gehört. Eine Schweizer Untersuchung schafft erneut Klarheit. Wir wissen, dass HCV durch Blut und Blutprodukte, auch durch Instrumente welche schlecht sterilisiert wurden, häufig übertragen wird.

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 13. Januar 2014

http://infekt.ch/2014/01/hepatitis-c-uebertragung-eher-durch-tattoo-als-sexuell/
administrator - So 16 Feb, 2014 12:55 pm
Titel: Orale Therapie mit höchsten Heilungschancen
Hepatitis C: Orale Therapie mit höchsten Heilungschancen

Die Kombination aus Daclatasvir plus Sofosbuvir, zwei neue direkt wirkende DAA-Wirkstoffe, hat in einer randomisierten klinischen Studie im New England Journal of Medicine (2014; 370: 211-221) innerhalb von 24 Wochen fast alle Hepatitis C-Infektionen beseitigt. Die Therapie verspricht auch Patienten mit Genotyp 1, die auf die ersten beiden DAA-Medikamente nicht ansprachen, eine Heilung auch ohne die früheren Standardmedikamente Peg-Interferon alfa und Ribavirin.

Abstract der Studie im NEJM
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1306218

Siehe auch: Infektiologie St. Gallen: Ein weiterer Schritt zur Interferon-freien Hepatitis C Therapie
http://infekt.ch/2014/01/ein-weiterer-schritt-zur-interferon-freien-hepatitis-c-therapie/

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 16. Januar 2014
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57234
administrator - So 16 Feb, 2014 12:58 pm
Titel: Neues Hepatitis C Medikament Sovaldi in Europa zugelassen
Neues Hepatitis C Medikament Sovaldi in Europa zugelassen

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat heute das Medikament Sovaldi (Sofosbuvir) zur Therapie der chronischen Hepatitis C Infektion zugelassen. Hepatitis C: Neue Therapiemöglichkeiten für wenige? Die Substanz Sofosbuvir wird entweder nur mit Ribavirin oder mit Ribavirin und Interferon kombiniert. Damit ist für manche Patienten mit Hepatitis C erstmals eine Therapie ohne Interferon möglich. Auch die Behandlungsdauer verkürzt sich in vielen Fällen auf entweder nur 12 oder 24 Wochen.

Mehr unter: Deutsche Aids-Hilfe vom 18. Januar 2014
http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/neues-hepatitis-c-medikament-sovaldi-sofosbuvir-europa-zugelassen
administrator - So 16 Feb, 2014 12:59 pm
Titel: HCV: Neue Wirkstoffe stoppen das Virus
HCV: Neue Wirkstoffe stoppen das Virus

Patienten mit Hepatitis C haben jetzt bessere Aussichten auf Heilung. Denn die modernen Medikamente hindern das Virus daran, sich zu vermehren; sie blockieren damit die chronische Entzündung der Leber. Dank neuer Wirkstoffe haben Betroffene mit Hepatitis C jetzt eine bessere Aussicht auf Heilung. Denn neue Medikamente verhindern die Vermehrung des Virus und blockieren damit die chronische Entzündung der Leber.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 21. Januar 2014
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/default.aspx?sid=853494&cm
administrator - So 23 Feb, 2014 2:24 pm
Titel: Hepatitis C ist auch sexuell übertragbar
Hepatitis C ist auch sexuell übertragbar

Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass Hepatitis C nur durch Blut übertragen wird. Nun belegt eine neue Studie: Man kann sich auch beim Geschlechtsverkehr anstecken. Bis vor wenigen Jahren herrschte die Lehrmeinung, dass Hepatitis C (HCV) nur über Blut übertragen wird – durch Bluttransfusionen oder den Austausch von Drogenspritzen. Nun entdeckten Forscher des Universitätsspitals Zürich, dass nicht nur intravenös Drogen konsumierende, sondern auch immer mehr HIV-Patienten an Hepatitis C erkrankten.

Orginalartikel: International Journal of Epidemiology
http://ije.oxfordjournals.org/content/early/2014/01/22/ije.dyt276.abstract

Mehr unter: 20 Minuten vom 3. Februar
http://www.20min.ch/wissen/news/story/Hepatitis-C-ist-auch-sexuell-uebertragbar-27796160
administrator - So 02 März, 2014 12:20 pm
Titel: Gilead beantragt Zulassung für das erste Kombi-Medikament ge
Gilead beantragt Zulassung für das erste Kombi-Medikament gegen HCV

Gilead Sciences hat den Zulassungsantrag für ein Kombinationsmedikament zur Behandlung chronischer Hepatitis C Infektionen (Genotyp 1) bei der US-amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde FDA eingereicht. Dies gab das Pharma-Unternehmen gestern in einer Pressemitteilung bekannt. Das Kombipräparat, bestehend aus den Wirkstoffen Sofosbuvir und dem NS5A-Inhibitor Ledipasvir, muss nur einmal täglich als Tablette eingenommen werden.

Quelle: Pressemitteilung: „Gilead Files for U.S. Approval of Ledipasvir / Sofosbuvir Fixed-Dose Combination Tablet for Genotype 1 Hepatitis C“
http://www.gilead.com/news/press-releases/2014/2/gilead-files-for-us-approval-of-ledipasvirsofosbuvir-fixeddose-combination-tablet-for-genotype-1-hepatitis-c

Mehr unter: Deutsche Aids-Hilfe vom 11. Februar 2014
http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/gilead-beantragt-zulassung-fuer-das-erste-kombi-medikament-gegen-hepatitis-c
administrator - So 13 Apr, 2014 10:46 am
Titel: HIV/Hepatitis C Koinfektion
HIV/Hepatitis C Koinfektion

HIV/Hepatitis C Koinfektion: Review zu Medikamenteninteraktionen mit den neuen HCV-Medikamenten (DAA’s). Ein Review zu pharmakokinetischen Interaktionen von Direct-Acting Antivirals gegen Hepatits C mit antiretroviralen Medikamenten soll dem Kliniker bei der Therapieplanung weiterhelfen. Am meisten Daten gibt es zur ersten Generation der Proteasehemmer Boceprevir und Telaprevir.

Literaturangaben: Karageorgopoulos DE et al.; Curr Opin Infect Dis 2014
http://pt.wkhealth.com/pt/re/lwwgateway/landingpage.htm;jsessionid=TKbQpwB3g72JFxQjtVPnTsfbDRQmtGGMYFyLXxnnKMgfGZhpwMST!1354214353!181195628!8091!-1?sid=WKPTLP:landingpage&an=00001432-201402000-00006

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 26. März 2014
http://infekt.ch/2014/03/hivhepatitis-c-koinfektion-review-zu-medikamenteninteraktionen-mit-den-neuen-hcv-medikamenten-daas/
administrator - Do 17 Apr, 2014 9:39 pm
Titel: Hepatitisviren in Europa tödlicher als HIV
Hepatitisviren in Europa tödlicher als HIV

In Europa sterben zehnmal mehr Menschen an den Folgen einer Virushepatitis als an Aids. Dies geht aus einer Analyse der Global Burden of Disease Study (GBD) hervor, die auf dem International Liver Congress in London vorgestellt wurde.

Während heute die meisten HIV-Infizierten in Europa rechtzeitig behandelt werden, bleiben Infektionen mit Hepatitis B oder C oft unerkannt, bis es zu einer schweren Leberzirrhose oder zum hepatozellulären Karzinom gekommen ist. Wie Laurent Castera vom Hôpital Beaujon in Paris in den Daten der GBD recherchiert hat, starben 2010 in der Europäischen Union fast 90.000 Menschen an den Folgen einer chronischen Virushepatitis. Davon entfielen 57.000 auf die Hepatitis C und 31.000 auf die Hepatitis B. Demgegenüber gab es „nur“ 8.000 Todesfälle an HIV/Aids.


16.4.14
http://www.aerzteblatt.de/blog/58327
administrator - Do 01 Mai, 2014 8:43 am
Titel: Hohe Ansprechraten/orale Kombinationstherapie bei HCV/HIV
Hohe Ansprechraten bei oraler Kombinationstherapie bei HCV/HIV

In der noch laufenden Phase-II-Studie C-WORTHY sprachen Patienten mit Hepatitis C vom Genotyp 1, die mit HIV koinfiziert waren, vergleichbar gut auf die orale interferonfreie Kombination aus MK-5172 (NS3/4A-Proteasehemmer) und MK-8742 (NS5A-Replikationskomplex-Hemmer) an wie Patienten mit einer HCV-Monoinfektion vom Genotyp 1.

Mehr unter: Pressemeldung MSD - Journalmed vom 3. April 2014
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=42818
administrator - Mo 05 Mai, 2014 8:41 am
Titel: WHO veröffentlicht erste Hepatitis C Leitlinien
WHO veröffentlicht erste Hepatitis C Leitlinien

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat heute Leitlinien zur Prävention, Diagnostik und Behandlung der chronischen Hepatitis C veröffentlicht. Die WHO fordert globalen Zugang zur HCV-Behandlung. Ziel ist, die Behandlung und Versorgung für Menschen mit Hepatitis C zu verbessern und Todesfälle infolge von Leberzirrhosen und Leberkrebs zu verringern.

Weitere Informationen: WHO: Guidelines for the screening, care and treatment of persons with hepatitis C infection
http://who.int/hiv/pub/hepatitis/hepatitis-c-guidelines/en/

Mehr unter: Deutsche Aids-Hilfe vom 10. April 2014
http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/who-veroeffentlicht-erste-hepatitis-c-leitlinien
administrator - So 11 Mai, 2014 3:23 pm
Titel: Hepatitisviren in Europa tödlicher als HIV
Hepatitisviren in Europa tödlicher als HIV

In Europa sterben zehnmal mehr Menschen an den Folgen einer Virushepatitis als an Aids. Dies geht aus einer Analyse der Global Burden of Disease Study (GBD) hervor, die auf dem International Liver Congress in London vorgestellt wurde. Während heute die meisten HIV-Infizierten in Europa rechtzeitig behandelt werden, bleiben Infektionen mit Hepatitis B oder C oft unerkannt, bis es zu einer schweren Leberzirrhose oder zum hepatozellulären Karzinom gekommen ist.

Zum Thema: Pressemitteilung der EASL
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2014-04/eaft-vhm041014.php

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 16. April 2014
http://www.aerzteblatt.de/blog/58327/Hepatitisviren-in-Europa-toedlicher-als-HIV
administrator - So 11 Mai, 2014 3:28 pm
Titel: Internationaler Leberkongress London
The International Liver Congress

Amsterdam, 24.-28. April 2013 - Der Internationale Leberkongress wird spannend werden. Erwartet werden Ergebnisse großer klinischer Studien, neue Details aus bekannten Studien sowie ein Blick in die Zukunft. Wir berichten wie gewohnt live vom Kongress.

- Sofosbuvir/Ribavirin bei dekompensierter Zirrhose
- 3DAA-Kombination heilt Zirrhotiker
- HCV-Therapie bei schwer Kranken
- COSMOS: Simeprevir/Sofosbuvir bei GT1 Nullresponder
- Sofosbuvir/Ledipasvir nach Sofosbuvir/Ribavirin-Versagen
- ION-1: Sofosbuvir/Ledipasvir bei GT1 ohne Vortherapie
- Neue EASL Guidelines
- 3DAA-Regime nach Therapieversagen
- Sofosbuvir/Ledipasvir bei HIV/HCV-Koinfektion
- Tripletherapie mit Simeprevir nach Relaps


Mehr unter: HIV and More April 2014
http://www.hivandmore.de/kongresse/easl2014/
administrator - So 15 Jun, 2014 10:24 am
Titel: Interferonfreie Hepatitis C-Therapie
Interferonfreie Hepatitis C-Therapie – die Zukunft hat angefangen

Im New England Journal of Medecine erscheinen wissenschaftlichen Publikationen zu neuen Interferon-freien Hepatitis C-Therapien aktuell im Wochentakt. Hier der Versuch eines Überblicks. Interferonfreie Behandlungsregime mit Kombinationen aus neuen HCV-Medikamenten (sog. DAA’s) dürften schon bald zum Therapiestandard werden. Größtes Hindernis für einen breiten Einsatz sind im Moment noch die hohen Kosten. Sofosbuvir ist in der Schweiz bereits zur Behandlung zugelassen.

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 23. Mai 2014
http://infekt.ch/2014/05/interferon-freie-hepatitis-c-therapie-die-zukunft-hat-angefangen/
administrator - Sa 12 Jul, 2014 11:39 pm
Titel: Virusinfektion unterstützt Organakzeptanz
Virusinfektion unterstützt Organakzeptanz

Chronische Infektionen mit dem Hepatitis C Virus gehören zu den häufigsten Gründen für Lebertransplantationen. Weil die vorhandenen Viren auch die neue Leber infizieren, ist das Immunsystem dort hochaktiv. Trotzdem wird das neue Organ nicht abgestoßen, wie Wissenschaftler vom Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München (TUM) jetzt herausfanden. Dabei erhöht eine dauerhafte Stimulation des angeborenen Immunsystems durch das Virus sogar die Wahrscheinlichkeit der Toleranz.

Originalpublikation: HCV-induced immune responses influence the development of operational tolerance following liver transplantation in humans, Science Translational Medicine, 2014. DOI: 10.1126/scitranslmed.3008793
http://stm.sciencemag.org/content/6/242/242ra81

Siehe auch Ärzte Zeitung: Hepatitis C soll vor Abstoßung schützen
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/article/864057/lebertransplantation-hepatitis-c-soll-abstossung-schuetzen.html

Mehr unter: Technische Universität München / Helmholtz Zentrum München – Pressemeldung vom 26. Juni 2014
http://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/kurz/article/31628/
administrator - Mi 01 Okt, 2014 10:27 pm
Titel: Hepatitis C wird zum Männer-Problem
Hepatitis C wird zum Männer-Problem

In Deutschland sind 2013 wieder mehr Menschen registriert worden, die sich neu mit Hepatitis C infiziert haben. Bei der Inzidenz gibt es aber regionale Unterschiede, wie das RKI berichtet. Weltweit sind nach Schätzungen der WHO 130 bis 150 Millionen Menschen chronisch mit Hepatitis C infiziert. Die regionalen Unterschiede sind allerdings enorm. Deutschland gehört mit 0,3 Prozent zu den Niedrigprävalenz-Regionen der Hepatitis C. Doch man muss von einer weitaus höheren Dunkelziffer ausgehen.

Ärztezeitung vom 7.August 2014
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/article/866275/rki-hepatitis-c-maenner-problem.html
administrator - Mo 13 Okt, 2014 10:58 pm
Titel: Hepatitis C: Profite, Politik und Prävention
Hepatitis C: Profite, Politik und Prävention

Ein Gespenst geht um in Europa: die Überlastung des Gesundheitssystems durch das neue, sehr effektive, aber auch teure Hepatitis C Medikament Sovaldi (Wirkstoff: Sofosbuvir). Deutsche Krankenkassen malen den Kollaps an die Wand, weil die Anträge auf Behandlung mit dem teuren Medikament die Budgets zu sprengen drohten. In der Schweiz und den USA kursieren Empfehlungen, nur die Kränkesten der Kranken zu behandeln, während Vertreter von Patienteninteressen die Pharmaindustrie anklagen, Profitinteressen über das Leben von Millionen Menschen zu stellen.

Weitere Informationen:
Virushepatitis C im Jahr 2013 (Epidemiologisches Bulletin 31/2014 des Robert-Koch-Instituts vom 4. August 2014)
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2014/Ausgaben/31_14.pdf?__blob=publicationFile

Aktuelle Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungsstörungen und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und des Berufsverbands Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands (bng) zur Therapie der chronischen Hepatitis C
http://www.dgvs.de/leitlinien/aktuelle-empfehlungen/aktuelle-empfehlung-der-dgvs-zur-therapie-der-chronischen-hepatitis-c/

DAH blog magazin.hiv vom 21. August 2014
http://blog.aidshilfe.de/2014/08/21/hepatitis-c-profite-politik-und-praevention/
administrator - So 26 Okt, 2014 9:17 pm
Titel: Neue HCV-Medikamente: Tipps für Patienten
Neue HCV-Medikamente: Tipps für Patienten

Neue Medikamente für chronisch Hepatitis C Infizierte ermöglichen erstmals sogar eine interferon- und oftmals auch Ribavirin-freie Therapie. Trotzdem zögern viele Ärzte, sie zu verschreiben – oft aus Angst vor Regressforderungen. Die Präparate Sovaldi, Daklinza, Olysio und bald auch Harvoni bedeuten für viele Patienten mit chronischer Hepatitis C eine kürzere und nebenwirkungsärmere Behandlung mit größeren Erfolgschancen als bei der bisherigen Standardtherapie.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 26. September 2014
http://blog.aidshilfe.de/2014/09/26/neue-hcv-medikamente-tipps-fuer-patienten/
administrator - So 09 Nov, 2014 8:37 pm
Titel: Hepatitis C Medikament Harvoni erhält US-Zulassung
Hepatitis C Medikament Harvoni erhält US-Zulassung

Chronische Hepatitis C bei Erwachsenen kann künftig mit nur einer Tablette am Tag behandelt werden. Das Pharmaunternehmen Gilead Sciences hat für sein neues Präparat Harvoni die offizielle Zulassung für den Verkauf in den USA erhalten. Anders als bei dem im Januar 2014 zugelassenen Sovaldi (Sofosbuvir) muss bei Harvoni, einem Kombinationspräparat aus Sofosbuvir und dem NS5A-Inhibitor Ledipasvir, nicht zusätzlich eines der bisher eingesetzten HCV-Medikamente Interferon oder Ribavirin eingenommen werden.

Mehr unter: Deutsche Aids-Hilfe vom 14. Oktober 2014
http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/hepatitis-c-medikament-harvoni-erhaelt-us-zulassung
administrator - So 09 Nov, 2014 8:53 pm
Titel: Experten sehen akuten Handlungsbedarf im Kampf gegen Hepatit
Experten sehen akuten Handlungsbedarf im Kampf gegen Hepatitis C

Mit der Veröffentlichung einer „Berliner Erklärung“ ging heute in Berlin die Europäische Konferenz zum Thema Hepatitis C zu Ende. Die zentrale Botschaft der Unterzeichner: „Hepatitis C ist ein großes globales Gesundheitsproblem. Es ist Zeit zu handeln!“ Den Experten zufolge sind die europaweit rund neun Millionen Menschen mit einer chronischen Hepatitis C nur unzureichend versorgt.

Siehe auch: Deutsche Leberstiftung startet Hepatitis C Register
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/60474/Deutsche-Leberstiftung-startet-Hepatitis-C-Register

Siehe auch: Verordnungszahlen für neue Hepatitis C Medikamente schnellen in die Höhe
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/60454/Verordnungszahlen-fuer-neue-Hepatitis-C-Medikamente-schnellen-in-die-Hoehe

Siehe auch Deutsche Apotheker Zeitung: Berliner Erklärung Hepatitis C: Zeit zu handeln
http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/spektrum/news/2014/10/24/hepatitis-c-zeit-zu-handeln/14141.html

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 24. Oktober 2014
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/article/870246/hepatitis-c-tipps-neue-behandlungsmethoden.html
administrator - Mo 08 Dez, 2014 11:18 pm
Titel: Hepatitis C Behandlung „Ein ewiges Hin und Her!“
Hepatitis C Behandlung „Ein ewiges Hin und Her!“

Aus Angst vor Regressforderungen der Krankenkassen scheuen sich Ärzte, chronisch Hepatitis C Infizierten die neuen, sehr effektiven, aber enorm teuren Medikamente zu verschreiben. Andreas Bemeleit hat das erlebt – und ließ nicht locker. Gemeinsam mit seiner Frau hat Andreas Bemeleit im Jahr 2010 das Netzwerk Robin Blood gegründet, das sich für die Entschädigung der HIV- und HCV-Infizierten einsetzt, die in den 1980er-Jahren durch Blutprodukte infiziert wurden.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 19. November 2014
http://blog.aidshilfe.de/2014/11/19/ein-ewiges-hin-und-her/
administrator - So 21 Dez, 2014 10:59 pm
Titel: Normale Lebenserwartung nach erfolgreicher HCV-Behandlung
Normale Lebenserwartung nach erfolgreicher HCV-Behandlung

Normale Lebenserwartung trotz fortgeschrittenem Leberschaden nach erfolgreicher Hepatitis C-Behandlung. Eine kürzlich im JAMA publizierte Studie untersuchte das Überleben von Patienten mit chronischer Hepatitis C und fortgeschrittenem Leberschaden (schwere Fibrose oder Zirrhose) nach erfolgter Hepatitis C Therapie.

War die Hepatitis C-Behandlung erfolgreich (sustained virologic response = SVR) zeigten die Patienten ein vergleichbares Überleben wie die Normalbevölkerung. Patienten ohne SVR zeigten hingegen eine deutlich höhere Mortalität.

Literatur: JAMA Network | JAMA | Life Expectancy in Patients With Chronic HCV Infection and Cirrhosis Compared With a General Population
http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1930807

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 21. November 2014
http://infekt.ch/2014/11/normale-lebenserwartung-trotz-fortgeschrittenem-leberschaden-nach-erfolgreicher-hepatitis-c-behandlung/
administrator - So 28 Dez, 2014 10:59 am
Titel: HIV: Chancen für Befreiung von Hepatitis C
HIV: Chancen für Befreiung von Hepatitis C

Mit der Zulassung direkt antiviraler Substanzen gegen Hepatitis C Viren (HCV) haben für Patienten mit HIV/HCV-Koinfektion die Hepatitis-Heilungschancen deutlich zugenommen. Etwa 15 Prozent aller HIV-Infizierten in Deutschland haben außerdem eine chronische Hepatitis C, berichten Dr. Susanne Wiebecke vom Universitätsklinikum Würzburg und ihre Kollegen. Bislang war deren Prognose schlecht. Denn die HIV-Infektion beschleunigt den Verlauf der Hepatitis.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 27. November 2014
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/default.aspx?sid=874170
administrator - Mi 14 Jan, 2015 11:34 am
Titel: Hepatitis: Heilung schon nach sechs Wochen möglich
Hepatitis: Heilung schon nach sechs Wochen möglich

Bethesda – Die Einführung neuer direkt antiviral wirksamer Medikamente erhöht nicht nur die Heilungschancen der Patienten, sie verkürzt auch die Therapie, deren Dauer nach den Ergebnissen einer Phase 2b-Studie im Lancet (2015; doi: 10.1016/S0140-6736(14)61228-9) auf sechs Wochen verkürzt werden könnte.

13.1.15
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/61431
administrator - Mo 19 Jan, 2015 2:40 pm
Titel: Indien verweigert Gilead Patent für Hepatitis-C-Medikament S
Indien verweigert Gilead Patent für Hepatitis-C-Medikament Sovaldi

Presseberichten zufolge hat die indische Patentbehörde am Dienstag den Antrag auf Patentschutz für das Hepatitis-C-Medikament Sovaldi (Sofosbuvir) des Pharmaunternehmens Gilead Sciences abgelehnt.

Damit ist für indische Produzenten der Weg frei, preisgünstigere Nachahmerpräparate des Arzneimittels, sogenannte Generika, legal herzustellen und zu vertreiben.

Gilead scheiterte an einer Regelung im indischen Patentrecht, wonach ein Präparat eine erhebliche Verbesserung gegenüber einer schon bekannten Substanz darstellen muss. Ein „geringfügiges verändertes Molekül“ müsse „eine signifikant gestiegene therapeutische Effektivität“ zeigen, so das Patentamt laut Wall Street Journal in seiner Begründung zur Entscheidung. Der indische Generikahersteller Natco Pharma und die New Yorker Non-Profit-Organisation Initiative for Medicines, Access & Knowledge (I-MAK.org) hatten gegen den Patentantrag von Gilead Einspruch erhoben und sich dabei auf die entsprechende Regelung berufen.

http://blog.aidshilfe.de/2015/01/15/indien-verweigert-gilead-patent-fuer-hepatitis-c-medikament-sovaldi/
administrator - Sa 24 Jan, 2015 12:07 am
Titel: IQWiG: Kein Zusatznutzen für Daclatasvir
IQWiG: Kein Zusatznutzen für Daclatasvir

Zur Behandlung von Erwachsenen mit einer chronischen Hepatitis-C-Infektion steht seit August 2014 Daclatasvir (Daklinza®) zur Verfügung. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat nun seine Nutzenbewertung bekannt gegeben: Gemäß seiner Methodik erkennt es für die Genotypen 1-4 keinen Zusatznutzen an.

Deutsche-Apotheker-Zeitung vom 2. Dezember 2014
http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/news/2014/12/02/kein-zusatznutzen-fuer-daclatasvir/14489.html
administrator - So 01 Feb, 2015 3:03 pm
Titel: Die Hepatitis C Therapie Revolution
Neuer HIV-Report erschienen: Die Hepatitis C Therapie Revolution

Themen: Prävention | Übertragung | Diagnostik | Therapie | Bedeutung der Genotypen | Optionen und Barrieren in der Behandlung | Zulassung, Verordnung und Preisbildung bei Medikamenten | Priorisierung oder Rationierung?

Download HIV-Report 5 / 2014
http://www.hivreport.de/sites/default/files/ausgaben/2014_05_HIVreport.pdf

Mehr unter: Deutsche Aids-Hilfe - HIV-Report 5/2014
http://www.hivreport.de/
administrator - Mo 23 Feb, 2015 11:12 pm
Titel: Weiteres Hepatitis C Kombimedikament in der EU zugelassen
Weiteres Hepatitis C Kombimedikament in der EU zugelassen

Die EU-Kommission ist der Empfehlung des Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Zulassungsbehörde (CHMP) gefolgt und hat AbbVies Medikamentenkombination Viekirax® + Exviera® für die Hepatitis-C-Behandlung genehmigt. Dies gab das Pharmaunternehmen heute in einer Pressemitteilung bekannt.
Das Präparat Viekirax®, bestehend aus den Wirkstoffen Ombitasvir und Paritaprevir sowie dem Wirkverstärker Ritonavir, wird zusammen mit dem separat zu verabreichenden nukleosidischen Polymeraseinhibitor Dasabuvir (Exviera®) angewendet.


Quelle: (engl.) Pressemitteilung von AbbVie
http://abbvie.mediaroom.com/2015-01-16-European-Commission-Grants-Marketing-Authorizations-for-AbbVies-VIEKIRAX-ombitasvir-paritaprevir-ritonavir-tablets-EXVIERA-dasabuvir-tablets-for-the-Treatment-of-Chronic-Hepatitis-C

Mehr unter: Deutsche Aids-Hilfe vom 16. Januar 2015
http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/weiteres-hepatitis-c-kombimedikament-der-eu-zugelassen
administrator - Mo 23 Feb, 2015 11:53 pm
Titel: Hepatitis C: Auswirkungen auf das Gehirn?
Hepatitis C: Auswirkungen auf das Gehirn?

Patienten mit einer chronischen Hepatitis C leiden gehäuft unter Depressionen, Angststörungen und chronischer Müdigkeit. In der CHARTER-Studie wurde die neurokognitive Leistung bei HIV-/Hepatitis C koinfizierten Patienten untersucht. Neurokognitive Einschränkungen sind bei HIV-Patienten auch unter antiretroviraler Therapie häufig. Ausmaß und Ursachen werden in der CHARTER-Studie untersucht. Ca. 30 Prozent der HIV-Patienten sind mit Hepatitis C koinfiziert.

Mehr zu HCV: RKI Ratgeber
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HepatitisC/HepatitisC.html

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 21. Januar 2015
http://infekt.ch/2015/01/hepatitis-c-auswirkungen-auf-das-gehirn/
administrator - Fr 10 Apr, 2015 8:16 pm
Titel: Die Hepatitis-C-Therapie-Revolution
Die Hepatitis-C-Therapie-Revolution

http://www.hivreport.de/
administrator - Di 21 Apr, 2015 11:20 pm
Titel: Wechselwirkung von HCV Medikamenten mit Herzmitteln
Wechselwirkung der HCV Medikamente Harvoni und Sovaldi mit Herzmittel

Gilead Sciences hat eine Warnung zum Einsatz von Sovaldi und Harvoni ausgesprochen. Wechselwirkung entdeckt: lebensbedrohliche Verlangsamung der Herzfrequenz. Bei der gemeinsamen Einnahme mit Amiodaron, einem Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, könne es zu einer lebensbedrohlichen Verringerung der Herzfrequenz kommen, teilte der US-Pharmakonzern am 20. März mit.

Mitteilung von Gilead vom 20. 3. 2015 (PDF)
http://assets.fiercemarkets.net/public/lifesciences/SVD+HVN+-+DHCP+Letter+20March15+-+FINAL%20(1).pdf

Mehr unter: Deutsche Aids-Hilfe vom 26. März 2015
http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/gefaehrliche-wechselwirkung-der-hepatitis-c-medikamente-harvoni-und-sovaldi-mit-
administrator - Mi 29 Apr, 2015 9:28 pm
Titel: Neuer HIV Report: Hepatitis C: medizinische Versorgung aktue
Neuer HIV Report: Hepatitis C: medizinische Versorgung aktuell

Im Februar diesen Jahres wurden neue Therapieleitlinien für die Behandlung der Hepatitis C veröffentlicht, die eine interferonfreie Therapie als Standardbehandlung empfehlen – ein großer Schritt in die richtige Richtung. Leider gibt es noch Hürden in der Umsetzung der Leitlinien. Denn die hohen Kosten der neuen Therapien führen dazu, dass Ärztinnen und Ärzte äußerst vorsichtig mit der Verordnung sind. Im aktuellen HIV-Report stellen wir die Leitlinien vor und beschreiben, welche Möglichkeiten und Barrieren es in der Versorgung gibt.

Download: HIV Report HCV (pdf)
http://www.hivreport.de/sites/default/files/ausgaben/2015_01_HIVreport.pdf

PREP 2015: Wirksamkeit & Verfügbarkeit

Der neue HIV Report der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. zur Prä-Expositionsprophylaxe mit den Themen:Wirksamkeit der PrEP, Verträglichkeit der PrEP, Zugang und Kosten, Die Zukunft, FAQ: Häufige Fragen zur PrEP, ist erschienen.

Mehr unter: HIV Report vom 11. April 2015
http://www.hivreport.de/de
administrator - So 17 Mai, 2015 12:53 pm
Titel: Neue HCV Arzneimittel - Zusatznutzen bei bestimmten Patiente
Neue HCV Arzneimittel - Zusatznutzen bei bestimmten Patienten

Sovaldi® (Sofosbuvir) machte im Februar 2014 den Anfang – seitdem wächst die Zahl neuer Hepatitis-C-Arzneimittel beständig. Seit Januar 2015 stehen auch die feste Wirkstoffkombination von Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir (Viekirax®) sowie der Wirkstoff Dasabuvir (Exviera®) des Herstellers Abbvie zur Verfügung. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat jetzt überprüft, ob die Präparate gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bieten. Bejaht hat es das nur für einige Untergruppen – und selbst in diesen sei das Ausmaß des Zusatznutzens unklar.

Mehr unter: Deutsche Apotheker Zeitung vom 5. Mai 2015
http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/news/2015/05/05/zusatznutzen-bei-bestimmten-patienten/15683.html
administrator - Di 16 Jun, 2015 11:18 pm
Titel: Hohe Rate von Hepatitis C bei Drogensucht
Hohe Rate von Hepatitis C bei Drogensucht

Hepatitis- und HIV-Infektionen treten bei Drogenabhängigen häufig auf, belegt eine neue Studie. Erste Ergebnisse der Studie "Drogen und chronische Infektionskrankheiten" (DRUCK) hat jetzt das Robert Koch-Institut (RKI) publiziert. Danach sind von den langjährigen Drogenabhängigen in Deutschland 23 bis 54 Prozent chronisch mit Hepatitis C infiziert.

Siehe auch RKI: DRUCK-Studie − Drogen und chronische Infektionskrankheiten
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/Studien/DRUCK-Studie/DruckStudie.html?nn=5810644

Link: Epidemiologischen Bulletin (22/2015) des Robert Koch-Instituts mit den Ergebnissen der DRUCK-Studie
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2015/22/Art_01.html;jsessionid=3E3E7130A8F5FCBDAAE797C3C6C88EFB.2_cid381

Mehr unter: Ärztezeitung vom 4. Juni 2015
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/suchtkrankheiten/article/887409/robert-koch-institut-hohe-rate-hepatitis-c-drogensucht.html
administrator - Mo 13 Jul, 2015 9:39 am
Titel: Hepatitis und Sexualität
Hepatitis und Sexualität

Laut WHO ist Sexualität ein menschliches Grundbedürfnis und sexuelle Gesundheit ein grundlegendes Menschenrecht. Daher lautet die Empfehlung der WHO aus dem Jahr 2000: „Sexuelle Gesundheit muss integraler Bestandteil jeder ärztlichen Behandlung sein.“ In der Realität sprechen aber wenige Kollegen ihre Patienten auf deren sexuelle Gesundheit an. 46% meinen, dass sie zu wenig Zeit dafür hätten, und 54% haben den Eindruck, dass sie über zu wenig sexualmedizinisches Wissen verfügen, um mit dem Thema umgehen zu können.

Mehr unter: Universimed 2015
http://infektiologie-hygiene.universimed.com/artikel/hepatitis-und
administrator - Mo 20 Jul, 2015 1:59 pm
Titel: Pharmakologie und Resistenz
Pharmakologie und Resistenz

„In Bezug auf Wechselwirkungen gab es in letzter Zeit einige spektakuläre Fälle:

- Die Gabe von geboosteten HIV-Medikamenten (Kaletra ®, Prezista®/r, Reyataz®/r, Stribild ® und bestimmten Kortison-artigen Medikamenten (Dexamethason, Fluticason, Budesonid, Triameinolon) - egal ob als Tablette, inhaliert oder injiziert - kann zu einer massiven Verstärkung der Kortison-+Wirkung bis hin zum Cushing-Syndrom führen.

- Tenofovir (Viread® und in Truvada ®, Atripla ®, Eviplera®, Stribild® enthalten) kann zusammen mit dem beliebten Schmerzmittel Diclofenac in bis zu 15 % der Fälle Nierenschäden auslösen.

- Oxarbazepin führt zu einem Wirkverlust aller neuen Medikamente gegen Hepatitis-C.

Bei der Resistenztestung gibt es neue Methodne, die nicht nur ein Virusgenom untesuchen, sondern mehrere 1.000 bis 10.000 gleichzeitig. Damit kann man auch Resistenzmutationen fetstellen, die nur bei sehr wenigen Viren vorkommen. Allerdings ist die Interpretation dieser Befunde noch unklar. Wahrscheinlich wird man die Resistenzdaten zusammen mit Wirkstoffspiegeln und Daten zur klinischen Wirksamkeit kombinieren müssen, um ein funktionierendes Modell zu bekommen.

Quelle: Neues aus der Grundlagenforschung - Bericht vom Deutsch-Österreichischen Aids-Kongesss in Düsseldorf 24.-27. Juni 2015
In Projekt Information Nr. 4/2015
administrator - Mo 31 Aug, 2015 10:22 pm
Titel: Heilung für (fast) alle!
Heilung für (fast) alle!

Die 50. Jahrestagung der EASL stand ganz im Zeichen des Erfolges der Hepatitis C Therapie. Nahezu alle Patientengruppen können geheilt werden, und zwar meist innerhalb von 12 Wochen und auch unter Alltagsbedingungen. Durch die zweite Welle direkt antiviraler Medikamente soll die Behandlung noch effektiver, einfacher und kürzer werden.

Mehr unter: HIV and More August 2015
http://www.hepatitisandmore.de/archiv/2015-1/heilung-fuer-fast-alle.shtml
administrator - Do 03 Dez, 2015 10:06 pm
Titel: Spontane Hepatitis C Heilung bei MSM
Spontane Hepatitis C Heilung bei Männern die Sex mit Männern haben

Muss eine akute Hepatitis C behandelt werden. Ein schwierige Frage in Anbetracht der hohen Kosten der neuen (Interferonfreien) Therapien. Nach der Infektion mit dem Hepatitis C-Virus (HCV) kommt es in ca. 25 Prozent (11 bis 49 Prozent) zu einer spontanen Elimination des Virus. Dies geschieht meist innert 6 Monate. Folgende Faktoren sind mit einer erhöhten HCV Clearence assoziiert: Weibliches Geschlecht, IL28B CC-Genotyp, symptomatische Infektion (Ikterus, hohe Transaminsen). Bei HIV-Koinfektion ist hingegen die spontane Viruselimination seltener.

Literatur: Spontaneous Clearance of the Hepatitis C Virus Among Men Who Have Sex With Men
http://cid.oxfordjournals.org/content/61/9/1381

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 29. Oktober 2015
http://infekt.ch/2015/10/spontane-hepatitis-c-heilung-bei-maennern-die-sex-mit-maennern-haben-msm/
administrator - Fr 04 Dez, 2015 9:11 pm
Titel: FDA-Warnung für Hepatitis C Mittel Viekirax und Exviera
FDA-Warnung für Hepatitis C Mittel Viekirax und Exviera

Nicht nur bei schwerer, sondern auch bei mittelschwerer Leberfunktionseinschränkung gelten in den USA die Kombinationen Viekirax und Exviera in der Therapie einer chronischen Hepatitis C als kontraindiziert. Die FDA reagiert damit auf Schadensmeldungen. Derzeit noch offen ist, wie die EMA die Daten bewertet.

Mehr unter: Deutsche Apotheker Zeitung vom 6. November 2015
http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/news/2015/11/06/fda-warnung-fuer-hepatitis-c-mittel-viekirax-und-exviera/17097.html
administrator - So 24 Jan, 2016 7:07 pm
Titel: Möglicher Ansatzpunkt für Hepatitis C Impfung gefunden
Möglicher Ansatzpunkt für Hepatitis C Impfung gefunden

Bevor ein Virus im Körper bekämpft werden kann, muss das Immunsystem es erkennen. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg haben nun bei einem entscheidenden Zelltyp nachgewiesen, dass dieser in der Lage ist, Viren zu unterscheiden und eine gezielte Immunantwort auszulösen. Bei Patienten mit akuter Hepatitis C zeigten sie, dass ein Teil der so genannten follikulären T-Helferzellen (Tfh-Zellen) die Viruspartikel erkannte und dadurch aktiviert wurde. Zudem fanden sie starke Hinweise, dass die Zellen die Antikörper-Produktion gegen das Virus steuern.

Originaltitel der Arbeit: Virus-specific CD4+ T Cells Have Functional and Phenotypic Characteristics of Follicular T helper Cells in Patients With Acute and Chronic HCV Infections DOI: 10.1053/j.gastro.2015.11.005

Link zur Studie: PubMed
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26584604

Siehe auch Deutsche Aids-Hilfe: Australische Regierung will Hepatitis C innerhalb einer Generation beenden
http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/australische-regierung-will-hepatitis-c-innerhalb-einer-generation-beenden

Mehr unter: Universitätsklinikum Freiburg – Pressemeldung vom 23. Dezember 2015
https://www.uniklinik-freiburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detailansicht/presse/619.html?tx_aspresse_pi1[backLink]=1570&cHash=ce65c5c570268d642048466a3efca7ad
administrator - So 31 Jan, 2016 7:10 pm
Titel: Auch chronische Hepatitis C erhöht das Herzinfarkt-Risiko
Auch chronische Hepatitis C erhöht das Herzinfarkt-Risiko

Wir wissen, dass die chronische Aktivierung des Immunsystems durch eine nicht behandelte, aktive HIV-Infektion das Risiko von Herz-Kreislaufkrankheiten erhöht. Nun zeigt eine Studie der MACS Kohorte, dass möglicherweise ähnliche Prozesse auch das kardiovaskuläre Risiko bei chronisch HCV-infizierten Personen erhöht. In der Multicenter AIDS Cohort Study (MACS) werden seit Jahrzehnten (!) Männer mit und ohne HIV-Infektion eingeschlossen und beobachtet. In dieser nun im JID publizierten Studie wurden knapp 1000 Männer ohne HIV-Infektion untersucht. In dieser Gruppe waren auch 87 Männer mit einer chronisch aktiven (unbehandelten) Hepatitis C Infektion.


Literatur: McKibben RA. et al. A Cross-sectional Study of the Association Between Chronic Hepatitis C Virus Infection and Subclinical Coronary Atherosclerosis Among Participants in the Multicenter AIDS Cohort Study. J Infect Dis. 2016
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26216904

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 3. Januar 2016
http://infekt.ch/2016/01/auch-chronische-hepatitis-c-erhoeht-das-herzinfarkt-risiko/
administrator - Di 02 Feb, 2016 12:26 am
Titel: Hepatitis C: Heilung in 3 Wochen?
Hepatitis C: Heilung in 3 Wochen?

„Durch die modernen, direkt am Virus ansetzenden Medikamente („direct acting antivirals, DAA“) gegen das Hepatitis-C-Virus ist es - je nach Genotyp. Vorbehandlung und Zustand der Leber - bei den meisten Hepatitis C-Infizierten möglich, die infektion innerhalb von 12- bis 24 Wochen auszuheilen. In „unkomplizierten“ Fällen, d.h. Patienten mit Genotyp 1, die keine Vorbehandlung erhalten haben und noch keine Leberzirhose aufweisen, reichen auch schon 8 Wochen.

Geht es vielleicht noch kürzer? Der amerikanische Forscher Raymund Schinazi (der unter anderem 3TC, FTC, d4T und Sofosbuvir mitentwickelt hat) wollte untersuchen, ob es mit einer Kombination der besten Substanzen aus drei verschiedenen Wirkstoffgruppen möglich sei, die Therapie weiter zu verkürzen.

In einer kleinen Machbarkeitsstudie erhielten 26 chinesische Patienten, die mit dem Hepatitis C-Genotyp 1b infiziert waren und keine Leberzirrhose hatten, eine der folgenden Kombinationen und es wurde untersucht, bei wie vielen es zu einem Abfall der Viruslast auf unter 500 IU/ml am Tag 2 (!) kam - dies wurde als „Rapid Virologic Response“ (RVR) bezeichnet.

- Sofosbuvir, Ledipasvir, Asunaprevir: RVR bei 6 von 12 Patienten
- Sofosbuvir, Daclatasvir, Simeprevir: RVR bei 6 von 6 Patienten
- Sofosbuvir, Daclatasvir, Asunaprevir: RVR bei 6 von 8 Patienten.

Die 18 Patienten, die eine RVR erreichten, wurden insgesamt 3 Wochen mit der jeweiligen Kombination behandelt. Alle 18 erreichten ein anhaltendes virologisches Ansprechen, d.h. 12 Wochen nach Behandlungsende lag die Hepatitis C-Viruslast unter der Nachweisgrenze - dies ist das übliche Kriterium für eine Heilung. Die restlichen Patienten erhielten Sofobuvir/Ledipasvir (Harvoni) für 12 Wochen und wurden ebenfalls alle geheilt.

Es sieht also so aus, als könnte man bei einer Untergruppe von Patienten mit der Kombination aus drei Wirkstoffen die Therapiedauer noch einmal deutlich verkürzen, was im Hinbiick auf die enormen Preise von erheblicher Bedeutung wäre. Weitere Studiendaten sind wünschenswert.“

Quelle: http://news.emory.edu/storiues/2015/11/schinazi_liver_meeting/index.html
administrator - Do 26 Mai, 2016 11:11 pm
Titel:
Hepatitis C: Screening könnte Infektionen deutlich eindämmen

Durch ein konsequentes Screening ließen sich Hepatitis C Infektionen in Deutschland bis 2040 nahezu verhindern und die Gesamtkosten drastisch reduzieren. Seit der Zulassung der Wirkstoffe der zweiten DAA-Generation (Direct Acting Agent) liegt die Heilungsquote bei Hepatitis C Infizierten bei über 90 Prozent. Angesichts der nebenwirkungsarmen und unkomplizierten Kurzeittherapie hält es das gemeinnützige Unternehmen „Leberhilfe Projekt“ für angebracht, ein konsequentes Screening in den HCV-Risikogruppen aufzulegen, um die noch nicht diagnostizierten Infizierten zu identifizieren.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 24. Februar 2016
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/default.aspx?sid=905601&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20160224-_-Hepatitis+A/B/C...
administrator - So 05 Jun, 2016 8:59 pm
Titel: Dramatische Zunahme des Testens auf Hepatitis C
HIV-positive MSM in Europa: Dramatische Zunahme des Testens auf Hepatitis C

In der Schweiz gab es zwischen 1998 und 2011 einen starken Anstieg von Hepatitis C Infektion bei HIV-positiven schwulen Männern. Dies zeigten Wandeler et al. 2012 anhand von Daten der Schweizer Kohortenstudie. In Anbetracht der inzwischen guten Behandelbarkeit der Hepatitis C stellt sich in vielen Ländern die Frage, ob ähnliche Trends bestehen. Christoph Boesecke aus Bonn und Kollegen sind dieser Frage nachgegangen und haben gleich in ganz Europa geschaut.

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 9. März 2016
http://infekt.ch/2016/03/msm-in-europa-dramatische-zunahme-des-testens-auf-hepatitis-c/
administrator - So 03 Jul, 2016 6:52 pm
Titel: EMA untersucht Sicherheit von Hepatitis C Medikamenten
EMA untersucht Sicherheit von Hepatitis C Medikamenten

Kann eine Behandlung der Hepatitis C zur Reaktivierung einer latenten Hepatitis B führen? Diesem Verdacht geht derzeit der Pharmakovigilanz Ausschuss (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) nach. Er prüft außerdem, ob die Behandlung das Wachstum von Leberkrebs fördern könnte. Im März hatte die EMA eine Überprüfung von sechs direkt antiviral wirkenden Hepatitis C Medikamenten (DAA) bekannt gegeben. Allen ist gemeinsam, dass sie eine erfolgreiche Therapie der Hepatitis C auch ohne Interferon ermöglichen.

Siehe auch Deutsches Ärzteblatt: Eliminierung der Hepatitis C in Deutschland scheint möglich
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/65853/Eliminierung-der-Hepatitis-C-in-Deutschland-scheint-moeglich

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 19. April 2016

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/66359
administrator - So 03 Jul, 2016 6:55 pm
Titel: Kongressbericht: The International Liver Congress 2016
Kongressbericht: The International Liver Congress 2016

Es geht weiter bei der Hepatitis C. Neue Medikamente, neue Strategien, neue Leitlinien. Und man darf gespannt sein auf erste detaillierte Auswertungen des deutschen Hepatitis C-Registers. Hepatitis & More berichtet, wie gewohnt - natürlich auch über neue Entwicklungen bei der Hepatitis B und anderen Lebererkrankungen.


Themen:
- Gemeinsame Erklärung
- ASTRAL-5: SOF / VEL bei HIV/HCV-Koinfektion
- ABT-493 / ABT-530: 100% SVR bei GT3
- Später Relaps selten
- Heilung in 4 Wochen mit Anti-microRNA
- Transplantation HCV-positiver Leber
- Nutzen der DAA bei fortgeschrittener Zirrhose?
- Reinfektion bei MSM
- TAF bei Hepatitis B
- 2D / 3D-Regime im deutschen HEP-C-Register
- Retherapie
- SOF/VEL mit / ohne Proteasehemmer

Mehr unter: Hepatitis & More vom April 2016
http://www.hepatitisandmore.de/kongresse/easl2016/
administrator - So 03 Jul, 2016 6:56 pm
Titel:
Kosten der HCV Therapie: Kein Thema für Mediziner

Das könnte man wohl meinen. Denn es kamen grad mal sechs Personen zu diesem ausgezeichneten Referat. Doch es lohnte sich: Graham Cooke, (S392) hat in seinem gut referenzierten Referat kein Blatt vor den Mund genommen. Er hat relativ überzeugend gezeigt, dass wir angesichts der hohen Preise der HCV-Medikamente die HCV-Epidemie vermutlich kaum unter Kontrolle bringen können.

Internes Gilead Papier: HIV Treatment Bulletin
http://i-base.info/htb/27153

Siehe auch: Medizinische Versorgung: "Ein Grundrecht für alle?"
http://de.e-fundresearch.com/newscenter/34-raiffeisen-capital-management/artikel/29852-wolfgang-pinner-ueber-medizinische-versorgung-ein-grundrecht-fuer-alle

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 17. April 2016
http://infekt.ch/2016/04/kosten-der-hcv-therapie-kein-thema-fuer-mediziner/
administrator - Mo 18 Jul, 2016 8:22 pm
Titel: Neuer HIV Report: Hepatitis C: medizinische Versorgung aktue
Neuer HIV Report: Hepatitis C: medizinische Versorgung aktuell

Im Februar diesen Jahres wurden neue Therapieleitlinien für die Behandlung der Hepatitis C veröffentlicht, die eine interferonfreie Therapie als Standardbehandlung empfehlen – ein großer Schritt in die richtige Richtung. Leider gibt es noch Hürden in der Umsetzung der Leitlinien. Denn die hohen Kosten der neuen Therapien führen dazu, dass Ärztinnen und Ärzte äußerst vorsichtig mit der Verordnung sind. Im aktuellen HIV-Report stellen wir die Leitlinien vor und beschreiben, welche Möglichkeiten und Barrieren es in der Versorgung gibt.


Download: HIV Report HCV (pdf)
http://www.hivreport.de/sites/default/files/ausgaben/2015_01_HIVreport.pdf
administrator - So 21 Aug, 2016 9:48 pm
Titel:
Hepatitis C – Update 2016

Etwa 25 Jahre nach ihrer Entdeckung scheint die Hepatitis C Virusinfektion ihren Schrecken verloren zu haben. In Deutschland sind seit 2014 Medikamente zugelassen worden, mit denen quasi jeder Betroffene geheilt werden könnte. Wird die Infektionskrankheit jetzt also eliminiert oder gibt es noch ungelöste Probleme? In Deutschland leben, je nach Schätzung, 100 bis 300.000 chronisch HCV-infizierte Menschen und 5 bis 6.000 neue HCV-Diagnosen werden dem Berliner Robert Koch-Institut jährlich gemeldet.

Mehr unter: HIV and More Ausgabe 1 - März 2016
http://www.hivandmore.de/archiv/2016-1/hepatitis-c-update-2016.shtml
administrator - So 21 Aug, 2016 9:57 pm
Titel: EMA untersucht Sicherheit von Hepatitis C Medikamenten
EMA untersucht Sicherheit von Hepatitis C Medikamenten

Kann eine Behandlung der Hepatitis C zur Reaktivierung einer latenten Hepatitis B führen? Diesem Verdacht geht derzeit der Pharmakovigilanz Ausschuss (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) nach. Er prüft außerdem, ob die Behandlung das Wachstum von Leberkrebs fördern könnte. Im März hatte die EMA eine Überprüfung von sechs direkt antiviral wirkenden Hepatitis C Medikamenten (DAA) bekannt gegeben. Allen ist gemeinsam, dass sie eine erfolgreiche Therapie der Hepatitis C auch ohne Interferon ermöglichen.

Siehe auch Deutsches Ärzteblatt: Eliminierung der Hepatitis C in Deutschland scheint möglich
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/65853/Eliminierung-der-Hepatitis-C-in-Deutschland-scheint-moeglich

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 19. April 2016
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/66359
administrator - So 21 Aug, 2016 9:58 pm
Titel:
Kosten der HCV Therapie: Kein Thema für Mediziner

Das könnte man wohl meinen. Denn es kamen grad mal sechs Personen zu diesem ausgezeichneten Referat. Doch es lohnte sich: Graham Cooke, (S392) hat in seinem gut referenzierten Referat kein Blatt vor den Mund genommen. Er hat relativ überzeugend gezeigt, dass wir angesichts der hohen Preise der HCV-Medikamente die HCV-Epidemie vermutlich kaum unter Kontrolle bringen können.

Internes Gilead Papier: HIV Treatment Bulletin
http://i-base.info/htb/27153

Siehe auch: Medizinische Versorgung: "Ein Grundrecht für alle?"
http://de.e-fundresearch.com/newscenter/34-raiffeisen-capital-management/artikel/29852-wolfgang-pinner-ueber-medizinische-versorgung-ein-grundrecht-fuer-alle

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 17. April 2016
http://infekt.ch/2016/04/kosten-der-hcv-therapie-kein-thema-fuer-mediziner/
administrator - So 21 Aug, 2016 10:00 pm
Titel: Kongressbericht: The International Liver Congress 2016
Kongressbericht: The International Liver Congress 2016

Es geht weiter bei der Hepatitis C. Neue Medikamente, neue Strategien, neue Leitlinien. Und man darf gespannt sein auf erste detaillierte Auswertungen des deutschen Hepatitis C-Registers. Hepatitis & More berichtet, wie gewohnt - natürlich auch über neue Entwicklungen bei der Hepatitis B und anderen Lebererkrankungen.

Themen:
- Gemeinsame Erklärung
- ASTRAL-5: SOF / VEL bei HIV/HCV-Koinfektion
- ABT-493 / ABT-530: 100% SVR bei GT3
- Später Relaps selten
- Heilung in 4 Wochen mit Anti-microRNA
- Transplantation HCV-positiver Leber
- Nutzen der DAA bei fortgeschrittener Zirrhose?
- Reinfektion bei MSM
- TAF bei Hepatitis B
- 2D / 3D-Regime im deutschen HEP-C-Register
- Retherapie
- SOF/VEL mit / ohne Proteasehemmer

Mehr unter: Hepatitis & More vom April 2016
http://www.hepatitisandmore.de/kongresse/easl2016/
administrator - Sa 27 Aug, 2016 2:22 pm
Titel: EASL - International Liver Congress
EASL - International Liver Congress

Der 50. International Liver Congress der EASL fand vom 22. bis 26. April in Wien statt. Auf diesem Kongress werden viele offenen Fragen zur Hepatitis C diskutiert und hoffentlich auch beantwortet werden. Die Erwartungen jedenfalls sind groß. HIV & more berichtet wie gewohnt vom Kongress.

Mehr unter: HIV and More April 2015
http://www.hivandmore.de/kongresse/easl2015/
administrator - So 27 Nov, 2016 6:21 pm
Titel:
Cofaktor für die Produktion von Hepatitis C Viruspartikeln gefunden

Für die Produktion von Hepatitis C-Viruspartikeln spielen sogenannte „Lipid Droplets“ (Fetttröpfchen) im Zytoplasma eine wichtige Rolle. Ein Team von Wissenschaftlerinnen am Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI) hat jetzt mithilfe einer quantitativen „Lipid Droplet“-Proteomanalyse Annexin A3 (ANXA3) als ein Protein identifiziert, dass für die Reifung und den Zellaustritt von Hepatitis C-Viruspartikeln eine entscheidende Rolle spielt. Die Ergebnisse sind nun in dem renommierten Fachjournal „Cell Reports“ erschienen.

Cell Reports: Kathrin Rösch, Marcel Kwiatkowski, Sarah Hofmann, Anja Schöbel, Cordula Grüttner, Marcus Wurlitzer, Hartmut Schlüter, and Eva Herker (2016). Quantitative Lipid Droplet Proteome Analysis Identifies Annexin A3 as Cofactor for HCV Particle Production. Cell Reports 16, 1-13, September 20, 2016.
http://www.cell.com/cell-reports/fulltext/S2211-1247(16)31133-0

Mehr unter: Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie – Pressemeldung vom 20. September 2016
http://www.hpi-hamburg.de/de/aktuelles/presse/einzelansicht/archive/2016/article/cofaktor-fuer-die-produktion-von-hepatitis-c-viruspartikeln-gefunden/?tx_ttnews[month]=09&cHash=94d7ef0d4ea7a1438d8afa4c5afc5086
administrator - So 04 Dez, 2016 6:48 pm
Titel:
Hepatitis C – Update 2016

Etwa 25 Jahre nach ihrer Entdeckung scheint die Hepatitis C Virusinfektion ihren Schrecken verloren zu haben. In Deutschland sind seit 2014 Medikamente zugelassen worden, mit denen quasi jeder Betroffene geheilt werden könnte. Wird die Infektionskrankheit jetzt also eliminiert oder gibt es noch ungelöste Probleme? In Deutschland leben, je nach Schätzung, 100 bis 300.000 chronisch HCV-infizierte Menschen und 5 bis 6.000 neue HCV-Diagnosen werden dem Berliner Robert Koch-Institut jährlich gemeldet.

Mehr unter: HIV and More Ausgabe 1 - März 2016
http://www.hivandmore.de/archiv/2016-1/hepatitis-c-update-2016.shtml
administrator - So 11 Dez, 2016 9:30 pm
Titel: EMA: Neues Medikament erreicht alle Hepatitis C Genotypen
EMA: Neues Medikament erreicht alle Hepatitis C Genotypen

Wenn die Europäische Kommission ihre Zustimmung erteilt, was zu erwarten ist, dann dürfte demnächst das erste Medikament eingeführt werden, dass gegen alle sechs Genotypen des Hepatitis C-Virus wirksam ist. Für die meisten Patienten in Europa dürfte jedoch ein weiteres neues Präparat ausreichen, das gegen die ersten vier Genotypen wirksam ist. Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur (CHMP) hat am Freitag grünes Licht für zwei Kombinationspräparate gegeben.

Pressemitteilung der EMA
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/news_and_events/news/2016/05/news_detail_002537.jsp&mid=WC0b01ac058004d5c1

Leitlinie der DGVS
http://www.dgvs.de/leitlinien/aktuelle-empfehlungen/aktuelle-empfehlung-der-dgvs-zur-therapie-der-chronischen-hepatitis-c/

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 1. Juni 2016
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/67922/EMA-Neues-Medikament-erreicht-alle-Hepatitis-C-Genotypen
administrator - So 11 Dez, 2016 9:33 pm
Titel: Hepatitis: Erste globale WHO-Strategie
Hepatitis: Erste globale WHO-Strategie strebt Eliminierung bis 2030 an

Die 69. Weltgesundheitsversammlung beschließt Maßnahmen zur Eliminierung von viraler Hepatitis, HIV sowie sexuell übertragbarer Infektionen. Hepatitis-Experten sehen die WHO in puncto viraler Hepatitis auf dem richtigen Weg - auch wenn es noch viele Hürden gibt. Hepatitis B und C soll nach dem Willen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis zum Jahr 2030 weltweit eliminiert sein. Auf ihrer 69. Weltgesundheitsversammlung verabschiedeten die Delegierten vor Kurzem in Genf die erste Globale Strategie zu viraler Hepatitis.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 2. Juni 2016
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gesundheitspolitik_international/article/912649/virale-hepatitis-who-strebt-eliminierung-bis-2030.html
administrator - So 18 Dez, 2016 6:26 pm
Titel:
Ausgaben für Hepatitis C Medikamente gehen zurück

Die Ausgaben für Arzneimittel sind im ersten Quartal dieses Jahres um zwei Prozent auf neun Milliarden Euro angestiegen. Das geht aus Daten hervor, die das Dienstleistungsunternehmen IMS Health gestern in Berlin vorgelegt hat. Für den Anstieg sind insbesondere die patentgeschützten Arzneimittel verantwortlich, deren Kosten sich um 6,2 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro erhöht haben. Der Anstieg in diesem Bereich fällt allerdings geringer aus als im Jahr 2015, als die Preise für patentgeschützte Arzneimittel um 16 Prozent gestiegen waren.

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 3. Juni 2016
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/67983
administrator - So 08 Jan, 2017 11:48 am
Titel:
Forscher entschlüsselt Immunantwort auf Hepatitis C

Tobias Böttler hat den Zusammenhang zwischen T-Helferzellen und der Hepatitis C-Immunantwort erforscht. Dafür erhält er den Adolf-Kußmaul-Preis. Für seine wissenschaftliche Arbeit zur Frage, wie spezielle Immunzellen Viren unterscheiden und eine gezielte Immunreaktion auslösen können, hat Dr. Tobias Böttler aus Freiburg den Adolf-Kußmaul-Preis 2016 erhalten. Er arbeitet als Facharzt für Innere Medizin und ist Arbeitsgruppenleiter einer DFG geförderten Forschungsgruppe am Uniklinikum Freiburg.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 22. Juni 2016
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/article/914108/adolf-kussmaul-preis-forscher-entschluesselt-immunantwort-hepatitis-c.html
administrator - So 12 Feb, 2017 9:07 pm
Titel:
Die Adhärenz bei Sovaldi ist schlecht – sagt GWQ

Hepatitis C Patienten brechen ihre Therapie mit Sovaldi und Harvoni in 22 Prozent ab. Überraschend hohe Zahlen der Therapie-Untreue? Oder ist die Adhärenz der neuen Hepatitis C Arzneimittel sogar ausgesprochen gut? Mit „überraschenden Daten zur Therapietreue“ sorgt die Gesellschaft für Wirtschaftlichkeit und Qualität (GWQ) bei den Krankenkassen derzeit für Aufsehen: Gerade bei den neuen und extrem teuren Hepatitis C Arzneimitteln beendeten 22 Prozent der Patienten ihre Therapie vorzeitig. Weitere 40 Prozent würden die antiviralen Arzneimittel nicht zuverlässig einnehmen und wiesen Lücken in ihrer Therapie auf.

Mehr unter: Deutsche Apotheker Zeitung vom 26. September 2016
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/09/23/die-adhaerenz-bei-sovaldi-ist-schlecht-sagt-gwq
administrator - So 12 Feb, 2017 9:24 pm
Titel:
Hepatitis-Prävention: Wie Ärzte Ansteckungen verhindern können

Die Zahl der Neuinfektionen mit Hepatitis C stagniert. Bis 2030 soll Hepatitis ausgelöscht sein – so der Wille der Bundesregierung in Deutschland. Was sollten Ärzte dafür tun? Bis zum Jahr 2030 soll die Verbreitung von Hepatitis B und C in Deutschland eingegrenzt sein – dieses Ziel hat sich die Bundesregierung im April dieses Jahres gesteckt. Das Programm des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) mit dem Namen "Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten" und dem Untertitel "BIS 2030 – Bedarfsorientiert, Integriert, Sektorübergreifend" sieht vor, "die Epidemien von Aids und Tuberkulose zu beenden [und] Hepatitis zu bekämpfen."

Mehr unter: Ärztezeitung vom 5. Oktober 2016
administrator - So 19 Feb, 2017 5:30 pm
Titel:
Neue Hepatitis C Medikamente können Hepatitis B reaktivieren

In den USA dürfen direkt antiviral wirkende Hepatitis C Medikamente (DAAs = direct acting antivirals) ab sofort nur noch mit einem deutlichen Warnhinweis vertrieben werden. Das hat die für Arzneimittel zuständige Behörde FDA (U.S. Food and Drug Administration) angeordnet. Durch die neuen hochwirksamen Präparate wie Epclusa, Harvoni, Sovaldi und Daklinza könne es zur Reaktivierung einer früheren Hepatitis B Infektion kommen, erklärt die FDA in einer Pressemitteilung. 24 derartige Fälle seien im Zeitraum November 2013 bis Juli 2016 in den USA gemeldet worden. Bei den betroffenen Patient_innen habe dies zum Teil zu schweren Leberschäden und in einem Fall sogar zum Tod geführt.

Warnhinweis der FDA vom 4.10.2016
https://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/ucm522932.htm

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 7. Oktober 2016
http://magazin.hiv/2016/10/07/neue-hepatitis-c-medikamente-koennen-hepatitis-b-infektionen-reaktivieren/
administrator - So 19 Feb, 2017 5:35 pm
Titel: HCV-Therapie: Erfolg bei Suchtkranken
HCV-Therapie: Erfolg bei Suchtkranken

Eine Hepatitis C Therapie lohnt auch bei Betroffenen mit Suchterkrankungen. Wirksamkeit und Adhärenz sind vergleichbar mit anderen Patientenpopulationen. Auf dem Weg zur Elimination der Hepatitis C sind Suchtpatienten eine wichtige Zielgruppe, da die meisten Neudiagnosen auf sie entfallen. In der Population mit intravenösem Drogenkonsum (PWID) werden rund 80 Prozent aller Neudiagnosen mit bekanntem Übertragungsweg verzeichnet, berichtete Dr. Stefan Christensen, CIM Centrum für interdisziplinäre Medizin in Münster.

Siehe auch IQWiG: Sofosbuvir/Velpatasvir bei chronischer Hepatitis C: Anhaltspunkt für Zusatznutzen bei zwei von zehn Indikationen
https://www.iqwig.de/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen/sofosbuvir/velpatasvir-bei-chronischer-hepatitis-c-anhaltspunkt-fur-zusatznutzen-bei-zwei-von-zehn-indikationen.7610.html

Mehr unter: Ärztezeitung vom 17. Oktober 2016
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/article/921478/hcv-therapie-erfolg-suchtkranken.html
administrator - So 26 März, 2017 9:38 pm
Titel: Wenn HIV nicht alles ist
Wenn HIV nicht alles ist

Die Behandlung von HIV-Patienten ist heute in Ländern wie der Schweiz so erfolgreich, dass nur noch wenige eine Aids-definierende Krankheit entwickeln. Wenn dies dennoch geschieht, liegt meist ein bestimmter Lymphdrüsenkrebs vor. Dass ein solches Non-Hodgkin-Lymphom durch das HI-Virus begünstigt wird, weiss man schon länger. Nun hat eine Forschergruppe erstmals nachweisen können, dass das Risiko weiter ansteigt, wenn der HIV-Patient zusätzlich mit dem Hepatitis B oder C Virus infiziert ist.

Link: Annals of Internal Medicine. Online-Publikation vom 18. Oktober.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27750294

Mehr unter: Neue Zürcher Zeitung vom 20. Oktober 2016
https://www.nzz.ch/wissenschaft/medizin/hepatitisviren-wenn-hiv-nicht-alles-ist-ld.123162
administrator - So 26 März, 2017 9:40 pm
Titel: Finanzielle Spekulationen behindern Versorgung mit Arzneimit
Finanzielle Spekulationen behindern Versorgung mit Arzneimitteln

Sofosbuvir und andere neue Mittel zur Behandlung chronischer Hepatitis-C-Infektionen bieten hohe Heilungschancen bei nur geringen Nebenwirkungen, sind aber sehr teuer. Der Polymerasehemmer Sofosbuvir gilt als Durchbruch in der Therapie der Hepatitis C. Sofosbuvir und die nachfolgend eingeführten anderen direkt antiviral wirkenden Hepatitis C Mittel ermöglichen auch ohne Interferone sehr hohe virologische Ansprechraten. Die exorbitant hohen Preise, zu denen der Polymerasehemmer und seine Nachfolger in den Handel gebracht wurden, bedrohen jedoch die Finanzierbarkeit der Gesundheitssysteme in aller Welt.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 23. Oktober 2016 aus arznei-telegramm® 9/16 (a-t 2016; 47: 79–80)

http://magazin.hiv/2016/10/23/finanzielle-spekulationen-behindern-versorgung-mit-arzneimitteln/
administrator - So 26 März, 2017 9:45 pm
Titel:
Kürzere Behandlung bei akuter Hepatitis C?

Wir wissen aus den Zeiten der Interferon-Behandlung, dass die Behandlungsresultate bei ganz frischer Infektion (in den ersten 3-6 Monaten) sehr gut waren und auch verkürzte Behandlungen möglich waren. Nun zeigt eine Deutsche, durch Gilead finanzierte Studie, dass mit den neuen Interferonfreien Medikamenten auch eine abgekürzte Behandlung möglich wäre, wenn während der akuten HCV-Infektion begonnen wird.

Literatur: Deterding et al, Lancet ID, online Oct 2016: Ledipasvir plus sofosbuvir fixed-dose combination for 6 weeks in patients with acute hepatitis C virus genotype 1 monoinfection (HepNet Acute HCV IV): an open-label, single-arm, phase 2 study
http://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(16)30408-X/abstract


Siehe auch Deutsches Ärzteblatt: Akute Hepatitis C: Heilung in nur sechs Wochen möglich
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/71197

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 30. Oktober 2016
http://infekt.ch/2016/10/kuerzere-behandlung-bei-akuter-hepatitis-c/
administrator - Do 06 Apr, 2017 7:57 pm
Titel:
Hepatitis B und C: WHO veröffentlicht Test-Richtlinen

Bis 2030 will die Weltgemeinschaft virusbedingte Leberentzündungen als eines der großen Gesundheitsprobleme beenden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat deshalb erstmal Empfehlungen für die Testung auf Hepatitis B und C veröffentlicht. Nach WHO-Schätzungen sind weltweit rund 240 Millionen Menschen chronisch Hepatitis B und 130 bis 150 Millionen Menschen chronisch Hepatitis C infiziert. Jedes Jahr sterben rund 1,4 Millionen Menschen an den Folgen der beiden Formen von Leberentzündung, etwa an Zirrhose und Leberzellkrebs.

Siehe auch RKI: Hepatitis C im Jahr 2015 (pdf)
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/Ausgaben/29_16.pdf?__blob=publicationFile

Die Empfehlungen, die sich insbesondere an Gesundheitspolitiker_innen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen richten, können auf der WHO-Internetseite als PDF-Dokument (in englischer Sprache) abgerufen werden.
http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/251330/1/WHO-HIV-2016.23-eng.pdf?ua=1

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 17. November 2016
http://magazin.hiv/2016/11/17/hepatitis-b-und-c-weltgesundheitsorganisation-veroeffentlicht-test-richtlinen/
administrator - Do 06 Apr, 2017 8:00 pm
Titel: Hepatitis C: Fixkombination Elbasvir / Grazoprevir jetzt ver
Hepatitis C: Fixkombination Elbasvir / Grazoprevir jetzt verfügbar

Die Fixkombination Elbasvir 50mg/Grazoprevir 100mg (ZEPATIER®) zur Behandlung erwachsener Patienten mit einer chronischen Hepatitis-C-Infektion der Genotypen 1 oder 4 ist ab sofort in Deutschland verfügbar (PZN 11320392). Bei einmal täglicher Einnahme ohne Ribavirin erreichten diese Patienten in klinischen Studien hohe Heilungsraten, unabhängig vom Therapiestatus und davon, ob eine Zirrhose vorlag oder nicht. Die Kosten für eine zwölfwöchige Therapie mit ZEPATIER® betragen 35.389,77 Euro.

Mehr unter: Journalmed - Pressemeldung MSD vom 26. November 2016
https://www.journalmed.de/news/anzeigen/Hepatitis_C_Fixkombination_Elbasvir_Grazoprevir_verfuegbar
administrator - Fr 14 Apr, 2017 2:02 pm
Titel: Hepatitis: Wie kann ein effektives Screening aussehen?
Hepatitis: Wie kann ein effektives Screening aussehen?

Die Elimination der Hepatitis ist ein Ziel der WHO. Doch in Deutschland wissen bis zu 50 Prozent der HCVInfizierten nicht von ihrer Erkrankung. Bis zum Jahr 2030 sollen nach dem Willen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Hepatitis B und C eliminiert sein. Damit das Ziel auch in Deutschland erreicht werden kann, ist ein effektives Screening-Programm nötig, betonte Professor Claus Niederau, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberhilfe in einer Mitteilung zum Deutschen Lebertag im November. Knapp 250.000 Menschen sind in Deutschland mit dem Hepatitis C Virus infiziert. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass etwa 40 bis 50 Prozent der Infizierten nicht bekannt sind.

Mehr unter: Ärztezeitung vom 25. November 2016
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/article/924491/hepatitis-kann-effektives-screening-aussehen.html
administrator - Fr 14 Apr, 2017 2:03 pm
Titel: Therapie mit Glecaprevir / Pibrentasvir erzielt hohe Heilung
Therapie mit Glecaprevir / Pibrentasvir erzielt hohe Heilungsraten

8-wöchige Therapie mit Glecaprevir/Pibrentasvir erzielt hohe Heilungsraten bei chronischer HCV-Infektion der Genotypen 1-6. Nach 8-wöchiger Behandlung werden mit dem in der Prüfphase befindlichen, pangenotypischen Therapieregime Glecaprevir (GLE/ABT-493) / Pibrentasvir (PIB/ABT-530) (G/P) bei Patienten mit HCV-Infektion der Genotypen 1-6 hohe Heilungsraten erzielt. Von den über 700 Patienten ohne Leberzirrhose erreichten 97,5% (n = 693 / 711) ein anhaltendes virologisches Ansprechen (sustained virologic response, SVR) 12 Wochen nach Therapieende (SVR12) – unabhängig von der Viruslast zu Therapiebeginn.

Mehr unter: Journalmed - Pressemeldung AbbVie vom 29. November 2016
https://www.journalmed.de/news/anzeigen/Glecaprevir_Pibrentasvir_Heilungsraten_HCV_Genotypen_1_6
administrator - Fr 14 Apr, 2017 2:05 pm
Titel: Hepatitis C- und HIV-Prophylaxe aus der Mikrowelle
Hepatitis C- und HIV-Prophylaxe aus der Mikrowelle

Küchengerät schützt vor Virusübertragung im Drogenmilieu. Die Übertragung von Hepatitis C und HI-Viren zwischen Drogenabhängigen, die sich Heroin injizieren, ist ein globales Gesundheitsproblem. Beispielsweise infizieren sich inzwischen über 80 Prozent der neuen Hepatitis C Patienten durch den Austausch kontaminierter Drogenbestecke untereinander. Wissenschaftler des TWINCORE haben eine einfach anzuwendende, zuverlässige Methode entwickelt, mit der sie das Risiko der Virusübertragung durch Drogenbestecke minimieren können: Mikrowellenbestrahlung.

Publikation: Siddhartha et al., Inactivation of HCV and HIV by microwave: a novel approach for prevention of virus transmission among people who inject drugs (2016);6:36619.doi:10.1038/srep36619

Mehr unter: twincore vom 29. November 2016
http://www.twincore.de/infothek/infothek-news-details/news/hepatitis-c-und-hiv-prophylaxe-aus-der-mikrowelle-kuechengeraet-schuetzt-vor-
administrator - So 23 Apr, 2017 5:48 pm
Titel: Neue Leitlinien zur Hepatitis C
Neue Leitlinien zur Hepatitis C

Empfehlungen zur Ersttherapie bei GT1 bis GT4.

Leitlinien pdf download: Therapie der chronischen Hepatitis C
http://www.dgvs.de/fileadmin/user_upload/Leitlinien/Therapie_der_chronischen_Hepatitis_C/Therapie_Leitlinie_Hepatitis_C_23.11.2016_FINAL.pdf

Mehr unter: Hepatitis & More vom 12. Dezember 2016
http://www.hepatitisandmore.de/aktuell/2016-12/neue-leitlinien-zur-hepatitis-c.shtml
administrator - So 14 Mai, 2017 4:37 pm
Titel: Glecaprevir/Pibrentasvir
Beschleunigtes Zulassungsverfahren für Glecaprevir/Pibrentasvir zur Behandlung der chronischen HCV aller Genotypen

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat den Zulassungsantrag für das sich in der Prüfphase befindliche Therapieregime Glecaprevir/Pibrentasvir (G/P) zur Behandlung von Patienten mit chronischer Hepatitis C aller Genotypen (GT1-6) angenommen und ein beschleunigtes Zulassungsverfahren gewährt. Bei Zulassung von G/P stünde therapienaiven chronischen Hepatitis C Patienten aller Genotypen (GT1-6) ohne Leberzirrhose eine 8-Wochen-Therapie zur Verfügung. Diese Patientengruppe bildet die Mehrheit der heutigen Hepatitis C Patienten.

G/P befindet sich in der Prüfphase und seine Sicherheit und Wirksamkeit ist bislang nicht belegt. Weitere Information zu den klinischen Studien zu G/P finden Sie auf www.clinicaltrials.gov.
https://clinicaltrials.gov/

Mehr unter: Journalmed - Pressemeldung AbbVie vom 30. Januar 2017
https://www.journalmed.de/news/anzeigen/Beschleunigtes_Zulassungsverfahren_Glecaprevir_Pibrentasvir_Hepatitis_C_alle_Genotypen
administrator - So 14 Mai, 2017 4:40 pm
Titel: Hohe Heilungsraten unter Elbasvir/Grazoprevir bei HCV-Infizi
Hohe Heilungsraten unter Elbasvir/Grazoprevir bei HCV-Infizierten

Eine 12-wöchige Therapie mit der einmal täglich einzunehmenden Fixkombination aus dem NS5A-Replikationskomplex-Hemmer Elbasvir und dem NS3/4A-Proteasehemmer Grazoprevir (50mg/100mg, Handelsname: ZEPATIER®) erzielte eine hohe Gesamtheilungsrate bei Patienten unter Opioid-Agonist-Therapie.

Siehe auch RKI: Informationen zu Hepatitis C
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HepatitisC/HepatitisC.html

Mehr unter: Journalmed – Pressemeldung MSD vom 9. Februar 2017
https://www.journalmed.de/news/anzeigen/Heilungsraten_Elbasvir_Grazoprevir_HCV_Infizierten
administrator - So 14 Mai, 2017 4:41 pm
Titel: Hohe HCV Rate unter Teilnehmern der Amsterdamer PrEP-Studie
Hohe HCV Rate unter Teilnehmern der Amsterdamer PrEP-Studie

Im Rahmen der AmPrEP Studie zur HIV PräExpositionsProphylaxe (PrEP), an der 376 schwule Männer und trans* Frauen teilnehmen, wurden bei HIV-negativen Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), untypisch hohe Hepatitis C Zahlen registriert. Bei der Eingangsuntersuchung waren bei 4,8 Prozent der MSM (14 Teilnehmer) eine akute oder ausgeheilte Hepatitis C Infektion (HCV) festgestellt worden. Zum Vergleich: In Studien der Amsterdamer STI-Klinik lag die durchschnittliche HCV-Prävalenz bei HIV-negativen Männern, die Sex mit Männern haben, bei 0,3 bis 1,2 Prozent – ohne dass es bisher Anzeichen für einen Anstieg gab.

Weitere Informationen: Bericht auf der Website der EATG
http://www.eatg.org/news/high-hepatitis-c-prevalence-seen-in-amsterdam-prep-study-participants/

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 10. Februar 2017
http://magazin.hiv/2017/02/10/hohe-hepatitis-c-rate-unter-teilnehmern-der-amsterdamer-prep-studie/
administrator - So 21 Mai, 2017 6:44 pm
Titel: Hepatitis C Sofortbehandlung
Hepatitis C Sofortbehandlung bei schwulen Männern mit HIV senkt Zahl der Neuinfektionen

Die Therapie von akuten Hepatitis C Infektionen bei HIV-positiven Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), hat in den Niederlanden zu einem drastischen Rückgang bei den HCV-Neuinfektionen in dieser Gruppe geführt. Dies berichtete der Virologe Bart Rijnders Mitte Februar auf der Retroviruskonferenz CROI in Seattle. Der Wissenschaftler des Rotterdamer Erasmus University Medical Centre hatte mit seinen Kolleg_innen die Daten von 17 Kliniken in den Niederlanden ausgewertet, die rund 80 Prozent aller HIV-positiven MSM des Landes behandeln.

Abstract zur Studie auf der Website der Retroviruskonferenz CROI
http://www.croiconference.org/sessions/substantial-decline-acute-hcv-infections-among-dutch-hivmsm-after-daa-roll-out

Link: Aidsmap-Bericht zur Studie
http://www.aidsmap.com/New-hepatitis-C-infections-among-HIV-positive-gay-men-drop-by-half-after-direct-acting-antiviral-roll-out-in-Netherlands/page/3118696/

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 23. Februar 2017
http://magazin.hiv/2017/02/22/hepatitis-c-sofortbehandlung-bei-schwulen-maennern-mit-hiv-senkt-zahl-der-neuinfektionen/
administrator - Fr 26 Mai, 2017 10:32 am
Titel:
Hepatitis B und C erhöhen Risiko auf Morbus Parkinson

Oxford – Patienten mit einer chronischen Hepatitis B oder C erkranken im Alter häufiger an einem Morbus Parkinson. Dies kam in einer retrospektiven Kohortenstudie in Neuro­logy (2017; doi: 10.1212/WNL.0000000000003848) heraus.

Epidemiologen der Oxford Universität haben für die Studie die Daten der English Natio­nal Hospital Episode Statistics ausgewertet, die die Entlassungsdiagnosen nach Kran­kenhauserkrankungen speichert. Sie verglichen die Daten von 100.390 Patienten, bei denen verschiedene Formen der Hepatitis oder eine HIV-Infektion diagnostiziert worden waren, mit einer Referenzkohorte von 6.132.124 Personen, die wegen einer Vielzahl an­derer medizinischen und chirurgischen Erkrankungen wie Katarakt, Krampf­adern, Hä­mor­rhoiden, Hallux valgus, Hüftgelenkersatz und Knieersatz behandelt wurden, bei de­nen ein Zusammenhang mit einem Morbus Parkinson nicht zu erwarten war.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/73935/Hepatitis-B-und-C-erhoehen-Risiko-auf-Morbus-Parkinson
administrator - Fr 02 Jun, 2017 12:02 am
Titel:
HCV G1b: CHMP-Empfehlung für Therapieverkürzung

HCV G1b: CHMP-Empfehlung für Therapieverkürzung auf 8 Wochen für Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir + Dasabuvir. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Empfehlung für eine Therapieverkürzung auf 8 Wochen für Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir (VIEKIRAX®) + Dasabuvir (EXVIERA®) bei therapienaiven Patienten mit chronischer Hepatitis C vom Genotyp 1b (GT1b) und minimaler bis moderater Fibrose* ausgesprochen.

Mehr unter: Journalmed - Pressemeldung AbbVie vom 3. März 2017
https://www.journalmed.de/news/anzeigen/CHMP_Empfehlung_Therapieverkuerzung_Ombitasvir_Paritaprevir_Ritonavir_Dasabuvir
administrator - Do 15 Jun, 2017 10:36 am
Titel:
Neue Perspektive für die Erforschung des Hepatitis C Virus

Mit dem Hepatitis C Virus (HCV) sind weltweit etwa 160 Millionen Menschen infiziert. Obwohl es neue Therapeutika gibt, ist die Virusinfektion nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Lebertransplantationen, denn die neuen Medikamente sind sehr teuer und können nicht flächendeckend in ärmeren Regionen der Welt eingesetzt werden. Unter anderem gesucht: eine Impfung gegen die Virusinfektion.

Mehr unter: Twincore – Pressemeldung vom 9. März 2017
http://www.twincore.de/infothek/infothek-news-details/news/neue-perspektive-fuer-die-erforschung-des-hepatitis-c-virus/
administrator - Mo 03 Jul, 2017 10:00 pm
Titel:
Neue Perspektive für die Erforschung des Hepatitis C Virus

Mit dem Hepatitis C Virus (HCV) sind weltweit etwa 160 Millionen Menschen infiziert. Obwohl es neue Therapeutika gibt, ist die Virusinfektion nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Lebertransplantationen, denn die neuen Medikamente sind sehr teuer und können nicht flächendeckend in ärmeren Regionen der Welt eingesetzt werden. Unter anderem gesucht: eine Impfung gegen die Virusinfektion.

Mehr unter: Twincore – Pressemeldung vom 9. März 2017
http://www.twincore.de/infothek/infothek-news-details/news/neue-perspektive-fuer-die-erforschung-des-hepatitis-c-virus/
administrator - So 09 Jul, 2017 6:54 pm
Titel:
Hepatitis B und C erhöhen Risiko auf Morbus Parkinson

Patienten mit einer chronischen Hepatitis B oder C erkranken im Alter häufiger an einem Morbus Parkinson. Dies kam in einer retrospektiven Kohortenstudie in Neurology heraus. Epidemiologen der Oxford Universität haben für die Studie die Daten der English National Hospital Episode Statistics ausgewertet, die die Entlassungsdiagnosen nach Krankenhauserkrankungen speichert. Sie verglichen die Daten von 100.390 Patienten, bei denen verschiedene Formen der Hepatitis oder eine HIV-Infektion diagnostiziert worden waren, mit einer Referenzkohorte von 6.132.124 Personen, die wegen einer Vielzahl anderer medizinischen und chirurgischen Erkrankungen wie Katarakt, Krampfadern, Hämorrhoiden, Hallux valgus, Hüftgelenkersatz und Knieersatz behandelt wurden, bei denen ein Zusammenhang mit einem Morbus Parkinson nicht zu erwarten war.

Link: Abstract der Studie
http://www.neurology.org/content/early/2017/03/29/WNL.0000000000003848.short

Link: Pressemitteilung der American Academy of Neurology
https://www.aan.com/PressRoom/Home/PressRelease/1540

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 3. April 2017
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/73935/Hepatitis-B-und-C-erhoehen-Risiko-auf-Morbus-Parkinson
administrator - Mo 10 Jul, 2017 8:01 am
Titel:
Hepatitis C – Frustrierende Therapie-Arbeit hinter Gittern

Die Behandlung von inhaftierten Patienten mit Hepatitis C und Drogensucht wird vor allem durch eines erschwert: die Haftanstalt an sich, berichtet ein Münchner Gefängnisarzt. Fragt man Dr. Tobias Bauhofer, woran es bei der Therapie von Hepatitis C (HCV) im Strafvollzug hapere, antwortet er: "Ich wünsche mir einen offeneren Umgang mit dem Thema Substitution." Bauhofer ist Gefängnisarzt an einer Münchner Justizvollzugsanstalt (JVA) mit 100 Betten und ungefähr 5000 Gefangenen, von denen ein "enorm hoher Anteil" lediglich in Untersuchungshaft sitze.

Siehe auch Drogenkurier 103: Hepatitis C - Die Folgen der späten Behandlung


Mehr unter: Ärztezeitung vom 5. April 2017
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/aids/article/932649/hepatitis-c-drogensucht-frustrierende-therapie-arbeit-hinter-gittern.html?sh=1&h=-501684560
administrator - So 23 Jul, 2017 10:36 pm
Titel: HCV: Protease-Inhibitor Grazoprevir in S3-Leitlinien aufgeno
HCV: Protease-Inhibitor Grazoprevir in S3-Leitlinien aufgenommen

Die Fixkombination aus dem NS5A-Inhibitor Elbasvir (50 mg) und dem Protease-Inhibitor Grazoprevir (100 mg) wird in den aktualisierten S3-Leitlinien zur antiviralen Therapie der chronischen Hepatitis C für Patienten mit HCV Infektion vom Genotyp 1 oder 4 als Therapieoption empfohlen.

Literatur: DGVS et al. Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C. Dezember 2016
https://www.dgvs.de/wp-content/uploads/2016/11/2016-AG4-Therapie-Leitlinie-Hepatitis-C_23.11.2016_FINAL.pdf

Mehr unter: Journalmed – Pressemeldung MSD vom 19. April 2017
https://www.journalmed.de/news/anzeigen/Hepatitis_C_Grazoprevir_S3_Leitlinien
administrator - So 23 Jul, 2017 10:38 pm
Titel: 325 Millionen Menschen mit chronischer Virus Hepatitis
325 Millionen Menschen mit chronischer Virus Hepatitis

Weltweit leiden rund 328 Millionen Menschen an chronischer Hepatitis B oder Hepatitis C. 2015 gab es dadurch 1,34 Millionen Todesopfer. Der von der Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte Report umfasst erstmals auch eine Darstellung des globalen Ausmaßes der Verbreitung der beiden Virus bedingten Leberentzündungen, welche im Falle der zumeist sexuell übertragenen Hepatitis B oft, im Falle der vor allem über Blut übertragenen Hepatitis C jedoch zumeist chronisch verlaufen. Die Folge können langfristig Leberzirrhose, Leberversagen und Leberzellkarzinome sein.

Siehe auch DAH blog magazin.hiv: Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht ersten globalen Bericht zu Hepatitis
https://magazin.hiv/2017/04/21/weltgesundheitsorganisation-veroeffentlicht-ersten-globalen-bericht-zu-hepatitis/

Link WHO: Global hepatitis report, 2017
http://www.who.int/hepatitis/publications/global-hepatitis-report2017/en/

Mehr unter: Kleine Zeitung vom 21. April 2017
http://www.kleinezeitung.at/service/newsticker/5204675/325-Millionen-Menschen-mit-chronischer-VirusHepatitis
administrator - So 23 Jul, 2017 10:41 pm
Titel: Hepatitis fordert viel mehr Tote als Aids
Hepatitis fordert viel mehr Tote als Aids

Trotz anhaltend hoher Sterblichkeit von Hepatitis C Patienten verzichtet der Bund auf eine nationale Strategie. Die Gründe. In der Schweiz sterben jährlich rund 200 Personen an Hepatitis C, mindestens fünfmal mehr als an Aids. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universitäten Genf und Bern, die Forscher vor einigen Tagen an einem internationalen Leberkongress präsentierten. Sie gehen dabei davon aus, dass die Differenz zwischen den beiden Viruserkrankungen in Wahrheit viel größer sein dürfte. Gemäß ihren Schätzungen könnte der Unterschied im Extremfall bis zu einem Faktor 40 betragen. Der Grund: Bei einer beträchtlichen Zahl von Todesfällen wird der Bezug zu Hepatitis C nicht bemerkt oder nicht gemeldet.

Siehe auch Tages-Anzeiger: Erste Krankenkasse zahlt Pillen aus Indien
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standarderste-krankenkasse-zahlt-import-aus-indien/story/21622860

Mehr unter: Tages-Anzeiger vom 28. April 2017
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Hepatitis-fordert-viel-mehr-Tote-als-Aids/story/15581583
administrator - So 30 Jul, 2017 8:30 pm
Titel:
Hepatitis C: auch bei HIV-negativen MSM möglich

In den letzten Jahren beobachteten wir in vielen Europäischen Ländern einen Anstieg von Infektionen von Hepatitis C (HCV) unter HIV-positiven Männern, die Sex mit Männern haben (MSM). Die Konzentration dieser neuen Epidemie auf HIV-positive MSM war merkwürdig. Wir vermuteten, dass weniger die HIV-Infektion für diese Beobachtung verantwortlich sei, sonder vielmehr das Netzwerk, in dem sich die Infektion ausweitet.

Literatur:

Turner JM. et al. Behavioural predictors of subsequent hepatitis C diagnosis in a UK clinic sample of HIV positive men who have sex with men. Sex Transm Infect. 2006
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16877578

Schmidt AJ. et al. Trouble with bleeding: risk factors for acute hepatitis C among HIV-positive gay men from Germany – a case-control study. PLoS One. 2011
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21408083

Mehr unter: Infektiologie St. Gallen vom 6. Mai 2017
http://infekt.ch/2017/05/hepatitis-c-auch-bei-hiv-neg-msm-moeglich/
administrator - So 30 Jul, 2017 8:35 pm
Titel:
Erhöhtes Parkinson-Risiko bei Hepatitis B und C?

Im Rahmen einer retrospektiven Kohortenstudie wertete eine englische Forschergruppe Daten von mehr als sechs Millionen Personen aus, darunter 100.390 Patienten mit Hepatitis oder HIV. Autoimmune und chronisch aktive Hepatitis waren ebenso wie eine HIV-Infektion nicht mit einem erhöhten Parkinson-Risiko verbunden, bei Patienten mit Hepatitis B oder C jedoch war das Risiko für eine Parkinson-Erkrankung signifikant erhöht.

Link zum Abstract
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28356465

Mehr unter: News Netzwerk Infektiologie vom 11. Mai 2017
http://www.infektnetz.de/aktuelles-fortbildungen/news_netzwerk_infektiologie/schnellere-diagnostik-parkinson-risiko-klug-entscheiden-infektiologie/erhoehtes-parkinson-risiko-bei-hepatitis-b-c/
administrator - Mo 14 Aug, 2017 9:58 am
Titel: HCV: Neue Dreier-Kombination nach Therapieversagen erfolgrei
HCV: Neue Dreier-Kombination nach Therapieversagen erfolgreich

Eine neue Kombination aus drei direkt wirkenden antiviralen Wirkstoffen (DAA) kann eine Hepatitis C fast immer auch dann ausheilen, wenn eine frühere DAA-Behandlung versagt hat. Dies zeigen die Ergebnisse aus zwei Phase 3-Studien, die bereits im letzten November auf der Jahrestagung der American Association for the Study of Liver Diseases in Boston vorgestellt und jetzt im New England Journal of Medicine publiziert wurden.

Link: Abstract der Studie
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1613512

und: Leitlinie deutscher Fachgesellschaften (pdf)
https://www.dgvs.de/wp-content/uploads/2016/11/2016-AG4-Therapie-Leitlinie-Hepatitis-C_23.11.2016_FINAL.pdf

Siehe auch: Hepatitis C: Bundesweite Aufklärungskampagne gestartet
https://www.journalmed.de/news/anzeigen/Hepatitis_C_Bundesweite_Aufklaerungskampagne_gestartet

Mehr unter: Deutsches Ärzteblatt vom 7. Juni 2017
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76150/Hepatitis-C-Neue-Dreier-Kombination-nach-Therapieversagen-erfolgreich
administrator - So 20 Aug, 2017 10:48 pm
Titel: Positive CHMP-Empfehlung zur Zulassung von Hepatitis C Thera
Positive CHMP-Empfehlung zur Zulassung von Hepatitis C Therapie

Bei der Zulassung von Glecaprevir / Pibrentasvir stünde dem Großteil aller Hepatitis C Patienten eine einmal tägliche, pangenotypische 8-Wochen-Therapie zur Verfügung. In Zulassungsstudien erzielten bis zu 100 Prozent der untersuchten therapienaiven, nicht zirrhotischen Patienten der GT1–6 nach 8wöchiger Behandlung mit G/P eine SVR122. Die abschließende Zulassungsentscheidung der Europäischen Kommission wird für das 3. Quartal 2017 erwartet.

Mehr unter: Journalmed - Pressemeldung AbbVie vom 27. Juni 2017
https://www.journalmed.de/news/anzeigen/Positive_CHMP_Empfehlung_zur_Zulassung_von_HepatitisC_Therapie
administrator - So 27 Aug, 2017 8:01 pm
Titel: Mein Leben mit einer neuen Leber
Mein Leben mit einer neuen Leber

Chronische Hepatitis C kann zum Verlust der Leberfunktion und zu Leberkrebs führen. Eine Leber-Transplantation ist dann oft die einzige Rettung. Claudia Schieren hat uns ihre Geschichte erzählt*. Schon viele Jahre war mir bekannt, dass ich eine behandlungsbedürftige Hepatitis C habe. Als meine Hep C irgendwann in den 90er Jahren diagnostiziert wurde, war über diese Hepatitis und ihre Folgen noch nicht viel bekannt, deshalb hat mich die ganze Situation nicht weiter belastet.

*Der Beitrag erschien zuerst im Drogenkurier Nr. 110 vom Juni 2017.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 8. Juli 2017
https://magazin.hiv/2017/07/08/leben-mit-neuer-leber/
administrator - So 10 Sep, 2017 5:57 pm
Titel: 95,6 Prozent von 2.436 Patienten mit chronischer Hepatitis C
95,6 Prozent von 2.436 Patienten mit chronischer Hepatitis C geheilt

Wie Daten aus der US-amerikanischen Veteranen-Kohorte zeigen, ließ sich durch eine Therapie mit einem antiviralen Medikament bei 95,6 Prozent von 2.436 Patienten mit chronischer Hepatitis C vom Genotyp 1 oder 4 eine SVR12 und damit eine Heilung der Hepatitis C erreichen. In den USA gibt es für ehemalige Soldaten eine spezielle medizinische Einrichtung – das U.S. Department of Veterans Affairs Healthcare System. Auf dieser so genannten Veteranen-Kohorte basiert die aktuelle Auswertung, die im Rahmen des International Liver Congress (ILC) vorgestellt wurde.

Mehr unter: Journalmed - Pressemeldung MSD vom 21. August 2017
https://www.journalmed.de/news/anzeigen/956_von_2436_Patienten_mit_chronischer_Hepatitis_C_geheilt
administrator - Mi 01 Nov, 2017 10:50 am
Titel: Mein Leben mit einer neuen Leber
Mein Leben mit einer neuen Leber

Chronische Hepatitis C kann zum Verlust der Leberfunktion und zu Leberkrebs führen. Eine Leber-Transplantation ist dann oft die einzige Rettung. Claudia Schieren hat uns ihre Geschichte erzählt*. Schon viele Jahre war mir bekannt, dass ich eine behandlungsbedürftige Hepatitis C habe. Als meine Hep C irgendwann in den 90er Jahren diagnostiziert wurde, war über diese Hepatitis und ihre Folgen noch nicht viel bekannt, deshalb hat mich die ganze Situation nicht weiter belastet.

*Der Beitrag erschien zuerst im Drogenkurier Nr. 110 vom Juni 2017.

Mehr unter: DAH blog magazin.hiv vom 8. Juli 2017
https://magazin.hiv/2017/07/08/leben-mit-neuer-leber/
administrator - So 12 Nov, 2017 12:09 pm
Titel: Grazoprevir / Elbasvir bei schwerkranken Patienten erfolgrei
Chronische Hepatitis C: Grazoprevir / Elbasvir bei schwerkranken Patienten erfolgreich

In der Therapie von Patienten mit chronischer Hepatitis C Infektion sind viele Probleme schon gelöst: Die Raten des anhaltenden virologischen Ansprechens betragen für fast alle Subgruppen mehr als 90 Prozent, wie in einem Symposium beim DGVS-Kongress beispielhaft für die Therapie mit Grazoprevir / Elbasvir im Praxisalltag gezeigt wurde. Zu den Herausforderungen zählt in Deutschland noch das fehlende Screening, verbunden mit einer hohen Dunkelziffer.

Mehr unter: Journalmed – Pressemeldung MSD vom 27. September 2017
https://www.journalmed.de/news/anzeigen/Chronische_Hepatitis_C_GrazoprevirElbasvir_bei_schwerkranken_Patienten_erfolgreich
administrator - So 17 Dez, 2017 9:07 pm
Titel: Grazoprevir / Elbasvir bei schwerkranken Patienten erfolgrei
Chronische Hepatitis C: Grazoprevir / Elbasvir bei schwerkranken Patienten erfolgreich

In der Therapie von Patienten mit chronischer Hepatitis C Infektion sind viele Probleme schon gelöst: Die Raten des anhaltenden virologischen Ansprechens betragen für fast alle Subgruppen mehr als 90 Prozent, wie in einem Symposium beim DGVS-Kongress beispielhaft für die Therapie mit Grazoprevir / Elbasvir im Praxisalltag gezeigt wurde. Zu den Herausforderungen zählt in Deutschland noch das fehlende Screening, verbunden mit einer hohen Dunkelziffer.

Mehr unter: Journalmed – Pressemeldung MSD vom 27. September 2017
https://www.journalmed.de/news/anzeigen/Chronische_Hepatitis_C_GrazoprevirElbasvir_bei_schwerkranken_Patienten_erfolgreich
administrator - Di 02 Jan, 2018 11:34 pm
Titel:
Hepatitis C könnte für 50 Dollar geheilt werden

Heute liesse sich für 50 Dollar eine ganze Therapie finanzieren - doch kaum ein Patient profitiert davon. Für Hunderttausende Menschen weltweit geht es um Leben und Tod. Seit der Pharmahersteller Gilead 2013 in den USA sein Medikament Sovaldi auf den Markt gebracht hat, gibt es erstmals eine Therapie, die Hepatitis C recht zuverlässig und mit vergleichsweise wenigen Nebenwirkungen heilen kann. Das Problem: Das Medikament ist sehr teuer - es ging als 1000 Dollar Pille in die Geschichte ein.

Mehr unter: SPIEGEL online vom 2. November 2017
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/hepatitis-c-koennte-fuer-50-dollar-therapiert-werden-a-1176133.html
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